Hetären, Sex-
und Liebesdienerinen

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Die Welt der

 

Hetären


Sachbuch

Klett-Cotta Verlag
304 S./
€ (D) 12,95
im Buchhandel

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Antike - Griechenland

Die Buch-Neuerscheinung 2008 ist, wie so viele, in der gewachsenen deutschen Sprache
gefasst, nicht in der deutschen Sprach-Verordnung, genannt "Reform" der Kultusminister.

Hilfreiche Hetäre (Phallus), elegant und hoch gebieldet
Hilfreiche Hetäre

Kaiserin Theodora (ehemals Hetäre)
Kaiserin Theodora (ehemals Hetäre)

Prof. Wolfgang Schuller

VORWORT

Dieses Buch ist aus einem Gefühl doppelten Ungenügens entstanden. Einmal sind die Hetären in meinen beiden
Büchern über griechische und römische Frauen überhaupt zu kurz gekommen, weil ich mich in ihnen nur auf die Angehörigen der jeweiligen Bürgerschaft konzentriert hatte, und Hetären gehörten selten dazu, und zum andern habe ich gemerkt, daß die Hetären einen, wie mir scheint, weit wichtigeren Bestandteil der antiken Gesellschaften ausmachten, als bisher bemerkt worden ist.Das Buch soll in diesem Sinne die historische Forschung fördern, soll auf der anderen Seite aber auch lesbar sein. Um das zu erreichen, ist der Text zumeist erzählend gehalten, und es wird viel wörtlich zitiert, insbesondere Gedichte. Die griechischen Zitate werden in Übersetzung wiedergegeben, die Lateinischen neben der Übersetzung auch in dieser Sprache, und ich hoffe, daß das zur Authentizität beiträgt und einen Hauch von der Schönheit und Prägnanz des Lateinischen verspüren läßt. Die benutzten Übersetzungen sind in der Bibliographie angegeben, gelegentlich weiche ich im Wortlaut von ihnen ab. Die Nachweise und die weiterführende Literatur werden in einem Anhang genannt,

Prof. Wolfgang Scholler
Wolfgang Schuller, geb. 1935 studierte, nachdem er seine Ausbildung als Jurist abgeschlossen hatte, Altertumswissenschaften. Von 1972 bis zu seiner Emeritierung 2004 war er Professor für Alte Geschichte, seit 1976 an der Universität Konstanz. Seine Forschungsschwerpunkte sind die griechische Antike, die antike Frauengeschichte, sowie die DDR Geschichte. Er ist auch durch seine vielbeachtetes Kleopatra-Biographie hervorgetreten.

und die Register sind so ausführlich wie möglich abgefaßt. Ich habe das Buch durch Lehrveranstaltungen vorbereiten können, durch Vorträge an den Universitäten Athen, Basel, Bern, Chieti, Hamburg, Rostock, Turin und Warschau sowie im Rahmen einer Vortragsreihe des Frauenrats und eines Workshops des Gleichstellungsrats der Universität Konstanz und schließlich vor der Görres-Gesellschaft.
Sowohl bei diesen Veranstaltungen als auch bei der schließlichen Abfassung des Buches habe ich vielerlei Unterstützung erfahren, die bei einem so komplexen Thema natürlich von den verschiedensten Seiten, in verschiedenster Weise und in verschiedenster Intensität geschah; daher kann ich meinen Dank nur »in der indifferenten Ordnung des Alphabets« abstatten: Polymnia Athanassiadi, Rainer Bernhardt, Gabriele Bockisch, Umberto Bultrighini, Kostas Buraselis, Silvio Cataldi, Jürgen Deininger, Martin Dreher, Ulrich Gotter, Raban von Haehling, Helmut Halfmann, Shoufu Jin, Arnd Kerkhecker, Bärbel Kramer, Maria Lagogianni-Georgakarakou, Wlodzimierz Lengauer, Paul Mikat, Klaus Manger, Jürgen Osterhammel, Ulrich Ott, Ulrich Raulff (von ihm stammt das eben angeführte Zitat), Christine Roll, Ernst A. Schmidt, Dorothea Schuller, Wilfried Seipel, Karlheinz Stierle, Volker Michael Strocka, Kai Trampedach, Gisela Trommsdorff, Jürgen von Ungern-Sternberg, Ernst Vogt, Renate Warttmann, Monika Woelki — besonders aber danke ich meinem Lektor Christoph Selzer für seine unvergleichliche Hilfe.

Große Dankbarkeit empfinde ich gegenüber der Universität Konstanz, der ich seit über dreißig Jahren angehöre und die mir auch über meine Emeritierung hinaus alle nur denkbaren Arbeitsmöglichkeiten geboten hat. Insbesondere danke ich meinem Nachfolger Ulrich Gotter für die generöse Art, seinem Vorgänger zur Seite zu stehen, den früheren und jetzigen Hilfskräften des althistorischen Lehrstuhls für ihre Hilfsbereitschaft und schließlich Patricia Katterre, die auch diesmal wieder meinem Manuskript ihre ganze Sorgfalt angedeihen ließ.

Konstanz, Sommer 2007, Wolfgang Schuller

Auszüge

EINLEITUNG
Hetäre
der Mythos
Forschungsgeschichte und Fragestellung


Bewundert viel und viel gescholten, Helena,
Vom Strande komm ich, wo wir erst gelandet sind,
Noch immer trunken von des Gewoges regsamem
Geschaukel, das vom phrygischen Blachgefild uns her
Auf sträubig-hohem Rücken durch Poseidons Gunst
Und Euros Kraft in vaterländische Buchten trug.

So beginnt der dritte Akt des zweiten Teils von Goethes Faust, und wirklich war Helena in der Antike sowohl bewundert als auch getadelt worden — bewundert wegen ihrer Schönheit, getadelt, weil sie sich als verheiratete Frau den Raub durch Paris nicht gerade widerwillig gefallen ließ. Schon Homer deutet dies am Ende des dritten Gesanges der Ilias an, als Helena sich trotz ihres Abscheus wegen der mangelnden Tapferkeit des Paris schließlich doch, auf Betreiben Aphrodites, zu ihm legt und sich auch sonst gelegentlich dieses Verhaltens selbst anklagt. Natürlich wird sie nicht als erste Hetäre gezeichnet, zudem gab es Hetären in homerischer Zeit noch nicht, aber als Urbild einer wegen ihrer Schönheit der Versuchung zur Untreue ausgesetzten Frau doch. Jedenfalls: Bewundert viel und viel gescholten gibt die Hauptthese dieses Buches genau wieder, weil die gesamte Antike hindurch Tadel am ungebundenen Verhalten der Hetären geübt wurde, weil sie aber auch als von Aphrodite begünstigte Frauen Bewunderung genossen.

Der Begriff Hetäre bezeichnet im heutigen Sprachgebrauch eine unverheiratete schöne Frau, die wechselnde erotische Beziehungen >>>>Phallus, Hetäre, junges Paar, verliebt (Augenkontakt), mit erigiertem Penis
Hetäre, junges Paar, verliebt (Augenkontakt), mit erigiertem Penis

>>>>> Man stellt sich vor, daß die Hetären im alten Griechenland elegante, geistreiche Damen waren, ein ungebundenes Leben führten, daß sie zahlreiche Liebhaber hatten und ebenfalls ihre Liebesverhältnisse nicht gratis eingingen, sondern Gegenleistungen meist materieller Art erwarteten und auch bekamen. Nach dieser Vorstellung unterschieden sie sich dadurch von gewöhnlichen Prostituierten, daß sie sich eben nicht unmittelbar für Geld und zu schnell erledigten Geschlechtsakten verkauften oder von Zuhältern beiderlei Geschlechts verkauft wurden, sondern daß sich die Verhältnisse zu ihren Liebhabern auf höherem Niveau abspielten, daß sie dauerhafter sein konnten und nicht nur die kurzfristige Befriedigung > > >

1. KAPITEL
In ganz Hellas besungen
Die archaische Zeit

Griechenland und seine Kultur traten im 8. Jahrhundert v. Chr. in die Geschichte ein. Die ersten drei Jahrhunderte danach waren eine Zeit lebensvollster, vielfältigster politischer, künstlerischer und geistiger Entwicklung. Der griechische Stadtstaat, die Polis, bildete sich heraus mit seinen durchgebildeten Verfassungen, die Griechen besiedelten die Küsten Siziliens, Süditaliens und des Schwarzen Meeres; die Westküste Kleinasiens war schon jahrhundertelang griechisch gewesen. Mit den beiden Großepen Homers, der Ilias und der Odyssee, trat die griechische Kultur mit einem Schlag in die eltliteratur ein, bald darauf entstand die Lyrik mit unzähligen, sich als Individuen zu erkennen gebenden Dichtern und Dichterinnen — Archilochos, Alkaios, Sappho und vielen anderen —, die ersten Philosophen traten hervor, ebenfalls scharf ausgeprägte schöpferische Individuen. Der Tempelbau, die bildende Kunst, die Vasenmalerei und vieles andere entstand fast aus dem Nichts und erreichte bald den höchsten Grad der Vollkommenheit — und die ersten Hetären betraten die Bühne der Geschichte.
Ausdrücklich hören wir zum ersten Mal von Hetären aus Naukratis im Nildelta, der einzigen Griechenstadt in Ägypten. Herodot, der im 5. Jahrhundert schreibende Historiker, berichtet, Naukratis sei berühmt für seine schönen Hetären gewesen, >>>>

>>>>> Rhodopis habe, um für Griechenland dauerhaft in Erinnerung zu bleiben, von dem zehnten Teil ihres Vermögens ein kostbares Weihgeschenk dem Apoll von Delphi gestiftet. Es befinde sich hinter dem Altar, den die Leute von Chios in Delphi errichtet hatten, gegenüber dem Tempel, er, Herodot habe es selbst gesehen, und wer wolle, könne es dort ebenfalls betrachten. Daran könne man erkennen, daß Rhodopis zwar nicht so reich war wie ein ägyptischer Pharao, aber immer noch eine außerordentlich wohlhabende Dame. Geschlechtlichkeit ging: Der Unterschied, mit Karl Kraus zu sprechen, wäre dann derselbe gewesen wie der zwischen Sexualität und Erotik.

Wenn das vorliegende Buch das Hetärenwesen durch die gesamte griechisch-römische Geschichte hindurch verfolgt, dann wird sich überraschenderweise herausstellen, daß die eben skizzierte allgemeine Vorstellung von Hetären, also der Mythos, im großen und ganzen den historischen Tatsachen entspricht; eine solche Übereinstimmung zwischen Sprachgebrauch und historischer Wirklichkeit ist ja sonst selten. > > >

Die handelnden und redenden weiblichen Personen sind fast allein aus der Klasse der öffentlichen Mädchen; welche bei den Griechen etwas so ganz anders waren, als bei allen übrigen Völkern. Sie erhielten eine ungleich feinere Erziehung als Mädchen, die in Familien erzogen wurden, wurden in schönen Künsten unterrichtet, und genossen den Umgang der klügsten und angesehensten Männer. >>>

Gleich zu Beginn einer längeren zusammenfassenden Einleitung erklärt Jacobs es gleichermaßen für barbarisch, wenn einerseits dem Weibe keine Rechte zugestanden würden und wenn andererseits dem weiblichen Geschlechte eine ungebührliche Herrschaft eingeräumt werde. Beides habe es in Griechenland nicht gegeben. Weder seien die Ehefrauen unterdrückt gewesen, noch hätten die Hetären den höchsten Rang in der gesellschaftlichen Achtung eingenommen. Jacobs untermauert dann im Hauptteil seines Werkes diese These dadurch, daß er eine historische Galerie der vornehmsten Hetären Athens präsentiert, nämlich von Pythionike, Gnathaina, Gnathainion, Lamia, Phryne, Mania, Lais, Glykera und Aspasia, alles Namen, die auch im vorliegenden Buch zumeist ausgiebig besprochen werden.>>>>

Freilich wäre es unzutreffend, die Hetären als emanzipierte Frauen im heutigen Sinne zu bezeichnen.

Jacobs Arbeit hätte Epoche machen sollen, aber einigermaßen deprimierend ist es zu sehen, wie das, was allenfalls Forschung hätte genannt werden können, sofort wieder in die alten Stereotypen verfiel: Entweder man schmähte das Hetärenwesen als den Ausbund der Lasterhaftigkeit, oder man erklärte die Hetären unkritisch als wahre Lichtgestalten der Eleganz, Schönheit und Klugheit. Es dürfte sich wohl erübrigen, für die erste, moralisierende Einschätzung Belege ausführlich wörtlich zu zitieren; es mag genügen, was im Jahr 1882, in einem wichtigen Realienbuch über die griechischen Lebensverhältnisse zu lesen war:

Was aber die öffentlichen Buhlerinnen betrifft, die in mannichfacher Abstufung und Benennung porne, gewöhnlich hetaira [diese Bezeichnungen in griechischer Schrift] auf eigene Hand oder im Dienste fremder Gewinnsucht ... die Befriedigung der Geschlechtslust zum Gewerbe machten, so vereinigte sich allerdings die allgemeine Verachtung bezahlter Gewerbthätigkeit mit der besonderen Unwürdigkeit der ihrigen zu einem Makel ...

 


Die Hetären ihre hohe Bildung
ihre hohe Kultur
der Liebe, der Liebsspiele,
der Sexstellungen, der Gruppensex Spiele.
Hetären
, Liebesgöttinnen und Sex Partnerinnen
der Antike, Erotik, Sex, Akt, Vagina, Penis, Liebe, Beischlaf, Gruppensex, küssen
und Liebes Glück
und Ruhm.


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Phallus mit wollüstigen Hetären, sexuellen Spielen, Geschlechtsakt beim Symposion
Hetären, sexuelle Spiele, Gruppensex, Geschlechtsakt beim Symposion

Anlegung öffentlicher Häuser . . . einzelnen aus ihrer Mitte möglich machte, sich auch in Bildung und Theilnahme an den Kulturbewegungen der Zeit der männlichen Gesellschaft zu nähern . . . wich selbst jene Verachtung einer Nachsicht und Anerkennung, deren sich Griechenlands erste Geister nicht schämten. >>>

Das Glück der heutigen Forschung hat uns in Delphi die Inschrift auf einer Marmorbasis beschert, von der die letzten beiden Buchstaben eines Wortes erhalten sind, das hat aufgestellt bezeichnet, und daran schließt sich fragmentarisch an Rhod. Der Schluß liegt sehr nahe, daß wir genau die Weihung vor uns haben, von der Herodot berichtet. Rhodopis ist also noch deutlicher ins Licht der Geschichte getreten als nur durch seine Erzählung.

Phallus, Hetäre, wollüstiges Spiel, Geschlechtsakt von hinten, mit hochgestellter Vagina
Hetäre, Geschlechtsakt von hinten,
mit geschickt hochgestellter Vagina

Hetären hören, und von dem sozialen Ort, an dem wir ihnen begegnen. Es sind die Symposien, die Gastmähler unter adeligen Männern mit anschließendem Trinkgelage, zu dem die Ehefrauen keinen Zutritt hatten und von denen weiter unten noch eingehender die Rede sein wird. Der Dichter Mimnermos hatte eine Geliebte mit Namen Nanno, und daß sie als Hetäre verstanden wurde, zeigt der Anfang eines Trinkliedes des hellenistischen Dichters Poseidippos, das eine Art Trinkspruch darstellt:

Gieß auf Nanno und Lyde, und gieß, wohlan, auf Mimnermos und auf Antimachos Geist
je einen Becher mir voll!

>>>>>>

Seit der spätarchaischen Zeit, mit dem letzten Viertel des 6. Jahrhunderts beginnend, kann man eine Quellengattung für die Hetären heranziehen, die die Forschung zunächst überhaupt nicht berücksichtigt hatte: die Vasenbilder. Mit diesem Zeitpunkt setzen vor allem auf den athenischen rotfigurigen Gefäßen Darstellungen vom Phallus bei Geschlechtsakten in Symposionszenen ein, auf denen alle Phasen dieser aristokratischen Trinkgelage wiedergegeben sind. Sehr häufig sind sie keineswegs auf die männlichen Teilnehmer alleine beschränkt, sondern es beteiligen sich in fast demselben Ausmaß junge Frauen daran. Diese jungen Frauen werden in verschiedenen Rollen dieser Teilnahme dargestellt, die, vereinfachend gesagt, den Stadien sowohl des Ablaufs des Symposions allgemein als auch der Intensität der Beziehungen zwischen den Männern und den Frauen entsprechen. Zum einen tragen die Mädchen durch Flötenspiel und durch Tänze zum heiteren Ablauf des Festes bei, und es kommt durchaus vor, daß das Mädchen selbst bei noch sehr fortgeschrittener Betrunkenheit der oder eines Symposiasten, also vermutlich gegen Ende des Festes, immer noch als völlig bekleidete Flötenspielerin abgebildet ist.
In zahlreichen weiteren Fällen verläuft alles sehr anders. Man kann im zweiten Teil der Symposionsfeste, dem Komos, Flötenspielerinnen sehen, die bereits halb entkleidet und in zärtliche Beziehungen zu den Männern eingetreten sind, es gibt turbulente Szenen mehrerer unbekleideter Männer mit Phallus und Frauen bei spielerischen Verfolgungsjagden, bei denen die Männer unübersehbar erotisch erregt (kräftiger Phallus) sind; es gibt Gemeinschaftsszenen, bei denen die Verfolgungen dadurch ihr Ende gefunden haben, daß die einzelnen Paare miteinander im Liebesakt, im Geschlechtsakt verbunden sind.>>>>


3. KAPITEL
Polis und Königshof
Der Hellenismus

Mit der Eroberung des Vorderen Orients durch Alexander den Großen im letzten Drittel des 4. Jahrhunderts brach eine neue Epoche der griechischen Geschichte an: der Hellenismus. Er wurde 300 Jahre später in politischer Hinsicht durch die Herrschaft der Römer im östlichen Mittelmeerraum abgelöst, kulturell jedoch reichte er sogar noch über den Sieg des Christentums hinaus und ging schließlich in die byzantinische Zeit über. Seit Alexanders Tod entstanden im Vorderen Orient große Königreiche unter makedonischen Dynastien griechischer Zivilisation, Griechen wanderten ein, gründeten Städte — oder verwandelten schon bestehende altorientalische in griechische — und prägten immer mehr das öffentliche und kulturelle Leben. Die bisherigen Sprachen und Schriftarten traten zugunsten des Griechischen zurück und verschwanden zum Teil völlig. Zur griechischen Zivilisation, die jetzt ihr Stammland und den Orient umfaßte, gehörten nun auch die Hetären. > > >

Nicht so bei den Griechen, und das zeigt ihr weiterer Lebenslauf. Nach Alexanders Tod heiratete sie Alexanders General Ptolemaios, der dann König von Ägypten und Begründer der Ptolemäerdynastie wurde. Diese Verbindung wurde wohl tatsächlich als Ehe aufgefaßt, denn ihr erster gemeinsamer Sohn wurde Lagos genannt, wie der Vater des Ptolemaios, der Stammvater der Dynastie, der Lagiden. Ein weiterer Sohn Leontiskos kämpfte als Truppenführer auf seiten des Demetrios Poliorketes, und eine Tochter Eirene wurde Ehefrau des Königs Eunostos von Zypern. Obwohl Ptolemaios dann eine weitere Ehe einging, der dann der endgültige Thronerbe Ptolemaios II. entstammte, hatte Thais doch in gewisser Weise das Ziel erreicht, das viele Hetären schließlich anstrebten, nämlich in den ruhigen Hafen einer gesicherten Ehe einzufahren. >>>>>

Harpalos nämlich war ein enger Vertrauter Alexanders des Großen gewesen, konnte aber wegen einer körperlichen Behinderung nicht mitkämpfen und verwaltete dafür den Staatsschatz. Das allerdings tat er so unredlich, daß er während Alexanders Abwesenheit Unsummen unterschlug, so daß er bei der anscheinend unerwarteten Rückkehr des Königs mit diesem unrecht erworbenen Gut das Weite suchte, sich an verschiedenen Orten Griechenlands aufhielt und schließlich ermordet wurde.

Sein Reichtum versetzte ihn — noch während Alexanders Abwesenheit — in die Lage, sich mit einer ganz besonders schönen Hetäre zu schmücken, Pythionike, die er mit kostspieligen Geschenken überschüttete.

Nach ihrem Tod wurde sie in überbordender Weise geehrt, sie bekam ein Heiligtum der Aphrodite > > >

Ende der Auszüge.


Die kunstvollen antiken Vasen und Schalen mit
fickenden Paaren, erigiertem Penis und einer besonders
geschickten Körperhaltung der Hetären, die zur Steigerung
der Befriedigung der Vagina und dem Penis beitrug,
dienten über Jahrhunderten als Lehrmaterial.


Die heutigen Sex-Vorstellungen der
großen Maler des 20. Jahrhunderts


Erotische Skizzen
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