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Naher Osten
Die Weltbrandgefahr

eskaliert.

Der unsinnige Krieg
Israels gegen den Libanon.

Uri Avnery, Tel Aviv, 11.8.2006

Der Zentralrat der Juden, Berlin,
wehrt sich gegen erstmalige, interne Kritik an Israel. Anlass ist ein Brief des Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Schleswig-Holstein,
Herr Prof. Dr. Rolf Verleger.

In seinem Brief, vom 8. August 2006, an das Präsidium des Zentralrats der Juden in Deutschland kritisiert er, selbst Mitglied im Direktorium des Zentralrats,
das militärische Vorgehen Israels gegen den Libanon.

 

An den Zentralrat der Juden
Brief
von Prof. Dr. Rolf Verleger

8. August 2006

Israel braucht mehr Kritik

„Sehr verehrte Frau Präsidentin Knobloch,
sehr geschätzter Herr Prof. Dr. Korn,
sehr geschätzter Herr Dr. Graumann,

Sie haben in den letzten Tagen öffentlich Partei für die militärischen Maßnahmen der israelischen Regierung gegen den Libanon ergriffen. Dazu kann und will ich nicht schweigen. Es ist mir selbstverständlich klar, dass Sie damit die Mehrheitsmeinung der Juden in Deutschland ausdrücken. Jedoch ich hätte mir von Ihnen noch etwas mehr erwartet, denn Sie lieben Israel, Sie sind politisch erfahren, und Sie sind traditionsbewusste Juden.

I.)
Sie lieben Israel. Wie kann jemand, dem das Schicksal des Landes Israel am Herzen liegt, diese Militäraktion gutheißen? Unsere dortigen Freunde und Verwandte werden in den nächsten Jahren mit mehr statt mit weniger Gefährdung leben müssen. Bei mir betrifft dies unter anderem meine beiden Geschwister, die als Jugendliche aus Deutschland ausgewandert sind, und ihre Kinder und Enkel. Diese Militäraktion macht Israel nicht sicherer, sondern unsicherer. Der Zorn und die Wut und die Gewalt der Nachbarstaaten werden vervielfacht, der Konflikt wird ausgeweitet anstatt eingedämmt.

II.)
Sie sind politisch erfahren. Daher wissen Sie so gut wie jeder andere, dass der Anlass für den Hisbollah-Terror gegen Israel der ungelöste Palästina-Konflikt ist und dass auch jetzt die Hisbollah die zwei israelischen Soldaten offensichtlich darum entführt hat, damit sie sich als Verteidigerin der von Israel bedrängten Bewohner von Gaza in Szene setzen konnte.

Jeder weiß, dass Syrien und Iran und Russland mit dem Palästinakonflikt ihr trübes Süppchen kochen. Selbstverständlich aber auch die USA, die nach dem Irak-Debakel nun die israelische Armee als ihren verlängerten militärischen Arm benutzt.

Jeder weiß daher, dass die Alternative zum Dschungel dieser Interessen - und damit zum Krieg - darin besteht, dass die israelische und die palästinensische Regierung (und dem nachgeordnet auch die libanesische Regierung) miteinander verhandeln und Übereinkünfte treffen. Darauf sollten die Freunde Israels hinwirken, anstatt die gewählte palästinensische Regierung zu dämonisieren.
Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat Erfahrung darin, mit einer Regierung zu verhandeln, die direkte Rechtsnachfolgerin einer Mörderbande* ist. Der Erfolg gibt uns darin Recht.

III.)
Sie sind traditionsbewusste Juden. Daher wissen Sie so gut wie ich, dass es immer einen Konflikt gegeben hat zwischen jüdischer Religion und Nationalismus. Im Altertum war dies der scharfe Konflikt zwischen unseren Propheten und den Königen von Juda und Israel, und mit dem Aufkommen des Zionismus war es die Auseinandersetzung zwischen Zionisten und Aguda - eine Auseinandersetzung, in der beide Seiten gute Argumente hatten.

Heutzutage haben leider viele Juden diesen Maßstab verloren und denken, man sei ein um so besserer Jude, je entschiedener man für Israels Gewaltpolitik eintritt. Aber ein solches >Judentum< ist das noch das gleiche Judentum, dessen Wesen unser einflussreichster Lehrer Hillel so definierte: „Was Dir verhasst ist, tu Deinem Nächsten nicht an?
Ist das noch das gleiche Judentum, als dessen wichtigstes Gebot unser Rabbi Akiba benannte: „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst?

Das glaubt mir doch heutzutage keiner mehr, dass dies das „eigentliche“ Judentum ist, in einer Zeit, in der der jüdische Staat andere Menschen diskriminiert, in Kollektivverantwortung bestraft, gezielte Tötungen ohne Gerichtsverfahren praktiziert, für jeden getöteten Landsmann zehn Libanesen umbringen lässt und ganze Stadtviertel in Schutt und Asche legt. Ich kann doch wohl vom Zentralrat der Juden in Deutschland erwarten, dass dies wenigstens als Problem gesehen wird.

Selbstverständlich weiß ich, dass ich hier gegen jahrzehntelang fest gefügte Meinungen argumentiere. Aber ich bin nicht der erste, ich werde nicht der letzte sein, und zusammen mit besonnenen Menschen in Israel und außerhalb Israels können wir die Dinge zum Guten wenden. Die israelische Regierung braucht unsere Solidarität. Im Moment ist sie auf einem falschen Weg, daher braucht sie von solidarischen Freunden jetzt nicht mehr Waffen oder mehr Geld oder mehr public relations, sondern mehr Kritik.
Mit freundlichen und besorgten Grüßen

R. Verleger

* Die Kultur Fibel Redaktion distanziert sich von dem Begriff "Mörderbande".


Die Kultur Fibel Redaktion möchte auf die hohe Kulturstufe der Juden über die Jahrtausende hinweisen.
Dieses Kulturerbe wird durch die fortwährende Landnahme für den Staat (Groß) Israel,
mit seiner Agressionspolitik, zerstört.

Einige Leseproben aus den deutschsprachigen Buchausgaben
des jüdischen Abraham Melzer Verlages:

Die Mauer
Israel
- Palästina

Ich will nicht mehr schweigen
Recht und Gerechtigkeit in Israel / Palästina

Nach dem Terror

Der Jude der Juden

in Israel

Das Ende des Judentums


Geschichtslexikon DER GROSSE PLOETZ zeigt die Landkarte
der von Israel geraubten Gebiete in Palästina.



HUMAN RIGHTS WATCH
wirft Israel Kriegsverbrechen vor!

"Die israelischen Angriffe im Libanon zeigten eine verstörende Missachtung des Lebens libanesischer Zivilisten",
sagte der Direktor von Human Rights Watch, Kenneth Roth, New York, 3. August 2006.
Einige Angriffe kämen Kriegsverbrechen gleich.
Israels Erklärung, die Hisbollah verstecke sich hinter Zivilisten, sei vielfach unzutreffend
und könne die wahllose israelische Kriegsführung nicht rechtfertigen.

 

Amnesty international:
Pressemitteilung
Libanon:
Israel hat vorsätzlich zivile Ziele zerstört.
"Die israelische Regierung hat in diesen Fällen Kriegsverbrechen begangen".

Amnesty international, Berlin, 23. August 2006
Die israelische Regierung hat im Libanon-Krieg vorsätzlich zivile Infrastruktur angegriffen, darunter Ziele ohne offenbare strategische Bedeutung. Die Zerstörung Tausender Häuser sowie zahlreicher Brücken, Straßen, Wasserwerke und Treibstofflager gehörte von Anfang an zur israelischen Militärstrategie im Libanon. Zu diesem Ergebnis kommt ein heute veröffentlichter Bericht von amnesty international (ai). ai fordert eine umfassende unabhängige Untersuchung der Vorfälle.

"Viele dieser Angriffe waren vorsätzlich, unverhältnismäßig und unterschieden nicht zwischen militärischen und zivilen ZIelen", sagte Gudrun Sidrassi-Harth, ai-Libanon-Expertin. "Die israelische Regierung hat in diesen Fällen Kriegsverbrechen begangen. Muster, Reichweite und Ausmaß der Angriffe machen Israels Behauptung, dass es sich dabei um so genannte Kollateralschäden im Rahmen rechtmäßiger Angriffe gehandelt habe, schlicht unglaubwürdig."

Dem ai-Bericht zufolge hat die israelische Luftwaffe zwischen dem 12. Juli und 14. August 2006 über 7.000 Angriffe auf rund 7.000 Ziele geflogen. Hinzu kamen 2.500 Bombardierungen durch die israelische Marine.
Es gab über 1.100 Tote auf libanesischer Seite, davon 45 Prozent Kinder.
3.697 Menschen wurden verletzt und 970.000 mussten fliehen - rund ein Viertel der libanesischen Zivilbevölkerung.

Der Bericht basiert auf den Ergebnissen einer ai-Delegation, die mehrere Wochen im Libanon tätig war. Die ai-Rechercheure sprachen mit Opfern, UN-Beamten, Vertretern der israelischen Armee und der libanesischen Regierung. Zeitgleich hat eine ai-Delegation in Israel Menschenrechtsverletzungen durch die libanesische Hisbollah-Miliz untersucht.

Den Bericht "Deliberate destruction or 'collateral damage'? Israeli attacks against civilian infrastructure" können Sie über die ai-Pressestelle beziehen oder herunterladen unter http://web.amnesty.org.library/index/engmde180072006


Die Überlebenschance der Menschheit schrumpft durch den Klimawandel,
das Morden im Nah-Ost-Konflikt erscheint als ein böses "Geplänkel"
.

A.H. Ellental 7/2006


Bücher und Notizen zum Thema:
Menschlicher Irrsinn,

zum Probelesen:

Kollaps
Wir Wettermacher

Greenpeace Soja Anbau

Narzißmus, Agression, Selbstzerstörung


Libanon, israelischer, militaerischer Ueberfall, Luftangriffe, Raketen, Mord, Israel, Kriegsverbrechen,
Palästina, Besatzer, Landraub, illigale Siedlungen, West Banks, Zionismus,
faschistischer Zionismus
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Musical-Operette:

Operette Vetter aus Dingsda - Operette Die Lustige Witwe - Operette Die Fledermaus - Musical Rocky Horror Show
Musical Ludwig II - Musical Robin Hood - Musical Sweeney Tood - Musical Swan Lake - Musical African footprint
Musical Tarzan - Musical In nomine patris - Musical West Side Story - Musical Dirty Dancing - Musical Kiss me Kate
Musical Tanguera, Tango-Argentino - Musical My Fair Lady - Musical Balé de Rua - Musiktheater Friedrichstadtpalatz Berlin

Theater
Sextett - Spanische Fliege - Glücliche Zeiten - Jude von Malta

 

Oper-Ballett:

Oper La Traviata - Oper La Boheme - Oper Entführung aus dem Serail - Oper Die Liebe zu den drei Orangen - Oper Die Zauberflöte
Oper Cosi fan tutte - Oper Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny - Oper Die Teufel von Loudun - Oper Der Waffenschmied Oper Madame Butterfly
Oper Simon Boccanegra - Oper Orelando paladino - Oper Carmen - Oper Armida - Oper Der Spieler, Hrpok - Oper Fidelio
Oper Agrippina - Oper Der Türke in Italien - Oper Der Goldene Hahn - Ballett Dornröschen - Ballett Schneewittchen
Ballett Tanzgeschichte - Ballett Carmen Flamenco - Ballett Der Nussknacker - Ballett Martha Graham Company

Interviews:

Interview Lola Müthel - Interview Herbert Bötticher - Interview Ruth Drexel - Interview Ute Lemper
Interview Wolfgang Spier - Interview Judy Winter - Interview Romuald Pekny - Interview Helmut Griem


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