Die Zauberflöte - Oper

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Die Zauberflöte Oper in 2 Akten
von Wolfgang Amadeus Mozart
Text von J. E. Schikaneder
Uraufführung am 30. September 1791 in
Wien

Die Zauberflöte,Oper, Kwanschul Youn, Sarastro - Ensemble vor dem Tempel - Bühnenbild nach Schinkel Die Zauberflöte,Oper, Kwanschul Youn, Sarastro - Ensemble
Inszenierung August Everding - Bühnenbild Fred Berndt nach Schinkel
Staatsoper Unter den Linden, Berlin,
Foto: Monika Rittershaus 1989
Zauberflöte, Salzburg
Die Zauberflöte, W.A. Mozart,
Salzburger Festspiele, 1999,
mit Mathias Georne, Tamino, Sylvia McNair, Pamina, Foto: Monika Rittershaus.
Das Buch: Die Zauberflötenwelt, Fotos von Monika Rittershaus

Wahrscheinlicher noch standen Mozarts eigene Wünsche, die nach einer Vergeistigung des Geschehens zielten, hinter dieser Umformung. Jetzt erst wurde die Königin der Nacht zur Vertreterin des bösen, Sarastro zum Sachwalter des guten Prinzips. Ursprünglich war es umgekehrt gewesen. Bei der Eile, mit der man bei dieser Umdichtung verfuhr, ist mancher Zug aus der ersten Fassung stehen geblieben, wodurch sich bei den Figuren der drei Damen, der drei Knaben und des Monostatos gewisse Widersprüche ergeben.

Die Zauberflöte / H a n d l u n g :
1.Akt.
Tamino, auf der Jagd von seinem Gefolge abgeirrt, droht Opfer einer ihn verfolgenden Schlange zu werden. Im letzten Augenblick retten den erschöpft Zusammengebrochenen die drei Damen der Königin der Nacht, indem sie das Ungeheuer mit ihren Speeren durchbohren. Sie entfernen sich, um ihrer Königin Kunde von dem Vorfall zu bringen. Der aus seiner Betäubung erwachte Tamino sieht sich dem des Wegs schlendernden Vogelmenschen Papageno (Auftrittslied »Der Vogelfänger bin ich ja«) gegenüber, der ihm von der sternflammenden Königin berichtet, zugleich aber vorgibt, die giftige Schlange erwürgt zu haben. Abermals erscheinen die Damen, schlagen Papageno zur Strafe seiner Lügenhaftigkeit ein Schloss vor den Mund und überreichen Tamino das Bildnis Paminas, der Tochter ihrer Gebieterin. Auf den ersten Blick entbrennt der Prinz in Liebe zu dem schönen Frauenbild (Arie »Dies Bildnis ist bezaubernd schön«). Unter rollendem Donner erscheint die Königin der Nacht, um Tamino zur Rettung ihrer Tochter, die ein Dämon ihr geraubt habe, aufzufordern (Arie »O zittre nicht, mein lieber Sohn!«).

Nach dem Verschwinden der Königin wird Papageno durch die Damen von seinem Schlosse befreit und Tamino als Begleiter zugesellt. Um drohenden Gefahren zu begegnen, empfängt Tamino eine wundertätige Flöte, Papageno ein ähnlich geartetes Glockenspiel (Quintett). Als Wegweiser nach Sarastros Burg werden drei Genien in Knabengestalt dienen.

V e r w a n d l u n g.
Drei Sklaven berichten von einem missglückten Fluchtversuch Paminas, die von Monostatos überrascht und eingeholt worden sei. Schon gellt von draußen des Mohren Stimme, die Sklaven fliehen entsetzt, während Monostatos Pamina hereinzerrt. Das Mädchen sinkt in Ohnmacht. Während der Mohr sie voll verliebter Gier betrachtet, erscheint, ins Gemach spähend, Papageno. Schreck vor dem ungewohnten Anblick erfasst beide, und Monostatos entweicht. Von Papageno erfährt die wieder zu sich gekommene Pamina, dass Tamino von ihrer Mutter als Befreier ausgesandt worden sei. Freudig die Macht der Liebe preisend (Duett »Bei Männern, welche Liebe fühlen«), macht sich Pamina mit Papageno auf, ihren Retter zu suchen.

Die Zauberflöte,
Folge-Seite

Johann Emanuel, eigentlich Johann Joseph Schikaneder (*1748 †1812), geboren in Straubing, nicht in Regensburg, wie er selbst behauptete, schlug sich zunächst als Wandermusikant durch die Welt und schloss sich 1773 einer Theatergruppe an, in der er als Schauspieler, Sänger und Regisseur wirkte. 1778 übernahm er selbst eine Direktion. Seine Gesellschaft zählte bald zu den angesehensten und beliebtesten in Süddeutschland. Gastspiele in Salzburg brachten Schikaneder schon im Jahre 1780 mit Mozart in Berührung. 1784 suchte Schikaneder in Wien Fuß zu fassen, zunächst mit wechselndem Glück, so dass er sich nochmals nach auswärts wandte und 1787/88 das Theater in Regensburg leitete.Am 1. April 1789 übernahm er das K. K. privilegierte Theater im Freihause auf der Wieden in Wien, das er zu einem führenden Wiener Volkstheater auszugestalten vermochte. Einer seiner glück-lichsten Griffe war die Wahl Mozarts als Komponisten seiner Zauberflöte. Der Titel der Oper geht auf Chr. M. Wielands Märchen Lulu oder die Zauberflöte zurück, das in der Sammlung Dschinnistan zu finden war. Andere Dschinnistanmärchen Wielands lieferten weitere wesent-liche Züge, denn als Bühnenprak-tiker war Schikaneder ein Meister der Kombination. Auch Henslers Oper Das Sonnenfest der Brahminen, Wranitzkys Oper Oberon und das Schauspiel Thamos, König in Ägypten von T. Ph. Gebler kommen als Stoffquellen in Betracht. Im übrigen war Schikaneder keineswegs der Alleinverfasser des Zauberflötentextes. Vorarbeiten hatte zum mindesten der Schauspieler und Hausdichter des Theaters, der spätere Professor der Mineralogie an der Universität Dublin, Karl Ludwig Gieseke (*1761†1833), mit bürgerlichem Namen Metzler, geleistet. Da sowohl Komponist als auch Textautoren der Gesellschaft

Zauberflöte, Salzburg
Zauberflöte Salzburg
Die Zauberflöte, Oper, :
Deon van der Walt, Tamino, (o + r.),
Ruth Ziesak, Pamina,

Salzburger Festspiele,1992
Fotos: Herrmann und Clärchen Baus.

Zauberflöte, Sarastro_Komische_Oper-BerlinDie Zauberflöte: Sarastro, Janes Creswell und Chor - Komische Oper , Berlin - 2008
Foto: Monika Rittershaus

der Wiener Freimaurer angehörten, ist die Annahme nicht unberechtigt, dass das Libretto der Zauberflöte eine Kollek-tivarbeit des maurerischen Freundeskreises darstellt, der die Gelegenheit wahrnahm, die ihn bewegende Gedankenwelt auszusprechen. Nach Lage der Dinge fiele Schikaneder in erster Linie das Verdienst der Gesamtredaktion des Textes zu, wobei jedoch die Figur Papagenos, die er sich selber auf den Leib geschrieben hat, auf seine persönliche Rechnung kommt. Kurz vor der Aufführung war noch eine Umarbeitung notwendig geworden, möglicherweise veranlasst durch die am 8. Juni 1791 beim Konkurrenzunternehmen, dem Theater in der Leopoldstadt, herausgekommene Oper Wenzel Müllers Kaspar der Fagottist oder Die Zauberzither.

P e r s o n e n : Sarastro (Bass) - Tamino (Tenor) - Sprecher (Bass) -
1. und 2. Priester
(Tenor und Bass)
Königin der Nacht (Sopran) -
Pamina, ihre Tochter (Sopran) -
Drei Damen der Königin der Nacht
(2 Sopran, 1 Alt) -
Drei Knaben
(2 Sopr., 1 Alt) -
Papageno (Bariton) - Papagena (Sopran) - Monostatos, ein Mohr (Tenor) -
Zwei geharnischte Männer (Tenor und Bass)
Drei Sklaven (Sprechrollen) - Priester. Gefolge Sarastros. Sklaven. Stimmen. Erscheinungen.

O r t und Z e i t:
Im Bereiche der Königin der Nacht
und Sarastros Sonnentempel, zu märchenhaften Zeiten.



Die Zauberflöte, Oper Musik von Wolfgang Amadeus Mozart
Tamino, Pamina, Papageno, Sarastro, Königin der Nacht

© - Copyright
Die Zauberflöte
Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
Sämtliche Fotos, Texte, Layout und Desig
n Kultur Fibel Verlag GmbH, Berlin
und JBM-marketing, PF 140315, D-40073 Düsseldorf


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Theater
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