Erotische
Skizzen
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Erotische
Abbildungen - 80 farbige und
150 s/w |
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Buchauszüge
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![]() Gustav Klimt -Ohne Titel - 1912/13 - Bleistift auf Japanpapier - 37,1 x 56,8 - Privatsammlung |
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Erotische SkizzenInhalt Auguste
Rodin 1840-1917
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Erotische SkizzenMeisterwerke des 20. Jahrhunderts Norbert Wolf The Bride Streed Bare by Her Bachelors, Even - Die Braut von ihren Junggesellen nackt entblößt, sogar: Das Hauptwerk Marcel Duchamps, dieses schockierende Objekt, auch als das Große Glas bekannt, seit 1912 in München und Paris geplant, 1915 in New York begonnen, in einem acht Jahre dauernden Prozess gewachsen und schließlich nicht beendet, ist eine annähernd drei Meter hohe Abstraktion aus Glas, Blei, Staub und Farbe. Sie wurde zum erotischen Mythos in der Kunst des 20. Jahrhunderts, obwohl oder gerade weil Erotik nur noch als Anti-Mythos zugelassen ist. In diesem zerbrochenen Schaufenster des Sexus, in dieser perversen
>Liebesmaschine<, verwandelt sich die Braut zur Chiffre — auf ewig getrennt von den zu Zeichen verkümmerten Junggesellen, denen nur die verzweifelte Masturbation bleibt, um mit ihrem Sperma, ihrem >Liebesbenzin<, die >Maschinenbraut< anzutreiben. Alles Physische ist ausgeklammert, alles sinnlich Anziehende lahmgelegt, jede Erinnerung an traditionelle erotische Kunst gelöscht. Die Kunst hatte dem nackten Körper über Jahrtausende hinweg sein >Image< verliehen, hatte ihn zum klassischen Akt idealisiert, hatte durchmodellierte Nacktheit mit metaphysischer Schönheit gleichgesetzt, hatte das Entblößte aber auch als Gefäß der Sünde, der Sittenlosigkeit, der nachfolgenden Scham gesehen. Im Extremfall gipfelte die dem Fleisch seit dem Sündenfall im Paradies eingebrannte Sexualität, so der 1962 verstorbene französische Schriftsteller Georges Bataille, in der Ekstase von Tod und Vernichtung. Seit dem 19. Jahrhundert veränderte sich die Standortbestimmung des Körpers. An die Stelle von Apollo und Venus, von Adam und Eva, von nacktem Heros und exotischer Odaliske (sie alle zwar ohne Kleidung, aber gehüllt in symbolische Identität), trat das moderne Individuum, von den Künstlern ausgezogen bis auf die Haut, von der einsetzenden Schönheitsindustrie instrumentalisiert, von der Pornografie prostituiert. Keine Pornografie, wohl aber Paradebeispiele für die Entzauberung und >Entmythologisierung< des Aktes lieferten Edouard Manets berühmt gewordene Gemälde Le Dejeuner sur l'herbe sowie Olympia (beide 1863 fertig gestellt und beide in Paris, Mus& d'Orsay), in denen weibliche Nacktheit als inszeniertes Ziel des (männlichen) Betrachterblicks fungiert: Die Nackte vorne im Frühstück im Grünen (Abb. 3); ist keine klassische Nymphe mehr, sie ist profan entkleidete Gespielin die im Bett präsentierte Olympia (Abb. 2) ist keine giorgioneske Venus, sondern — das Pantöffelchen auf dem Boden verrät es — eine Dame des horizontalen Gewerbes, wenn auch keine allzu attraktive, die sich schon einmal für den nächsten potentiellen Freier ausgezogen hat. Erotik und Sexualität scheuen in Wort und Bild nicht länger vor dem Trivialen oder Vulgären zurück, gehorchen der neuen Chronique scandaleuse des ungeschönt entblößten Leibes. Verfolgt man die Geschichte der erotischen Zeichnung und Skizze von den avantgardistischen Strömungen des 19. bis zur Klassischen Moderne des 20. Jahrhunderts, dann darf man sich, um den qualitativen Höhepunkten zu begegnen, auf zwei Zentren konzentrieren: auf Paris, das man damals auch »Börse, Boulevard und Bordell Europas« nannte, und auf Wien, das sich um 1900 als »Versuchsstation Weltuntergang« (Karl Kraus) inszenierte. |
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![]() Edgar Degas - Das Morgenbad, Die Frau des Bäckers - 1885/86 - Pastell auf Papier 67 x 52,1 cm - The Henry und Rose Pearlman Foundation |
![]() Edgar Degas -Warten (2.Version) - 1876/77 - schwarze Tinte auf Chinapapier 21,6 x 16,4 cm - Musée Picasso, Paris |
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EDGAR DEGAS Eine Protagonistenrolle übernahm Edgar Degas, als er den nackten Frauenkörper auf der Bühne sozialer Prosastücke exponierte. Blutjunge, von vibrierendem Licht überflackerte Ballettmädchen, machen bis heute den Ruhm dieses Künstlers aus. Doch nach 1870/71 widmete er sich noch anderen Sujets der Vie moderne: jenen Prostituierten, die die Billig- und Mittelklassebordelle bevölkerten; ferner den Wäscherinnen und Büglerinnen, den Sängerinnen in den Café-Concerts, den Aktricen der Vergnügungsetablissements, die oft genug in die Heerschar der Dirnen überwechselten. Degas intimer Blick rückte in der grandiosen Serie seiner Bordell-Monotypien zwischen 1876 und 1878 schonungslos, zugleich präzise notierend den Modellen auf den Leib. Die Frauen sind plump, in obszönem Sich-Bloß-Stellen begriffen, mit typisierten, vulgarisierten Physiognomien. Ab 1885 bevorzugte er Pastelle, mit denen er besonders bei der achten und letzten Impressionistenausstellung 1886 Furore machte. Skulptural aufgefasste Körperformen treffen auf den erregenden Rhythmus des Dekorativen. Dezentralisierte, von japanischen Farbholzschnitten beeinflusste Arrangements, kühne Verkürzungen und Ausschnitte, steile Perspektiven, die gleichzeitige Rückbindung jeder Räumlichkeit in die Fläche beherrschten jetzt die Erscheinungsweise. Degas >entblößte< den Frauenleib für künstlerische Experimente und als ikonografisches Signal: Den Huren gleich, verwies die moderne Gesellschaft ja ebenso die subversiven Künstler in existenzielle >Sperrbezirke<. Auch einer solchen Metaphorik wegen schätzten Malerkollegen wie Toulouse- Lautrec oder Picasso Degas' Frauenbilder ungemein. |
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AUGUSTE RODIN Gemessen an Degas, fiel die Darbietung des nackten Körpers bei Auguste Rodin, diesem Bildhauergenie und begnadeten Zeichner, noch ungehemmter aus. Sogar in der hitzigen Atmosphäre der Pariser Belle Epoque und des Fin de Siécle galt Rodins Atelier als besonders skandalöser Ort. Am 2. September 1902 besuchte ihn dort Isadora Duncan, eine der extravagantesten Figuren der internationalen Ballettszene. Hier in Meudon, südwestlich von Paris, erlebte sie den Bildhauer, in den Händen ein Stück Lehm. »Dabei atmete er schwer ... In wenigen Augenblicken hatte er die Brust einer Frau geformt ... Er fuhr mit seinen Händen über meine Hüften, meine bloßen Beine und Füße. Er fing an, meinen ganzen Körper so zu kneten, als ob er aus Lehm wäre, während von ihm eine Hitze ausging, die mich versengte ... Ich sehnte mich nur noch danach, ihm mein ganzes Wesen hinzugeben ...« |
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![]() Auguste Rodin - Liegende nakte Frau mit einer Hand unter ihrem erhobenen Bein - Datum unbekannt 31,5 x 31 cm - Bleistift auf pergmentfarbenem Papier - Musée Rodin, Paris (D1379) |
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Die erotischen Blätter zählen, darüber ist man sich mittlerweile einig, zum Schönsten, was Rodin geschaffen hat. Ab 1897 schuf er die gewagtesten Darstellungen, in denen sich im Fluss heller Aquarellfarbe die Akte hemmungslos darbieten, allein, sich selbst befriedigend, zu zweit als lesbische Paare, ja zu dritt, sich von allen Seiten, in allen Haltungen präsentierend, oft skizzenhaft, ephemer, im Augenblick erhascht. Es handelt sich keineswegs um jene gynäkologischen >Nahaufnahmen<, um jene monoman um Körperteile und -öffnungen kreisenden Banal-Fantasien, um jene Fokussierung auf den Geschlechtsverkehr, die man als Kriterien der Pornografie zu nehmen pflegt. Diese Bleistift- und Aquarellzeichnungen vereinen innere Größe und delikate Intimität. In manchen fließen die Farben, wie vom Zufall gelenkt, über die Bildfläche und versickern duftig im Papiergrund. Des Öfteren bedient sich Rodin einer suggestiven Silhouettenwirkung, indem er gezeichnete Körper ausschneidet und als auskommt. Andere Motive wieder suchen den ungehemmten Fluss der zeichnenden Hand. Nur selten decken sich die monochromen Farbflächen mit den Konturen. Das zart durchscheinende Kolorit scheint zu diffundieren - und wird doch von der Form, der gelegentlich klassizistisch wirkenden Linie wieder eingefangen und eingegrenzt. Die kontrollierte Skizzenhaftigkeit verleiht vielen dieser Blätter eine Modernität, die Schiele, Picasso, Joseph Beuys beeindruckten; und die von Rodin eingeführten ausgeschnittenen und auf getöntes Papier aufgeklebten Formen (papiers découpés) inspirierten Matisse. |
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Auguste
Rodin -
Liegende Frau mit entblößten Beinen - Datum unbekannt - 25
x 32 cmBleistift und Aquarell auf pergmentfarbenem Papier - Musée Rodin, Paris (D4994) |
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![]() Henri Matisse - Zwei Modelle- Datum unbekannt - Bleistift - Archives,Matisse, Paris |
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GUSTAV KLIMT Fin de Siécle, Jahrhundertende - das hieß auch Jahrhundertbeginn: Geburt eines neuen Stils. Jugendstil nannte man ihn in Deutschland, Secessionsstil in Österreich. Zur Lichtgestalt dieser neuen antiakademischen Bewegung wurde in Wien Gustav Klimt. Denkt man an die Symphonie der Eleganz und Extravaganz, in der so oft die Arbeiten des Jugendstils schwelgen, dann denkt man immer auch an Gustav Klimt, an seinen überschwänglichen Ästhetizismus. Der menschliche Körper wurde für ihn zum maßgeblichen Ausdrucksträger, insbesondere die Exploration des nackten, des sich scheinbar preisgebenden Leibes. Nie zuvor waren Eros und Sexualität in der österreichischen Kunst außerhalb der Karikatur und der Pornografie derart unverhohlen ins Bild gekommen wie in Wien um 1900 - und Klimt war der >skandalöseste< Wegbereiter. Den ersten Stein des Anstoßes lieferten seine Deckengemälde für den Festsaal der Universität Wien (1945 verbrannt), von denen das erste 1900 in der Secession ausgestellt wurde. Die nächste Aufregung verursachten Klimts zahlreiche Aktzeichnungen für die Zeitschrift Ver Sacrum. Stärker als jedes andere Medium korrespondierte die Zeichnung mit der linearen Grundhaltung des Jugendstils. Und in ihrer Kalligrafie verwirklichte Klimt seine existenziellen künstlerischen Anliegen, so sehr, dass sie vielen Kennern als einer der Höhepunkte europäischer Kunst und als Schlüssel zum Gesamtwerk Klimts gelten. Über 4000 wunderbare Zeichnungen sind erhalten, darunter zahlreiche erotische: Selbstvergessen, in herrlichem Linienduktus, räkeln sich die Körper. Doch selbst beim Masturbieren und in den Momenten der Ekstase bewahren die Modelle Haltung, eine Art schamloser Erhabenheit. |
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![]() Amedeo Modigliani - Sitzender weiblicher Akt, auf die Hände gestützt. Kopf nach links geneigt. 42,5 x 26,2 - Datum unbekannt - Bleistift auf Papie - Privatsammlung, vorherige Sammlung Paul Alexandre |
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![]() Egon Schiele -Kniender Halb-Akt - 1917 - Bleistift mit Deckfarben - 45 x 28 cm Privatsammlung |
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EGON SCHIELE Klimt war Vorbild für Kokoschka und Schiele, die auf der Basis seiner Kunst zu ihrer expressionistischen Formensprache fanden. In rasantem Tempo durchlief Schiele in der kurzen Zeitspanne von 1906 bis 1909 mehrere schöpferische Etappen, von einem trockenen, nichtssagenden Akademismus über die Aneignung des Jugendstils Klimtscher Prägung zu einer Radikalisierung des Formenvokabulars voll expressiver Ausdruckskraft: mit Verrenkungen und Deformationen und einer heftigen Gestik des Malaktes. 1910 hatte er seinen endgültigen Stil gefunden. Er wählte nun eine Konturierung, die der Gestalt die Assoziation des Erstarrten, Verdorrten, Verkrüppelten, Fragmentierten mitteilt. In vielen Selbstporträts, gemalten, gezeichneten, aquarellierten, ragt der eigene nackte Körper wie ein schräger Baumstumpf, wie ein vegetabiler Torso durchs Bild, der Arm steif in die Horizontale gestreckt, um dann wie ein abgestorbener oder vom Blitz getroffener Ast im Gelenk nach unten abzuknicken. Und dieses skurrile Körpergerüst >bekrönt< ein maskenhafter Schädel mit einem oft fratzenhaft zum Schrei verzerrten Gesicht. Formgebung wird zur Grenzerfahrung, die Linie zum schmalen, scharfen Grat, der sezierend ins Niemandsland der leeren Fläche eindringt. Kein Strich ist zu viel, keiner zu wenig. In folgerichtiger Konsequenz wird im Existenzminimum des Körpers das Kreatürliche herausgearbeitet >>>> |
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Kamasutra,
Supersex, Erotische
Skizzen - Mesterwerke
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La Traviata
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Die Liebe zu den drei Orangen - Oper
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