Kultur Fibel Magazin
 


Die Europäische
Herausforderung
Vom Ende der Vorherrschaft
Amerikas - USA

Sachbuch
Rowohlt - Verlag
320 S. HC/ € (D) 19,90
im Buchhandel

Weitere
Buchempfehlungen

HOME
HOME
Der Krieg im Irak hat deutlich gemacht, dass die USA jederzeit nach Gutdünken handeln werden, und ihre Interessen wahrnehmen. Zur Not auch gegen die Weltmeinung. Doch damit verspielt Amerika (USA) sein kostbarstes Gut - die internationale Legitimität.

Auszüge

Die europäische Herausforderung
Vom Ende der Vorherrschaft Amerikas (USA)

Amerikas erfolgreicher Krieg zum Sturz Saddam Husseins scheint ein neues amerikanisches Jahrhundert anzukündigen. Die USA demonstrierten die unglaubliche Schlagkraft einer Militärmaschinerie, die ihresgleichen sucht. Sie haben ebenso deutlich gemacht, dass sie jederzeit nach Gutdünken handeln werden - schließlich begann der Krieg gegen den Irak ohne Zustimmung des UN-Sicherheitsrates.
Die Botschaft ist klar: Länder, die Amerika kritisch gegenüberstehen, wie Frankreich, Deutschland und Russland, sollten es sich gut überlegen, die einzige Weltmacht ein weiteres Mal zu brüskieren. Auch Schurkenstaaten sollten lieber einlenken - oder sich auf das Schlimmste gefasst machen. Amerika unter George W. Bush tritt auf wie das neue Rom.
Man kann die langfristigen Folgen des Irak Krieges aber auch anders betrachten; die Zukunft der amerikanischen Vorherrschaft erscheint dann in einem völlig neuen Licht. Keineswegs hat Washington ein neues amerikanisches Jahrhundert begründet, sondern im Gegenteil einen Kurs eingeschlagen, der das Ende des amerikanischen Zeitalters heraufbeschwört. Amerikas Militärmacht ist sicher konkurrenzlos und seine Entschlossenheit nicht zu erschüttern. Doch indem sie gegen die Weltmeinung handelten, haben die USA möglicherweise ihr kostbarstes Gut verspielt - ihre internationale Legitimität. In den Augen der Welt ist Amerikas gütige Hegemonie nicht mehr gar so gütig. Als Konsequenz sind andere Nationen eher geneigt, Amerikas Macht zu verachten, als sie zu respektieren und seiner Führung zu widerstehen, statt ihr zu folgen.
Das zweite Szenario trifft eher zu. Das diplomatische Zerwürfnis über die Frage des Irak-Krieges war das Symptom und keineswegs die Ursache der größeren Kluft, die Amerika von einem Großteil Europas trennt - gar einem Großteil der Welt. Der amerikanische Unilateralismus, der durch das Gefühl der Verwundbarkeit und die Wut nach dem 11. September gestärkt worden war, hat nun das Gefüge der Weltgemeinschaft zerstört. Schon lange vor der UN-Debatte über den Irak waren sich viele Mitglieder des Sicherheitsrates einig, dass man ein sich sträubendes Amerika zügeln müsse. Die US-Macht einzudämmen war einer der Hauptgründe für Frankreich, Deutschland und Russland, den Krieg zu verhindern, obwohl sie wussten, dass dies das atlantische Bündnis gefährden würde. Sogar die kleineren Mitglieder des Sicherheitsrates - unter ihnen Mexiko, Chile, Guinea und Kamerun - waren bereit, Amerika zu widersprechen. Bisher führten alle Wege nach Washington. Jetzt gibt es einen neuen Weg, der vor allem durch Europa führt.
Die Hauptursache für die wachsende Entfremdung zwischen Amerika und seinen traditionellen Verbündeten ist Washingtons Auffassung von seiner eigenen globalen Führungsrolle. Tatsächlich haben die drei Leitlinien der Außenpolitik unter George W Bush Amerika auf Kollisionskurs mit Europa gebracht. Erstens ging Washington davon aus, der Rest der Welt würde um so bereitwilliger mitziehen, je mächtiger und kompromissloser Amerika sich präsentiere. Aber genau das Gegenteil trat ein. Bushs Großtuerei mag zu Hause als Entschlossenheit erscheinen. In Europa und dem Rest der Welt hält man sie für Arroganz. Statt Ehrfurcht zu verbreiten, hat Amerikas Strategie der Prävention und Überlegenheit bei den Europäern nur Ablehnung und Widerstand provoziert.
Zum zweiten glaubt die Bush-Administration, ein so mächtiges Land wie die USA habe internationale Institutionen nicht nötig, um Weltpolitik zu gestalten. Institutionen seien die Werkzeuge der Machtlosen und nur dazu da, Amerikas Spielraum einzuengen. Bush hat recht: Institutionen halten Amerika in Schach, aber gerade deshalb sind sie unverzichtbar für die internationale Stabilität. Indem sie Washington verpflichten, Regeln zu beachten, sorgen sie für Gleichberechtigung und stärken das Vertrauen in die Absichten und die Berechenbarkeit der US-Macht. Verlässt Washington jedoch die internationalen Institutionen, dann ziehen Europa und der Rest der Welt die Köpfe ein.
Die dritte Leitlinie, die Amerikas internationale Bündnisse gefährdet, ist Bushs grobe Überschätzung der Autonomie, die militärische Macht tatsächlich mit sich bringt. Seine Regierung hat die Alliierten deswegen gering geschätzt, weil sie glaubt, sie nicht zu brauchen. Aber Washington sollte auf der Hut sein. Der Krieg gegen den Terrorismus erfordert internationale Zusammenarbeit. Afghanistan wird von einer breiten multinationalen Koalition zusammengehalten. Obwohl Frankreich, Deutschland und Russland den Krieg gegen den Irak nicht verhindern konnten, haben sie den USA letztlich die Legitimierung durch die UN verweigert, was den Krieg zu einem besonders riskanten Unternehmen werden ließ. Die Türkei verweigerte den US-Bodentruppen den Zutritt zu ihrem Territorium, sodass Amerika keine Nordfront eröffnen konnte.
Trotz dieser Hindernisse hat Amerikas militärische Übermacht den Koalitionstruppen einen schnellen Sieg verschafft. Doch nach dem Konflikt ist die diplomatische Welt tief gespalten - keineswegs betrachtet es der Rest der Welt als seine Pflicht, den Amerikanern zu folgen. Besonders Europa hat seine Unzufriedenheit mit dem plumpen Vorgehen Amerikas bekundet. In der Tat: Das transatlantische Bündnis gehört zu den Hauptopfern des Krieges. Die USA und ihre wichtigen Verbündeten auf dem Kontinent sind sich über die grundlegenden Fragen von Krieg und Frieden uneins geworden. Jetzt, wo die amerikanische und die europäische Sicherheit nicht mehr unteilbar sind, ist der Geist des atlantischen Bündnisses zerstört, selbst wenn es dem Namen nach überleben sollte.
Gewiss war der Irak-Krieg innerhalb Europas ebenso umstritten wie zwischen Amerika und einem Großteil Europas. Der Streit in Europa hatte vor allem seine Ursachen in unterschiedlichen Vorstellungen über die Zukunft des Kontinents. Ein Lager unter Führung von Frankreich und Deutschland lehnte den Krieg entschieden ab und sah sich als Bollwerk gegen die US-Hegemonie. Imanderen Lager befanden sich die kleineren Staaten, die Amerika unterstützten, weil sie es als Gegenpol

zu Europas Großmächten betrachteten und als Schutzmacht in der Region. Es gab also keine geschlossene Front gegen Amerika.
Doch die Kluft im Atlantik wird länger Bestand haben und schwieriger zu überbrücken sein als die innerhalb Europas. Über die Irak-Politik waren sich die Europäer viel stärker einig, als es den Anschein hatte; ..... >>>

Die Grenzen des amerikanischen Internationalismus:
Ein Rückblick

Nicht nur der Aufstieg Europas bedroht Amerikas unipolare Stellung, auch Amerikas eigene Politik und sein schwindendes Interesse, die Last zu tragen, die mit der globalen Hegemonie einhergeht. Die Annahme, der US-Internationalismus werde zukünftig schwinden und zugleich eine stärker unilaterale Ausrichtung erhalten, entspricht nicht der herrschenden Meinung - genau wie die These, Europa werde die Vereinigten Staaten herausfordern. Die meisten Beobachter glauben, dass Amerika nicht von der Weltbühne abtreten wird; Amerikas Elite und die öffentliche Meinung würden vielmehr ein multilaterales Engagement unterstützen. Nach dem 11. September waren viele überzeugt, Amerika habe seine globalen Interessen auf Dauer wieder entdeckt und wolle jetzt die Führungsrolle behalten.'
Das vorliegende Buch soll zeigen, dass der US-Internationalismus im Gegenteil auf dem Rückzug ist, weil Amerika keinen Hauptfeind mehr hat. Europa wird die amerikanische Dominanz attackieren, aber Europa wird nicht zum Feind, der Amerika zu mehr globalem Engagement provoziert. Der Terrorismus bleibt für Amerikaner eine Bedrohung im In- und Ausland. Doch selbst wenn die Amerikaner vereinzelt Schläge gegen Terroristen und ihre Sympathisanten unternehmen, werden sie den Schutz der Heimat verstärken und ihre internationalen Verpflichtungen verringern, um vor Bedrohungen sicher zu sein. Eine schwache Volkswirtschaft und der demographische Wandel in den Vereinigten Staaten werden die Begeisterung für den expansiven, multilateralen Internationalismus der letzten fünf Jahrzehnte dämpfen. Selbst wenn Amerika sein materielles Übergewicht langfristig behalten sollte, wird ein neuer Isolationismus und wachsender Unilateralismus die Welt verändern.

Ein Blick auf Amerikas Geschichte soll dies belegen. Seit Gründung der Vereinigten Staaten bis zu ihrem Eintritt in den Zweiten Weltkrieg 1941 haben die USA - mit kurzen Unterbrechungen - alles getan, um internationale Verwicklungen außerhalb der eigenen Hemisphäre zu vermeiden. Das globale Engagement der letzten fünfzig Jahre bedeutet eine dramatische Kurswende. Sie lässt sich durch die ernste Bedrohung von Amerikas Sicherheit erklären - durch Japan, Deutschland und die Sowjetunion. Die Gefahr von außen hat viele politische und ideologische Einwände in Schach gehalten, die zuvor jahrzehntelang Amerikas auswärtige Ambitionen gedämpft und das Desinteresse an internationaler Zusammenarbeit verstärkt hatten. Die Idee gemeinsamer Interessen förderte nun den aktiven Internationalismus, den liberalen Multilateralismus und die Bereitschaft zur Kooperation in internationalen Organisationen. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Ende des innenpolitischen Konsenses im Kalten Krieg ist die weitere Unterstützung des liberalen Internationalismus nicht mehr gesichert: Wer Amerikas globales Engagement verstehen will, muss die Vergangenheit und die innenpolitischen Kräfte erkennen, die erneut auf die Große Strategie einwirken.
Seit Gründung der Union wurden Debatten über den US-Internationalismus und die Große Strategie von drei Themen beherrscht: Soll die Regierung einen realistischen oder idealistischen Kurs einschlagen? Wie können die Regionen mit ihren konkurrierenden Kulturen und Interessen in die Große Strategie eingebunden werden? Und wie kann der Einfluss der Parteien auf die Außenpolitik begrenzt werden? Die Diskussion um diese Fragen brachte eine besondere Art von Internationalismus hervor, die bis heute vorherrscht.
Der Konflikt zwischen Realismus und Idealismus bei der Definition der Großen Strategie reflektiert die konkurrierenden ideologischen Standpunkte während der Gründungsphase der USA. Beim Kampf um die Unabhängigkeit von Großbritannien war rohe Gewalt erforderlich. Nur dies konnte die Sicherheit des jungen Landes garantieren und ihm die Möglichkeit verschaffen, sich nach Westen auszudehnen. Zugleich kamen viele Einwanderer aus idealistischen Motiven nach Amerika. Ihre soziale und moralische Gesinnung übertrug sich auf die Außenpolitik. Die Idealisten bestanden auf moralischen Prinzipien als Grundlage der Machtausübung - die Staatskunst sollte vom Streben nach demokratischen Idealen durchdrungen sein. So beeinflusst noch heute die Spannung zwischen Realisten und Idealisten die Debatte über die Große Strategie.
Unterschiedliche Wirtschaftsinteressen und kulturelle Eigenheiten der amerikanischen Regionen haben seit Geburt der Union die Große Strategie beeinflusst. Die Nordstaaten wurden von den religiösen Gruppen geprägt, die dort siedelten. Sie forderten eine Außenpolitik, die mehr durch Recht und Vernunft als durch Macht definiert wurde. Der Idealismus des Nordens begünstigte einen liberalen Isolationismus, der die Verwicklung in Großmachtkonflikte und Amerikas Expansion nach Westen ablehnte. Der ländliche und merkantile Süden hingegen bevorzugte eine Realpolitik. Südstaatler hatten weniger Skrupel beim Gebrauch von Gewalt als Nordstaatler. Es ging ihnen vor allem um freien Handel. Zugleich setzte sich ein populistischer Individualismus im Süden durch; er förderte einen libertären Isolationismus und lehnte eine ehrgeizige Außenpolitik einer starken Zentralregierung ab.
Diese Vorstellungen blieben noch folgenlos, weil sich die Vereinigten Staaten in einer selbst auferlegten Isolation befanden. Doch sie legten das ideologische Fundament für Amerikas außenpolitische unilaterale Neigungen. Da die Amerikaner ihren eigenen Institutionen misstrauten, waren sie später gegenüber internationalen Institutionen besonders kritisch. Populismus mischte sich mit Idealismus und nährte eine Ideologie des amerikanischen Sonderweges.

Charles Kupchan

1958 geboren, ist Professor für internationale Politik an der Georgetown University und Mitglied des Council on Foreign Relation. Während der ersten Amtszeit der Regierung Clinton war er Direktor des Europa-Ressorts im nationalen Sicherheitsrat der USA. Zahlreiche Publikationen zu außenpolitischen Themen, u. a.:
"The Vulnerability of Empire" (1994)
"The Persian Gulf and the West" (1987).

Der Glaube an die Auserwähltheit der Vereinigten Staaten schürte den Unilateralismus um so mehr und ermutigte das Land, bei der Definition des internationalen Systems eigene Wege zu gehen. Hieraus entstand Amerikas paradoxe Neigung zu isolationistischen und unilateralistischen Extrempositionen.
Bei der Ausdehnung nach Westen setzten sich charakteristische regionale Interessen und Kulturen im Mittelwesten, in den Rockies und im pazifischen Westen durch. Amerika wurde politisch und geographisch immer vielschichtiger. Die Interessen der amerikanischen Regionen haben sich seitdem dramatisch verändert. Doch regionale Interessen spielen in der US-Außenpolitik weiterhin eine wichtige Rolle. Ein liberaler und libertärer Isolationismus und ein hartnäckiger Unilateralismus gehören auch heute zu Amerikas politischer Kultur, obwohl sie mehr und mehr dem Wandel politischer und wirtschaftlicher Interessen der Regionen unterworfen sind.
Auch Parteiinteressen haben die Ausrichtung der Großen Strategie stark beeinflusst. Die Checks and Balances, die von den Gründungsvätern gefordert wurden, haben eine vernünftige Gewaltenteilung zwischen Volk, Einzelstaaten und Bundesregierung geschaffen. Doch hat die Dezentralisierung der Macht die Außenpolitik den Launen der Parteipolitik unterworfen. Die Diplomatie der jungen Republik hat die Außenpolitik deshalb von Parteienstreit fern gehalten, Allianzen über Parteien und Regionen hinweg geschmiedet und durch Kreativität und Kompromiss einen gesunden Mittelweg gefunden - dies charakterisiert amerikanische Außenpolitik noch heute.
Drei historische Perioden erhellen die Beziehung zwischen amerikanischer Innenpolitik und der Großen Strategie: die Gründungsepoche mit ihren Nachwirkungen, das Ende des Ersten Weltkrieges mit der Debatte um den Völkerbund und der Zweite Weltkrieg mit dem Beginn des amerikanischen Engagements in der Welt am Ende der vierziger Jahre. Die ideologischen, regionalen und parteipolitischen Debatten, die während dieser drei Perioden geführt wurden, geben Aufschluss darüber, woher der amerikanische Internationalismus kommt und welche Richtung er in Zukunft einschlagen wird.

Das Vermächtnis der Gründungsjahre
Die Männer, die Amerika in die Unabhängigkeit führten und das Land während der ersten Jahre regierten, suchten verständlicherweise nach einer neuen Beziehung zu Europa. Konkurrierende Ziele und Ideen komplizierten diese Aufgabe. Großbritannien war der Feind, doch gleichzeitig das Herkunftsland vieler Siedler. Der Handel mit Europa war wichtig, um das amerikanische Wirtschaftswachstum zu fördern.

Doch die Vereinigten Staaten mussten eine zu große gegenseitige Abhängigkeit vermeiden; sie wollten nicht in geopolitischen Konflikt mit der alten Welt geraten. So schrieb Thomas Paine, Essayist und Befürworter der amerikanischen Unabhängigkeit: «Jede Unterwerfung und Abhängigkeit von Großbritannien verwickelt diesen Kontinent in europäische Kriege und Streitigkeiten.» Beim Aufbau einer neuen Gesellschaft sollten die Amerikaner von Europa lernen und vom europäischen geistigen Erbe profitieren. Doch die Gründungsväter waren ebenso wild entschlossen, Europas soziale Übel, Religionskämpfe und politische Eifersüchteleien hinter sich zu lassen.
Doch es gelang erst nicht, sich auf Prinzipien der Außenpolitik zu einigen. Die amerikanische Führung war in Idealisten und Realisten gespalten. Paine und Thomas Jefferson gehörten zum idealistischen Lager. Sie waren überzeugt, die junge Nation solle mit der Vergangenheit brechen und eine Außenpolitik betreiben, die sich auf Recht und Vernunft und nicht auf Macht stützt. Amerikas Berufung sei Handel und nicht Krieg, sagte Paine, «und dadurch werden wir Frieden und Freundschaft mit Europa haben. »Jefferson glaubte fest an den Fortschritt der Menschheit und meinte, die gesellschaftliche und politische Entwicklung werde Kriege unnötig machen. Amerika solle die Menschheit einem so wichtigen Ziel entgegenführen - «die totale Emanzipation des Handels und das Zusammenwirken aller Staaten für den freien Austausch von Glück». Jefferson hielt Krieg und Gewalt «für legitime Prinzipien des Mittelalters», doch im neuen Zeitalter von Demokratie und Recht sollten Beziehungen zwischen Staaten von «einem Code der Sittlichkeit» geprägt werden.
Alexander Hamilton und John Jay gehörten zum realistischen Lager. In der Streitschrift Federalist (6) zeigte Hamilton wenig Verständnis für die Idee eines demokratischen oder kommerziellen Friedens. «Sind Abgeordnetenhäuser nicht ebenso häufig Gefühlen wie Wut, Ablehnung, Eifersucht, Habgier und anderen unziemlichen und gewalttätigen Neigungen ausgesetzt?»,
fragte er. Jay stimmte Hamiltons pessimistischem Realismus zu. Im Federalist (4) schrieb er, dass es nur
«allzu wahr ist, ganz gleich wie beschämend dies für die menschliche Natur sein mag, dass Nationen immer dann Krieg führen werden, wenn sie Aussicht haben, ungestraft davonzukommen.»

Auszug-Ende

 

© - Copyright: USA / Krieg / Irak / USA verliert Vorherrschaft
Leseprobe und Buchumschlag, rowohlt Berlin -Verlag,
Sämtliche Fotos, Text, Layout und Desig
n
Kultur Fibel Verlag GmbH, Berlin und JBM-marketing,
PF 140315, D-40073 Düsseldorf


Musical-Operette:

Operette Vetter aus Dingsda - Operette Die Lustige Witwe - Operette Die Fledermaus - Musical Rocky Horror Show
Musical Ludwig II - Musical Robin Hood - Musical Sweeney Tood - Musical Swan Lake - Musical African footprint
Musical Tarzan - Musical In nomine patris - Musical West Side Story - Musical Dirty Dancing - Musical Kiss me Kate
Musical Tanguera, Tango-Argentino - Musical My Fair Lady - Musical Balé de Rua - Musiktheater Friedrichstadtpalatz Berlin

Theater
Sextett - Spanische Fliege - Glücliche Zeiten - Jude von Malta

 

Oper-Ballett:

Oper La Traviata - Oper La Boheme - Oper Entführung aus dem Serail - Oper Die Liebe zu den drei Orangen - Oper Die Zauberflöte
Oper Cosi fan tutte - Oper Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny - Oper Die Teufel von Loudun - Oper Der Waffenschmied - Madame Butterfly
Oper Simon Boccanegra - Oper Orelando paladino - Oper Carmen - Oper Armida - Oper Der Spieler, Hrpok - Oper Fidelio
Oper Agrippina - Oper Der Türke in Italien - Oper Der Goldene Hahn - Ballett Dornröschen - Ballett Schneewittchen
Ballett Tanzgeschichte - Ballett Carmen Flamenco - Ballett Der Nussknacker - Ballett Martha Graham Company

Interviews:

Interview Lola Müthel - Interview Herbert Bötticher - Interview Ruth Drexel - Interview Ute Lemper
Interview Wolfgang Spier - Interview Judy Winter - Interview Romuald Pekny - Interview Helmut Griem