

DIE PUBERTÄT
UND IHR IMAGE IN DER BEVÖLKERUNG
Die Pubertät hat keinen guten Leumund. Das zeigen Elternkommentare
deutlich: „Wenn wir diese lästige Zeit nur überspringen
könnten. Dass es vorher klappt,
• wissen wir schon. Und auch nachher werden wir sicher gut miteinander
klar
• kommen. Aber der Gedanke an die Pubertät macht uns Angst."
• „Die Pubertät lässt keinen aus, also Augen zu
und durch!"
• „Leider klappt das Einfrieren und nach einigen Jahren
wieder Auftauen nicht."
• „Wir tun - so lange es geht - so, als ob sie noch ein
Kind wäre, wenn das dann nicht mehr geht eben so, als ob sie schon
erwachsen wäre, das erspart ihr und uns Probleme."
• „Gott sei Dank gibt es für diese Jahre Internate!"
Niemand käme auf die Idee, z.B. die Lebensabschnitte „Kindheit"
oder „spätes Erwachsenenalter" überspringen zu
wollen oder trickreich ausfallen zu lassen oder sich gar von ihnen freizukaufen.
Man würde sie auch nicht von vornherein als Krisenzeiträume
einstufen und automatisch mit pathologischen Erscheinungen rechnen.
Die Pubertät ist kein attraktives Alter - zumindest nicht in den
Augen der betroffenen Eltern. Oder würden Sie eine Jugendliche
oder einen Jugendlichen adoptieren? Sicher haben Sie ein Fotoalbum zu
Hause mit den Babybildern Ihrer Kinder oder ein Tagebuch, in dem die
ersten drolligen Aussprüche festgehalten sind, wann der erste Zahn
kam, der erste Schritt, das erste Pipi ins Töpfchen, das erste
Kinderfest ...
Aber wer hat ein Fotoalbum oder ein Entwicklungs-Tagebuch für den
Zeitraum der Pubertät, mit Erinnerungsbildern oder Texten zu den
Themen
• Der erste Pickel
• Das erste Piercing
• Die ersten grünen Haare
• Die erste Provokationsserie am Stück über 6 Tage -
ohne Verschnaufpause
• Die erste alkoholisierte Heimkehr morgens um 5 Uhr
• Das erste, wenn nicht zweite „Sitzenbleiben" droht?
Dennoch
ist die Pubertät ein wichtiger, ja ein Weichen stellender, lebenslang
prägender Entwicklungsabschnitt, also keine unnötige
Erziehungslast, keine Unbequemlichkeit im familiären Miteinander,
keine vernachlässigbare Epoche, die es zu verhindern oder ignorieren
gilt.
Die Pubertät hat keinen guten Leumund — dieser Meinung war
auch lange die Fachpresse
Im GEO-Sonderheft „Kindheit und Jugend" (1993)
fanden sich innerhalb der Rubrik „Geistige Entwicklung" für
die Spalte Jugendalter folgende Einträge:
• Selbstzweifel und Minderwertigkeitskomplexe, vor allem bei Mädchen
• Die Zahl der Neuerkrankungen an Schizophrenie
nimmt vor allem bei jungen Männern stark zu.
• Höheres Risiko für Unfälle, Suizid und Drogenmissbrauch
(vor allem bei männlichen Jugendlichen)
Kein Wort darüber,
• dass jetzt ein neues Selbstverständnis entsteht, das die
Kindheit abschließt und mit Hilfe dessen jedes Mädchen und
jeder Junge nach einem Aufbruch mit klarer Abgrenzung zu sich finden
kann
• dass im Jugendalter wichtige Teile des Gehirns noch einmal massiv
umgebaut werden, wodurch eine phänomenale Plastizität erreicht
wird, die darauf wartet, ausgenutzt zu werden
• dass jetzt all die Voraussetzungen für selbständiges
Denken, Planen und Handeln erworben werden
• dass in dieser Lebensphase die wesentlichen Bedingungen und
Voraussetzungen für kreatives Arbeiten liegen
• dass durch diese Veränderungen eine besonders gute Anpassung
an die Erwachsenenwelt gelingt, die gesellschaftliche Schicht, die das
Zusammenleben die nächsten 60 Jahre maßgeblich bestimmen
wird (Anm.Redaktion: Die, durch die Fun-Gesellschaft
geschädigten Subjekte werden kaum eine Gesellschaft "bauen"
können. Die eindeutige Schuld liegt bei dem Jahrgang der 68er,
die heute noch unverblümt die Gesellschaft beeinflussen. > "Der
Verlust der Eindeutigkeit - Annäherung an Individuum und Gesellschaft",
Prof. Fuchs, Soziologie)
• dass nur 2-3% der Pubertierenden unter Depressionen leiden oder
sonstige massive Auffälligkeiten zeigen, während 80 % von
ihnen ganz normale Konflikte mit ihren Eltern ausfechten, die nicht
mal häufiger als in den Jahren zuvor sind, sondern nur
intensiver.
(Anm. Redaktion: Intensiver = pathologisch,
weil Jugendlichen in ihrem vorpubertären Leben, psychisch und physisch
von die Konsum-, Werbe-, Spiele- TV-Gesellschaft geschädigt wurden.
Die Täter; die „erwachsenen“ Individuen der vergangenen
40 Jahre.> siehe Fachbücher > Sachbücher II
und III).
AUFBEGEHREN, UM ZU SICH ZU FINDEN
Was ist an der Pubertät so wichtig - für die Pubertierenden
wie für ihre Eltern - und warum?
Für den jugendlichen Menschen gilt es, fast von heute auf morgen
mit einer völlig neuen Hormonsituation zurechtzukommen, mit einem
Gehirn, das sich im Umbau befindet, zu denken und zu fühlen und
sich den großen psychosozialen Herausforderungen zu stellen und
auch noch gestärkt daraus hervorzugehen. Das bedeutet zum Beispiel,
sich von seinen Hauptbezugspersonen, die bislang alles beruhigend im
Griff hatten oder zumindest schnell wieder in Ordnung brachten und deshalb
allgegenwärtig schienen, zu lösen und dann schrittweise als
noch ungewohnt neuartiger Interaktionspartner mit ihnen eine völlig
veränderte Beziehung einzugehen (siehe Kap. 4, 8).
Allan Guggenbühl bezeichnet vor dem Hintergrund seiner jahrzehntelangen
Arbeit mit Jugendlichen die Pubertät als die Lebensphase, die am
meisten Spuren hinterlässt - übrigens bei allen Beteiligten.
Auch die Eltern müssen ihre Beziehung zu ihrem Kind neu definieren.
Von ihnen wird viel verlangt. Denn sie sollten das Kind motivieren,
diesen wichtigen Schritt „raus aus dem Nest" zu machen. Und
gleichzeitig signalisieren, dass sie sich schon jetzt auf seine Verwandlung
zum jungen Erwachsenen freuen. Sie müssen „Wunder" vollbringen
- mal Halt geben, mal loslassen, beides manchmal fast gleichzeitig.
Sie müssen lernen, sich zurückzunehmen, sich dann aber wieder
gehörig einmischen. Denn Einmischung erwartet der junge Mensch
von seinen Eltern - allerdings, um sich entsetzt von ihren Vorstellungen
abwenden zu können.
Es ist wirklich so und muss offensichtlich auch so sein, dass elterliche
Reaktionen zuerst provoziert und danach dazu benutzt werden, sie als
inakzeptabel abzuwerten, um sich durch diesen kurzfristigen Befreiungsschlag
über die eigene - keineswegs immer gegensätzliche - Position
langsam klar zu werden. Was den Betroffenen oft nicht nachvollziehbar
erscheint, wird bei sachlicher Analyse - eben ohne jene blind machende
Betroffenheit - als ein höchst effizienter Kommunikationsstil einer
Übergangszeit erkannt in der sich vieles ändern muss.
Eltern werden gebraucht - als bewusst gesuchter Prellbock, als psychologischer
Airbag, der die Folgen eines rüden Zusammenstoßes zu dämpfen
weiß, als emotionales Sprungtuch beim ewigen Auf und Ab der Gefühle.
Wer bisher als Vorbild galt und dieses mitunter immer noch uneingeschränkt
ist, wird zwischendurch zum Gegenspieler.
WER HAT EIGENTLICH RECHT BEI EINEM PUBERTÄTSSTREIT - DIE
KINDER ODER DIE ELTERN?
Und wer könnte ihn verhindern? Beide Fragen sind beim genauen Hinsehen
unwesentlich, eigentlich sogar falsch gestellt: Der Pubertätsprozess
braucht diese unterschiedlichen Sichtweisen zweier Generationen. Und
die Gesellschaft, in die der junge Mensch hineinwächst, braucht
die vitale Veränderungsenergie der „Jungen" nach vorn
und ebenso die beharrlich stoppende Kraft der „Alten", die
befürchten, ansonsten Bestehendes in Frage stellen zu müssen
und dadurch bislang stabilisierende Werte zu gefährden.
Andreas Huber (2003) vergleicht anschaulich die
Gesetzmäßigkeiten pubertären Familienlebens mit bekannten
Dynamiken in der Politik. Für ihn findet im Kleinen, auf Familienebene,
etwas statt, was auch in der „großen Politik" zu finden
ist. Eher konservative Gruppierungen versuchen, alte Werte aufrecht
zu erhalten, zu „konservieren", während progressive
Gruppen versuchen, alte Establishment-Mauern aufzubrechen. Tatsächlich
finden dann irgendwann tatsächlich Richtungswechsel statt, aber
langsamer als von den Jungen beabsichtigt.
Vielleicht ist diese Verzögerungstaktik ein ganz sinnvoller Mechanismus,
einerseits einen Wandel nicht so schnell herbeizuführen und Chaos
zu vermeiden, andererseits aber auch immer wieder Wandel möglich
zu machen. Neues muss erst genügend Substanz haben, damit Basales
nicht verloren geht und Bodenhaftung gewährleistet bleibt. Aber
die Denkweise der Jugend hat auch eine wichtige Korrektivfunktion. Sie
hatte rückblickend schon immer eine eindeutige Vorreiterfunktion.
So
wurden die Pluralisierung der Lebensweisen und die Modernisierung der
Gesellschaft in den letzten 40 oder 50 Jahren in Deutschland (Anm.
Redektion: diese sogenannte Modernisierung ist eine Verarmung des menschlichen
Daseins, mit einem einfachen, oberflächlichen sogenannten modernen
"Lifestyle". Die Moderne hat ihre Subjekte in das Chaos entlassen
und darunter müssen Kinder und Jugendliche leiden. 4/2002 A.H.
Ellental)
erst durch die sozialen und subkulturellen Bewegungen der Jugend möglich.
Erst dadurch, dass es kein verbindliches Lebensideal mehr gibt,
stehen viele Möglichkeiten, sein Leben zu führen, gleichberechtigt
nebeneinander (Janke & Niehus 1996).
Die Biologie des jungen Menschen sieht jetzt gehäuft zügellose
Autonomieschübe vor, die längerfristig ungestörte Harmonie
verhindern. Diese Autonomieschübe sind ein Zeichen des Freiheitsdrangs,
der dringend nötig ist, um sich wirklich auf die mühsame Suche
nach dem eigenen Weg und den passenden Gefährten zu machen. Der
Journalist Willenbrock beschreibt das treffend, wenn er davon spricht,
dass der jetzt unerlässliche Freiheitsdrang der Jugendlichen als
Fußtritt wirkt, den sie sich selbst versetzen müssen um wirklich
bereit zu sein, das bequeme, warme Nest zu verlassen (2005).
Es geht also nicht um Recht oder Unrecht, auch nicht darum, wer beim
Pubertätsstreit gewinnt oder verliert, es geht darum, Vertrautes
verlassen zu müssen und die nötige Kraft zu haben, sich nicht
durch die von den Eltern bewusst eingesetzten Verzögerungstaktiken
beim Erwachsenwerden aufhalten zu lassen.
Es
geht aber auch um die große Chance aller, Neues nach Prüfung
möglich zu machen.
Noch im dicksten Streit muss es aber Geborgenheitssignale und emotionale
Stütze seitens der Eltern geben: Alte Vertrautheit - jetzt gepaart
mit neuartiger Bestätigung, deutlich vermitteltem Zutrauen und
Stolz über neu Entdecktes am offensichtlich doch nicht in- und
auswendig bekannten Kind.
Für die meisten Jugendlichen sind die Eltern auch in der „Hochpubertät"
die wichtigsten Menschen, denen sie weiterhin das meiste Vertrauen entgegenbringen
und von denen sie, wenn es wirklich darauf ankommt, auch allein Unterstützung
erwarten. Denn - wenn überhaupt - sehen sie nur in ihren Ursprungsfamilien
Facetten einer heilen Welt in dieser turbulenten Zeit.
EIN BLICK AUF BEIDE SEITEN HINTER DER „KAMPFFRONT"
Von außen betrachtet wirken Pubertätskämpfe höchst
unterschiedlich, dennoch werden alle Kämpfer ähnliche Gedanken
haben:
• Muss ein junger Mensch in dieser Zeit plötzlich alles anders
machen?
• Ist es wirklich nötig, zuerst alles bisher Gehabte nieder
zumachen, um aus dem „Nest" raus zu kommen, vielleicht sogar
um den Abschiedsschmerz möglichst niedrig zu halten?
Der
Umgang mit dem gestressten, dem bedürftigen Kind stellt die Beziehungsweichen.
Wer in Not, z. B. bei einem Konflikt, Unterstützung und nicht Demütigung
erfährt, bewältigt Stress mit weniger Belastung; das hat Einfluss
auf die Frustrationstoleranz, auf die aktive Suche nach problemlösenden
Ideen oder notfalls auch auf die Suche nach sozialer Unterstützung.
• Kinder müssen dosierte soziale Verantwortlichkeit und individuell
angemessene Leistungsanforderungen erleben.
Im Spiel mit anderen Kindern erlebt ein Kind die ungeheure Variationsbreite
möglicher Handlungen und Empfindungen, seinen Verhaltensspielraum
und seine Grenzen. Jedes Kind ist wissbegierig, will immer mehr begreifen.
Beim Spielen lernt es Zusammenhänge verstehen, seine Beteiligung
an den Geschehnissen rundherum und seine Möglichkeiten, gezielt
Einfluss zu nehmen.
Kinder brauchen altersgemäße Entwicklungsanreize, sie genießen
Herausforderungen. Sie profitieren von erweiterten Entscheidungsspielräumen,
bei denen bewusst und begleitet alte Grenzen überschritten werden
- und erleben das Gefühl, die Welt zu erobern.
Es geht um einen klar strukturierten, verbindlichen Orientierungsrahmen,
der diskussionslos Grenzen aufzeigt, bei denen es sich um sicher machende
Vorgaben und eindeutige Regeln handelt.
Es geht um einen möglichst großen Handlungsrahmen, der viel
Raum für individuelle Entfaltung und altersgemäße Eigenaktivität
lässt und so Erfolge möglich macht.
Es geht auch um die Erziehungsbalance zwischen Gewähren lassen
und Hilfestellung geben, zwischen etwas selbst herausfinden dürfen
und Lösungswege aufgezeigt bekommen.
Gibt es eine Art Pubertäts-Versicherung, eine spezielle Pubertäts-Prävention?
Eigentlich ja, nur ganz anders, als man sich das vorstellt. Gegen Pubertätsprobleme
kann man nicht impfen. Ihnen liegen keine Viren oder Bakterien zugrunde,
die durch eine Anregung oder Unterstützung des körpereigenen
Immunsystems bekämpft werden könnten. Auch die Suche nach
unvermeidbar Pubertätsprobleme machen den Genen war bislang erfolglos
und wird es bleiben.
Zu massiven Pubertätsproblemen kommt es bei Kindern und Jugendlichen,
weil ihnen wichtige Erfahrungen fehlen, (Anm. Redaktion:
Oder von der Gesellschaft in den letzten vier Jahrzehnten fehlgeleitet
wurden) Erfahrungen wie Geborgenheit, Selbstwirksamkeit, Freude
am aktiv sein und etwas bewirken, ernst genommen werden, geliebt werden,
beantwortet werden, wichtig sein, auch in anspruchsvollen Situationen
zurecht kommen und unversehrt bleiben. Diese Erfahrungen müssen
früh, vielfältig und vielseitig gemacht werden.
Der Begriff „Prävention"
bezeichnet den Versuch, die Entwicklung beeinträchtigende
Probleme zu verhindern, bevor sie entstehen. Prävention beschäftigt
sich also vorauseilend mit etwas, was noch gar nicht existiert, dessen
Eintreffen aber ohne gegensteuernde Maßnahmen befürchtet
wird.
Es gibt kein Allheilmittel und kein festgeschriebenes Erziehungsprogramm,
das vor schweren Pubertätskrisen schützen kann. Aber man weiß,
was Kinder erleben sollten, um stark groß zu werden und auch mit
Schwierigkeiten klar zu kommen: Sie sollten von Anfang an in ein zugewandtes
und ermutigendes Beziehungsnetz eingebettet sein. Sie sollten ganz früh
ihren aktiven Part im Leben spüren: "Nicht mit mir geschieht
etwas, sondern durch mich passiert etwas." Sie sollten in Gruppen
ihren Platz finden, zuerst zu Hause, dann im Kindergarten, in der Schule
und unter Freunden. Es ist ganz wichtig, Lernen als die Vorfreude auf
sich selbst, auf die eigenaktive Aneignung der Welt zu erleben (Haug-Schnabel
& Schmid-Steinbrunner 2002).
Es geht um „Erwachsen werden mit Netz", eine der verantwortungsvollsten
Aufgaben von Eltern und anderen Begleitern.
Aus
SICHT DER JUGEND:
EIN PERSÖNLICHER BLICK ZURÜCK
I. ANMERKUNG ZU DIESEM KAPITEL
Als Jugendlicher kann man sich gut vorstellen, dass es für Eltern
eine schwierige Aufgabe ist, ihr Kind zu fördern und es richtig
auf das Leben vorzubereiten. Die Freude am Fördern kann in der
Pubertät unter dem Druck dauernder Auseinandersetzungen schnell
nachlassen oder gar ganz ausbleiben. Oft können Eltern mit den
neuen Spezialinteressen ihrer Kinder wenig anfangen: nicht der Sport,
den sie sich vorgestellt haben oder plötzlich kein Sport mehr und
dafür umso mehr Zeit am Computer. Wenn das Kind dann endlich auch
mal wieder etwas liest, ist es meist auch noch das Falsche oder zumindest
gewiss nichts „Bildendes".
Wodurch kommt es zwischen Eltern und Jugendlichem zu solchen Interessenkonflikten?
Eltern wollen ja eigentlich immer nur das Beste für ihr Kind. Sie
wollen, dass ihr Kind sein Wissen vermehrt und seine Intelligenz benutzt,
auf jeden Fall mehr lernt, vor allem Schulnoten-Relevantes. Aber ihr
Kind hat zur Zeit andere Interessen. Wenn Eltern diese gleich ablehnen,
dann stoßen sie automatisch auf Ablehnung und Widerstand. Wenn
sie sich aber mal mit den - aus ihrer Sicht „umbildenden"
- Interessen beschäftigen, könne Eltern und Kind durchaus
davon profitieren.
Das
habe ich selbst erlebt, als ich beim Abendessen begeistert über
eine Folge von „Star Trek" erzählte. Alle hörten
mir aufmerksam zu, obwohl dieses Thema aus ihrer Sicht bestimmt nicht
tagesaktuell war. Und während ich noch erzählte, entdeckten
sie plötzlich eine starke Ähnlichkeit der „Konföderation
der Planeten" mit unserer heutigen UN-Vollversammlung. Wir haben
die Parallelen gemeinsam analysiert und diskutiert - und viel gelacht.
Für mich war das ein positives Schlüsselerlebnis - und für
die ganze Tischrunde auch.
Unsere
Buchempfehlungen zum Thema: Schädigung unserer Kinder und Jugendlichen
durch gesellschaftlichen "Lifestyle"
TV, Spiele, Alkohol & Co.
Oder die Grundlagen zu einer gesunden Persönlichkeitsentwicklung
vor den Jahren der Pubertät.
> Übersicht / Sachbuch
III
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(pathologische Pubertät)
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