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Im letzten Quartal des 20. und Anfang
des 21. Jahrhunderts wurden die westlichen Werbe- und PR-Gesellschaften
stärker in den Sog der sozialen
Entropie (Verfall und Unordnung) gezogen. Mit verheerenden Folgen für
das zarte weibliche Geschlecht. Den zauberhaften Frauen, wurden die Gefühle,
mit der zunehmenden Verrohung der Individuen, teils abgehobelt. Die Werbung
der Rasiergeräteindustrie versprach ihnen, mit aufwendigen Plaketserien,
eine "göttliche" Haut, Dank einer widernatürlichen Totalrasur,
außer dem Kopfhaar. Gefühlsärmer, aber Fitnessclubs produzieren
Sexmaschinen. Wie Frauen in den vergangenen Jahrhunderten bis heute empfunden
haben, lesen Sie in "Kopfkissenbuch
der Liebe" >Maria Stuart, Königin, 1542 - 1568
/ Bettina von Arnim 1785 - 1859< und in "Boudoir-Phantasien"
(achten Sie bitte auf die Jahreszahlen, wie grob es wird) >Gustave Flaubert
1821- 1880, Henry Miller 1891 - 1980, |
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Inhalt Für kulinarische
Gelüste 127 Für erregende
Liebkosungen 145 Für Nächte
voller Geheimnisse 179 Für Stunden am
Strand 191 Für mitreißende
Eroberungen 209 Für leichtsinnige
Momente 219 Für lyrische Anwandlungen
229 |
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Für heimliche
Zärtlichkeiten 9 Für heftige Fingerfreuden
23 Für prickelnde
Phantasien 39 Für witzige Liebesgefechte
45 Für betörende
Augenblicke 61 Für sehnsüchtige
Tage 69 Für verführerische Entdeckungen 83 Emmanuelle Arsan • Verlockungen Für verlockende
Reize 119 |
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Für lüsterne
Rituale 245 Für Abenteuer
zu dritt 265 Für eifersüchtige
Regungen 279 Für die Liebe
wie im Traum 291 Für Wonnen in
der Wanne 297 Für schlüpfrige
Spiele 307 Für rauschende
Liebesnächte 323 |
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Boudoir-Phantasien Seine amouröse Konnotation erhielt das Boudoir als intimes Gemach der Frau erst, als im späten achtzehnten Jahrhundert, als vornehme Männer in Frankreich und Italien ihren Mätressen eigene, mit dem größten Luxus ausgestattete »hotels«, im Sommer oft eine »petite maison« schenkten, in denen das mit allen Raffinements der aphrodisischen Kosmetik ausgestattete Boudoir mit angrenzendem Luxusbad den Mittelpunkt bildete. Der Mann also, der Einlaß ins Boudoir einer Frau fand, hatte es weit gebracht. Aber er mußte anerkennen, daß sie die unumstrittene und zugleich unwiderstehliche Herrschaft in diesem ihren Reich ausübte. Sie ließ sich in ihrem Boudoir - auch in doppeldeutigem Sinn - nicht das Zepter aus der Hand nehmen. Hier galt das, was sie wollte, und wenn der Mann sie erobern wollte, geschah dies ganz gewiß nicht ohne ihr Einverständnis, auch wenn sie vielleicht - um des erotischen Genusses willen - die Spröde und Unzugängliche spielte und den Widerstand nur vorgab - »Ihre Lippen sagten Nein, ihre Augen aber Ja.« Die Zeiten des Boudoirs sind lange passé. Doch die Vorstellungen, Gedanken, Wünsche und Sehnsüchte, die sich mit ihm verbanden, bestehen fort und sind nach wie vor lebendig. Erst vor einigen Jahren nannte Vivienne Westwood das von ihr kreierte Parfum »Boudoir« und setzte damit bewußt auf den Luxus, das Raffinement, die Eleganz, das Üppige und Ausschweifende, das sich noch immer mit diesem Wort verbindet. So will auch dieses Buch ein kleines Boudoir sein - eine Verführung zum Sichzurückziehen, zum ungestörten Lesen und Sich-animieren-lassen. Ein Reich zum Schmollen, ein weibliches Refugium für Leserinnen, die das Leichtsinnige und Leichtherzige lieben und sich voller Phantasie dem hingeben wollen, was geeignet erscheint, ihrer Zerstreuung, ihrem Vergnügen und auch ihrer Lust zu dienen. |
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Auszüge |
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Betörende Augenblicke Ich ging am Ufer des Flusses entlang. Immer habe ich das Wasser geliebt und die sanfte Bewegung, mit der die Wellen einander treiben. Es war ruhig, weiße Wasserlilien zitterten in der glucksenden Strömung. Die Wogen trieben langsam und entfalteten sich eine nach der anderen. In der Mitte ließen die Baumgruppen der Inseln ihr Grün ins Wasser hängen, die Ufer schienen zu lächeln. Man hörte nur die Stimmen der Wellen. An dieser Stelle ragten ein paar hohe Bäume auf. Die Kühle der Wassernähe und des Schattens erquickte mich. Ich fühlte, wie ich lächelte. Ebenso wie die in uns wohnende Muse aufhorcht und die süßen Töne einsaugt, wenn sie die Harmonie vernimmt, so weitete sich in mir etwas, um die allgemeine Wonne hineinzutrinken. Während ich die Wolken betrachtete, die am Himmel hinzogen, und den Samtteppich des Rasens am Ufer, der unter den Sonnenstrahlen gelb geworden war; während ich auf das Rauschen des Wassers und das Erschauern der Baumwipfel hörte, die trotz der Windstille zitterten - fühlte ich, erregt und doch ruhig, in meiner Einsamkeit mich unter dem Andrang dieser liebenden Natur vor Wollust vergehen, und ich rief nach Liebe. Meine Lippen bebten und suchten, als hätten sie den Atem eines anderen Mundes gespürt; meine Hände wollten etwas betasten, meine Blicke suchten in der Furche jeder Woge, in den Umris sen der geblähten Wolken irgendeine Form; eine Lust, eine Offenbarung. Der Wunsch drang aus allen meinen Poren, mein Herz war weich und von verhaltener Harmonie erfüllt Ich schüttelte mein Haar, es koste mein Gesicht. Mit Wonne sog ich seinen Duft ein. Ich streckte mich auf das Moos unter die Bäume. Ich wünschte mir noch tiefere Sehnsüchte. Ich hätte unter Rosen ersticken, unter Küssen vergehen mögen. sehnte mich, die Blume zu sein, die der Wind schüttelt, das Ufer, das der Fluß netzt, die Erde, die von der Sonne befruchtet wird. Es ging sich sanft über das Gras. Ich schritt weiter; jeder Schritt brachte neue Lust, und meine Fußsohle berührte mit Wonne den weichen Rasen. Die Wiesen in der Ferne wimelten von Tieren, von Pferden und Füllen. Der Horizont hallte wider von Gewieher und Galoppieren, das Gelände ob und senkte sich in sanften, weiten Wellen, die von den Hügeln herabkamen, der Fluß beschrieb seine Schlangenlinie, verschwand hinter den Inseln und tauchte schließlich zwischen Gras und Schilf wieder auf. Das alles war schön, schien glücklich, ging seinem Gesetz, seinem natürlichen Lauf nach. Ich allein war krank und siechte dahin, von Sehnsucht verzehrt. Ganz plötzlich raste ich davon, zur Stadt
zurück. Ich kam über die Brücken. Ich ging durch die Straßen,
über die Plätze. Die Frauen kamen an mir vorüber. Es waren
ihrer viele; sie gingen schnell. Alle waren wunderbar schön. Niemals
hatte ich ihnen so tief in die glänzenden Augen geschaut, noch so sehr
ihren gazellenhaft leichten Gang bewundert. Herzoginnen lehnten sich auf ihren
wappengeschmückten Wagenschlag und schienen mir zuzulächeln und
mich zu Liebkosungen auf seidenen Kissen einzuladen. Über ihre Balkons
beugten sich Damen, in Schals gehüllt, um mich zu sehen, und sie blickten
mich bittend an: »Liebe uns! Liebe uns!« Aus ihrer aller Haltung,
aus ihren Augen, sogar aus ihrer Regungslosigkeit sprach Liebe zu mir, das
sah ich deutlich! Und dann traf man die Frauen überall, im Gedränge
war man neben ihnen. Ich streifte sie, ich sog ihren Duft ein, die Luft war
davon erfüllt. Ich wußte wohl, wohin ich ging. Es war ein Haus in einer kleinen Straße, durch die ich oft gegangen, um mein Herz schlagen zu fühlen. Es hatte grüne Läden, man stieg drei Stufen empor. Ach, ich kannte das alles genau. Ich hatte es oft betrachtet, da ich häufig einen Umweg gemacht hatte, nur um die geschlossenen Fenster zu sehen. Schließlich kam ich nach einem Lauf, der mir eine Ewigkeit zu dauern schien, in die Straße. Ich glaubte zu ersticken. Niemand ging vorüber. Ich wagte mich weiter, weiter. Ich fühlte noch die Berührung der Tür, die ich mit der Schulter aufstieß. Sie gab nach. Ich hatte gefürchtet, sie drehte sich in ihren Angeln; sachte, ohne Geräusch. Ich stieg die Treppen empor, auf der Treppe war es dunkel. Die Stiegen waren ausgetreten, sie schwankten unter meinen Tritten. Ich stieg immer höher. Man sah nichts; mir schwindelte. Ich hörte niemanden; mein Atem setzte aus. Endlich kam ich in ein Zimmer; es schien mir groß; das lag an seiner Dunkelheit. Die Fenster standen auf, doch große, gelbe, bis zur Erde reichende Vorhänge hielten das Tageslicht ab. Der Raum schwamm in blaßgoldigem Widerschein. Weiter hinten am rechten Fenster saß eine Frau. Sie mußte mich nicht gehört haben, denn sie wandte sich nicht um, als ich eintrat. Ich stand, ohne näher zu kommen, mit ihrem Anblick beschäftigt. Sie trug ein weißes Kleid mit kurzen Ärmeln. Mit dem Ellenbogen stützte sie sich auf das Fensterbrett. Eine Hand lag am Munde; ihr Blick hing vage und unbestimmt draußen am Boden. Ihr schwarzes Haar lag glatt und geknotet an den Schläfen und glänzte wie die Schwinge eines Raben. Sie hielt den Kopf ein wenig vornüber geneigt. Im Nacken hatten sich ein paar Haare gelöst und kräuselten sich am Halse. Ihr großer gebogener Kamm war oben mit Korallen besetzt. Sie stieß einen Schrei aus, als sie mich bemerkte, und sprang auf. Ich fühlte mich von dem glänzenden Blick ihrer Augen getroffen. Als ich, vom Gewicht dieser Blicke bedrückt, meine Stirn wieder zu heben vermochte, sah ich in in Gesicht von wunderbarer Schönheit: eine gerade Linie lief, vom Scheitel beginnend, zwischen ihren großen geschweiften Augenbrauen hindurch auf ihre Adlernase, deren zitternde Flügel emporgezogen waren, wie man es auf antiken Kameen sieht, und teilte ihre sinnliche Lippe, die bläulicher Flaum beschattete. Dann kam der Hals, der volle, weiße, rundliche Hals. Durch ihr zartes Gewand sah man die Rundungen ihrer Brüste beim Atmen steigen und fallen. So stand sie mir gegenüber, in Sonnenlicht gehüllt, das durch den gelben Vorhang fiel und das weiße Kleid und den dunklen Kopf hob. Schließlich fing sie an zu lächeln, fast mitleidig und sanft, und ich kam näher: Ich weiß nicht, womit sie ihr Haar parfümiert hatte, doch duftete es wunderbar, und mein Herz war weicher und hingebender als ein Pfirsich, der auf der Zunge zerschmilzt. Sie sagte zu mir: »Was möchten Sie denn? Kommen Sie!« Und sie setzte sich auf ein langes Sofa, das mit grauem Stoff überzogen war und an der Wand stand. Ich nahm an ihrer Seite Platz, sie faßte meine Hand; die ihrige war heiß. So verharrten wir lange schweigend, einer den andern anschauend. Niemals hatte ich eine Frau aus solcher Nähe gesehen; ihre ganze Schönheit drang auf mich ein, ihr Arm berührte den meinigen, die Falten ihres Gewandes fielen über meine Knie, die Wärme ihrer Hüften setzte mich in Flammen Ich fühlte bei dieser Berührung ihre wogenden Körperformen, ich betrachtete die Rundung ihrer Schulter und die blauen Adern ihrer Schläfen. Sie sagte: »Nun?« »Nun«, erwiderte ich vergnügt, den Zauber gewaltsam abschüttelnd, der mich einschläferte. Doch weiter kam ich nicht, ich war ganz damit beschäftigt, sie mit Blicken zu verzehren. Schweigend legte sie einen Arm um mich und zog mich in stummer Umschlingung an sich. Da schlang ich meine beiden Arme um sie und preßte meinen Mund auf ihre Schulter. Ich trank wonnevoll den ersten Kuß der Liebe. Ich trank darin die lange Sehnsucht meiner Jugend und die verwirklichte Wollust aller meiner Träume, und dann warf ich den Kopf zurück, um ihr Gesicht besser zu sehen. Ihre Augen leuchteten, sie setzten mich in Flammen. Ihr Blick faßte mich fester als ihr Arm. Ich war in ihre Augen versunken, und unsere Finger verstrickten sich ineinander; die ihrigen waren lang und zart, sie spielten in meiner Hand mit lebhaften,. bebenden Bewegungen; mit geringer Anstrengung hätte ich sie zerbrechen können; ich drückte sie in dem Wunsche, sie besser zu fühlen. Ich erinnere mich jetzt nicht mehr genau, was sie mir sagte und was ich ihr antwortete. Lange verharrte ich so, versunken, schwebend, gewiegt in dem Klopfen meines Herzens. Mit jeder Minute wuchs mein Taumel, in jedem Augenblick fluteten neue Ströme in meine Seele. Mein ganzer Leib erschauerte vor Ungeduld, vor Verlangen, vor Lust. Und doch war ich schwer gestimmt, eher düster als froh, ernst, in etwas Göttlichem und Höchstem vergehend. Sie drückte mit der Hand meinen Kopf an ihr Herz, aber zart, als wenn sie gefürchtet hätte, ihn an ihrer Brust zu zerbrechen. Mit einer Bewegung der Schulter schlüpfte sie aus dem Ärmel. Ihr Kleid ging auf; sie trug kein Korsett; ihr Hemd stand offen. Ein prächtiger Busen wurde sichtbar, an dem man in Liebe hätte vergehen mögen. In kindlicher, träumerischer Haltung saß sie auf meinen Knien Ihr schönes Profil zeichnete sich in reinen Linien ab. Unter der Achsel bildete die Haut eine Falte von wundervollem Schwung, die wie das Lächeln der Schulter war. Ihr weißer Rücken war leicht gekrümmt, als sei sie müde, und ihr herabgesunkenes Kleid fiel in weiten Falten auf den Boden. Sie blickte hinauf zum Himmel und summte eine traurige, sehnsuchtsvolle Melodie durch die Zähne. Ich faßte ihren Kamm und zog ihn heraus. Ihre Haare umflossen sie wie eine Woge, und die langen, schwarzen Strähnen fielen zitternd auf ihre Hüften. Ich fuhr mit der Hand zuerst darüber, dann hinein, darunter. Ich tauchte meine Arme hinein, ich badete mein Gesicht darin, ich wollte vergehen. Zuweilen belustigte ich mich damit, sie hinten zu teilen und nach vorn zu legen, so daß ihre Brüste davon verhüllt waren; dann wieder faßte ich sie wie ein Netz zusammen und zog daran, um ihren nach hinten geneigten Kopf und den zarten vorgestreckten Hals zu sehen. Sie ließ es geschehen wie eine Tote. Plötzlich machte sie sich von mir frei, zog die Füße aus dem Kleid und sprang mit der Behändigkeit einer Katze auf das Bett. Die Matratze sank unter ihren Füßen ein, das Bett krachte, sie zog mit brüsker Bewegung die Vorhänge zurück und legte sich nieder. Sie streckte ihre Arme nach mir aus und umfaßte mich. Oh, selbst die Laken schienen noch warm von den Liebkosungen, die dort ausgetauscht waren. Ihre sanfte feuchte Hand betastete meinen Leib. Sie gab mir Küsse auf das Gesicht, auf den Mund, auf die Augen. Jede einzelne ihrer hervorstürzenden Liebkosungen nahm mir die Besinnung. Sie streckte sich auf dem Rücken aus und seufzte. Bald schloß sie die Augen halb und blickte mich mit wollüstiger Ironie an, dann wieder stützte sie sich auf den Arm, drehte sich herum, streckte die Füße empor und war voll bezaubernder Schäkereien, raffinierter und unverdorbener Bewegungen. Schließlich gab sie sich mir hin, sah empor und stieß einen tiefen Seufzer aus, der durch ihren ganzen Leib ging ... Ihr warmes zitterndes Fleisch breitete sich erschauernd unter mir. Von Kopf zu Füßen fühlte ich mich von Wollust umfangen. Ich preßte meinen Mund auf den ihrigen. Unsere Finger waren ineinander verschlungen, im selben Beben zuckend, in einer Verstrickung verschränkt. Während ich den Duft ihres Haares und den Hauch ihrer Lippen einsog, fühlte ich mich vor Wonne vergehen. Einige Zeit verharrte ich noch gespannt, das Klopfen meines Herzens und das letzte Zittern meiner Nerven genießend; dann schien alles zu erlöschen und zu versinken. Meist
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Für prickelnde
Phantasie Was Du mir vorgeschlagen hast, ist so verwegen, daß ich mir nicht sicher bin, ob ich zu tun vermag, worum Du mich gebeten hast. Seit ich Dich kenne, hast Du meine Gedanken fortwährend in Anspruch genommen. In meiner Phantasie habe ich alles mögliche mit Dir angestellt. Ich hatte und habe aber auch den festen Vorsatz, Dich nicht vor den Kopf zu stoßen. Zugleich spüre ich durch Deine Briefe, daß ich es wagen darf, viel mehr zu tun und zu sagen, als ich tatsächlich tue. Dein Körper an sich ist eine Aufforderung, alles zu tun. Die Szene, die mir vor Augen steht, wiederholt sich oft. Ich bin bei Dir zu Hause und betrachte Deine Bilder. Du gibst mir gleich etwas zu trinken. Der Drink steigt uns zu Kopf. Du trägst einen sehr dünnen, durchscheinenden Rock. Vom Nabel aufwärts hast Du gar nichts an. Deine Brüste sind herrlich. Du hast die Statur einer Tänzerin. (Irgend etwas von Degas.) Deine Beine sind kräftig und schön. Ganz plötzlich stürze ich mich auf Dich und hebe Deinen Rock hoch Unter dem Rock bist Du vollkommen nackt. Deine kleine Möse mit dem üppigen schwarzen Haar läßt mich im Nu steif werden. Ich schiebe meine Hand zwischen Deine Schenkel und merke, daß Du schon feucht bist. Du scheinst sehr erregt, zu allem bereit. Das ist nicht verwunderlich. Ich kenne Dich seit Jahrhunderten; was ich damit sagen will, ist, wir kennen uns von früheren Inkarnationen her. Schon viele Male waren wir ein Liebespaar. Manchmal warst Du eine Prostituierte im Tempel - in Indien, in Ägypten und in anderen Ländern. Du bist immer ein Freudenmädchen, aber immer religiös. Deine Religion hieß immer »Sex« - genau wie bei den Tantra-Anhängern im heutigen Indien. Du unterweist die Jugendlichen, Männer wie Frauen. Für Dich geht es dabei um Kunst. Darum scheinst Du nun zur Expertin gereift zu sein. Ohne auch nur im mindesten rot zu werden, berührst Du Deine Möse mit der Rechten. Dann ... öffnest Du mit zwei Fingern jeder Hand den Spalt zwischen Deinen Beinen und zeigst mir die zarten Lippen, die wie Vögelchen zittern. Der Saft fließt reichlich; Deine Schenkel glänzen. Ohne ein Wort zu sagen, langst Du mir in die Hose und umfaßt meine Flöte (oder den Hobel, wenn Dir das lieber ist). Deine Hände, die so stark sind und dabei doch so gefühlvoll, spielen damit, als wäre er ein Musikinstrument. Du bist geil und unwiderstehlich. Ich will gleich »spielen«, vor allem, als Du mir die Zunge in den Mund steckst. Und dann beginnt Dein Mund sacht meinen Schwanz zu lutschen. Es fällt mir schwer, aufrecht stehenzubleiben. Zum Glück ist die Couch auf Deiner Seite. Wir fallen zusammen darauf nieder, Mund auf Mund und Schwanz auf Möse. Ich bin noch nicht in Dich eingedrungen. Wie warm Du bist! Du küßt mich überallhin Ich will Dich küsscn. Du bist vollkommen bereit. Du drückst auf meinen Schwanz und schiebst ihn Dir zwischen die Beine. Sanft, ja langsam schlüpfe ich rein. Deine Vagina ist köstlich geformt. Sie ist eng und tief. Du hältst mich, wie man einen Finger halten würde. Natürlich kann ich mich nicht länger zurückhalten. Ich komme - und Du auch - wir beide gleichzeitig. Wir bleiben eine Weile so, ineinander verschlungen
wie zwei Schlangen. Ich will mich losmachen, aber Du läßt es nicht
zu. Mit kräftigen Muskeln hältst Du mich fest. Nach einer Weile
spüre ich Bewegung in Dir drin. Nach und nach beginne ich anzuschwellen.
Jetzt hebst Du die Beine und legst sie mir über die Schultern. Du bist
ganz und gar offen und feucht. Du kommst ohne Unterlaß. Dein Blick ist
zur Decke hinaufgerichtet. Du bittest mich weiterzumachen, mehr zu tun. Du
sagst (auf Englisch): »Fick mich, Henry, fick mich! Stoß ihn rein
bis ans Heft. Ich bin so geil.« Es geschieht zum ersten Mal, daß
Du mir gegenüber solche Ausdrücke gebrauchst. Das macht mich ganz
wild. »Gott gebe mir die Kraft, die Stärke«, sage ich im
stillen, »und ich will Dich küssen ohne Ende.« Aus irgendeinem Grund sind wir in der Halle eines Grandhotels, als das Verlangen über Dich kommt. Du sagst: »Machen wir's gleich hier!« Spontan, einfach so. Ich scheine verblüfft, vielleicht weil ich mir eher bewußt bin, wo wir uns in Zeit und Raum befinden. Allerdings nicht zu sehr, da bei diesen intimen Begegnungen immer nur Du und ich auf der Welt sind — gleichgültig, wie viele Leute um uns herumwandern. Vermutlich ein Sinnbild unserer großen Leidenschaft füreinander — wir können die Welt aussperren. Jedenfalls hast Du es im Nu geschafft, uns zu einer auffälligen und majestätisch wirkenden Couch mitten in der Halle zu manövrieren. Ehe ich auch nur den geringsten Einwand erheben kann, hast Du mir den Hosenschlitz aufgemacht und hältst meinen Penis in der Hand. Er ist voll erigiert — herrliches Gefühl. Ebenso geschwind hebst Du Deinen Rock, entblößt Dich vollständig, und wir stürzen auf die Couch nieder. Wie ich eben in Dich eindringen will, fällt mir ein, daß Du Dir erst vor kurzem diese Kupferspirale hast ziehen lassen. (Ich frage mich, ob Du weißt, was Du tust, oder ob Du, wie nach jenem sprichwörtlichen Glas Champagner, gar nicht anders kannst.) So leicht und reibungslos dringe ich in Dich ein, daß es fast unwirklich ist. Ich versuche, Dein Gesicht zu sehen. Deinen Ausdruck zu erkennen. Aber genau wie wenn ich in meinem Bett liege und unser Foto ohne Brille betrachte, kann ich nur schwach die Konturen Deines Antlitzes ausmachen. Wie dem auch sei, ich bin auf Anhieb überzeugt, daß Du es so haben willst, daß Du Dir Deines Tuns bewußt bist. Und das steigert nur die Ekstase, die uns gepackt hat. Ich muß unwillkürlich an all die negativen Reaktionen denken, die Du an den Tag gelegt hast, und nun diese vollkommene, bedingungslose Hingabe. Du windest Dich wie ein Aal, flüsterst mir leise ins Ohr: »Mach's mir, Henry, mach's mir!« Und ich gebe mein Bestes, wobei mich Deine Bereitschaft mehr erstaunt als meine unerwartete Potenz. Deine Möse ist übrigens genauso, wie ich sie mir immer vorgestellt habe. Eine »entgegenkommende« Möse, wenn Du verstehst, was ich meine. Mitten in unserem heimlichen Vergnügen spüre ich einen unsanften Ruck an der Schulter, und eine barsche Stimme ruft: »Was zum Teufel machen Sie denn da? Was glauben Sie wohl, wo Sie sind?« Und damit zerrt der Kerl mich hoch; mein Penis baumelt aus dem Hosenschlitz, und ein paar Tropfen Sperma fallen auf den Plüsch. Dann wendet er sich an Dich. Du hast Deinen Rock runtergezogen. Aber Du siehst ganz geknickt aus. »Junge Dame«, fängt er an, »ich frage mich, ob Sie wissen, was Sie treiben oder wo Sie sich befinden ...« Du unterbrichst ihn mit den Worten: »Ich
bitte tausendmal um Entschuldigung, Sir, aber ich habe völlig vergessen,
wo ich war oder was ich tat.« Für berauschende
Liebesnächte >>>>während er mir mit Küssen
den Hals, die Schultern und - endlich! - meine Brüste bedeckte, die purpurnen,
harten Warzen in den Mund nahm, sie lutschte und saugte wie ein Verdurstender.
Es war, als bahnte sich eine erregende Energie ihren Weg direkt von seinem
Mund bis in meinen Schoß. Ich wollte das so sehr, daß ich ihm
am liebsten meine Brüste ganz in den Mund gepreßt hätte. Überall
sollte er mich in den Mund nehmen. Mich ganz und gar sollte er in den Mund
nehmen und mit seiner Zunge berühren, streicheln, lecken. Erst wollte ich etwas anderes. Ich wollte mein kleines, privates Liebesfest. Nach langen, tiefen Küssen, bei dem es in meinem Leib immer heißer und feuchter, ja begierig brennend wurde und James seine Hände in meinem Schoß immer tiefer kreisend, mal zart und mal hart spielen ließ, wandte ich mich ab. Ich kokettierte mit ihm, ich wollte es ihm nicht so einfach machen, mich restlos zu erobern. Nein, James, so rasch wie im Film geht's bei mir nicht. Der Spion, der mich liebte, schien keineswegs enttäuscht, im Gegenteil, er ließ seine Hände über mich und in mir wandern, bis es mir selbst in den Zehen kribblig wurde. Und er zeigte mir alles, was er erotisch und sexuell drauf hatte, als er mit kessen Lippen und weicher Zunge ganz, ganz flaumleicht mein Paradiesgärtlein küßte, dann immer tiefer kreiste und meine wie aufgeplatzt wirkende feuchte Vulva leckte ... oh, ja! Ich weiß nicht, wie lange er mich so lutschte, auf meinen Schamlippen wie auf einem Saxophon spielte und meinen Kitzler in seinen Mund saugte, daß ich meinte, mein Pochen würde wie ein Trommelrhythmus in ihn hineinfahren. Und dann sagte ich das, was jedes Bond-Girl
im Film sagt. Ich seufzte leise: Als er von mir abließ, delirierte ich.
Wir atmeten nicht nur hörbar, wir keuchten. Wir sahen einander an,
die Münder naß, die Wangen erhitzt. Da
war keine falsche Scham, keine Hemmung mehr, alles war weit, weit offen.
Es gab nur uns zwei auf der Welt, in diesem Universum der Lust. Vom offenen
Fenster hörten wir, wie draußen der Regen rauschte, die ganze
Welt versank in Nässe, ich versank in Nässe, ich floß
dahin hinter diesem Vorhang aus Regen und Rauschen, das unseren Atem übertönte. Bücher,
EROTIK: Pablo Picasso, Erotische
Skizzen - Salvador Dali
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