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METROPOL-Theater,
Berlin,
von
1898 bis 1944 mit einem internationalen Ruf für Operetten und Revuen,
brillierte in seinem prächtigen Haus in der Behrenstraße. Die Presse hob
auch die Eleganz seiner Besucher hervor. Das Publikum mit Respekt vor
den Künstlern und dem Gesellschaftsleben, kam damals ohne Drillich-Arbeits-Hosen,
oder Jeans ins Theater.
Es waren Menschen, die noch als Menschen, gut gekleidet, höflich und tolerant
miteinander in einer Gesellschaft verkehrten. Vielleicht auch unter dem
Einfluss der verblassenden Renaissance des Humanismus. (Goethe,
Schiller u.a.)
In seiner Glanzzeit,
bis 1944, hatte das METROPOL auch seine Tiefpunkte: Ende des I. Weltkrieges,
während der Inflation und zum Ende des II. Weltkrieges waren es die britisch
/amerikanischen, demokratischen Terror-Bomben-Angriffe mit dem Ziel Zivilisten
und Kunststätten zu zerstören.
(Kein Kriegsverbrechen?)
Wir sollten, - als humane Wesen - eine Gedenkminute. für die Millionen
Unschuldigen, vom demokratischen Bombenterror ermordeten Frauen, Kinder
und Großeltern einlegen.
Ab 1947 übernahm die "Komische
Oper" das Haus des METROPOL's in der Behrenstraße. Von 1945
bis 1955 spielte es als Interimstheater im "Colosseum", das heutiges Kino
in der Schönhauser Allee. Und 1955 zog ein neues Ensemble in den ehemaligen,
bescheidenen Admiralspalast,
auf dem Hinterhof, am Bahnhof Friedrichstraße. Es wurde still um das METROPOL
bis zum Konkurs 1998.
Wenn uns die 46 strahlenden Jahre des METROPOL's veranlassen,
einen Blick in die Vergangenheit zu werfen, dann ist dieser Rückblick
nicht identisch mit der Berliner Operettengeschichte. Früher wurde von
fast allen Berliner Bühnen zeitweilig Operette gespielt. Führende Operettenbühne
Berlins, um die Jahrhundertwende, waren das "Friedrich Wilhemstädtische
Theater" in der Chausseestr., in der Alten Jakobstraße das "Central
Theater" und das "Apollo Theater" lag in der
Friedrichstraße 218, über mehrere Jahre die Wirkungsstätte von Paul Lincke
(Uraufführung 1899
"Frau Luna"), ebenso wie später das "Thalia Theater".
Viele Operetten Uraufführungen von Walter Kollo erlebten die Besucher
im "Berliner Theater" in der Charlottenstraße. In dem
erbauten "Theater des Westens" (1895/96) kam es 1907
u.a. zur deutschen Erstaufführung der "Lustige
Witwe" von Franz Lehár.
Das
"Theater am Schiffbauerdamm" hieß früher Neues
Operettenhaus. Hier wurden noch bis 1946 Operetten gespielt.
Ab 1912
war das "Theater am Nollendorfplatz" Operettentheater.
Die
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"Komische Oper"
, damals an dem Weidendamm, auch das "Rose Theater", das
"Lessing Theater",
die "Deutsche
Oper", die "Staatsoper unter
den Linden", sogar das "Deutsche Theater" (Reinhardts
"Fledermaus"
Inszenierung) spielten hin und wieder Operetten. Und dann war die Operette
im Admiralspalast
n
der
Friedrichstraße
und im METROPOL
in der Behrenstraße zu Hause.
1891 wurde von zwei Wiener
Architekten mit dem Bau eines prächtig eingerichteten Theaters in der Behrenstraße
begonnen, das am 24. September 1892 als "Theater Unter den Linden" eröffnet
wurde und ab 1898 den Namen METROPOL - Theater trug. Es lag
mitten im Amüsierzentrum des wilhelminischen Berlin rund um die Friedrichstr.,
wo sich die meisten Vergnügungslokale, Ballsäle und Theater befanden und über
das ein Zeitgenosse berichtet:
"Viel umfangreicher kann das Nachtleben Berlins nicht mehr werden. Eine Nachtzeit
zum Schlafen gibt es nicht mehr. Wer heute ganz mit dazu gehören will und
Wert darauf legt, als "Lebemann" zu gelten, schläft am Tage und erhebt sich,
wenn die Schleier der Nacht sich allmählich senken, nervös vom Lager, um sich
aufs neue in den Strudel zu stürzen. Die Dauer dieser Vergnügungen bis zum
hellen Tage ist ja gerade der Moment, der die Fremden anzieht.
Das finden sie weder in Paris noch sonst wo auf der Welt.
Bis elf Uhr spielen
die Theater, dann geht man essen, wohl auch
noch in eine Bar. Die ganz Jungen und Fremden ziehen dann in die Ballsäle,
und all der tolle Wirrwarr trifft sich noch zu guter Letzt in den Nachtlokalen,
deren eigentliches Leben beginnt, wenn die Ballsäle und Bars schließen müssen,
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Metropol
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