Metropol Theater, Berlin

Theater mit Geschichte

METROPOL

Metropol Theater Glanz und Untergang
100 Jahre 1898 bis 1998

Armin H. Eilenberg

Fritzi Massary, Metropol Theater
Tätigkeit darauf beschränkt, eine sogenannte Handlung zusammen zuzimmern, die gar keine Handlung ist und keinen weiteren Zweck verfolgt, als Herrn Thielscher und Herrn Steinberger einige gute und einige minderwertige Witzworte sprechen, die Sänger und Sängerinnen singen zu lassen, und vor allem, das ist die Hauptsache, dem Zuschauer Gelegenheit zu bieten, nicht uninteressante anatomische Studien zu machen und auf diesem Gebiet Vergleiche anzustellen."Richard Schultz gelang es durch horrende Gagen Stars zu gewinnen, die dem von der Schau her glänzend aufgemachten leichten Inhalt seiner Produktionen zum Erfolg verhalfen. Seit Anfang war der drastische Komiker Guido Thielscher dabei. 1900 kam dann Joseph Josephi dazu. 1904 holte Schultz an sein Haus, um nur die bekanntesten zu nennen
Josef Giampietro, den er auf die Darstellung preußischer Leutnantstypen festlegte, >>
Paul Linke ,1938 im Metropol Theater
Fritzi Massary in "Eine Frau, die weiß was sie will" 1932, Metropol Theater
Tanz". Schultz und seine Mitarbeiter, vor allem sein Dramaturg Julius Freund und sein Kapellmeister Julius Einödshofer, seit 1901, danach Viktor Hollaender, entwickelten daraus die "METROPOL Revue", die das Gesicht des Theaters bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges bestimmen sollte. Das Haus als ein Zentrum des Vergnügens war das erklärte Ziel von Richard Schultz. Die Eröffnung des METROPOL's (Theaters) am 3. September 1898 fand mit der Ausstattungsposse "Paradies der Frauen" statt. Die Vossische Zeitung schrieb am 4. September 1898: "Der Anblick, den das METROPOL-Theater gestern an seinem Eröffnungsabend bot, rechtfertigt den Namen, den Direktor Schultz dem bisherigen Theater Unter den Linden beigelegt hat. Der Anblick war blendend. Der schöne Theatersaal strahlte in der Pracht erneuter glänzendster Einrichtung, und in den Logen, im Parkett hatte sich ein Auditorium versammelt, das in seiner Zusammensetzung einen so ausgesprochen weltstädtischen Charakter trug, wie es sich in Berliner
Paul Lincke 1938, im Metropol Theater
mit dem Schlage der zweiten Stunde; dort dauert es dann bis zum frühen Morgen".
"Das "Theater Unter den Linden" konnte sich vorerst, inmitten dieses Vergnügungsrummels, mit einem recht braven Operettenspielplan nicht behaupten. 1898 übernahm der bisherige Direktor des "Central-Theaters", Richard Schultz, das Haus und nannte es "METROPOL-Theater". Er brachte fast sein ganzes bisheriges Ensemble mit und führte in der Behrenstraße ein Genre weiter, das er an seinem bisherigen Theater bereits ausprobiert hatte: die "Ausstattungs-Revue und Posse mit Gesang und
Theatern nur selten bemerkbar macht. Auf der Bühne herrschte verschwenderische Pracht. Dem Auge bot die Aufführung der Julius Freundschen Posse außerordentlich viel in jeder Bezie-hung, in der Pracht der Kostüme, in dem auserlesenen Geschmack, mit dem sie zusammengestellt waren, und auch indem, was sie den prüfenden Blicken, die durch Hunderte von Operngläsern auf die Bühne fielen, nicht verhüllen. Auch das Ohr hatte keinen Grund, sich über schlechte Behandlung und Vernachlässigung zu beklagen. Einödshofer und Sänger hatten für ihre Musik mit oft bewährtem Geschick bei allen möglichen beliebten Tondichtern vorteilhafte Anleihegeschäfte gemacht und einige famose Walzer vom Stapel gelassen, die sich bald Bürgerrecht in Berlin erwerben werden, und Fräulein Stojan, Herr Steinberger, die übrigen Solisten und der gutgeschulte Chor erfreuten durch hübschen Gesang. Herr Julius Freund hatte als Possendichter seine
Fritzi Massary, Metropol Theater
Revue, Donnerwetter-tadellos, Metropol Theater

Revue "Donnerwetter-tadellos!" 1908
Metropol Theater
Foto links:

Fitzi Massary
Foto rechts:

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