Rekonstruktion der Ziqqurat von Babylon - der wahre Turm zu Babel Modell nach Hansjörg Schmid
Kultur Fibel Magazin
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Babylon
Wahrheit und Mythos

Gesellschaftsmagazin

Wissenschaft
Kein Sternzeichen, keine Uhr, kein Kalender ist denkbar ohne die einzigartige Blüte, welche die Wissenschaft in Babylonien erreichte.
Grundlage für die Blüte bildet die Erfindung der Schrift. Erst dadurch war es möglich, Erkenntnisse über Generationen weiterzugeben. Und auch in sprachwissenschaftlicher Theorie blickt Babylon auf eine Tradition mehrerer Jahrtausende zurück. Ganzheitliche Weltsicht,
Errungenschaften der Medizin bis hin zur Astrologie, all dies wäre ohne die babylonischen Chaldäer nicht möglich gewesen.

Baukunst
Lehmziegel dienten als Baustoff für Wohnhäuser, Paläste, Tempelanlagen, Stadtmauern und -tore. Aus dem einfachen Baustoff Lehm entstanden in Babylonien ganze Städte, in denen zehntausende Bewohner lebten - die ersten urbanen Systeme der Zivilisation.

Die berühmtesten Werke des babylonischen Bautenalmanachs sind der Ziqqurat - der Tempelturm Babylons -, das Ischtar-Tor und die Prozessionsstraße von Babylon. In der Ausstellung erstrahlen sie in völlig neuem Licht.

Die unterschiedlichsten Rekonstruktionsversionen der Ziqqurat Babylons dokumentieren Modelle aus sieben Jahrzehnten. Als Modell wird auch Babylon in seiner gesamten Größe präsentiert. All dieses wäre jedoch nicht realisierbar gewesen, wenn nicht die mathematischen Grundlagen für die Planung derartiger Bauten vorhanden gewesen wären. So ist der Satz des Phytagoras originär tatsächlich den Babyloniern zuzuschreiben. Von seiner Anwendung zeugen entsprechende Pläne auf Tontafeln in der Ausstellung. Auch die Textfunde belegen die Bedeutung des Königs als Bauherr in den großen Städten Mesopotamiens.

Tontafelarchiv aus einem Tempel, Inhalt: Verwaltungsfragen, 6. Jh. v. Chr.
Rekonstruktion der Ziqqurat von Babylon - der wahre Turm zu Babel Modell nach Hansjörg Schmid; 50 x 56 cm
© Vorderasiatisches Museum, SMB - Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Olaf M. Teßmer
Tontafelarchiv aus einem Tempel, Inhalt: Verwaltungsfragen, 6. Jh. v. Chr.
© Vorderasiatisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Olaf M. Teßmer
Frauenkopf von einer kleinen Tonfigurine Hellenistisch
Terrakottarelief: Erotische Szene eines Paares 18.-17. Jh. v. Chr.
Goldschmuck aus Gräbern in Babylon Anfang 1. Jahrtausend v. Chr.
Goldschmuck aus Gräbern in Babylon Anfang 1. Jahrtausend v. Chr.
© Vorderasiatisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin
Foto: Olaf M. Teßmer
Frauenkopf von einer kleinen Tonfigurine Hellenistisch; 4,6 x 6,6 cm
© Vorderasiatisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Olaf M. Teßmer
Alltag
Wie lebten die Babylonier?
Die Freude am Leben im alten Babylon zeigt sich in den Darstellungen von Musikern, Würfel- und Brettspielen und nicht zuletzt des Liebesspiels. Wie die Babylonier lebten, dokumentieren Gegenstände des alltäglichen Bedarfs, aber auch Luxuswaren. Massenprodukte einfacher Keramikgefäße stehen im Kontrast zu fein gearbeiteten Gegenständen aus Glas, edlen Steinen und Bronze. Kleine Terrakotta-Figuren mit ihrer fast portraithaften Qualität zeigen, dass in Babylon Menschen unterschiedlichster kultureller Herkunft lebten: Ägypter,
Juden, Perser, Griechen - alle fanden in Babylon eine neue Heimat.
Die Präsentation von Beigaben aus Gräbern unterschiedlicher Epochen dokumentiert nicht nur die religiösen Vorstellungen der Babylonier bezüglich des Jenseits, sondern auch die sozioökonomische Stellung der Toten. Aussagen über die Vorstellungen vom Jenseits finden sich in zahlreichen Schriftzeugnissen, vor allem in den bekannten babylonischen Mythen „Gilgamesch" und „Ischtars Gang in die Unterwelt".
Terrakottarelief: Erotische Szene eines Paares 18.-17. Jh. v. Chr.; 7,7 x 13 cm
© Vorderasiatisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Olaf M. Teßmer
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