Sachbuch

Kösel Verlag
127 S. Pb. € (D) 12,95
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Breit-Keßler, Wie bei Nachbarn, die sich mögen , So lebt die Ökumene


Wie bei Nachbarn
die sich mögen

So lebt Ökumene

 

 

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Abt Johannes Eckert im Gespräch mit Bischöfin Susanne Breit Keßler
Auszüge
Wie es zu diesem Buch kam.

Die evangelische Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler und der katholische Benediktinerabt Johannes Eckert sind Nachbarn. Beinah können sie sich gegenseitig vom Schreibtisch aus

SUSANNE BREIT-KEßLER: Ich denke, dass wir Protestanten den sehr wertvollen biblischen Gedanken von der Unmittelbarkeit von Gott zu Mensch als Gastgeschenk mitbringen. Dass man keine große Institution, Hierarchie oder gar Vermittler braucht, sondern dass wir als Menschen gottunmittelbar sind und uns direkt an Gott wenden können.
Ich denke, wir bringen den Kampf um die Freiheit eines Christenmenschen mit, also die vielen Möglichkeiten, einen individuellen Glauben zu leben, eingebunden in die Gemeinschaft.
Noch ein Gastgeschenk ist für mich die Hochschätzung der in der katholischen Kirche sogenannten Laien. Also das Recht und die Fähigkeit von Menschen, die keinen kirchlichen Beruf ausüben, die Bibel für sich und andere auszulegen und darüber kompetent zu sprechen. Das allgemeine Priestertum aller Getauften ist ein großes Geschenk.
Und dann — das sage ich jetzt nicht nur, weil ich eine Frau bin — gestehen wir der Frau eine wichtige Rolle zu, kein Amt ist ihr verschlossen. Das ist auch ein Gastgeschenk.


Bitte seid nicht kleinkariert!

Man muss Geschenke ja nicht annehmen. Welche Dinge davon, nehmen Sie sich zu herzen?
Und was lassen Sie lieber im Regal verstauben oder schenken es gleich weiter?

SUSANNE BREIT-KEßLER: Gewisse Probleme habe ich natürlich mit der katholischen Hierarchie und der Art der Hierarchie. Ich denke jedoch, eine heilige Ordnung ist durchaus zu empfehlen. Es tut auch unserer evangelischen Kirche gut, wenn wir Ordnung einhalten.
Aber womit wir Protestanten Probleme haben, mich eingeschlossen, das ist die katholische Vorstellung, man könne von einem Ort, von Rom aus, bestimmen, was überall auf der Welt zu geschehen hat. Dennoch merke ich, wie wir Protestanten uns auch bemühen, deutlich zu machen, dass wir weltweit denken — beispielsweise mit dem Lutherischen Weltbund. Der Gedanke, »katholisch« zu sein, im Wortsinn, »weltumfassend zu denken«, der ist gewisslich gut. Provinzialität darf nicht auf unseren Fahnen stehen. Insofern würde ich dann dieses Geschenk umdeuten, nach dem Motto: »Bitte seid nicht kleinka¬riert, nicht provinziell, sondern denkt an die ganze Welt.« Das sollten wir gemeinsam tun.

ABT JOHANNES: Was wir Katholiken wirklich angenommen haben, das ist die reformatorische Liebe zur Heiligen Schrift und damit die Reform von der biblischen Quelle her. Das ist das große Geschenk der Reformation an die katholische Kirche. Und nach einigen Jahrhunderten hat die katholische Kirche sich ja auch bewegt und der Reform in Gestalt des Zweiten Vatikanischen Konzils neuen Schwung gegeben. Und dort wurde immerhin über die entscheidenden Begriffe »Laien«, »Freiheit des Gewissens«, die »Rolle von Mann und Frau« neu nachgedacht.
Wir tun uns zugegebenermaßen schwer mit solchen Gastgeschenken, wie sie gerade aufgezählt wurden, aufgrund der Tradition. Aber ich bin überzeugt, dass es ein wertvolles Geschenk der Schwesterkirche ist und damit letztlich des Heiligen Geistes, dass das, was vielleicht auch als schmerzlich erfahren wird, als Trennung, zugleich auch helfen kann, sich zu erneuern, am anderen zu lernen.
Es geht zunächst einmal nicht nach unseren Vorstellungen. An eine Reformation hatten anfangs weder Martin Luther gedacht noch die damaligen Verantwortlichen.


Ich bin auf viele Dinge neidisch

Nachbarn sind unterschiedlich eingerichtet. Auf welche Dinge sind Sie bei Ihren Nachbarn neidisch?

SUSANNE BREIT-KEßLER: Konkret, wenn ich auf St. Bonifaz schaue, bin ich auf eine ganze Reihe von Dingen neidisch: Zum einen auf diese wunderbare Kirche, in der sich Spiritualität wirklich erfahren lässt. Sie ist modern, sehr zeitgemäß, sie ist farbenfroh, ohne bunt zu sein. Sie ist nach oben gereckt, in den Himmel, sie ist klar strukturiert.
Ich finde manche der Andachtsformen wunderschön, in denen einfach nur gesungen und gebetet wird. Wiewohl ich als Protestantin die Auslegung der Heiligen Schrift liebe, ist es manchmal auch sinnvoll, den Mund zu halten, nur auf das Wort zu hören, aufzunehmen und zu singen.
Ich beneide unsere Nachbarn natürlich auch darum, dass zum Orden das Kloster Andechs dazugehört, ein Ort, an dem Gottesdienst gefeiert wird, an dem aber auch gegessen und getrunken wird — von manchem zwar im Übermaß, aber das ist eben die Freiheit des Einzelnen. Dort kann man mit allen Sinnen genießen. Diese Verbindung von spirituellem Leben und Sinnenfreude, Kirche und Gasthaus zusammen — eine tolle Sache. Eigentlich lutherisch ...

ABT JOHANNES: Was ich als sehr schön empfinde in der evangelischen Kirche, ist die föderale Ausprägung, die uns natürlich als Orden sehr entgegenkommt. Wir Benediktiner sind ja auch sehr föderal geprägt. Das würde ich mir manchmal mehr für meine eigene Kirche wünschen. Weil ich die Vielfalt und Eigenverantwortung als Bereicherung innerhalb des Ordens und bei unseren evangelischen Nachbarn erlebe und mir auch für die ganze Weltkirche Ähnliches wünschen würde.
Das andere, was ich auch an unseren protestantischen Nachbarn sehr schätze und liebe und worauf ich neidisch bin, ist, dass man dort wirklich Theologie pflegt. Diese Verpflichtung zur Reflexion, das ist auch ein Wunsch, den ich für meine Kirche habe. Dass man sich nicht zurückzieht in kirchliche Privathochschulen, sondern dass man wirklich auch an den Universitäten den Dialog mit Andersdenkenden pflegt. Dass dadurch die Tiefe des Glaubens noch viel stärker erforscht und erkannt werden kann, ohne dass ich sofort Angst haben muss, dass jedes Dogma infrage gestellt wird und alles Glaubensgut verloren geht. Die Protestanten gehen damit erfreulich freier um.


Wir sind verbunden im Kampf für das Leben

Wenn Sie als Nachbarn, Seite an Seite »hinaus« in die Gesellschaft schauen, erleben Sie gemeinsame »Gegner«?
Müssen Sie das Haus gelegentlich verschließen?

ABT JOHANNES: Ein gemeinsamer Gegner ist bestimmt ein aggressiver Atheismus. Ein zweiter sind alle fundamentalistischen Gruppen, die sich vielleicht auch Christen nennen, denen ich aber mit Jesus das Christsein in manchem absprechen würde. Biblizisten sind gemeinsame Gegner, weil da der Glaube seiner Freiheit beraubt wird und letztlich in einen Aberglauben abdriftet.

SUSANNE BREIT-KEßLER: Positiv gewendet bedeutet das: Wir sind verbunden im Kampf für das Leben. Wenn man Ja zum Leben sagt, was wir ja beide tun, dann heißt es auch Ja zum Leben in seiner Vielgestaltigkeit, in seiner Freiheit. Deswegen setzen wir uns konkret für das Leben schon vor der Geburt ein. Wir setzen uns ein für alte Menschen. Wir wollen überall Ja sagen zum Leben, in seiner Vielfalt und in seiner Einschränkung. Damit sind diejenigen die Gegner, die aussortieren, selektieren wollen, die Leben nach bestimmten Kriterien beurteilen und einteilen.
An diesem Punkt sind wir eins: Das Leben kommt von Gott. Es ist geschenkt. Und es hat seine Würde von Gott, daran gibt es gar nichts zu rütteln.
Wir setzen uns ein, damit Leben in Vielfalt, in Schönheit, in Buntheit und auch mit Schwächen möglich ist. Wir setzen uns mit dem Ja zum Leben natürlich auch für diejenigen ein, die nicht viel Geld haben, packen diejenigen am »Krawattl«, die Geld verschleudern, und sagen ihnen: »Nehmt eure Verantwortung ernst.«
Wir sagen Ja zu einem Leben von Menschen, die nicht die »Superleistung« bringen, sondern die unsere Hilfe brauchen. Wir sind inniglich verbunden im leidenschaftlichen Engagement für das Leben.



Anmerkung: Kultur Fibel:
Eine un-heilige Ordnung ist für keine Gesellschaft tragbar, wie wir sie derzeit in der Bundesrepublik Deutschland, als soziale Entropie erleben. Die Freiheit, die Einzelne mit Narrenfreiheit verwechseln, hat die Gesellschaft, an dem Rand des Untergangs gebracht und schafft sie, zum Nachteil gläubiger Christen, ab. - Die Degenerationserscheinungen sind tiefgreifend in unserer mit dem Schlachtruf "Freiheit" erodierten Gesellschaft. - 80% der 20 Jährigen haben nur noch 60 bis 70% Neuronale, Gehirnstränge zum Denken - UNI Studie. - Alle 8 Minuten wird ein Kind in Deutschland sexuell missbraucht (UNI Kiel). Geistesgstörte Pädophile mit Wachstumsraten: ca. 1.200 in 1950, ca. 220.000 im Jahr 2009. Gesunde Kinder, geistesgestört durch Freiheit von Porno und Medien-Industrie.
Siehe: Kollaps, - Ende der Zivilisation, Ja zum Leben etc..

zuwinken. In München liegt das evangelische Landeskirchenamt Mauer an Mauer zum Gelände des Benediktinerklosters St. Bonifaz. Wenn es etwas anderes als Zufall wäre? Wie auch immer: Diese Nachbarschaft verpflichtet, finden Susanne Breit-Keßler und Abt Johannes Eckert. Wenn nicht hier, wo sonst kann Ökumene gelebt werden — in christlicher Nachbarschaft?!? Wenn nicht wir, wer sonst soll es dann machen?!?
Aus diesem Gedanken ist das Buch entstanden — pünktlich zum zweiten Ökumenischen Kirchentag, der im Mai 2010 in München stattfindet. In einer Stadt, die lange Zeit erzkatholisch war. In einer Stadt, an deren Stadtplan man ablesen kann, dass Nachbarschaft zwischen evangelischen und katholischen Christen alles andere als selbstverständlich ist — gibt es doch kein einziges evangelisches Gotteshaus innerhalb der ehemaligen Stadtmauern Münchens. Die vier großen evangelischen Kirchen der bayerischen Landeshauptstadt, zum Großteil Ende des 19. Jahrhunderts erbaut, liegen sozusagen am ehemaligen Stadtgraben, dort, wo heute der Autoverkehr mehrspurig am sogenannten Mittleren Ring vorbeiströmt. Nachbarschaft zwischen den Konfessionen ist — nicht nur in München — ein Ergebnis der Moderne, flächendeckend eigentlich erst der letzten 100 Jahre.

Dieses Buch dreht sich in mehreren Kreisen um folgende Fragen: Kann der Begriff Nachbarschaft ein Schlüssel sein, um das Tor zur gegenwärtig ziemlich stagnierenden Ökumene wieder neu zu öffnen?
Ist Nachbarschaft eine geeignete Kategorie, um als evangelische und katholische Christen hierzulande miteinander zu leben? Um miteinander umzugehen, ohne zu viel und ohne zu wenig voneinander zu erwarten?
Der Begriff der Nachbarschaft nimmt eines ernst, was in der oft ziemlich verkopft wirkenden ökumenischen Debatte vielfach auf der Strecke bleibt: Ökumene ist auf gemeindlicher Ebene entstanden, sozusagen unter Nachbarn. Am Gartenzaun. Bei ökumenischen Gemeindefesten, Kinderbibelwochen. An der sogenannten Basis. Das Miteinander von evangelischen und katholischen Christen ist spätestens seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil nicht einfach geschehen, sondern hart erarbeitet worden. Es wird immer wieder erprobt, verworfen und verändert, Alltag für Alltag, Sonntag für Sonntag, Feiertag für Feiertag.
Vor zwei Generationen war diese ökumenische Basisarbeit für viele fast unerträglich aufregend, heute ist sie dagegen für viele fast unerträglich selbstverständlich. Gerade weil Ökumene an der Basis funktionieren muss, um den Namen auch zu verdienen, steht im Mittelpunkt dieses Buches ein Gespräch, eine Begegnung zwischen zwei Menschen, die sich an der Basis sehr gut auskennen, die selbst Basisarbeiter sind. Keine Professoren. Keine Bischöfe. Weder der Papst noch lutherische Bekenntnisschriften sollen zu Wort kommen, sondern diejenigen, die miteinander ganz selbstverständlich in guter christlicher Nachbarschaft leben, mitten in München: Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler und Abt Johannes Eckert. An dieser Stelle — eine kurze Vorstellungsrunde:

Die Nachbarn

Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, geboren 1954, ist im oberbayerischen Oberaudorf am Inn aufgewachsen. Seit 2001 steht sie an der Spitze des Kirchenkreises München-Oberbayern, der 145 Kirchengemeinden und rund 575.000 evangelische Christen umfasst. Sie ist mit Dieter Breit verheiratet, Pfarrer und als Beauftragter der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern für die Kontakte zu Landtag, Staatsregierung und für Europafragen zuständig. Breit-Keßler ist ausgebildete Journalistin und Publizistin, bekannte Rundfunkpredigerin und Autorin für den Bayerischen Rundfunk sowie andere Rundfunkanstalten. Im evangelischen Magazin chrismon erscheint monatlich ihre eigene Kolumne.
Außerdem ist sie Mitglied der Kammer für Öffentliche Verantwortung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Vorsitzende des Seelsorgeausschusses der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche in Deutschland (VELKD) und Mitglied der Bioethik-Kommission der Bayerischen Staatsregierung. 1989 erhielt sie den Wilhelm-Sebastian-Schmerl-Preis für ihr journalistisches Wirken. Anfang der 90er-Jahre war sie »Bayerin des Jahres« des Bayerischen Fernsehens, 2005 überreichte ihr der ehemalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber in Anerkennung ihres sozialen, gesellschaftspolitischen und publizistischen Engagements das Bundesverdienstkreuz und im Jahr 2007 den Bayerischen Verdienstorden. Im Jahr 2009 erhielt sie die Verfassungsmedaille des Freistaats in Silber.


Dr. Johannes Ecken OSB, geboren 1969, ist Abt der Benediktinerabtei St. Bonifaz in München und Andechs. Neben seinen vielfältigen seelsorgerischen Tätigkeiten gestaltet er seit Jahren stark nachgefragte Manager-Exerzitien.

1993 trat er in die Abtei St. Bonifaz in München und Andechs ein. 1999 wurde Johannes Eckert mit seiner Arbeit zum Thema »Dienen statt Herrschen. Unternehmenskultur und Ordensspiritualität: Begegnungen, Herausforderungen, Anre¬gungen« zum Doktor der katholischen Theologie promoviert. In dieser Arbeit vergleicht er die Unternehmenskultur bei BMW, wo er als Werkstudent gearbeitet hatte, mit der Ordens¬spiritualität der Bayerischen Benediktinerkongregation. Im Juni 2000 wurde er zum Priester geweiht. Die Mönche von St. Bonifaz wählten ihn am 23. Juli 2003 zum neuen Abt der Benediktinerabtei St. Bonifaz in München und Andechs.

Der Interviewer

Dr. Matthias Morgenroth, der Susanne Breit-Keßler und Abt Johannes Eckert für dieses Buch interviewt hat, ist Germanist und evangelischer Theologe, Sachbuch- und Kinderbuchautor. Er arbeitet als Hörfunk-Journalist für den Bayerischen Rundfunk in München. In seinen Sendungen geht es ihm immer wieder darum, die vielen »kleinen« Theologien, die religiösen Vorstellungen, Wünsche und Sehnsüchte der Menschen zu Wort kommen zu lassen — und sich dabei nicht auf die »offiziellen« Theologen oder die dogmatischen Aussagen der Kirchen zu beschränken In seinen theologischen Arbeiten und seiner Promotion hat er sich deshalb mit dem Phänomen »Weihnachtschristentum« befasst. Er lebt mit seiner Familie in München.
Susanne Breit-Keßler, Johannes Eckert und Matthias Morgenroth haben sich für dieses Buch gemeinsam an einen Tisch gesetzt, um einmal mit einem gewissen Abstand über das nachzudenken, was im Alltag oft nebenher und vielleicht
selbstverständlich passiert: ökumenische Nachbarschaft. Aus dem sehr intensiven Gespräch und vielen gemeinsamen Gedanken sind drei Frage- und Antwortkreise entstanden. Der Gesprächscharakter wurde bewusst beibehalten. Denn die Nachbarn Susanne Breit-Keßler und Johannes Eckert, so die Überlegung dieses Buches, sollen sich wirklich »begegnen« und ihre Vorstellungen und Ansichten gegenüberstellen können. Sie sollen sich ergänzen, widersprechen oder einander zustimmen können.
Es ist zu wünschen, dass Begegnungen dieser Art an vielen Orten, in vielen Gemeinden stattfinden. Es ist zu wünschen, dass manches in diesem Buch Widerspruch oder Zustimmung hervorruft. Dass andere evangelische und katholische Christen sich im Geiste in dieses nachbarschaftliche ökumenische Gespräch einklinken und es weiterführen. Der zweite Ökumenische Kirchentag, der 2010 in München von sogenannten Laien, von der Kirchenbasis also, veranstaltet wird, will und wird das nachbarschaftliche Gespräch auf seine Weise befördern — davon sind die Autoren überzeugt.

MÜNCHEN, FEBRUAR 2010
Susanne Breit-Keßler
Johannes Ecken
Matthias Morgenroth


Eine reiche spirituelle Tradition
als Gastgeschenk

Die Basis stimmt also. - Das Fundament hält.
Als Nachbarn können Sie sich jetzt gegenseitig besuchen. Welches Gastgeschenk für die andere Konfession bringen Sie mit?

ABT JOHANNES: Ich glaube, dass wir Katholiken die Freude an der Liturgie, am Kultus mitbringen. Dass wir kirchliche Strukturen hineinbringen, die eine weltweite Vernetzung mit einer Zentrale haben — was natürlich auch manchmal nicht ganz einfach ist, aber dennoch ist es ein Geschenk! Und wir bringen als großes Geschenk eine reiche spirituelle Traditionmit. Da denke ich als Abt eines Klosters natürlich vor allem auch an die Ordensgemeinschaften und an deren damit verbundene spirituelle Vielfalt.


Ökumene, Abt Johannes und Susanne Breit Kessler, Bischöfin,
Leben, Lebens Glück, Nachbarn
Augustinus - Bibel - Martin Luther

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