Kultur Fibel Magazin
Gesellschaftsmagazin

Metropol Theater, Berlin

METROPOL

Metropol Theater Berlin, Glanz und Untergang
100 Jahre 1898 bis 1998
Armin H. Eilenberg

Der Spielplan der 20er Jahre

Emmerich Kálmán "Hollandweibchen" (1920), "Bajadere" (1922), "Fräulein, bitte, könn'n Sie Shimmy tanzen"?, "Gräfin Mariza" (1924), "Zirkusprinzessin" (1926), "Veilchen vom Montmartre" (1930)
Leo Fall "Die Straßensängerin" (1921), "Madame Pompadour" (1922)
Franz Lehar "Blauen Mazur" (1921), "Der Graf von Luxemburg" (1927), "Friederike" (Singspiel; 1928), "Lustige Witwe"(1928), "Land des Lächelns"(1929), "Schön ist die Welt" (1931), Tenor Richard Tauber besetzte die Titelpartie in den Werken von Franz Lehar.
Johann Strauß "Fledermaus" (1924), Leo Slezak als Alfred und Fritzi Massary als Adele.
Charles Lecocqs "Mamselle Angot" (1925)

Der Direktor Walter Bromure, 1923/24, spielte seine eigenen Werke, "Schönste der Frauen" (mit dem Lied "Mädchen, zeig dein Fassädchen"), "Karneval der Liebe", "Maskottchen", "Tausend süße Beinchen"

Walter Kollo "Marietta" (Lieder:"Was eine Frau im Frühling träumt" und "Warte, warte nur ein Weilchen") wurde in den zwanziger Jahren am METROPOL gleich zweimal

Paul Linke, Frau Luna - Generaloberst Hermann Göring mit seiner Frau Emmy Göring
Metropol Theater 1936, Paul Lincke mit den Darstellern von "Frau Luna"
Der Generaloberst Hermann Göring mit seiner Frau Emmy in der Loge (o.l.
)
 

inszeniert (1923 und 1929).
Eduard Künneke "Casino?Girls" (1923).
Paul Ab
raham "Viktoria und ihr Husar" (1930), "Die Blume von Hawaii" (1931)

Die Revuen der 20er Jahre.
"New York-Berlin" (1922), Vincent Youmans "No, No, Nanette" (1925), Es gastierte ein amerikanisches Ensemble, "Die Nacht der Nächte" (1926), "Wieder METROPOL" (1927)
Hentschke Revue-Operetten "Hier wohnt das Glück, fern von der Welt" (1937), "Es war noch nie so schön wie heut" (1940) " Wo man die ganze Welt vergißt, bei einem Liebestraum" (1942), "Man sieht die Welt mit andern Augen an, weil man eine rosarote Brille trägt" (1942), "Wer zittert und wer bebt und nicht als Mann aufs Ganze geht, hat nie gelebt" (1942)
Fred Raymond "Lauf ins Glück" (1934), "Ball der Nationen" (1935), "Auf großer Fahrt" (1936), Maske in Blau" (1937
Ludwig Schmidseder "Melodie der Nacht"(1938), "Die oder keine" (1939), "Frauen im METROPOL" (1940) Friedrich Schröder "Hochzeitsnacht im Paradies" (1942)
Will Meisel "Königin einer Nacht" (1943) Revue "Wiedersehen macht Freude" (1944)

Einige "Bummellieder"
aus verschiedenen Revuen:

1904 in "Ein tolles Jahr"
Ich bin der Mann im Mond, ans Bummeln sehr gewohnt, streich' jede Nacht umher als himmlischer Flaneur,' mein magisch Licht erhellt das dunkle Himmelszelt, bin der friedlichste, unermüdlichste, älteste Bummler der Welt! 1906
"Der Teufel lacht dazu"
Wenn mich auch schmähen die Philister, es liegt einmal bei mir so drin, ich weiß, daß ich ein Kerl, ein trister, ein alter Sündenknüppel bin. Der Tag scheint nüchtern mir und ledern, erst wenn die andern Leute ruhen, erheb' ich sacht mich aus den Federn, im Sumpf Berlin bin ich das Huhn. Wenn droben Mond und Sterne stehen, muß ich auf meinen Bummel gehen! Dann zieh' ich zum Kasino hin, wo so viel süße Mädel drin, wo Olga schwatzt und Meta plauscht und Edith mit dem Röckchen rauscht, wo Ida mit den Augen blitzt, wo Frieda beim Champagner sitzt. Das ist mein Ideal, mein liebes, liebes Nachtlokal!
1911 in "Die Nacht von Berlin"
Auch die Bars sind gut bewohnbar, Grand Bar, Bar Maxim, Union Bar! Dort siehst beim Bukett du stehn schlanke Mädchen wunderschön! Alle jung und unverdorben, hochfrisiert und blond geforben, stehn sie mit vergnügtem Sinn mitten in de Schnäpse drin! Ach, wie nett sind diese Schicksen, wenn sie ihre Drinks dir mixen. Ganz besonders gute Tips sind die Cobblers und die Flips! In die schönsten Augen siehste und dabei am Strohhalm ziehste. Wer die Bar nicht liebt, es ist klar, ist entschieden ein Barbar! Drum drum drum mußt du jede Nacht aufs Bummeln ziehn! Rum rum rum treibt es sich am schönsten in Berlin! Dumm dumm dumm biste, wenn du triste im Bett! Steck den Hausschlüssel ein, mach die Bläulinge (Hundertmarkscheine) klein! Alter Junge, sei bloß nett!
Jahresrevuen des METROPOL's bis 1912:
"Neuestes - Allerneuestes" (1903), "Ein tolles Jahr" (1904), "Auf ins METROPOL" (1905), "Der Teufel lacht dazu" (1906) "Das muß man sehen" (1907) Viktor Hollaender "Donnerwetter, tadellos" (1908), "Hallo, die große Revue" (1909) Paul Lincke "Hurra, wir leben noch" (1910), "Die Nacht von Berlin" (1911)

Viktor Hollaender "Chauffeur, ins METROPOL" (1912)Rudolf Nelson "Die Reise um die Erde in 40 Tagen" Jean Gilbert "Mädchen sind wie die Engelein" (wurde zum Schlager).

Operetten im Spielplan:
Viktor Hollaender "Der Mandarin von Tsing?ling?fing" (1900), "Die zwölf Frauen des Japhet" (1902) mit dem Lied "Kirschen in Nachbars Garten"
Rudolf Nelson "Hoheit amiisiertsich"(1911)
Jean Gilbert "Die Kinokönigin" (1913).
Am 1. August 1914 begann der Erste Weltkrieg und die Theater spielten Operetten wie "Der Kaiser rief " am Residenztheater, "Die Waffen her!" am Rose?Theater oder"Immer feste druff!" am Nollendorfplatz.
Die Weihnachtspremiere 1914
"Woran wir denken Bilder aus großer Zeit"
Fritzi Massary (jüdischen Glaubens) als Taube (Deutsches Kampfflugzeug) und Guido Thielscher als Brummer (Krupp?Granate) brachten darin das folgende Duett: SIE: Süßer, dicker Brummer, ER: Du mein Täubchen zart und flink! SIE: Ja, jetzt drehn wir mal 'ne Nummer ER: Ja, jetzt drehn wir mal ein Ding! BEIDE: Hoch in den Lüften droben nehmen alle wir auf 's Korn. SIE: Ich komme mal von oben, ER: Und ich komm' mal von vorn! und der Darsteller Carl Geßner mußte singen: Im Graben von den Schützen tu endlich ich besitzen die Bude, die ich brauch!, und sturmfrei ist sie auch. Komm` ich mal weg vom Militär, fehlt mir mein Schützengraben sehr.

Leo Fall "Kaiserin" (1915), "Rose von Stambul" (1917) Jacques Offenbach "Großherzogin von Gerolstein" (1916) Emmerich Kálmán "Csardasfürstin" (1916)
Jacoby "Faschingsfee" (1918), " Sybill" (1919),
Fritzi Massary in den Hauptrollen.

Nach der Inflation und den Wirtschaftskrisen legte Richard Schultz die Direktion nieder. Es wechselten ständig die Direktoren am METROPOL, bis der "Schwarze Freitag" 1927 den Konkurs brachte. Der Theaterkonzern der Gebrüder Rotter, bemächtigte sich des METROPOLs, bis der Konzern Ende 1932 finanziell zusammenbrach. Eine Notgemeinschaft führte das METROPOL weiter und 1934 wurde Heinz Hentschke als Direktor eingesetzt.

 

Im März 1945 wird das METROPOL-Theater in der Behrenstraße, bis auf den erhaltenen Zuschauerraum, durch Bomben der
anglo-amerikanischen Terrorangriffe zerstört.
Die gezielte Ermordung der deutschen Zivilbevölkerung, Mütter, Kinder und Großeltern,
zählt heute, seit der
(UNO Menschenrechtscharta 10. 12. 1948) als ein Kriegsverbrechen.
Harry S. Truman und
Winston Churchill
hatten Glück.

Amerikaner und Briten rechtfertigten den
Millionen-Mord an die deutsche Zivilbevölkerung als ein Versuch, die kämpfenden deutschen Truppen
zu demoralisieren.

Mord bleibt Mord,
Mörder bleiben Mörder
in der Weltgeschichte,
aber nicht für die von der Holocaust Ideologie traumatisierten
Deutschen, nach 1960.

 


Berlin, Admiralspalast Berlin, Theater Berlin, Metropol Theater Berlin.
Ballett, Nachtleben Berlin, Tanz, Musik, Operetten,
Fritzi Massary, Hermann Göring, Franz Lehar, Paul Linke,
Walter Kollo, Richard Tauber, Operette.

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Theater
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Oper Simon Boccanegra - Oper Orelando paladino - Oper Carmen - Oper Armida - Oper Der Spieler, Hrpok - Oper Fidelio
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