Metropol Theater, Berlin

Kultur Fibel Magazin

Theater mit Geschichte

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METROPOL

Metropol Theater Glanz und Untergang
100 Jahre 1898 bis 1998

Armin H. Eilenberg

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Gesellschaftsmagazin
Maria Heester in Frau Luna
und die junge Fritzi Massary, über die später ein Kritiker schrieb:
"Wenn sie ein unaussprechliches Zötchen von purpurn gefärbten Lippen schnellt, so tut sie das mit unnachahmlich geistreicher Anmut . . . . Dieses überhaupt ist so recht ihre eigene und eigentliche Note: die Dezenz der Indezenz, die Kunst, das Unmögliche möglich zu machen, letzte Geschmacklosig-keit noch durch eigenen Geschmack zu adeln und zu beseelen."
(Zeitschrift Roland)

Die Jahresrevuen des METROPOLs behan-delten im wesentlichen nur eines in allen möglichen Varianten: das Berliner Nacht-leben. Über die Entstehung dieser Amüsier-produktionen, die das Publikum in größter Ungezwungenheit speisend, trinkend und rauchend im METROPOL genießen konnte, schrieb Julius Freund:

"Nachdem in eingehenden Konferenzen zwischen Autor und Direktor festgestellt worden ist, welche Ereignisse und Figuren des ablaufenden Jahres noch genug im Gedächtnis haften, damit sie auch noch nach dem halben Jahr, das bis zur Erstaufführung verstreicht, verständlich
und interessant sind, wird versucht, Personen und Vorgänge in zusammengehörige Gruppen zu gliedern und Milieus zu finden, die geeignet schei-nen, den Rahmen zu bilden. Während sich der Autor in die stille Schreibstube vergräbt, verwandeln sich die Büros in eine Art Bilder-galerie, sammeln sich Hunderte von bunten Figurinen. Überall stehen kleine Puppenbüh-nen, auf denen die Dekorationen aufgebaut sind. Wenn die Arbeit des Autors und des Direktors so weit vorgeschritten ist, daß die Form des Abends als festgelegt gelten kann, kommt als dritter der Komponist hinzu.
Maria Hester in "Frau Luna" 1938 Foto, Metropol Theater
"Die Premieren alljährlich im September waren Ereignisse, die man in Berlin mitmachen mußte, Sensationen, über die in jedem Salon gesprochen wurde. Was Wunder, daß um die Karten zur Premiere schon Wochen vorher ein stiller, aber um so erbitterterer Kampf ausge-fochten wird. Es ist wie ein Ringen an der Börse, die Karten steigen und fallen im Kurs, der in den letzten Stunden, bevor der Vorhang sich hebt, schwindelerregend in die Höhe geschraubt wird. Hundert Mark ist kein zu geringer Preis für einen Fauteuil. Waren die in Berlin tonangebenden Kreise die Besucher der Premieren des METROPOL, die Einnah-men brachten bei der langen Laufzeit der Revuen hauptsächlich Besucher aus dem
In- und Ausland, die nach Berlin reisten, um etwas erleben zu wollen, wie es in einem Gedicht aus dieser Zeit auf das METROPOL Theater heißt:

"Wer nach Berlin kommt aus der Provinz, Und sei's nur für wenige Tage, befindet sich, ob er Bürger, ob Prinz, in derselben Vergnügungslage. Kaum betritt er der Reichshauptstadt Macadam, (Straßenbelag nach Mac Adam) Setzt den Willen um in die Tat er Und geht Punkt 1
Im Vergnügungsprogramm ins METROPOL Theater. Was er daheim in seiner kleinen Stadt erträumt hat in engen Räumen:
Nun schaut er sich in Wirklichkeit satt An all den Märchen und Träumen."
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