Friedrich Schiller



Hörspiel-Empfehlung
6 Dramen

10 CD's, 571 Minuten
Aufbau - Verlag, D>A<V
€ 49,--

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RG. + Porto € 3,00
Gesellschaftsmagazin
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Sprecher:

Ewald Balser
Hansjörg Felmy
Hans Finohr
Martin Held
Christiana Hörbiger
Maximilian Larsen
Peter Mosbacher
Wolfgang Stendar
Will Quadflieg
Gert Westphal
u. v. a.

DIE VERSCHWÖRUNG DES FIESCO ZU GENUA (Oper - Simon Boccanegra, Guiseppe Verdi)
Ein republikanisches Trauerspiel

„Den Tyrannen wird Fiesco stürzen, das ist gewiß! Fiesco wird Genuas gefährlichster Tyrann werden, das ist gewisser!“
Der sechzigjährige Verrina durchschaut schnell das doppelte Spiel des jungen Fürsten Fiesco. Vorge-bend, er führe die republikanische Verschwörung an, um den greisen Dogen Andreas Doria und dessen Neffen Gianettino Doria zu stürzen, verfolgt er im Verborgenen eigene Zwecke: die Herrschaft über Genua als Herzog.

In Schillers Jugenddrama gerät der junge Abenteurer Fiesco zwischen die Fronten der aristokratischen Gesellschaft und der bürgerlichen Opposition. Die Inszenierung setzt den Akzent auf den politischen Kern des Theaterstücks und konzentriert sich ganz auf die Reden der männlichen Protagonisten.

DON CARLOS
Ein dramatisches Gedicht

„Ein Federzug von dieser Hand, und neu erschaffen wird die Erde. Geben Sie Gedankenfreiheit“
Marquis von Posa sucht mit diesen Worten den spanischen König Philipp II. zu überzeugen, Flandern von seiner Gewaltherrschaft zu befreien. Als dies mit Worten allein nicht gelingt, scheut er nicht davor zurück, die Schwächen seines Jugendfreundes, des spanischen Infanten Don Carlos, für seine Ziele zu nutzen. Als Posas Plan jedoch scheitert, bezahlen beide mit ihrem Leben.

WILHELM TELL
Ein Schauspiel

„Durch diese hohle Gasse muß er kommen“
Wilhelm Tells Ausspruch gehört fest zum deutschen Schatz der geflügelten Worte.

Die Idylle der Schweizer ist zerstört durch die Habsburger Gewalt-herrschaft, in Schwyz und Uri vertreten durch den grausamen Reichsvogt Geßler. Er ist es, der den Meisterschützen Wilhelm Tell zwingt, auf achtzig Schritt einen Apfel vom Kopf seines Sohnes zu schießen. Tells späteres Attentat auf den erbitterten Gegner wird als Notwehr gutgeheißen und löst schließlich den im Rütlischwur beschlossenen Freiheitskampf der Schweizer aus.

In seinem letzten und populärsten Drama gelingt Schiller erstmals ein Gesellschaftsentwurf, in dem sich die Interessen des Einzelnen und der Gemein-schaft nicht bekämpfen, sondern gegenseitig ergän-zen. „Freiheit, Freiheit, Freiheit!“ – mit diesem erlösenden Ruf des Volkes endet diese aufwendig inszenierte Aufnahme aus dem Deutschen Rund-funkarchiv.

KABALE UND LIEBE
Ein bürgerliches Trauerspiel

„Verbrechen wohin ich mich neige“
Was immer Luise unternimmt oder unterläßt, um ihre Unschuld zu bewahren, es verkehrt sich ins Gegenteil. Ihre Liebe zu Ferdinand von Walter erscheint der bürgerlichen als Frevel gegen die Stan-desgesetze. Der Major hingegen ist fasziniert von seiner revoluti-onären Leidenschaft und mißdeutet Luises stille Verzweiflung als Mangel an Liebe. Eine höfische Intrige besiegelt ihr tragisches Schicksal und führt zum gemeinsamen Freitod.

MARIA STUART
Ein Trauerspiel

„Das Ärgste weiß die Welt von mir, und ich kann sagen, ich bin besser als mein Ruf“
Die schottische Königin Maria Stuart, unschuldig in englischer Haft, weiß im Innersten, daß sie sich dennoch in einem anderen, den übrigen unbekannten Sinn schuldig gemacht hat. Auch ihre Rivalin Elisabeth I. von England kennt diese gemischten Gefühle: Ihr Handeln wird von Neid und Eifersucht gegenüber der schönen Nebenbuhlerin bestimmt, und doch kann sie ihr Todesurteil über Maria auf politische Zwänge zurückführen.

Schon die zeitgenössischen Schriftsteller rühmten einhellig die dramaturgische Perfektion, mit der Schiller die Tragödie einrichtete. Die berühmte Begegnungsszene der beiden Königinnen, unvergleichlich spannend dargeboten, liefert auf dem Höhepunkt der Handlung eines der aufregendsten Rededuelle der Weltliteratur.

„Ich fange endlich an, mich des dramatischen Organs zu bemächtigen und mein Handwerk zu verstehen“
Friedrich Schiller

DEMETRIUS
Ein dramatisches Fragment

„Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen, der Staat muß untergehen, früh oder spät, wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet“
Mit diesen Worten stellt sich Fürst Sapieha als Einziger gegen Demetrius. Zuvor hat der junge Mann in dem festen Glauben, der totgesagte Sohn und legitime Thronfolger des russischen Zaren zu sein, das polnische Reichsparlament überzeugt, mit ihm gegen Moskau zu ziehen. Nach einem grausamen Feldzug stellt sich die Frage nach seiner Legitimität erneut.

Mit der Arbeit am „Demetrius“, die ihn bis wenige Tage vor seinem Tod beschäftigt, dokumentiert Schiller sein persönliches Entsetzen über die barbarischen Folgen der Französischen Revolution. In dieser Inszenierung wurden Schillers Skizzen und Entwürfe zu einem eindrucksvollen Ganzen zusammengefügt.

Große Geister - Schiller 1

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