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Arma Belen, Fotokunst, INFEKTION
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48 cm X H 150 cm
Auflage 1/07 C-P Alu-Dibond, handsigniert - EUR 1.200,--

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Arma Belen, Fotokunst, Infektion - Joschka Fischer, Juergen Trittin, Karl Marx
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Karl Marx, Juergen Trittin, Joschka Fischer

Die Behauptung des Vize-Fraktionschefs der Grünen, Hans Christian Ströbele, wonach »die Mitglieder der RAF Menschen mit sehr starkem humanistischem Engagement« waren, erscheint mir schlichtweg pervers.

Als im Monat nach Meinhofs Selbstmord ein Airbus der Air France nach Entebbe entführt wird, gehören zum Terrorkommando zwei Deutsche, Wilfried Böse und Brigitte Kuhlmann. Kuhlmanns palästinensischer Kampfname lautet »Halimeh«. Man fordert die Freilassung palästinensischer Gefangener und nebenbei auch mehrerer Häftlinge der RAF und Bewegung 2. Juni.
Als jüdische Passagiere von den anderen Reisenden separiert werden, um als Geiseln erschossen zu werden, stürmt israelisches Militär die Maschine. Alle 120 Terroristen werden getötet, darunter auch »Halimeh«. Seltsamerweise kommen die deutschen Flugzeugentführer in Joschka Fischers Buch VON GRÜNER KRAFT UND HERRLICHKEIT vor, wo er sie noch 1984 als »Genossen aus der Frankfurter Szene« bezeichnet. Verstand er sich damit auch als ihr Genosse?
Bei einem Spiegel Gespräch 2001 tat er es nicht mehr. Da nannte er sie »deutsche Terroristen«, ihre Tat »einfach nur entsetzlich!«

Im Jahr darauf kam es zur Tragödie des »Deutschen Herbstes«. Eigentlich begann sie bereits im Frühjahr. Am 7. April 1977 wurde der Mann erschossen, der sich von staatlicher Seite mit den RAF-Morden zu beschäftigen hatte, Siegfried Buback. Auf Motor-rädern lauern zwei Terroristen dem ungepanzerten Mercedes des Generalbundesanwalts auf. An einer Ampel eröffnen sie das Feuer auf Buback, seinen Fahrer und den Polizisten auf dem Rücksitz. Alle drei sterben, von fünfzehn Schüssen aus einem automatischen Gewehr Heckler & Koch 43 getroffen. Ein »Bekennerschreiben« trifft ein. Die Mörder nennen sich »Kommando Ulrike Meinhof«. Ihre schreckliche Tat wird als »Hinrichtung« bezeichnet, die den Mann getroffen habe, der »für die Ermordung von Ulrike Meinhof, Siegfried Hausner und Holger Meins direkt verantwortlich« sei. Aber das stimmte ja nicht. Im Jahr darauf kam es zur Tragödie des »Deutschen Herbstes«. Eigentlich begann sie bereits im Frühjahr. Am 7. April 1977 wurde der Mann erschossen, der sich von staatlicher Seite mit den RAF-Morden zu beschäftigen hatte, Siegfried Buback. Auf Motor-rädern lauern zwei Terroristen dem ungepanzerten Mercedes des Generalbundesanwalts auf. An einer Ampel eröffnen sie das Feuer auf Buback, seinen Fahrer und den Polizisten auf dem Rücksitz. Alle drei sterben, von fünfzehn Schüssen aus einem automatischen Gewehr Heckler & Koch 43 getroffen. Ein

»Bekennerschreiben« trifft ein. Die Mörder nennen sich »Kommando Ulrike Meinhof«. Ihre schreckliche Tat wird als »Hinrichtung« bezeichnet, die den Mann getroffen habe, der »für die Ermordung von Ulrike Meinhof, Siegfried Hausner und Holger Meins direkt verantwortlich« sei. Aber das stimmte ja nicht.

Wussten auch in diesem Fall die an dem Dreifachmord Beteiligten nicht, dass alle Genannten ihren Tod selbst herbeigeführt hatten? Später ergab sich, dass Christian Klar, Knut Folkerts und Brigitte Mohnhaupt für den Anschlag verantwortlich waren. Es ergab sich außerdem, dass Mohnhaupt vor ihrer regulären Haftent-lassung von einer Liberalisierung der Gefängnisregeln profitiert hatte: Um den Verdacht der »Isolationsfolter« auszuräumen, ließ die Justiz die Gefangenen seit Juni 1976 täglich vier Stunden zusammenkommen. So wurde Brigitte Mohnhaupt, wie Klaus Pflieger berichtet, von den »Rädelsführern der RAF, nämlich Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe ... systematisch auf ihre Aufgaben« draußen vorbereitet. Der Mord an Buback war offenbar eine dieser Aufgaben. Er hatte ein makabres Nachspiel, das in die Geschichte unseres Landes einging, ja bis in die Gegenwart nachwirkt. Zum ersten Mal bekannten sich Studenten und im Anschluss auch Universitätsprofessoren indirekt dazu, Sympathisanten zu sein. Das heißt, sie bekannten sich dazu, es nicht offen sein zu wollen. Ein Autor namens »Mescalero« bekundete am 25. April 1977 in einem Nachruf auf den Generalbundesanwalt seine
»klammheimliche Freude« über dessen Ermordung.

Als Reaktion auf die Empörung über diesen »Mescalero«Artikel taten achtundvierzig Universitätsprofessoren aus Berlin, Bremen, Hannover, Oldenburg, Braunschweig und Hamburg offen kund, dass sie gegen des Studenten klammheimliche Freude nichts einzuwenden hatten.
(Anm. Red.: PISA aufgrund der Lehrkräfte? Der Verfall Deutschlands > die Entropie, )
Sie veröffentlichten ein zweites Mal den Text, den ursprünglich der Asta der Göttinger Universität herausgegeben hatte, und meinten hinzufügen zu müssen, dass aufgrund der »Gewaltverhältnisse« in Deutschland »jeder Ansatz sozialistischer Kritik und Praxis erstickt werden soll«. Deshalb »können sich faschistoide Tendenzen ungehindert breitmachen«. (Anm.: z. .Zt. von Bundeskanzler Helmut Schmidt -SPD) Es fehlte nur noch, dass die Ordinarien ankündigten, nun selbst zur Waffe zu greifen.
Die Zeit (Anm.: Wochenzeitung mit viel Werbung), angesteckt von den grausamen Späßen des »Mescalero«, überschrieb ihren wohlwollenden Artikel mit »Fröhliche Gewalt«.

Ich habe den »Mescalero«-Text gelesen, der den Deutschen half, den Dreifachmord schnell zu vergessen. Scheinbar wirbt er dafür, den bewaffneten Kampf aufzugeben, denn »Lächerlichkeit kann auch töten«. Zugleich empfiehlt er aber, »eine Militanz zu entfalten, die den Segen der beteiligten Massen« hat. Der Tonfall entspricht der eisigen Arroganz, wie man sie bei ideologischen Fanatikern findet.

»Meine unmittelbare Reaktion«, so beginnt der akademische Anonymus, »meine >Betroffenheit< nach dem Abschuss von Buback ... « Ich stocke. Habe ich recht gelesen: »Abschuss«? Wie der Abschuss eines Hasen?

Eigentlich genügt dieses Wort schon, um den Verfasser als üblen Zyniker zu entlarven. Sein Triumph über die Mordtat drückt sich in einer ungehemmten Redefreudigkeit aus: »Ich konnte und wollte (und will) eine klammheimliche Freude nicht verbergen.« Wie paradox.

Wenn man sie nicht verbergen konnte, wollte und will, dann verbirgt man sie ja auch nicht. Dann ist es gar nicht klammheimlich, sondern offen, dass man sich über den Mord an drei Menschen freut. Über das Leid ihrer Familien, das Entsetzen eines Landes, dessen Grundgesetz auch durch diesen Generalbundesanwalt verteidigt wurde. Als Schlusspointe erfährt der Leser, dass der Ermordete eine »Killervisage« gehabt habe. »Ein bisschen klobig, wie? « kokettiert der Autor. »Aber ehrlich gemeint. «

Zwei Reaktionen von Persönlichkeiten sind überliefert, die damals dem zynischen Possenreißer geistig nahegestanden haben mochten und heute Ministerämter bekleiden. Jürgen Trittin, Student in Göttingen und Fachschaftsvertreter, lobte den Artikel noch in den neunziger Jahren als »radikal pazifistischen Ansatz«. Über den »Abschuss«, die »Militanz« der Massen und die »Killervisage« hatte er wohl hinweggelesen. Als Michael Buback, der Sohn des Ermordeten, den heutigen Umweltminister (Jürgen Trittin) fragte, ob er sich vom »Mescalero«-Nachruf auf seinen Vater distanziere, antwortete der: »Warum sollte ich?«

Auch der heutige Bundesaußenminister (Joscka Fischer) hat damals auf den Mord an Buback reagiert und dabei die folgenden RAF-Attentate in sein Resümee eingeschlossen. Mir erscheint sein Kommentar fast noch zynischer als der des »Mescalero«. . . .
Im Frankfurter Anarcho-Magazin Pflasterstrand, das Fischers Freund Daniel Cohn-Bendit herausgab, heute Spitzenkandidat der Grünen für das Europäische Parlament, schrieb Joschka Fischer 1978 über die ermordeten Siegfried Buback, Jürgen Ponto und Hanns-Martin Schleyer, deren barbarische »Hinrichtungen« ganz Deutschland mit Entsetzen erfüllt hatten.
»Bei den drei hohen Herren«, so der dreißigjährige Fischer, »mag in mir keine rechte Trauer aufkommen, das sag ich ganz für mich.« Also klammheimlich, und eben doch in aller Öffentlichkeit. . . .

Joschka Fischers böser Satz war im Jahr 2001 Thema einer Aktuellen Stunde des Bundestags, in der es um die Vergangenheit des Bundesaußenministers ging. Natürlich blieb die parlamentarische Aussprache ohne Konsequenzen für ihn, zumal er von seinen Parteifreunden vehement verteidigt wurde. Der Bundesrepublik, so stellten es die Grünen im Rückblick dar, sei durch die Militanz (Anm.: MORD) der Linken ein Dienst erwiesen worden. . . .

Helmut Schmidts Deutschland, so Claudia Roth, war damals durch »systematische Entrechtung, Berufsverbote, viel Hysterie« geprägt. Antje Vollmer ging noch weiter, indem sie der Opposition entgegenhielt: »Sie sollten froh sein, dass es uns gegeben hat. Die Republik sähe nämlich anders aus, wenn dieses Kapitel deutscher Geschichte ausgefallen wäre.« (Anm.: Nicht so chaotisch.)

Auszug: Die Kraft des Neubeginns, von Hans-Olaf Henkel

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