Kultur Fibel Magazin

Der Jude von Malta / Theater
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The Rich Jew of Malta
Tragödie in fünf Akten (1592), von Christopher Marlowe
Gesellschaftsmagazin

dem Papst ein Streich gespielt wird. Faust und Mephistopheles erscheinen, für den Papst unsichtbar, in dessen Privatgemach, der Papst erhält sogar eine Ohrfeige von Faust. Am Hof des deutschen Kaisers läßt Faust Alexander den Großen erscheinen und treibt mit der höfischen Gesellschaft ein derbes Possenspiel. Vor Studenten in Wittenberg beschwört er die schöne Helena von Griechenland herauf. Als letzte Bitte muß der Höllengeist ihm noch einmal Helena herbeiführen, die er sich zum Liebchen wünscht und die er mit glühenden Liebesworten anredet. Dann ist seine Zeit abgelaufen. Vor seinen Gelehrten bekennt er in reuiger Selbstanklage seine Schuld. In einem ergreifenden Schlußmonolog bittet er den Himmel um Frist. Er weiß, daß ein Tropfen von Christi Blut ihn retten könnte. Doch beim Schlag der Mitternachtsglocke kommen die Teufel und zerreißen Faust in viele Stücke. Das Schlußwort hat der Chorus, der das Beispiel von Fausts Sturz zum Anlaß nimmt, den Weisen zu mahnen, »nur staunend anzusehn das Unerlaubte: der Abgrund muß solch kühnen Geist verleiten, das gottgesetzte Maß zu überschreiten«, (Reclams UB 1128.)

Die 1587 in Frankfurt a.M. erschienene Historia von D. Johann Fausten, dem weitbeschreyten Zauberer und Schwartz-künstler (Reclams UB 1516),
die in kurzer Frist auch ins Englische übersetzt wurde, diente Marlowe als
Vorlage für sein bereits 1588/89 verfaßtes Stück. Ohne Akt und Szeneneinteilung führt es durch die

Bühnenbild "Der Jude von Malta" von Wilfried Minks. - Foto: © Burgtheater, Wien / Roswitha Hecke
Der Jude von Malta
Christopher Marlowe, Deutsch von
Elfriede Jelinek und Karin Rausch

wichtigsten Stationen der Vorlage. Dabei ist die Handlung mit zahlreichen Clowns und Rüpel-szenen durchsetzt. Die Anlage der Titelfigur weist schon deutlich auf die Faust Problematik, wie sie zwei Jahrhunderte später Goethe behan-deln sollte. Unterschiedlich ist allerdings die Auflösung, in der Faust wegen seines Vergehens wider den Heiligen Geist die Rettung versagt bleibt.

Quelle: Philipp Reclam jun.
Reclam / Universal-Bibliothek

Farnese: Willkommen, großer Bassa, welcher Wind weht Sie denn in den Hafen Maltas?
Bassa: Der Wind, der alle Welt herumtreibt: Sucht nach Gold.
Machiavelli spricht den Prolog zum Stück. Er, der weiß, wie man zu Macht und Karriere kommt und empfiehlt seinen sagenhaft reichen Anhänger Barabas uns.
1565: Die Johanniterinsel Malta wird von der türkischen Kriegsflotte belagert. Die Türken verlangen von den Christen zum Zeichen ihrer Unterwerfung einen hohen Tribut. Der christliche Gouverneur Farnese ordnet an, dass die Juden als die Andersgläubigen der Insel die gesamte Summe zahlen. Da sich Barabas widersetzt, enteignen ihn
 

Der Jude von Malter, der reiche Jude, the rich Jew of Malta
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