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Beltz
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Gesellschaftsmagazin
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| Erkenntnisse: Für Eltern mit Kindern in jedem Alter. Für kinderlose Paare und Singles der sogenannten "Life-Style" Generation. |
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Auszüge |
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Bildung, Lernen Es gab einmal eine
Zeit, da hatten die Tiere einen Kindergarten. Das Bildungsprogramm bestand
aus Rennen, Klettern, Fliegen und Schwimmen, und alle Tiere wurden in allen
Fächern gebildet. |
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Wenn es ums Problemlösen geht, ist diese Gesellschaft auf die Köpfe der Heranwachsenden dringend angewiesen. Es müsste ihr daran gelegen sein, die Vielfalt der Möglichkeiten aller ihrer Mitglieder auszuschöpfen, ohne bestimmte gesellschaftliche Gruppen zu übergehen. Sie kann es sich deshalb kaum leisten, auf ein unzureichendes Lern- und Bildungsmodell wie das des Warentransports zu setzen. Sie kann sich wohl kaum zum Vorbild nehmen, wie das knappe Drittel von Heranwachsenden in unserem Land den Weg zum Abitur schafft. Dieses Drittel ist - wie sich erwiesen hat - nicht unbedingt ein Beweis für die Qualität unseres Bildungssystems, sondern vielleicht nur einer dafür, dass diese Heranwachsenden den Weg trotzdem erfolgreich gegangen sind. Zumindest darf man diesen Gedanken nicht ausschließen, wenn zu überlegen ist, mehr als dieses Drittel zur Hochschulreife zu bringen. Wenn die PISA-Studie
den Schulen bescheinigt, dass sie nicht in der Lage sind, soziale Benachteiligung
ausreichend zu berücksichtigen und auszugleichen; wenn es ihnen nicht
gelingt, Neugier und produktives Problemlösen zu unterstützen, ist
es wohl der falsche Schluss, schulische Methoden nun auch in den Bereich vor
der Schule einzuführen, um die Defizite schulischen Lernens zu kompensieren.
Ein Mehr von dem, was sich als unzureichend erweist, kann nicht die wesentliche
Antwort auf die Fragen sein, die PISA aufwirft. Natürlich müsste man hier auch von anderen Schulen sprechen, die sich um die Interessen und Möglichkeiten ihrer Kinder kümmern. Aber sind die schulischen Reformmodelle gemeint, wenn von einer zielgenaueren Vorbereitung auf die Schule, wenn von Fähigkeiten gesprochen wird, die Kinder in die Schule mitbringen müssten? Diese Schulen scheinen weder die Statistiken zu verbessern, noch das öffentliche Meinungsbild zu verbessern. Bildungsqualität
zu verbessern gelingt aber auch nicht dadurch, dass man in erster Linie klar
definierte Standards ausweist, Lernstände überprüft und Förderziele
festlegt (das ist ein Lernverständnis aus den 60er und 70er Jahren).
Diese Instrumente, deren grundsätzliche Bedeutung nicht bestritten wird,
dienen dazu, einen Ist-Zustand zu beschreiben, um daraus eventuell neue Ziele
abzuleiten. Sie können aber nichts darüber aussagen, wie man solche
Ziele erreicht. Benachteiligungen ausgleichen, kulturelle Unterschiede berücksichtigen,
auf individuelle Differenzen eingehen - das erreicht man nicht dadurch, dass
man Leistungsziele erhöht, ihre Erfüllung überprüft und
Defizite feststellt, sondern vor allem dadurch, dass man erfasst, was Kinder
können; dass man sich darum bemüht, herauszubekommen, wo Bildungsprozesse
im Einzelfall ansetzen; dass vorhandene Fähigkeiten anerkannt und nicht
Defizite nachgewiesen werden; dass man die Neugier der Kinder anspricht, ihre
Interessen und Denkansätze ernst nimmt. Niemand wird neugierig und positiv
zum Lernen motiviert, indem man ihm seine Defizite vor Augen führt, auch
wenn dieses Verfahren als individuelle Lern- oder Förderdiagnostik begründet
wird. |
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FOTO wird vom Verlag nachgeliefert |
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Prof.
Dr. Gerd E. Schäfer |
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VITA wird
vom Verlag |
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Akkomodationsmöglichkeiten
der Schule an die Besonderheiten frühkindlicher Bildungsprozesse. Vom Spiel des Gestaltens Wenn Kinder etwas Neues entdecken, müssen sie es zunächst wahrnehmend erforschen. Sie werden ihre Eindrücke sammeln, vergleichen und dadurch zunehmend präzisieren. Sie werden sie in bekannte und unbekannte Muster teilen und schließlich mit ihren vergangenen Erfahrungen verknüpfen. Daraus erfahrene Bilder werden am besten dadurch unterstützt, dass Kinder das, was sie wahrnehmen, nicht nur als innere, sondern auch als äußere Bilder gestalten. Anfänge des Gestaltens Neben dem Spiel bildet das kindliche Gestalten einen wichtigen Bereich frühkindlicher Tätigkeiten. Spielen und Gestalten sind oft nicht leicht voneinander zu trennen. Stärker als beim Spiel muss im kindlichen Gestalten vielleicht das Material der Gestaltung eine Berücksichtigung erfahren. Spielen kann sich in völlig imaginäre Wirklichkeitsbereiche zurückziehen; Gestalten erfolgt mit den Materialien und Stoffen, die man sich gewählt hat. Folgerichtig beginnen deshalb die Untersuchungen kindlichen Gestaltens (zum Beispiel der Kinderzeichnungen oder des kindlichen Bastelns) mit der Entwicklung einer Art Material- und Handlungssprache (oder Schrift) des Kindes: Die Kinderzeichnung entwickelt sich nach dem gängigen Verständnis aus den noch schlecht koordinierten Bewegungen der Hand, die von Bleistift, Kreide oder einem anderen grafischen Werkzeug auf einem Untergrund festgehalten werden. Erstaunt folgt das Kind dem Ergebnis seines Tuns. - . . . Auszug-Ende |
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(Verfasser
unbekannt) |
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Nach PISA Man kann Kinder als Kompetenzbündel
betrachten, ihnen Kompetenzen vermitteln, scheinbare oder belegbare Defizite
ausgleichen. Die darauf aufbauenden Förderverfahren funktionieren, d.
h. es lassen sich verbesserte Ergebnisse aufweisen, wenn man solide arbeitet.
Aber solche Ergebnisse zeigen sich überall, wo man etwas intensiv tut.
Positive Ergebnisse besagen nicht, dass man es nicht besser machen könnte. Und die machen im Laufe der Zeit die Erfahrung, dass es keinen Zweck hat, Botschaften von diesen Gedanken an die Erwachsenenwelt zu senden, weil sie nicht erwarten können, jemanden anzutreffen, der aufmerksam wahrnimmt, welche Signale sie senden. In diesem Land bleibt die Stimme der Kinder bei ihrem Bildungsprozess allzu leicht ungehört. |
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