Kultur Fibel Magazin
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Babylon
Wahrheit und Mythos

Gesellschaftsmagazin
Fassade des Thronsaals. Detail: Palmen Thronsaal von Nebukadnezar II. - Nordfassade Babylon, 6. Jh. v. Chr.,
Fassade des Thronsaals. Detail: Palmen Thronsaal von Nebukadnezar II. - Nordfassade Babylon, 6. Jh. v. Chr., Tonziegel, gebrannt und farbig glasiert Vorderasiatisches Museum, SMB -Staatliche Museen zu Berlin
Foto: Maximilian Meisse - > siehe Ölbild vom der Thronsaalfassade nach Robert Koldewey, Archäologe, hat Babylon ausgegraben.
Ausschnitt - Der König vergibt Land an einen Beamten, bezeugt durch eine Urkunde aus Stein 8. Jh. v. Chr.
Der König vergibt Land an einen Beamten, bezeugt durch eine Urkunde aus Stein 8. Jh. v. Chr.;
33 x 46 cm © Vorderasiatisches Museum, SMB - Staatliche Museen zu Berlin
< Ausschnitt links - Foto: Olaf M. Teßmer

vom Aufstieg und Fall Babylons als Stadt der Sünde und der Tyrannei, als Schauplatz der Sprachverwirrung und als Metropole der ewigen Apokalypse. Hier begeben sich die Besucher auf eine Expedition zu den geheimnisvollen Quellen dieser Vorstellungen, deren Entstehung und Tradierung über die Jahrhunderte bis heute. Erzählt wird nicht die historische Wahrheit über Babylon, sondern die Wahrheit über eine Zivilisation, die den Mythos Babel braucht, um sich selbst zu verstehen.
Mit dieser Ausstellung werden erstmals die babylonischen Schätze aus den Universalmuseen der Welt in einer Ausstellung gemeinsam präsentiert. So gelingt es, die dreitausendjährige Geschichte Babyloniens auf einzigartige und umfassende Weise zu veranschaulichen.

Babylon: Wahrheit
(Ausstellungskapitel
im Vorderasiatischen Museum, im Pergamonmuseum)

Forschungsgeschichte
Seit über 150 Jahre befassen sich Archäologen mit Hilfe von Ausgrabungen und der Entzifferung von Keilschrifttafeln mit den Überresten der untergegangenen Kultur Babylons. Großen Anteil an diesen Forschungen haben die deutschen Ausgrabungen unter der Leitung Robert Koldeweys. Sie begannen 1899 und endeten in der Zeit des Ersten Weltkriegs. Tagebücher, Fundprotokolle und Fotos dokumentieren die Arbeit der Archäologen. Aquarelle und Tagebucheintragungen der Ausgräber geben darüber hinaus interessante Einblicke in den Alltag der Forscher.

So entsteht eine faszinierende kulturgeschichtliche Rückschau bis in das 3. Jahrtausend v. Chr., eine Rückschau auf das Leben in einer Region, die für unsere eigene europäische Entwicklung von immenser Bedeutung war.

Königtum
Die Geschichte kennt Nebukadnezar II. (605-562 v. Chr.) als ruhmreichen Heerführer und erfolgreichen Staatsmann, der sein eigenes Land zu großem Wohlstand und innerem Frieden führte. In diesem Ausstellungsteil finden sich sowohl Skulpturportraits altorientalischer Könige, als auch die Insignien königlicher Macht. Waffenfunde und eine umfangreiche Keilschriftkorrespondenz zeigen die Funktion des altorientalischen Herrschers als Verwalter des Staates, als oberster Feldherr und erster Diplomat.


Religion
Die babylonische Götterwelt fokussierte sich auf Marduk, den Reichsgott der Babylonier. Er wohnte in seiner Stadt als Herr der Herren. Im Ansatz ein „Primus inter pares", orientierte sich die mächtige Priesterschaft theologisch auf diesen einen Gott - eine Idee, die bis in unsere Tage in Gestalt einer monotheistisch geprägten religiösen Weltauffassung wirkt. Darüber hinaus verehrte das Volk noch weitere Götter und Dämonen, deren Vielfalt durch zahlreiche Abbildungen, Symbole und Symboltiere anschaulich wird.

Diese finden sich auf Skulpturen, Ziegelreliefs und Rollsiegeln. Siegelbilder und Keilschrifttexte belegen die Lobpreisung der Götter und die Bedeutung des Königs als Mittler zur Götterwelt. Daneben waren die babylonischen Tempel auch große Verwaltungs- und Wirtschaftseinheiten.

Recht
Berühmt ist der altbabylonische Herrscher Hammurapi (1810-1750 v. Chr.) als „König der Gerechtigkeit" durch eine der ältesten vollständig erhaltene Rechtssammlungen seines Großreiches an Euphrat und Tigris. Der Codex Hammurapi wurde 1902 bei Ausgrabungen in Susa gefunden. Die Ausstellung zeigt eine Kopie dieser Stele - das einzigartige Original befindet sich im Louvre in Paris.

Recht und Ordnung als göttlicher Auftrag und soziale Fürsorge gehörten zum Staatsprogramm und wurden schriftlich niedergelegt. Die Ausstellung zeigt in eindrucksvoller Zahl Exponate der Korrespondenz zu Gerichtsurteilen und Verträgen

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