Politik, Essays, Philosophie, Literatur |
Naher
Osten
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Antisemitismus-Konferenz, Berlin |
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Abraham
MelzerDeutscher, Israeli, Jude, Verleger |
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Brief
an die Süddeutsche
Zeitung 1. Mai 2004, Abraham Melzer |
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".
. . überflüssige OSZE-Antisemitismus-Konferenz,
in Berlin, die nichts
anderes macht, als sich selbst zu feiern" |
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In Ihren Ausgaben (Süddeutsche
Zeitung) vom 28.04 und 29.04. 2004 Ich bin Jude (Red.
Deutscher und Israeli) und lebe seit mehr als 45 Jahren in Deutschland.
Und muss man denn bei der
Kritik der israelischen Politik das "gewaltige Entwicklungsdefizit
der arabischen Gesellschaft" berücksichtigen und deshalb womöglich
gegen das gewaltige Unrecht, das Israel tagtäglich produziert, blind
und taub zu sein? Ich frage mich und ich
frage Sie, wo nun dieser neue Antisemitismus. ist? Lebe
ich womöglich "auf dem Mond", dass er mir in diesen 45 Jahren
nirgends und niemals begegnet ist, wenn man von 2-3 banale Zwischenfälle
vor 45 Jahren absieht? Oder ist man schon Antisemit, wenn
man Israels Politik kritisiert und Bilder orthodoxer Juden zeigt oder sich
gegen die aggressive und perfide Kritik eines Michel
Friedmans wehrt? Wenn Sie zum Vergleich tatsächlich wissen wollen wie eine Verbarrikadierung wie eine "mittelalterliche Festung" aussieht, dann sollten Sie nach Israel reisen und von Tel Aviv nach Jerusalem fahren. Leider sind Ihre Autoren dem gleichen peinlichen, falschen und perfiden Ton haften geblieben, den ich als Jude inzwischen restlos satt habe. Dieser weinerliche, philosemitische, antiarabische Ton, der uns Juden am liebsten in Watte einpacken und unter Denkmalschutz im Museum ausstellen würde.
Israel befindet sich schon lange nicht mehr im "Existenzkampf", genau gesagt seit dem siegreichen Ausgang des Unabhängigkeitskrieges 1948. Alle Kämpfe danach gingen nicht mehr um "Existenz", sondern um Erweiterung des Staatsgebietes, auch wenn die israelische Propaganda das Gegenteil behauptet. Seriöse und ehrliche Historiker in Israel haben das schon längst veröffentlicht. Die Kritik israelischer Politik, wenn z.B. Israel gerade "Kinder und Frauen in die Luft sprengt", ist nicht nur zulässig sondern geradezu erwünscht. Insofern ist auch die Forderung des israelischen Präsidenten Katzav nach einem "weltweiten Kampf gegen Antisemitismus", verlogen und heuchlerisch, Katzav wollte und will sagen, dass man weltweit die Kritik an Israel und seinem Vernichtungskrieg gegen das palästinensische Volk unterlassen und im Keime ersticken soll, da diese Kritik von vornherein antisemitisch sei. In seiner Arroganz, Hybris und Selbstgerechtigkeit meint Katzav, dass "ein Wiederaufleben des Antisemitismus die ganze Welt angeht". Das hätte er gern. Was für ein Größenwahn? Als ob sich die Völker Afrikas und Asiens um den Antisemitismus. kümmern würden? Und die Völker Europas und Amerikas haben z.Zt. auch ganz andere Probleme, als sich in erster Linie um den Antisemitismus. zu kümmern. Nicht die Bekämpfung des Antisemitismus. ist ein Problem in Osteuropa, sondern der Aufbau einer demokratischen Struktur. Was uns in Deutschland und Westeuropa schützt, uns allen, Juden wie Nichtjuden, ist das funktionierende demokratische System, nicht mehr aber auch nicht weniger. Zur Seite sprang ihm unser
bibelfester Präsident Johannes Rau, der inzwischen, was Israel betrifft,
auf mich den Eindruck eines Autisten macht, und meinte, Wo den sonst, als in der
Öffentlichkeit? Etwa im Gästesalon der Rau's ? Und was ist das
für ein Demokratieverständnis? Etwa aus der Zeit von Preußens
Glanz + Gloria, als die Herrschenden in den Salons der Paläste über
alles diskutierten und jeden lästerten, solange sie unter sich waren.
Das gemeine Volk aber musste gehorchen und parieren. Müssen wir täglich
mit bombastischen Maßnahmen, unzählige Zeitungsartikel, Bücher,
Konferenzen, Talkshows, Ausstellungen traktiert werden
und last not least diese überflüssige OSZE-Konferenz, die nichts
anderes macht als sich selbst zu feiern. Da macht man aus einem deutschen
Politiker einen "Heiligen", in der Hoffnung, er würde sich
revanchieren, und sei es mit einem dicken Scheck. Sind die Globalisierungsgegner
von atac schon deshalb antisemitisch, weil sie zurecht
vom "raffenden Kapital" sprechen? Müssen da immer Juden gemeint
sein? Wie wäre es mal mit Bill Gates, die Rockeffelers, die katholische
Kirche, die Brüder Albrecht etc. etc. Und sind die Palästinenser
deshalb "Antisemiten", weil die Israelis Juden
sind und sie sich gegen die Besatzungspolitik dieser Juden wehren, die sie
beraubt, vertrieben, heimatlos gemacht und schließlich getötet
hat? Da ist eben nicht richtig. Der Antisemitismus
musste nicht erfunden werden. Er war schon immer da. Abraham Melzer "Neuer Antisemitismus", die psychologische Waffe Die weltliche Erfolgsstory
der amerikanischen Juden bildete einen zentralen - vielleicht den einzigen
- Glaubenssatz ihrer neu erworbenen Identität als Juden. Wer konnte
noch bestreiten, daß die Juden ein »auserwähltes«
Volk waren. In A Certain People: American Jews and Their Lives Today schwärmt
Charles Silberman - auch er ein »wieder-geborener« Jude - in
charakteristischer Manier: Dem Romancier Philip Roth zufolge erbt ein jüdisches Kind »keine Gesetzessammlung, keine zusammengefaßte Überlieferung des Lernens und keine Sprache und letztlich keinen Herrgott..., sondern eine Art Psychologie - und diese Psychologie kann man in vier Worten zusammenfassen: >Juden sind etwas Besseres« Wie gleich zu sehen sein wird, war DER HOLOCAUST die negative Version ihres gepriesenen Erfolges: Er diente dazu, die jüdische Auserwähltheit zu bestätigen. In den siebziger Jahren war der Antisemitismus kein herausragendes Merkmal des amerikanischen Lebens mehr. Ungeachtet dessen begann die jüdische Führung Alarm zu schlagen, daß die Juden Amerikas von einem ansteckenden »neuen Antisemitismus« bedroht seien." Zu den wesentlichen Beweisstücken einer bekannten Untersuchung der ADL (»gewidmet all denen, die gestorben sind, weil sie Juden waren«) gehörten das Broadway-Musical Jesus Christ Superstar und ein Magazin der Gegenkultur, das »Kissinger als schwanzwedelnden Kriecher, Feigling, tyrannischen Flegel, Schmeichler, Tyrannen, sozialen Aufsteiger, üblen Manipulator, unsicheren Snob und prinzipienlosen Streber nach Macht« karikierte - in diesem Fall eine Untertreibung." Für die organisierten Juden Amerikas diente diese gespielte Hysterie eines neuen Antisemitismus mehreren Zwecken. Sie wertete Israels Bestehen als letzte Zuflucht auf, falls Amerikas Juden eine benötigten. Überdies trafen die Appelle der angeblich den Antisemitismus bekämpfenden jüdischen Organisationen um Spenden auf offenere Ohren. »So ist der Antisemit dazu verurteilt«, merkte Sartre einst an, »ohne den Feind, den er vernichten will, nicht leben zu können.« Für jene jüdischen Organisationen ist die Umkehrung dieses Satzes ebenso wahr. Nachdem der Antisemitismus zur Mangelware geworden ist, ist in den letzten Jahren eine scharfe Rivalität zwischen wichtigen jüdischen »Verteidigungs«-Organisationen - insbesondere der ADL und dem Simon-Wiesenthal-Zentrum - ausgebrochen." Hinsichtlich der Spendenbeschaffung" dienen die behaupteten Gefahren für Israel übrigens dem gleichen Zweck. Bei seiner Rückkehr
von einer Reise in die Vereinigten Staaten berichtete der angesehene israelische
Journalist Danny Rubinstein: »Kann es einen größeren Zynismus geben?« . . . . Prof.
Norman G. Finkelstein GAZA
In one of the most intense periods of destruction since the start of the intifada, the Israeli military has demolished, or damaged beyond repair, 131 residential buildings in the Gaza Strip in the last 10 days. The demolitions have made 1,100 people newly homeless, according to figures released today by the United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East (UNRWA). The destruction in the first 10 days of May brings the total number of people to lose their homes in the Gaza Strip to 17,594. The majority of the demolitions this month have taken place in Rafah in the south of the Gaza Strip, where 11,215 people had already been made homeless by demolitions since the start of the current strife, and in the region of the Kissufim Road, where a Palestinian attack on 2 May left an Israeli mother and her four children dead. Peter Hansen, UNRWA's Commissioner-General, said, "UNRWA condemns without reservation the May 2 killings, as it does the killing of innocent Palestinians and their children, as international law simply forbids collective punishment. The overwhelming majority of the more than 17,000 Palestinians who have lost their homes in Gaza since the start of the intifada have been guilty of nothing more than living in the wrong place at the wrong time." The UNRWA, the largest
humanitarian operation in the occupied Palestinian territory, has been providing
water, food, blankets and cash assistance. With funding from donors, it
has been able to build new shelters in safe places for several hundred of
the homeless families, but the agency's resources are unable to meet the
growing humanitarian crisis faced by those without shelter. Brief
von Günter Schenk Dies las ich, in den vergangenen Tagen, nicht in der ach so israelkritischen (hören Sie bitte, Herr Ralph Giordano!) Presse.
Homeless ? (ohne Dach über dem Kopf).. nicht
der Rede wert. Häuser-Zerstörung, Worte des täglichen Gebrauchs...?
Sind die etwa vor 2 1/2 Tausend Jahren einer göttlichen Eingebung gefolgt
und haben das Land kassiert
? - Ach so, deren Grundeigentum ist doch nur mal höchstens aus
der Türkenzeit dokumentiert. Das zählt nicht. - Die Medien, ach,
verlangen wir von ihnen doch nicht, das zu schreiben, zu
sagen, was anschließend" doch nur Ärger bereitet". Die
Kultur Fibel Redaktion möchte auf die hohe Kulturstufe der Juden über
die Jahrtausende hinweisen. Meist
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