Später Kinderwunsch,
Schwangerschaft, Geburt

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Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt, Prof. Dr. Weissenbacher
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Dossier
Zuckschwerdt
- Verlag

192 S.PB. € (D) 19,90
im Buchhandel

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Buchempfehlungen


Später Kinderwunsch
Chancen und Risiken

Abnehmende Fruchtbarkeit, Vorsorge bei Schwangerschaft, Sterilitätsbehandlung, Pränataldiagnostik, neue Methoden der Biomedizin, natürliche Geburt oder Kaiserschnitt
Prof. Dr. Dr. E. R. Weissenbacher, - P. Ritzinger.

„Ein Kind denkt mit dem Herzen,
und ich wage zu behaupten,
dass es auf die gleiche Weise sieht..."
Tschingis Aitmatov
Drillinge, Neugeborende
Drillinge

Ernst Rainer Weissenbacher, Universitäts-Professor, Portrait
Ernst Rainer Weissenbacher
University-Professor
Dr. med. Dr. med. habil.

Portrait
Petra Ritzinger, Medizinjournalistin, verarbeitete in diesem Buch ihre Erfahrungen als erstgebärende Frau über 40, mit Unterstützung von Prof. Dr. Dr. E.-R. Weissenbacher.

Die Menopause (der Zeitpunkt der letzten Regelblutung) hat sich im Verlauf des letzten Jahrhunderts schätzungsweise um vier Jahre nach hinten verschoben, und die Menarche (die erste Regelblutung) setzt einige Jahre früher ein. In den Industrieländern liegt das Durchschnittsalter der Menarche bei 12 bis 13 Jahren. Im 18. Jahrhundert bekamen die Mädchen ihre erste Regelblutung erst mit 16 bis 18 Jahren. Die Menopause setzt hierzulande mit 50 bis 51 Jahren (mit einer Spannweite zwischen dem 39. und 59. Jahr) ein [11].
Vor der Menopause haben die meisten Frauen eine Phase der Unfruchtbarkeit von wenigen Jahren bis zu einem Jahrzehnt. Einige Wissenschaftler fanden heraus, dass bei Frauen, die noch spät ein Kind bekommen, die Menopause später eintritt. Außerdem wird vermutet, dass die Menopause später einsetzt, wenn die Frauen über einen langen Zeitraum mit der Pille verhüten. Auch der sozioökonomische Status scheint eine Rolle zu spielen. Frauen aus niedrigen sozialen Schichten kommen früher in die Menopause. In Entwicklungsländern tritt die Menopause häufig schon vor dem 44. Lebensjahr ein. In erster Linie ist dies wohl auf eine mangelhafte Ernährung zurückzuführen.
Statistiken über die Fruchtbarkeit der Frau im Verlauf ihrer gebärfähigen bzw. reproduktiven Lebensphase unterliegen großen Schwankungen. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Häufigkeit des Geschlechts-verkehrs variiert, die Zeugungsfähigkeit des Mannes unterschiedlich ist und die meisten Ehepaare bis zum endgültigen Kinderwunsch eine Empfängnisverhütung vornehmen. Um all diese Unsicherheitsfaktoren auszu-schließen, führte die Fèdèration des Centre d'Etudes et de Conservation du Sperme Humain (CECOS) in

Curriculum Vitae
date of birth 23rd May 1944 in Bad Tölz
Grundschule 1950 – 1954 Bad Tölz
Oberrealschule 1954 – 1959 Bad Tölz
1959 – 64 Luitpold-Oberrealschule Munich
Abitur 1964 Luitpold-Oberrealschule Munich
Medizinstudium 1964 – 1970 Ludwigs-
Maximilians-University Munich
Staatsexamen 10. 6.1970 with „very good“
Dissertation 23. 6.1970 with „cum laude“ „Vergleichende Untersuchungen zur
Dosisabhängigkeit der Magensekretion
nach Stimulation mit gastrinanalogen
Oligopeptiden“
Approbation 31.08.1971
Assistentenzeit 1970 - 71 Surgical University
Hospital Munich and I. Medizinische Klinik
of Technical University right of the Isar
Wissenschaftlicher Assistent 1971 - 82
II. Department of Obstetrics and
Gynaecology of LMU Munich, later
Department of Obstetrics and Gynaecology
of LMU Munich – Grosshadern
Habilitation 15.11.1978 Dr. med. habil. „Untersuchungen zur Besiedelung des
weiblichen Urogenitaltraktes mit Myko-
und Ureaplasmen“
Nomination to Privatdozenten 4. 1.1977
Nomination to C2 Professor
for lifetime 1.09.1982
Nomination to C3 Professor
for lifetime11.11.1998




Presidentialships and Chairmanships
- president of European Society for
Infectious Diseases of OB/GYN (ESIDOG)
- vice president of International Society for
Infectious Diseases of OB/GYN (ISIDOG)
- president of Kuratoriums Frau und
gesunde Lebensführung (FUGL)
- President of International Society for
Infectious Diseases in OB/GYN
EUROPE (I-IDSOG-EUROPE)
- member of Vorstand der Arbeitsgemeinschaft
über Infektionen und Infektionsimmunologie
in der Gynäkologie und Geburtshilfe (AGII)
der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie
und Geburtshilfe (DGGG)
- korresponding member of KV-Ausschuss „Medizinische Mikrobiologie“

Beirat
- Medizinischer Beirat
-des Deutschen Skiverbandes
- der Burda-Verlagsgruppe
- FAC (Fortschritte der
Antimikrobiellen Chemotherapie)
- Tongji (China)
- Jatros

Honourable Memberships
- Italien Society for Obstetrics
and Gynaecology
- Society for Obstetrics and Gynaecology
of Slovenia

Memberships
- Deutsche Gesellschaft für Infektiologie
- Deutschsprachige Mykologische Gesellschaft
- Paul-Ehrlich-Gesellschaft (PEG)
- Internationale Organisation für
Mykoplasmen (IOM)
- Bayerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe
- Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe
- foundation member of Münchner
Arbeitskreises für Mykoplasmen
- foundation member of Arbeitskreises
Infektionen in Gynäkologie und
Geburtshilfe (AGII) der Deutschen Gesellschaft
für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)
- Amerikanische Gesellschaft für
Mikrobiologie (ASM)
- foundation member of Internationalen
Gesellschaft für Infektionskrankheiten in
Gynäkologie und Geburtshilfe (ISIDOG)
- American Infectious Diseases Society
of OB/GYN (IDSOG)
- European Society for Infectious Diseases
of OB/GYN (ESIDOG)
- International Society for Infectious
Diseases in OB/GYN – USA (I-IDSOG
USA)
- International Society for Infectious
Disease in OB/GYN – EUROPE
(I-IDSOG-EUROPE)

Awards
- Heinz Spitzbart Award - Preis zur
Förderung der Infektions-Immunologie
in der Gynäkologie und Urologie
- Janssen-Cilag Award - Preis zur
Förderung der med. Mykologie


Editor-in-Chief
- Infectious Diseases in Obstetrics and
Gynaecology (Phartenon Publishing)
- International Journal of experimental and
clinical Chemotherapy (medifact-publishing)
- International Journal of Feto-Maternal
Medicine (medifact-publishing)
- European Journal for Infectious and
Immunological Diseases in OB/GYN
(medifact-publishing)

Scientific Works
- Infectiology in Obstetrics and Gynaecology
- Chronisch Rezidivierende Candidosen
- aerobe und anaerobe vaginal flora
- Pharmakokinetik in Obstetrics
and Gynaecology
- Antimicrobiel treatment in Obstetrics
and Gynaecology


Publications
- > 800
- 10 books oder captures
- > 1000 lectures and poster presentation etc.
-
Examples:
- The American Journal of Medicine
Vol. 77 (6a), 1984
- The Medicine Publishing Foundation
Oxford-Toronto-Sydney-Johannesburg,
No.13,1984
- Chemotherapia, Int. Journal of
Mediterranean Society of
Chemotherapy, 1985
- Drugs, Vol. 29 Suppl. 5; Fortschritte
der Medizin, 99. Jahrgang
- Journal of Obstetrics and Gynaecology,
Vol. 6, Suppl. 1, January 1986
- American Journal for Obstetrics and
Gynaecology (Gutachter)
- Weissenbacher S, Witkin SS,
Tolbert V, Giraldo P, Linhares I, Haas A,
Weissenbacher ER, Ledger WB.
Value of Candida Polymerase Chain
Reaction and Vaginal Cytokine Analysis
for the Differential Diagnosis of woman
with Recurrent Vulvovaginitis. Infectious
Diseases in Obstetrics and
Gynaecology 2000; 8: 244-247

- work with > 100 Doktoranden

- co-venture with laboratory S. Witkin M.D.,
Cornell University New York,
Dep. Immunology

Events

annually:
- Internationale Tagung über Infektionen
in der Gynäkologie und Geburtshilfe,
Urologie, Dermatologie
- Conference of I-IDSOG-EUROPE
+ I-IDSOG-USA
- Kongress Kuratoriums Frau und
gesunde Lebensführung

every two years:
- World Congress of Infectious Diseases
in OB/GYN, Dermatology, Urology and
clinical Immunology

Einführung
Auszüge
In Deutschland und anderen westlichen Ländern hat sich ein klarer Trend abgezeichnet, nach dem immer mehr Frauen ihren Kinderwunsch hinauszögern und erst mit Mitte/Ende dreißig oder sogar Anfang vierzig ein Kind planen. Eine Frau um die vierzig ist sowohl psychisch als auch physisch voll leistungsfähig, steht häufig auf dem Höhepunkt ihres Lebens. Sie stellt eine ausgereifte Persönlichkeit dar und gilt als sehr attraktiv.
Die Mutterrolle wird nicht nur als einzige Lebenserfüllung angestrebt. In unserer Gesellschaft, die weitgehend von den Medien beeinflusst wird, erfüllen Frauenidole aus Film, Fernsehen, Politik und Wirtschaft, die spät ihr Mutterglück erfahren, eine große Vorbildfunktion. Frauen mit Charisma und Persönlichkeit wie die Schauspielerinnen Ornella Muti, Isabelle Adjani und Susan Sarandon oder Cherie Blair, Staranwältin und Frau des britischen Premierministers Tony Blair, bekamen alle Anfang oder sogar Mitte vierzig noch ihr Baby. Mit einem Kind wird die eigene Kindheit wieder wach. Man erlebt die Unbekümmertheit, kindliche Freude und Spontanität wieder und lernt mit dem Kind gemeinsam den Augenblick, das Hier und Jetzt zu genießen. Gerade in unserer leistungs-
Natürliche Geburt mit Herrn  Prof. Weissenbacher, Mitte hinten
Natürliche Geburt, Prof. Weissenbacher, Foto: Helmut Rüffler, München

orientierten Gesellschaft geben uns Kinder die Kraft, unsere Gefühle zu leben.

„Ein Kind denkt mit dem Herzen, und ich wage zu behaupten, dass es auf die gleiche Weise sieht..."
Dieser Satz stammt von dem kirgisischen Dichter Tschingis Aitmatov und enthält viel Wahrheit.

Ab dem 35. bzw. 40. Lebensjahr ist eine Schwangerschaft in der Regel mit höheren Risiken verbunden, einerseits auf Grund der drastisch zunehmenden Chromosomen-Aberrationen (insbesondere des Down-Syndroms), andererseits auf Grund von Komplikationen in Folge des Alters. Deshalb sollten Frauen in diesem Alter zum frühestmöglichen Zeitpunkt zu einer Schwangerschaftsuntersuchung gehen und alle weiteren Vorsorgetermine gewissenhaft wahrnehmen, um eine komplikationslose Schwangerschaft und Geburt zu erleben.

Nach Studien aus jüngerer Zeit [8,13] haben ältere Erstgebärende eine genauso große Chance ein gesundes, normal entwickeltes Kind zur Welt zu bringen wie jüngere Frauen, wenn sie medizinisch optimal betreut werden.
Als ideales Gebäralter gilt allerdings nach wie vor die Zeit zwischen dem 20. und 29. Lebensjahr. Mit zunehmendem Alter nimmt die Fruchtbarkeit ab, und dies trifft ganz besonders auf Frauen über 35 Jahre zu. Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch kann die assistierte Reproduktionsmedizin in vielen Fällen jedoch noch zu ihrem ersehnten Wunschkind verhelfen. Trotzdem müssen viele Frauen die schmerzhafte Erfahrung machen kinderlos zu bleiben.

"Späte" Mütter gab es zu allen Zeiten der Geschichte. Die Zahl der Frauen in Deutschland, die jenseits der 50 ihr erstes Kind bekommen, ist jedoch verschwindend gering (28 im Jahr 1999), auch wenn die Boulevardpresse Einzelfälle hochspielt und uns damit suggeriert, die sehr späten Mutterschaften nähmen zu. Schwangerschaften jenseits der fünften Lebensdekade sind aus ethischen und sozialen Gründen sehr umstritten und sollen nicht Thema dieses Buches sein. Wenn man der Bibel glauben soll, hat Sarah noch im hohen Alter von 90 Jahren ein Kind zur Welt gebracht.
Eine Studie der Harvard Universität von 1998 [741 sorgte für Schlagzeilen in den Zeitungen. Sicherlich ist sie nicht repräsentativ, gibt aber doch einen weiteren Anreiz für eine späte Mutterschaft. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Frauen, die spät gebären, häufig eine sehr hohe Lebenserwartung haben. Unter den Hundertjährigen ist der Anteil der Frauen, die nach ihrem 40. Lebensjahr noch ein Kind bekamen, deutlich erhöht. Es wird vermutet, dass die Fähigkeit ohne Hilfe der Reproduktionsmedizin, im fünften Lebensjahrzehnt noch Kinder zu gebären, Ausdruck einer Verlangsamung des Alterungsprozesses ist, der es wiederum ermöglicht, ein hohes Alter zu erreichen. Möglicherweise ist dabei auch eine späte Menopause von Bedeutung. Es handelt sich hierbei jedoch um eine Hypothese, die von den Gerontologen erst noch durch weitere, umfassendere Studien belegt werden muss, um zu beweisen, dass späte Mütter tatsächlich länger Sexualhormone bilden und genetisch langsamer altern.
Dieses Buch möchte die Frauen in ihrer Entscheidung bestärken, sich auch noch spät für ein Kind zu entscheiden und das beglückende Gefühl der Mutterschaft zu erleben und dabei - wie viele Frauen berichten - eine ganz neue Dimension des Lebens und der Liebe zu erfahren. Es soll aber auch ausdrücklich auf die Risiken hinweisen und aufzeigen, wie diesen bei älteren Erstgebärenden entgegengewirkt werden kann.

Die Entscheidung
für das Wunschkind kann zu spät sein

Wie in dem Kapitel "Späte Mütter sind in der Schwangerschaft disziplinierter" ausführlich erläutert, legen immer mehr Frauen Wert auf eine qualifizierte Ausbildung und streben dann eine berufliche Karriere an. Wenn die beruflichen Ziele erreicht sind, sie eine stabile Partnerschaft haben, in gesicherten finanziellen Verhältnissen leben und sich damit einen gewissen Lebensstandard leisten können, entsteht zum perfekten Lebensglück der Wunsch nach einem Kind. In der Regel sind die Frauen dann schon Mitte bis Ende dreißig oder Anfang vierzig. Durch die zuverlässigen Methoden der Empfängnisverhütung konnten sie bisher erfolgreich eine ungewollte Schwangerschaft verhindern. Wenn das Kind dann in die persönliche Lebensbiographie passt, erscheint es den Frauen als völlig selbstverständlich, schwanger zu werden und ein Kind zu gebären. Nur wenige Frauen machen sich Gedanken darüber, dass mit zunehmendem Alter die Fruchtbarkeit, also die Fähigkeit, ein Kind zu empfangen und auszutragen, abnimmt, und sie werden möglicherweise plötzlich vor ungeahnte Schwierigkeiten gestellt.
Vom medizinischen Standpunkt wäre die beste Zeit für eine Schwangerschaft etwa vom 20. bis 29. Lebensjahr, weil dann die Fruchtbarkeit der Frau am höchsten ist. Die meisten Frauen machen Anfang zwanzig entweder eine Ausbildung oder sam-meln ihre ersten Erfahrungen im Beruf. Das Thema Familien-gründung liegt noch in weiter Ferne, zumal sich viele selbst gerade mal von ihrem Elternhaus gelöst haben und ihre Selbstständigkeit genießen.


Nach einer Studie von Henderson et al. wurden 86 Prozent der Frauen zwischen 20 und 24 Jahren ohne Empfängnisverhütung und bei regelmäßigem Geschlechtsverkehr innerhalb eines Jahres schwanger. Bei Frauen zwischen 35 und 39 Jahren lag der Prozentsatz jedoch nur noch bei 52 Prozent [39].

Die allgemeine Fachliteratur bestätigt, dass die Fruchtbarkeit der Frau ab dem 30. Lebensjahr allmählich abnimmt .
Viele Frauen ignorieren die biologische Uhr jedoch so lange wie möglich. Die Lebenserwartung der Frauen ist in Deutsch-land zwar erheblich gestiegen. Die Dauer der Fruchtbarkeit der Frau hat sich aber nur geringfügig verlängert. Um 1900 lag die Lebenserwartung noch bei etwa 50 Jahren und heutzutage werden die Frauen im Durchschnitt ca. 80 bis 82 Jahre alt. Die Mütter, die spät ein Kind gebären, haben also die Aussicht es auch selbst großzuziehen und die Hälfte seines Lebens zu begleiten. > > >

Frankreich eine umfangreiche Studie mit 2193 Frauen durch, die ausschließlich durch eine heterologe Insemination schwanger wurden. Es handelt sich dabei um eine künstliche Befruchtung (siehe unten) mit dem Samen eines anonymen Spenders. Die Studie bestätigt, dass ab dem 30. Lebensjahr eine leichte, aber signifikante Abnahme der Fruchtbarkeit zu beobachten ist. Ab 35 nahm die Fruchtbarkeit der Frau dann deutlich ab. Die Erfolgsaussichten einer künstlichen Befruchtung mit Spendersamen bezogen auf zwölf Monats-zyklen lag bei Frauen unter 31 Jahren in zwei Studiengruppen bei 73 bzw. 74 Prozent, bei Frauen zwischen 31 und 35 Jahren bei 61 Prozent und bei Frauen über 35 Jahre bei 54 Prozent.

Die heterologe Insemination wird in Deutschland noch immer als sittenwidrig und damit unzulässig angesehen. Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts ist die dem Spender erteilte Anonymitätszusage unverbindlich, da das nichteheliche Kind ein Recht auf Kenntnis des leiblichen Vaters hat. Das Kind könnte also seinen leiblichen Vater ausfindig machen und dann zum Beispiel Erbansprüche geltend machen [102].
Die natürliche Fruchtbarkeit der Frau liegt in der Regel höher als bei einer künstlichen Befruchtung mit Spendersamen. Bei optimaler Fruchtbarkeit von Mann und Frau besteht zum günstigsten Zeitpunkt pro Zyklus eine 20- bis 30-prozentige Chance auf eine Schwangerschaft. . . . > >

Unfruchtbarkeit

Einführung
Man spricht von Sterilität, wenn gar keine Schwangerschaft eintritt. Infertilität liegt dann vor, wenn es zwar problemlos zu einer Schwangerschaft kommt, diese aber nicht ausgetragen werden kann und in einer Fehlgeburt endet. Primäre Sterilität bezeichnet den Fall, wenn es noch nie zu einer Schwangerschaft gekommen ist und sekundäre Sterilität, wenn die Frau schon einmal eine Schwangerschaft erlebt hat, aber seit einem Jahr der Kinderwunsch unerfüllt bleibt.
In den meisten Fällen sind mehrere Faktoren für ungewollte Kinderlosigkeit verantwortlich, und die Ursachen liegen nicht allein bei der Frau, wie heutzutage weitgehend bekannt ist. Statistisch verteilen sich die Ursachen mit jeweils 30 bis 40 Prozent gleichermaßen auf Mann und Frau. Bei etwa 15 bis 30 Prozent der Paare liegt eine eingeschränkte Fruchtbarkeit bei beiden Partnern vor. Bei nur fünf bis zehn Prozent der Paare lässt sich keine organische Ursache finden.
In Deutschland sind etwa zehn bis 15 Prozent der Frauen im fruchtbaren Alter, also zwischen 19 und 34 Jahren, steril, in Frankreich 14 Prozent, in Großbritannien zehn Prozent und in den USA nur 8,4 Prozent. Eine steigende Tendenz wurde in den letzten zehn Jahren nicht beobachtet. Nach Zahlen der WHO (1990) sind weltweit 60 bis 80 Millionen Paare von ungewollter Kinderlosigkeit betroffen [44].

Ursachen bei der Frau
Hormonelle Störungen


Eine der Hauptgründe für die Kinderlosigkeit der Frau sind hormonelle Störungen. Die Ursache kann im Hypothalamus (Mittelhirn) begründet sein, es kann sich um eine Unterfunktion der Schilddrüse, eine Überfunktion der Nebennieren, eine Unterfunktion der Hirnanhangsdrüse oder zum Beispiel eine Gelbkörperschwäche handeln. Durch das hormonelle Ungleichgewicht kommt es zu Störungen der Eizellreifung, zu einer mangelhaften Gelbkörperbildung bis zum völligen Ausbleiben des Eisprungs. . . .

Antikörper gegen die Spermien
des Ehemanns

Es kommt vor, dass die Spermien keine Chance haben in den Eileiter zu gelangen. Das Immunsystem bildet Antikörper gegen die Spermien und verhindert so eine Befruchtung.

Allgemeine Erkrankungen
Starkes Übergewicht oder Untergewicht, Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Schilddrüsenfunktionsstörungen, Leberfunktionsstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen, neurologische und psychiatrische Erkrankungen können die Fruchtbarkeit ebenfalls deutlich herabsetzen. . . .

Ursachen beim Mann

Eingeschränkte Samenqualität

Bei rund einem Viertel aller Fälle ungewollter Kinderlosigkeit liegt eine eingeschränkte Samenqualität des Mannes vor.
Bei einer Analyse des Ejakulats, einem so genannten Spermiogramm, werden Konzentration der Samenzellen in der Samenflüssigkeit, Bewegungsmuster und Form der Zellen untersucht. Ursachen für ein gestörtes Spermiogramm können genetisch, anatomisch und hormonell bedingt sein. Auch eine Mumpsinfektion im Kindesalter kann zum Beispiel zu einer Störung der Spermienreifung führen. Krampfadern am Hoden können die Spermienqualität ebenfalls beeinträchtigen. Man weiß heutzutage auch, dass Umweltgifte, wie zum Beispiel Pflanzenschutzmittel, die Entwicklung und Reifung der Samenzellen negativ beeinflussen. . . . > >

. . .
> >Auch die Beschaffenheit und Beweglichkeit der Samen habe sich verschlechtert. Der WWF macht ebenfalls Industriechemikalien und Pflanzenschutzmittel für diese Auswirkungen verantwortlich.

Wolfgang Schulze, Direktor der Abteilung für Andrologie an der Uni-Klinik Hamburg-Eppendorf und Spezialist für männ-liche Unfruchtbarkeit betont, dass die Samenqualität der Männer in den letzten Jahrzehnten abgenommen habe.
Schon jeder zehnte Mann gelte als nicht oder nur bedingt zeugungsfähig.

Ob die Samenqualität mit zunehmendem Alter nachlässt, wie häufig behauptet wird, muss ebenfalls erst wissenschaftlich nachgewiesen werden. . . .

Ende der Auszüge

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Kinderwunsch, Schwangerschasft, Geburt, später Kinderwunsch,
Zeugungskraft, Fruchtbarkeit, Unfruchtbarkeit

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Leseprobe, Fotos und Buchumschlag, Zuckschwerdt -Verlag,
Sämtliche Fotos, Text, Layout und Desig
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und JBM-marketing, PF 140315, D-40073 Düsseldorf