Helmut Griem, Portrait
Helmut Griem
Foto: Oda Sternberg
 

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Helmut Griem

im Gespräch mit Gabriella Lorenz
1989

Persönlichkeiten
der Theatergeschichte

Helmut Griem in Tiny Alice von  Edward Albee, im eleganten Anzug
Helmut Griem in "Tiny Alice" von Edward Albee. Regie
Oscar Fritz Schuh. Deutsches Schauspielhaus Hamburg, 1965.
Foto: Rosemarie Claussen


Welche Theaterrollen waren für Sie besonders wichtig?

Wichtig waren weniger einzelne Rollen als vielmehr die Zusammenarbeit mit Regisseuren, besonders mit Hans Bauer, Hans Lietzau und Dieter Dorn.

Besonders im Gedächtnis sind mir mit Lietzau Schillers "Räuber" und der "Philoktet" von Heiner Müller; mit Dorn "Der Menschenfreund" von Christopher Hampton, Lessings "Minna von Barnhelm" (beide in Hamburg) sowie jetzt natürlich der "Faust" an den Münchner Kammerspielen.

Martin Held, Helmut Griem. Steffan WIGGER: aUSEINANDERSETZUNGHelmut Griem als Rosenkranz in "Rosenkranz und Güldenstern"
von Tom Stoppard mit Martin Held und Steffan Wigger.
Regie: Hans Lietzau. Schillertheater, Berlin, 1968.
Foto: Harry Croner

Schätzen Sie mehr die Klassiker oder moderne Stücke?

Da gibt es keine Prioritäten. Ich habe zwar ein besonderes Faible für angelsächsische Stücke, für das professionelle, gut getimte "well made play", aber ich habe immer Moderne und Klassiker in stetem Wechsel gespielt. Ich sehe da für mich auch schauspielerisch die Erfolgsbilanz ausgeglichen.

Sie haben an den Kammerspielen mit Gisela Stein vor einigen Jahren mit großem Erfolg die Feydeau-Farce "Ein Klotz am Bein" gespielt. Könnten Sie sich vorstellen, auch mal ein reines Boulevard-Stück zu spielen?

Als pures Theatervergnügen würde ich es nicht ausschließen. Es ist immer eine Frage der Qualität. Aber leider finden sich solche gutgemachten >>>>

Helmut Griem als Karl Moor in "Die Räuber" von Friedrich SchillerHelmut Griem als Karl Moor in "Die Räuber" von F. Schiller.
Regie: Hans Lietzau, Residenztheater, München. 1967
Foto: Rudolf Betz

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Seine Karriere ist eine Bilderbuchkarriere. Der blonde, blauäugige Hamburger Student wurde aus einem Laienkabarett heraus als jugendlicher Charakterdarsteller entdeckt und spielte sich in wenigen Jahren an die größten deutschen Bühnen. Auch der Film entdeckte rasch das markante Gesicht, und seit Helmut Griem 1968 mit Visconti „Die Verdammten" drehte, ist er ein international gefragter Star. 1982 band sich Helmut Griem wieder fest an die Münchner Kammerspiele, wo er derzeit in "Faust", "Troilus und Cressida", "Onkel Wanja" und in seiner eigenen Inszenierung "Seid nett zu Mr. Sloane" zu sehen ist.

Gertrud Kückelmann, Helmut Griem, in die Moeve von Anton Tschechow
Helmut Griem als Konstatin in die "Die Möve" von
Anton Tschechow mit Gertrud Kückelmann als Nina.
Regie: Willy Schmidt. Kammerspiele München, 1966.
Foto: Hildegard Steinmetz

Herr Griem, Sie haben sich nicht die Schauspielerei als Beruf gesucht, sondern die Schauspielerei hat Sie gesucht. Wie ging das?

Ich habe in Hamburg Philosophie und Literatur studiert und während des Studiums alles mögliche gejobbt. Durch Zufall geriet ich an eine halbprofessionelle Theaterspielschar, die über die Dörfer tingelte und als „Theater frei Haus" beispielsweise bei Hochzeiten mit Curt Goetz oder musikalischen Lustspielen aufwartete. Dort spielte ich ein Jahr mit, dann wechselte ich zum Kabarett „Hamburger Buchfinken" - da gab's mehr Geld, immerhin 100 Mark statt 50 pro Abend. Dieses Kabarett war im Grunde ein Werbeorgan des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Unsere Programme bestanden aus noch nicht erschienenen Texten und hatten immer zur Frankfurter Buchmesse Premiere. Bei einem Gastspiel in Lübeck sah mich der Intendant der Städtischen Bühnen, Dr. Mettin, und engagierte mich vom Fleck weg für den Jimmy im „Regenmacher" von Nash.

Helmut Griem, mit Liselotte Rau in Kabale und Liebe von Friedrich Schiller, 1963
H elmut Griem
-Ferdinand - in „Kabale und Liebe" von Schiller
mit Lieselotte Rau, Hans Nielsen. Regie: Willi Schmidt.
Recklinghausen, 1963  Foto: Rosmarie Pierer

Hatten Sie vorher schon daran gedacht, die Schauspielerei zu Ihrem Beruf zu machen ?

Nein, nie. Mir war das Engagement schon etwas unheimlich. Aber Dr. Mettin sagte mir: "Da probieren wir vier Wochen, da können Sie leicht nebenher weiter studieren:" Also ließ ich meinen Freund Rolf Tiedemann immer noch für mich in den Vorlesungen mitschreiben, obwohl ich eigentlich schon früh gemerkt hatte, daß mein beruflicher Platz nicht an der Uni sein würde. Der Wunsch zum gehobenen Journalismus war da, obwohl ich auch da schon Bedenken hatte, weil mein Freund Rolf so viel besser war als ich. Dann wurden aus der einen Rolle in Lübeck zehn. Ich habe die Uni nie wiedergesehen und war auf einmal beim Theater. Oberspielleiter in Lübeck war damals Otto Kurth, der jetzt gerade unter meiner Regie den Vater in „Seid nett zu Mr. Sloane" von Joe Orton im Werkraumtheater spielt. So schließen sich die Kreise.

Wie ging es dann weiter?

Meine nächste Station war Köln, wo ich zum erstenmal mit den Regisseuren Hans Lietzau und Hans Bauer arbeitete. Bauer war für meine Begriffe einer der bedeutendsten deutschen Regisseure, der leider viel zu früh verstarb. Mit Bauer ging ich nach Darmstadt. Ich habe es eigentlich nie länger als zwei Jahre an einem Ort ausgehalten. Nach einem kurzen Abstecher kam ich nach Wien, wo ich neben Paula Wessely in Tennessee Williams "Glasmenagerie" spielte, dann habe ich bei den Salzburger Festspielen unter der Regie von Oscar Fritz Schuh mit Marianne Hoppe in O'Neills "Alle Reichtümer dieser Welt" gespielt. Diese Aufführung wurde ans Deutsche Schauspielhaus in Hamburg übernommen, und so kam ich erstmals wieder als Schauspieler in meine Heimatstadt. Von da an haben sich meine Engagements nur noch zwischen Hamburg, Berlin und München abgespielt. Dazwischen habe ich diverse Filme gemacht, aber kaum Fernsehen, nur sehr ausgewählte Sachen.

In einer Agenturen-Kurzbiographie steht zu lesen, der Film hätte Ihnen den schauspielerischen Durchbruch gebracht.

Das ist Quatsch. Meine Karriere hat eigentlich mit dem Film überhaupt nichts zu tun. Zwischen 1960 und 1962 habe ich genau vier Filme gedreht, die mehr oder weniger Flops waren. Das waren "Fabrik der Offiziere", "Bis zum Ende aller Tage", "Barbara" und "Der Traum von Lieschen Müller" unter der Regie von Helmut Käutner. Die Engagements für diese Filme sind nur zustandegekommen aufgrund des Namens, den ich mir am Theater gemacht hatte. Ich war im Film von Anfang an ein Hauptrollenspieler, an Nebenrollen kann ich mich gar nicht erinnern.

Dann habe ich keinen Film mehr gedreht, bis Visconti mich 1968 für "Die Verdammten" holte. Aber diese sechsjährige Filmpause begründete meinen Stellenwert als Schauspieler, der nach der Arbeit mit Visconti einen internationalen Boom auslöste.

Es heißt, ausländische Filmemacher würden Sie besonders gerne für Offiziersrollen verpflichten.

Das ist auch so ein Gerücht, das sich hartnäckig hält. Ich weiß gar nicht, wo her das Klischee kommt. Das Verhältnis meiner Militärrollen zu anderen ist vielleicht 1:5. Ich fühle mich auch in keiner Weise im Film als Offiziers-Darsteller abgestempelt.


Helmut Griem, Persoenlichket der Theatergeschichte
Schauspieler, Theater, Bühne, Film, TV
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