Theater mit Geschichte

Metropol Theater, Berlin

METROPOL

Metropol Theater Berlin, Glanz und Untergang
100 Jahre 1898 bis 1998
Armin H. Eilenberg

Metropol Theater, Berlin, 1941
METROPOL-Theater, Berlin 1941

METROPOL-Theater, Berlin,
von 1898 bis 1944 mit einem internationalen Ruf für Operetten und Revuen, brillierte in seinem prächtigen Haus in der Behrenstraße. Die Presse hob auch die Eleganz seiner Besucher hervor. Das Publikum mit Respekt vor den Künstlern und dem Gesellschaftsleben, kam damals ohne Drillich-Arbeits-Hosen, sprich; Jeans ins Theater.
Es waren Menschen, die noch als Menschen, gut gekleidet, höflich und tolerant miteinander in einer Gesellschaft verkehrten. Vielleicht auch unter dem Einfluss der verblassenden Renaissance des Humanismus.
(Goethe, Schiller u.a.)

In seiner Glanzzeit, bis 1944, hatte das METROPOL auch seine Tiefpunkte: Ende des I. Weltkrieges, während der Inflation und zum Ende des II. Weltkrieges waren es die britisch /amerikanischen, demokratischen Terror-Bomben-Angriffe mit dem Ziel Zivilisten und Kunststätten zu zerstören.
Das Wort Kriegsverbrechen wird unterdrückt?

Wir sollten, - als humane Wesen - eine Gedenkminute. für die Unschuldigen Millionen , vom demokratischen, angloamerikanischen Bombenterror ermordeten Frauen, Kinder und Großeltern einlegen.

Ab 1947 übernahm die "Komische Oper" das Haus des METROPOL's in der Behrenstraße. Von 1945 bis 1955 spielte es als Interimstheater im "Colosseum", das heutiges Kino in der Schönhauser Allee. Und 1955 zog ein neues Ensemble in den ehemaligen, bescheidenen Admiralspalast, auf dem Hinterhof, am Bahnhof Friedrichstraße. Es wurde still um das METROPOL bis zum Konkurs 1998.

Wenn uns die 46 strahlenden Jahre des METROPOL's veranlassen, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen, dann ist dieser Rückblick nicht identisch mit der Berliner Operettengeschichte. Früher wurde von fast allen Berliner Bühnen zeitweilig Operette gespielt. Führende Operettenbühne Berlins, um die Jahrhundertwende, waren das "Friedrich Wilhemstädtische Theater" in der Chausseestr., in der Alten Jakobstraße das "Central Theater" und das "Apollo Theater" lag in der Friedrichstraße 218, über mehrere Jahre die Wirkungsstätte von Paul Lincke (Uraufführung 1899 "Frau Luna"), ebenso wie später das "Thalia Theater". Viele Operetten Uraufführungen von Walter Kollo erlebten die Besucher im "Berliner Theater" in der Charlottenstraße. In dem erbauten "Theater des Westens" (1895/96) kam es 1907 u.a. zur deutschen Erstaufführung der "Lustige Witwe" von Franz Lehár.
Das "Theater am Schiffbauerdamm" hieß früher Neues Operettenhaus. Hier wurden noch bis 1946 Operetten gespielt. Ab 1912 war das "Theater am Nollendorfplatz" Operettentheater. Die

Fritzi Massary, Revue und Operetten Star der 20er Jahre auf einem Kostümball als "Börse"
Fritzi Massary, Revue und Operetten
Star der 20er Jahre auf einem
Kostümball als "Börse"

Metropol Theater Folgeseite

"Komische Oper" , damals an dem Weidendamm, auch das "Rose Theater", das "Lessing Theater", die "Deutsche Oper", die "Staatsoper unter den Linden", sogar das "Deutsche Theater" (Reinhardts "Fledermaus" Inszenierung) spielten hin und wieder Operetten. Und dann war die Operette im Admiralspalast n der Friedrichstraße und im METROPOL in der Behrenstraße zu Hause.

1891 wurde von zwei Wiener Architekten mit dem Bau eines prächtig eingerichteten Theaters in der Behrenstraße begonnen, das am 24. September 1892 als "Theater Unter den Linden" eröffnet wurde und ab 1898 den Namen METROPOL - Theater trug. Es lag mitten im Amüsierzentrum des wilhelminischen Berlin rund um die Friedrichstr., wo sich die meisten Vergnügungslokale, Ballsäle und Theater befanden und über das ein Zeitgenosse berichtet:

"Viel umfangreicher kann das Nachtleben Berlins nicht mehr werden. Eine Nachtzeit zum Schlafen gibt es nicht mehr. Wer heute ganz mit dazu gehören will und Wert darauf legt, als "Lebemann" zu gelten, schläft am Tage und erhebt sich, wenn die Schleier der Nacht sich allmählich senken, nervös vom Lager, um sich aufs neue in den Strudel zu stürzen. Die Dauer dieser Vergnügungen bis zum hellen Tage ist ja gerade der Moment, der die Fremden anzieht.
Das finden sie weder in Paris noch sonst wo auf der Welt.

Bis elf Uhr spielen die Theater, dann geht man essen, wohl auch noch in eine Bar. Die ganz Jungen und Fremden ziehen dann in die Ballsäle, und all der tolle Wirrwarr trifft sich noch zu guter Letzt in den Nachtlokalen, deren eigentliches Leben beginnt, wenn die Ballsäle und Bars schließen müssen,


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