Warum unsere Kinder Tyrannen werden.
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Erziehung / Kinder, Jugend Psychotherapie

Warun unsere Kinder
Tyrannen
werden


Sachbuch
Kinder Schutz
Erziehung


Gütersloher Verlagshaus
191 S. gb
im Buchhandel
Dr. Michael Winterhoff
Michael Winterhoff
Dr. med, geb. 1955, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er studierte Humanmedizin in Bonn und ist als Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie seit 1988 in eigener Praxis niedergelassen. Er befasst sich schwerpunktmäßig mit dem aktuellen Störungsbild der psychischen Entwicklungsstörungen im Kindes- und Jugendalter aus tiefenpsychologischer Sicht. Winterhoff analysiert Familiensysteme auch auf dem Boden gesellschaftlicher Veränderungen. Als Sozialpsychiater hat er sich darüber hinaus im Bereich der Jugendhilfe einen Namen gemacht.

Ein Buch für alle, die verhindern wollen,
dass unsere Gesellschaft ihre Kinder
eines Tages hassen wird ...

Kleinkinder außer Rand und Band, Zehnjährige, für die Respekt vor Eltern und Lehrern ein Fremdwort ist,
17-Jährige, die nicht mehr arbeitsfähig sind — Kinder an die Macht? Gesellschaftliche Fehlentwicklungen und eigene Probleme von Erwachsenen verhindern, sich abgegrenzt und strukturierend gegenüber dem Kind zu verhalten und diesem dadurch eine normale Entwicklung seiner Psyche zu ermöglichen. Die Erwachsenen kompensieren unbewusst eigene Bedürfnisse über das Kind und verhindern somit, dass dieses sich zu einem glücklichen Mitglied der Gesellschaft entwickeln kann. Michael Winterhoff zeigt in seiner überraschenden wie erschreckenden Analyse diesen emotionalen Missbrauch unserer Kinder auf und belegt ihn mit vielen anschaulichen Beispielen. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen:
Nur wenn unsere Kinder wieder wie Kinder behandelt werden, können sie in einem positiven Sinne lebensfähig werden.
Diese gesellschaftliche Verunstaltung verdanken wir den 68er Wohngemeinschaftskämpfern,
die heute noch mit ihren Taten prahlen. Anm. Redaktion
Buchauzüge

Zwischen Super-Mamas
und Erziehungsnotstand.
Wenn aus Kindern Tyrannen werden.

In deutschen Wohnstuben sind sie allabendlich auf den TV- Schirmen zu sehen: »Super-Nannies« oder Super-Mamas werden vor laufenden Kameras in einen Familienalltag eingeschleust, in dem schon längst so ziemlich alles kaputt ge­gangen zu sein scheint. Ein Familienalltag, der nichts mehr mit dem zu tun hat, was wir ursprünglich einmal im positiven Sinne damit verbunden haben. Stattdessen: außer Rand und Band geratene Kinder, kreischende, schreiende Eltern und Geschwister - schlagende Beispiele einer menschlichen Entwicklungsstufe, die doch eigentlich unser aller Zukunft sein sollte.

Die Botschaft ist klar:
Deutschlands Kinder sind nur noch mit harten Methoden, einer Art »Zero-Tolerance«-Strategie in der Erziehung auf Kurs zu bringen.

Derartige Überzeichnungen von auf Krawall gestylten Dokus deutscher TV-Stationen, gesendet zur Prime-Time, umringt von den teuersten Werbeplätzen des Programms, werden gerne als »Schund«, »Unterschichten-TV« oder »peinlich« gebrandmarkt. Und doch bringen sie oft genug ein latent in der Gesellschaft vorhandenes Gefühl ebenso auf den Punkt wie die fette Schlagzeile eines bundesweit bekannten Boulevard-Blattes, das angeblich keiner liest, aber dessen Inhalt doch jeder kennt. Ihre hohen Einschaltquoten generieren solche TV-Sendungen nicht zuletzt aus dem Umstand, dass die vorgeführten Phänomene dem Zuschauer merkwürdig bekannt vorkommen und ein Gefühl des »Genauso-ist­Es« erzeugen.

Die Sendungen führen genau jene kleinen Tyrannen vor, die zunehmend unser aller Leben bevölkern. Kinder, deren Erziehung vollkommen aus dem Ruder gelaufen zu sein scheint, die nichts mehr mit den »lieben Kleinen« gemein haben, die jeder Vater, jede Mutter sich einmal gewünscht hat.

Das Problem an der Sache ist: Ob Pseudo-Erziehung im Abendprogramm oder feinfühliges, Kümmern besorgter Eltern in den heimischen vier Wänden - all diese Versuche, des Problems Herr zu werden, sind so lange zum Scheitern verurteilt, wie wir einen der wichtigsten Bestandteile des Menschen dabei außer Acht lassen. Bewusst außer Acht lassen, weil wir glauben, er entwickele sich von ganz allein und sei irgendwann automatisch voll ausgebildet: die Psyche.

Ich sehe in meiner Praxis tagtäglich Kinder und Jugendliche mit vielfältigen Störungen. Im Laufe meiner Tätigkeit als Kinderpsychiater haben sich bei der Analyse der auftretenden Störungen so gravierende Veränderungen ergeben, dass Anlass zu großer Sorge um die gesamtgesellschaftliche Zu­kunft gegeben ist. Immer weniger arbeits- und beziehungsfähige Jugendliche und Erwachsene werden die Folge sein, wenn sich weiterhin kein Bewusstsein für diese Störungen bildet.

Bei einem großen Teil dieser Kinder und Jugendlichen, die in allen Lebensbereichen Probleme verursachen, haben wir es nach meinem in langjähriger Beobachtung entwickelten Modell mit Menschen zu tun, deren psychischer Reifegrad in etwa auf dem Niveau von maximal Dreijährigen stagniert.

Das Beispiel Niklas
oder: Ein ganz normaler Tag in einer Grundschule.

Nach dem morgendlichen Gong um 8.15 Uhr stellen sich alle Kinder einer Klasse geordnet auf. Auch die Klasse 1c hat ihren festen Platz, die Kinder stehen zu zweit und warten auf ihre Lehrerin. Nur zwei Kinder laufen um die Gruppe herum. Nachdem die Lehrerin kommt und sie bittet, sich mit aufzustellen, gehen sie gemächlich an das Ende der kleinen Schlange.

Niklas läuft noch durch die Sträucher und versteckt sich. Als er sieht, dass seine Klasse zur Eingangstür geht, schreit er laut: »Hier bin ich!« Die Lehrerin winkt ihm auffordernd zu. Daraufhin rennt N. schnell zu seiner Klasse und drängt sich vor die anderen Kinder, was zu Ärger und auch zu einer Gefahrensituation auf der Treppe zwischen ihm und einigen anderen Kindern führt. Die Lehrerin will ihn an die Hand nehmen, um sein rüpelhaftes Schubsen und Drängeln für die anderen Kinder abzumildern, doch Niklas wehrt sich heftig und läuft einfach weiter.

Vor der Klasse angekommen, wirft er erst einmal sei­nen Schulranzen in die Mitte des Flures. Die Lehrerin stellt den Ranzen an die Seite, damit die anderen Kinder nicht darüber stolpern und es ihm nicht gleichtun. Während sich alle anderen ausziehen, ihre Jacken aufhängen und die Schuhe ins Regal stellen, steht Niklas daneben und schaut zu. Erst als die meisten Kinder schon in der Klasse sind, zieht auch er seine Jacke aus und wirft sie in Richtung Kleiderhaken.

Dann will er in die Klasse gehen. Da die Lehrerin noch in der Klassentür steht, hält sie ihn mit dem Hinweis zurück, er möge bitte seine Schuhe auch ausziehen. Niklas schreit laut: »Nein!« Daraufhin verweist die Lehrerin auf das gute Beispiel der anderen Kinder und erinnert an die Klassenregel. Erst als Niklas sieht, dass auch seine Freundin Anne die Schuhe auszieht, ist er bereit, dasselbe zu tun (Hausschuhe zieht er aber trotzdem nicht an). Nun darf er den Klassenraum betreten. Er geht aber nicht wie die anderen Kinder zu seinem Platz, sondern rutscht auf den Knien durch den Raum und zieht seinen Schulranzen über den Boden hinter sich her bis zu seinem Einzelplatz. Dort wirft er den Ranzen noch einmal lautstark auf den Boden und setzt sich dann auf seinen Platz.
Nachdem alle Kinder ihre Plätze eingenommen haben, stehen sie auf, um sich einen guten Morgen zu wünschen. Dieses Ritual ist verbunden mit einer kleinen Gymnastikübung. Während alle Kinder mit Blick zur Lehrerin stehen, stellt sich Niklas auf seinen Stuhl mit Blick in die Klasse. Um einen weiteren Eklat zu vermeiden, wechselt die Lehrerin ihren Standort, so dass der Junge nicht mehr im Mittelpunkt steht (Niklas hat bereits seinen Einzelplatz direkt neben dem Pult). Diese Reaktion der Lehrerin hindert ihn jedoch nicht daran, den Guten-Morgen-Gruß zu verändern und lautstark in die Klasse »Arschloch, Wichser« zu brüllen und dies im Rhythmus des Guten-Morgen-Grußes. Die Lehrerin legt ihm begütigend die Hand auf die Schulter, und er setzt sich wieder hin.>>>>

Während der sich anschließenden kurzen Leseübung (Wörter mit dem neuen Buchstaben werden von der Tafel gelesen, und der neue Buchstabe wird an der Tafel nachgesprochen) meldet sich Niklas nicht zum Lesen. Wenn aber ein Kind ein Wort nicht sofort ausspricht oder langsam Buchstabe für Buchstabe liest, schreit Niklas irgendein zuvor gehörtes Wort dazwischen >>>>>

Die Phasen, in denen diese kindlichen Weltbilder entstehen, werden bei einer gesunden psychischen Entwicklung des Kindes nacheinander durchlaufen, am Ende dieser Entwicklung ist es in der Lage zu erkennen, dass eine Eigenreaktion eine Gegenreaktion im Gegenüber auslösen kann. In Konflikten kann es beispielsweise nun Eigenanteile sehen und entntsprechend handeln. Im klassischen Sinne ist das Kind damit schulreif. Das Kind kann diese Entwicklungsschritte nur nehmen, wenn sich die Eltern phasenspezifisch verhalten. Diese müssen also dafür sorgen, dass jede Phase abgeschlossen und in die nächste übergegangen werden kann. Dieser Vorgang beruht keineswegs auf Automatismen. Auch später, also nach dem sechsten Lebensjahr, schließen sich weitere Entwicklungsphasen an, bis schließlich, beginnend im späteren Jugendalter, unser Erwachsenenweltbild entsteht.

Diese die Entwicklung beschreibenden Bilder beziehen sich auf die Frage »Wie erlebe ich mich aus mir selbst her­aus innerhalb dieser Welt?« Gleichzeitig entsteht jedoch in einem anderen Bereich der Psyche eine weitere Sichtweise, die auf die Frage antwortet »Wie erlebe ich diese Welt als solche?«

Sobald das Kind krabbelt und läuft, untersucht es alles in seinem Umfeld auf Funktionen hin, etwa durch Ertasten, Befühlen oder Belecken. Ein Stuhl beispielsweise wird zunächst als zum Schieben geeignet erkannt, danach als Klettergerät. Die Funktion als Sitzmöbel wird von einem Kleinkind erst sehr spät wahrgenommen.

Auch die Bezugspersonen um das Kind herum werden entsprechend untersucht. Dabei unterliegt das Kind in der frühkindlich-narzisstischen Phase vom zehnten bis zum sechzehnten Lebensmonat der Vorstellung, es könne alles und jeden steuern und bestimmen, genieße also absolute Autonomie.

Bis zum dritten Lebensjahr wird dann in weiteren Schritten die Entdeckung gemacht, dass sowohl Kind als auch Er­wachsener eigenständige Personen sind. Das Kind kann nun auch erkennen, dass ein Erwachsener größer, stärker und mächtiger ist. Von diesem Zeitpunkt an reagiert das Kleinkind in Konflikten auf den Erwachsenen, klassisch ausgedrückt: »es hört«. Mit Abschluss dieser Phase ist die >>>>

So haben wir etwa diverse Schwierigkeiten im motorischen Bereich. Es können keine koordinierten Bewegungen ausgeführt werden, besonders die feinmotorischen Bewegungen, wie sie etwa für das Schreiben unerlässlich sind, sind oft vollkommen unterentwickelt. Um eine Vorstellung vom Ausmaß dieser Störung zu bekommen, muss man sich nur vor Augen halten, dass vor 15 Jahren die Störung der Motorik im Kleinkindesalter etwa bei 20 Prozent der Kinder zu sehen war. Heute ist die Schallmauer von 50 Prozent längst durchbrochen,
Tendenz steigend.

Kein Einzelfall

Claudia ist kein Einzelfall. Kinder wie sie sehe ich in meiner Praxis täglich, die Zunahme besorgniserregender Fälle ist so signifikant, dass sich in den kommenden Jahren die Aus­wirkungen in unserem gesellschaftlichen Zusammenleben in erheblichem Maße zeigen werden. Ich werde in mehreren Fallbeispielen immer wieder illustrieren, welche Fehlentwicklungen Kinder und Jugendliche heute zeigen und warum wir diesen mit pädagogischen Konzepten und therapeutischen Bemühungen nur unzureichend Herr werden können.

Um das Ausmaß der Fehlentwicklungen zu begreifen, ist es auch wichtig, sich vor Augen zu halten, dass wir es mit einer stark veränderten Situation zu tun haben: Vergleiche ich die mir heute vorgestellten Kinder mit denen vor 20 Jahren, so ist eindeutig festzustellen, dass diese Kinder nicht mehr länger »nur« Einzelstörungen aufweisen, sondern überwiegend in mehreren Bereichen gleichzeitig gestört sind. Was das in der Realität heißt, zeigt sich an Tests, wie sie kürzlich ein mir bekannter Schulleiter an seiner Grundschule durch­geführt hat. Dort werden die Schulneulinge vor Beginn des neuen Schuljahres auf Auffälligkeiten geprüft. Die Ergebnisse dieser Überprüfung zeigen Übersichtstabellen. Auf der folgenden Seite ist eine solche Übersichtstabelle beispielhaft aufgeführt.

Aus dieser Darstellung ist das angesprochene große Problem deutlich sichtbar. Insgesamt handelt es sich um drei Klassen. Die exemplarisch abgebildete Tabelle zeigt dabei das Ergeb­nis von Klasse lx. Lediglich vier von 25 Schülern der Klassen lx und lz (drei von 23 bei Klasse ly) weisen überhaupt keine Störung auf, eine isolierte Störung kommt bei weiteren vier Kindern in der lx (acht in der lz bzw. drei in der ly) vor. Alle anderen Schüler sind in mehreren Bereichen auffällig, selbst die Höchstzahl von sieben Störungen wird von zwei Schülern erreicht. 47 von 73 Schülern in den drei Klassen weisen mehr als eine Störung auf, das entspricht einer Quote von 64 Prozent, also nahezu zwei Drittel aller Schüler. Das Ergebnis des Tests braucht an dieser Stelle nicht im Einzelnen aus- interpretiert werden, auffällig ist jedoch etwa die Häufung von »starken Auffälligkeiten« im Bereich Wahrnehmung. Hier ist in allen drei Klassen fast durchgängig eine Störung festzustellen. Die Auswirkungen auf das Unterrichtsverhal­ten der Schüler sind leicht vorstellbar, ein geordneter Unterrichtsverlauf, der vorwiegend der Wissensvermittlung dienen kann, ist nach diesem Testergebnis quasi von vornherein auszuschließen.

Übrigens kann ein Lehrer an seiner eigenen Schule ganz leicht überprüfen, ob es sich bei den gestörten Kindern um ein

Einzelphänomen oder eben doch mittlerweile um die große Masse der Schüler handelt. Dazu braucht er nur am Beginn der Stunde vor die Klasse zu treten und die Schüler aufzufordern, ein bestimmtes Buch herauszuholen. Die Reaktion der Klasse wird Bände sprechen und den vorgenannten Eindruck bestätigen. Kaum ein Kind wird dieser einfachen und klar verständlichen Aufforderung sofort Folge leisten, es wird für die meisten mindestens eine zweite oder auch eine dritte Bitte notwendig sein. Und manche Kinder werden das Buch eben gar nicht aus ihrer Tasche holen.

Die Grundlagen für diese Entwicklung sind in den Erziehungskonzepten der siebziger und achtziger Jahre zu sehen, die ausgehend von den theoretischen Gesellschaftskonzepten der 68er-Generation ihre Hauptaufgabe in einem Schleifen des Autoritätsbegriffes sahen. Erziehung im Sinne von Leiten und Führen galt als höchst verdächtig, in zu hohem Maße schien die Kriegsgeneration Erziehungskonzepte aus der faschistischen Zeit in die Nachkriegszeit hinübergerettet und diese weiter angewendet zu haben.

Es soll an dieser Stelle nicht ausführlich diskutiert werden, was an den pädagogischen Ideen der 68er segensvoll und was eher unheilsstiftend gewesen ist, für beides ließen sich lange Listen an Beispielen finden. Wichtig ist aber, sich deutlich zu machen, dass sich in den Köpfen der Erziehungsberechtigten ein Weltbild durchsetzte, das den einzelnen Menschen in seiner Individualität aus dem Bezugssystem Gesellschaft herausnahm und ihm nahezu unbegrenzte Möglichkeiten der Selbstverwirklichung zugestehen wollte. Kinder sollten nicht mehr von den Erwachsenen gesagt bekommen, was für sie gut und was schlecht sein könnte, das wurde vielfach als unzulässige Indoktrination interpretiert. Stattdessen sollten sie sich frei entwickeln, Erfahrungen sammeln, sich möglichst wenig von der Erwachsenenwelt beeinflussen lassen und auf diese Weise zu selbstbestimmten, freien Individuen heranwachsen.

Mittlerweile sind die 68er aus dem Revoluzzeralter heraus, haben ihre Kinder großgezogen und sind seit Jahrzehnten in ihren Berufen tätig, viele davon als Firmeninhaber oder Füh­rungskräfte in Unternehmen mit Aufgaben der Personalaus­wahl und Personalführung beschäftigt. Und plötzlich mer­ken sie, was die Geister, die sie riefen, angerichtet haben. (Leider auch in Institutionen – Anm. Redaktion)

Das Imperium schlägt zurück

Ich spreche heute häufig mit Inhabern etwa von Handwerksbetrieben oder auch Einzelhandelsgeschäften, die händerin­gend nach Auszubildenden suchen, mit denen sie die Fortführung ihres Betriebes für die nächsten Jahre sichern können. Indes: Die Suche gleicht der nach der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen. In Internetforen wie www.foraus.de klagen Verantwortliche für Ausbildung in unterschiedlichsten Betrieben ihr Leid im Umgang mit den Azubis, die Parallelen zu den hier im Buch vorgestellten Fallbeispielen sind so offen­sichtlich wie frappierend. Die kindlichen Fehlentwicklungen schlagen im Verhalten der Jugendlichen als Auszubildende voll durch und sind die Hauptursache für das heute beklagte Phänomen der fehlenden Ausbildungsfähigkeit der Schulabgänger.

Wie extrem dieses Problem mittlerweile geworden ist, war erst kürzlich dem Interview mit einem leitenden Mitglied eines norddeutschen IHK-Bezirkes zu entnehmen, >>>>>>

Erste Beziehungsstörung: Partnerschaftlichkeit
Kinder werden aus der untergeordneten Rolle zwangsbefreit

Folgendes Fallbeispiel zeigt eine nicht uncharakteristische Szene aus einer deutschen Familie:
Manuels Mutter hat Post vom Jugendamt bekommen. Diese liegt offen auf dem Esstisch, während Manuels Mutter sich mit einer Bekannten unterhält, die zum Kaffee zu Besuch gekommen ist. Während dieses Gesprächs der beiden Frauen betritt Manuel den Raum, spricht seine Mutter an, um ihr zu sagen, er gehe nun nach draußen. Die Anwesenheit der Bekannten ignoriert er und nimmt sich gleichzeitig das Schreiben vom Amt, um es zu lesen.

Die Mutter möchte nun gerne wissen, wo ihr Sohn hingehen will, und fragt ihn danach. Manuel jedoch überhört die Frage und kommentiert stattdessen den Inhalt des Schreibens. Als er sich schließlich anschickt, den Raum zu verlassen, ohne die Frage der Mutter nach seinem Ziel beantwortet zu haben, wiederholt diese die Frage. Erst jetzt, sichtlich genervt, reagiert er mit einer unwirschen Antwort und verlässt schließlich den Raum, ohne die Türe zu schließen. Während dieser ganzen Szene sitzt immer noch die Bekannte der Mutter im Zimmer, scheint jedoch vor allem für Manuel gar nicht existent zu sein.

Interessant ist die Reaktion der Mutter, als sie auf das Verhalten ihres Sohnes angesprochen wird. Sie habe gar nicht registriert, dass Manuel ein an sie gerichtetes Schreiben gelesen habe, ohne sie um Erlaubnis zu fragen. Der Grund ist schlicht, dass es häufig vorkommt, dass der Sohn die Post der Mutter öffnet, liest und auch noch kommentiert. Ohnehin, so die Mutter, bespräche sie oft wichtige Belange mit Manuel, empfinde ihn als »pfiffig« und habe das Gefühl, er »treffe oft den Nagel auf den Kopf«.
Selbst das abweisende und unfreundliche Verhalten beim Verlassen des Zimmers und die Reaktion auf ihre Frage nach seinem Ziel kommen der Mutter nicht ungewöhnlich vor und stimmen sie nicht ärgerlich.

Gleichzeitig allerdings macht sie sich Sorgen um seine nachlassenden schulischen Leistungen und beschwert sich, dass er sich hinsichtlich der Hausaufgaben von ihr gar nichts mehr sagen lasse.

Auf die Frage, wie sie ihr Verhältnis zu ihrem Sohn definieren würde, antwortet sie quasi programmatisch mit dem Begriff, der die erste Stufe meines Modells kennzeichnet:
Der Umgang mit Manuel sei »partnerschaftlich«.

Manuel ist der Partner seiner Mutter. In diesem kurzen Satz liegt ein ungeheures Ausmaß an Tragik. Manuels Mutter hat sich bereits ein gutes Stück weit aus ihrer Rolle als Erzieherin ihres Sohnes verabschiedet. Sie ist zwar noch erziehungsberechtigt, jedoch kaum noch erziehungsbefähigt. >>>>>

Der partnerschaftliche Umgang mit Kindern ist die erste Reaktion auf eine solche Entwicklung. Ein sehr großer Teil der partnerschaftlich agierenden Erwachsenen ist jedoch bereits auf der zweiten Stufe angelangt: Er befindet sich aus meiner kinderpsychiatrischen Sicht in der Projektion.

Es liegt in der Natur der Dinge und ist archaisch tief angelegt, dass Kinder ihre Eltern lieben. Um die Absolutheit dieser Liebe zu verdeutlichen, muss man nur die typische Verhaltensweise von Kindern sehen, die sich in einer Misshandlungssituation befinden oder befunden haben und von den Eltern getrennt werden mussten. Diese Kinder streben häufig nach kurzer Zeit zu den Eltern zurück, erklären sich ihnen gegenüber loyal, in gewisser Weise lieben sie also selbst nach den schlimmen vorangegangenen Erfahrungen immer noch ihre Eltern.

Mir geht es jedoch um etwas anderes, nämlich die Tatsache, dass Eltern, die eigentlich die Projektionsfläche für die Liebe ihrer Kinder darstellen sollten, in eine Situation geraten, in der sie das Kind zur Befriedigung ihrer eigenen Bedürfnisse benötigen. Das Gleiche gilt für Erzieher und Lehrer, die gegenüber Kindern Respektspersonen darstellen müssten und ebenfalls Tendenzen zeigen, die ihnen anvertrauten Kinder als Projektionsfläche zu nutzen, um ihre ei­genen Defizite zu kompensieren. >>>>>

Diese Erkenntnis gilt im Übrigen unabhängig vom sozialen Status: Eltern aus höheren Bildungs- und Wohlstandsschichten sind eben­so bedürftig wie solche aus bildungsferneren Kreisen.

Grundsätzlich unterscheide ich im Rahmen der Projektion zwei verschiedene Effekte beim Erwachsenen, die sich zusätzlich in unterschiedlichem Maße bei den Eltern oder beim weiteren Umfeld des Kindes zeigen und die ich in der Folge beschreibe:

1. Das Kind dient als Messlatte dafür, wie gut ich bin (gilt für Eltern).

2. Das Kind dient dazu, dass ich geliebt werden kann (gilt sowohl für Eltern als auch in hohem Maße für die Außenwelt, also Großeltern, Erzieher, Lehrer, Mitarbeiter in Heimen und Jugendämtern).

Das Kind als Messlatte

Was es bedeutet, wenn etwa Eltern ihre Kinder als Projektionsfläche verstehen, lässt sich an einem einfachen Beispiel zeigen. Das Verhalten der Kinder im Sozial- und Leistungsbereich unterliegt klassisch der Steuerung der Eltern. Normalerweise ist es so, dass ein Fehlverhalten der Kinder in diesem Bereich Sanktionen der Eltern nach sich zieht und dass richtiges Verhalten als nicht ausreichend einge­übt betrachtet wird, folglich ein weiteres Training notwendig ist. >>>>>

Das Kind ist dafür da, dass ich geliebt werden kann

Der Säugling lebt zu Beginn seines irdischen Daseins im Pa­radies. Es gibt Vollverpflegung und Wunschbefriedigung auf Knopfdruck, der Ansatz eines Schreis genügt, um die Eltern in Bewegung zu setzen. Die Entwicklung aus diesem Paradies in Richtung auf eine größere Selbstständigkeit und auf die Fähigkeit des Kindes, Phasen aushalten zu können, in denen Wünsche nicht subito befriedigt werden, erfolgt nicht automatisch, sondern unterliegt der Steuerung durch die Eltern und weitere mit dem Kind befasste Erwachsene.

Eltern jedoch, die der Projektion unterliegen, geben diese Steuerungsfunktion weitgehend auf, weil sie die normale Gegenreaktion ihres Kindes als Liebesentzug deuten, den sie auf Grund ihrer eigenen Bedürftigkeit nicht ertragen können. >>>>>

Dritte Beziehungsstörung:
Symbiose

Wenn Eltern ihre Psyche mit der ihres Kindes verschmelzen

Der Anteil der Erwachsenen, die mit ihnen anvertrauten Kindern eine Beziehungsstörung in Form einer Projektion leben, ist nach meinen Beobachtungen in den letzten Jahren extrem gestiegen. Beginnend etwa Ende des letzten Jahrhunderts, handelt es sich heute um die dominierende Beziehungsstörung sowohl auf der Eltern-Kind-Ebene als auch beim pädagogischen Personal. Seit etwa fünf Jahren erlebe ich, ausgehend von den vielen Projektionsverhältnissen, eine weitere Verschärfung der Lage.

Konnten wir früher die Entwicklung des Kindes von der Geburt bis ins Kindesalter problemlos entlang der psychi­schen Entwicklung beschreiben, so ist dies heute unmöglich geworden. Der Grund dafür liegt in einer immer früheren Entwicklungsfixierung des Kindes in sehr frühen psychischen Entwicklungsstadien. Die Kinder, die in rein partnerschaftlich orientierten Verhältnissen groß geworden sind, haben zwar bereits nicht mehr das Glück, intuitiv von Eltern, Erziehern und Lehrern durch die Kindheit geleitet worden zu sein, besitzen jedoch im Vergleich immer noch erheblich mehr psychische Substanz als diejenigen, bei denen bereits lupenreine Projektionsverhältnisse vorherrschend waren.

Exkurs: Ein Blick in die Zukunft —
Das Beispiel der japanischen Hikikomoris

Mir geht es um die Kinder und Jugendlichen in Deutschland, um eine Antwort auf die Probleme, mit denen ich jeden Tag in steigendem Maße konfrontiert werde. Doch macht bisweilen ein Blick über den Tellerrand Sinn, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was die hier beschriebenen Entwicklungen in der Konsequenz auslösen können. Wenn dieser Blick über den Tellerrand nach Japan geht, eröffnet sich eine düstere Perspektive, die ich zwar keinesfalls als Menetekel an die deutsche Wand werfen möchte, die jedoch geeignet ist, das Bewusstsein für die Missstände im eigenen Land zu schärfen.

Japan hat seit geraumer Zeit mit dem Problem der so genannten Hikikomoris zu kämpfen. Hikikomoris sind Jugendliche und auch junge Erwachsene, die gar nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, sondern völlig abgeschottet von ihrer Umwelt in einer eigenen Welt leben. Meist beschränkt sich diese eigene Welt räumlich gesehen auf das Zimmer des Hikikomoris, im übertragenen Sinne hat diese Welt mehr oder weniger im virtuellen Raum ihren Platz, denn die meisten Hikikomoris verbringen unendlich viel Zeit vor dem Computer, sei es im Internet oder mit den verschiedensten Computerspielen. Auch der Fernseher gehört zu ihrem natürlichen Freundeskreis.

»Hikikomori« bedeutet im Deutschen so viel wie »sich einschließen«, ein echtes Synonym in unserer Sprache gibt es bisher nicht. Selbst der herkömmliche »Misanthrop« bzw. »Menschenfeind« ist wohl nur eine freundliche Umschreibung, hält man sich die zerstörerische Tendenz dieses modernen Phänomens vor Augen. >>>>>

Wo wir hinkommen müssen:
Die Beziehungsfähigkeit wieder herstellen -
Kinder wieder als Kinder sehen

Wenn wir die Entwicklung, die ich mit meiner Analyse aufzeige, so weiterlaufen lassen, geraten wir in die Gefahr, eine ganze Generation schlicht und ergreifend zu verlieren. Kinder, die von klein auf wie Erwachsene behandelt und gesehen werden, haben keine Chance, sich kindgerecht zu entwickeln und als Erwachsene wiederum einer neuen Generation gegenüber eine nicht nur erziehungsberechtigte, sondern auch erziehungsbefähigte Elternschaft zu sein.

Die Tendenz in der Erwachsenenwelt ist fatal. Auf Grund des besonders in den letzten etwa zwanzig Jahren zu verzeichnenden extremen Wohlstands besteht aus tiefenpsychologischer Sicht die Gefahr einer stetigen Regression des Einzelnen. Die wahre, ursprüngliche Fremdbestimmung des Menschen durch Hunger, Durst, Kälte oder Krieg ist nicht mehr zu spüren und in der westlichen Gesellschaft weithin unvorstellbar geworden. Ein entsprechender Existenzkampf, der uns auf die Grundlagen unseres Daseins zurückwerfen würde, scheint auf lange Sicht nicht mehr erforderlich zu sein.
Der moderne Mensch ist in Gefahr, immer egozentrischer und narzisstischer zu werden, sich selbst nur noch im Hinblick auf seine Eigenbedürftigkeit zu sehen. Er verliert damit in letzter Konsequenz seine Eigenschaft als soziales Wesen, ist kein »zoon politikon« mehr, dem Aristoteles zufolge der Drang nach Gemeinschaft im positiven Sinne ganz natürlich innewohnt. >>>>

Tyrannen müssen nicht sein
Buchübersicht / Sachbücher 3 /- Eltern - Kinder - Schule - Erziehung / Beziehung

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