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Ludwig
II. - Sehnsucht nach dem Paradies
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Ludwig
II. Sehnsucht nach dem Paradies |
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Musical von Stephan Barbarino, Franz Hummel und Heinz Hauser |
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Gesellschaftsmagazin |
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Volkstanz
im Schloss, Foto Deutsches Theater,
München |
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Fortsetzung
von Seite 1 |
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Elementen: Die natürlichen
Hecken und Büsche ließ er teilweise durch gemalte Prospekte
ergän-zen. Dieses Spiel hat auch die Inszenierung der „Münchner
Fassung“ im Bühnenbild aufgenom-men. 1871
ließ Ludwig II. den Wintergarten in der Residenz, den sein Großvater
Ludwig I. angelegt hatte, großzügig erweitern. Unter einem
freitra-genden Tonnendach aus Eisen und Glas blühte eine exotische
Landschaft mit Kokos- und Dattelpalmen; sogar einen künstlichen See
hatte sich Ludwig II. darin anlegen lassen. Dieser Wintergarten wurde
zu Ludwigs Lieblingsaufent-halt in der Residenz. Er wurde nach seinem
Tod zurückgebaut. Kurzbiographie Ludwig II.
1867 1868 1869 1870/71 30. September: Erste Pläne für Schloss Linderhof. 1872 1873 1874 1878 1880 1883 1886 Der Leichnam Ludwigs wird in der Gruft der Michaelskirche beigesetzt, sein Herz in einer Urne in der Altöttinger Gnadenkapelle verwahrt. Der Tod des Königs, der die Natur, das Schauspiel und den Frieden über alles liebte blieb bis heute ein Rätsel. |
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Minister machtlos ist. Auch sein kleiner Bruder Otto hat sich mittlerweile von der Kriegshetze der Minister anstecken lassen, die den sensiblen Jungen in einen Wahnsinnsanfall treibt. Ludwig versucht, in der Musik Trost zu finden: Gemeinsam mit Sissi singt er ein Lied von der unmöglichen Liebe. Sie sind sich nah - und bleiben sich doch fern. Gleichzeitig betreibt Sophie die Lösung der Verlobung mit Ludwig, bis sie schließlich ihren Hoffotografen bekommt. Ludwig II. zieht sich mit seinem einzigen Freund Wagner in seinen exotischen Wintergarten zurück und spinnt Träume von einem „Operntheater mit der Musik der Zukunft“. Doch kurz darauf muss Ludwig den Komponisten in flagranti beim Ehe-bruch mit Cosima von Bülow erwischen. Ent-täuscht zieht sich der König zurück. PAUSE IV. Akt Auf Schloss Neuschwanstein kritisieren die Minister die Bauwut des Königs. Der preußische Kanzler Bismarck tritt auf den Plan. Er verspricht Ludwig Geld für seine Schlösser und kauft ihm als Gegenleistung aber die Souveränität Bayerns ab. Ludwig versinkt in eine Traumwelt. Der Baumei-ster entreißt ihn daraus, indem ihm die Hiobsbot-schaft des Baustopp für alle seine Schlösser mel-det. Erneut entgleitet Ludwig in ein Fantasiereich, wo Kaiserin Sissi vergeblich versucht, ihm noch einmal ihre Liebe zu erklären. Wieder erwacht, sucht Ludwig die Einsamkeit der Berge, während sich seine Minister in einem Wirtshaus gegen ihn verschwören. V. Akt Der König lädt sich Gäste in sein Atelier, um ihnen seine Visionen von einer Kunstwelt zu zeigen. Er feiert ein wildes Fest, doch sie verlachen ihn. Die Minister drohen ihm mit der Absetzung und lassen ihn für verrückt erklären. Er übergibt ihnen die Insignien seiner irdischen Macht, Krone, Zepter und Mantel und geht in den Starnberger See. Die Faszination Ludwig II. Ludwig II. ist zu einem regelrechten Mythos geworden. Heimatverbundene sehen in ihm noch immer den Kini, der mehr als Ikone denn durch sein historisches Wirken ein Stück bayerischer Identität verkörpert. Viele Bayern sind in Ludwigvereinen organisiert, so mancher weißblaue Haushalt hat noch heute einen Ludwig-Altar. Doch auch außerhalb Bayerns ist die Magie Ludwigs II. ungebrochen: Seine Schlösser, allen voran Neuschwanstein, ziehen noch heute Millionen Touristen aus aller Welt an; damit gehören sie zu den wichtigsten Reisedesti-nationen in Deutschland. Die märchenhaften Welten, die Ludwig II. mit unglaublichem finanziellen und technischen Aufwand hat Wirklichkeit werden lassen, erregen heute noch Staunen. Nicht minder rätselhaft-romantisch war das Leben des Königs. Seine Beziehungen zur österreichischen Kaiserin Sissi, seiner Cousine, und zu dem Opernkomponisten Richard Wagner sind Legende; der angebliche Wahnsinn des Königs und die erzwungene Abdankung tragen ebenfalls ihren Teil zur Faszination Ludwig II. bei. Auch sein rätselhafter Tod im Starnberger See reizt bis heute zu Spekulationen. Sein Leben und sein Tod sind von so vielen Märchen und Mythen umrankt, die die beste Grundlage für ein Musical bieten. Die Autoren haben mit „Ludwig II. - Sehnsucht nach dem Paradies“ ein Stück bayerischer Kulturgeschichte zu einem spannenden, einfühlsamen und unterhaltenden Theaterabend werden lassen. Dabei wird die Figur des Königs ernst genommen, auch wenn im derben bayerischen Lokalkolorit seiner Gegenspieler, den Ministern, dem Stück eine gute Portion Humor beigegeben ist. Der uralte Konflikt zwischen Kreativität und Engstirnigkeit, zwischen dem vom Wahnsinn gefährdeten Genie und borniertem Spießertum ist der Kern von „Ludwig II. - Sehnsucht nach dem Paradies“. Damit behandelt das Musical ein überzeitliches Thema, das zu allen Zeiten aktuell war und bis zum heutigen Tag ist. Die Gartenliebe Ludwigs II. Für seine Schlösser Linderhof und Herrenchiem-see ließ Ludwig II. von Carl von Effner beein-druckende Gartenanlagen entwerfen und umsetzen. In der Münchner Residenz gestaltete er einen prächtigen Wintergarten. Projekte, die Ludwigs gestalterische Liebe zur Natur verdeutlichen. Die Gärten Ludwigs II. Der Schlosspark in Linderhof entstand in den Jahren 1870 bis 1880. Er besteht aus barocken Gartenräumen und italienisierenden Terrassen-anlagen und schließt an den Hochgebirgswald des Ammergebirges an. Staffagebauten wie der „Maurische Kiosk“ oder das „Marokkanische Haus“ versetzen den Parkbesucher in orientali-sche Märchenwelten; andere Orte sind Zitate von Schauplätzen aus der Musiktheaterwelt Richard Wagners (die „Venusgrotte“, die „Hundinghütte“ oder die „Einsiedelei des Gurnemanz“). Der Schlossgarten Herrenchiemsee ist, wie das Schloss selbst, eine Variation des Versailler Schlossparks, wenn auch keine detailgetreue Kopie. Der symmetrische Ordnungsgeist eines französischen Barockgartens mit seinem Pro-gramm der durch Kultur überformten Natur herrscht auch hier vor. Ludwig II. spielte dement-sprechend mit natürlichen und künstlichen |
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Ludwig und Sissi Ludwig und Sissi waren über den Stammbaum der Wittelsbacher relativ eng verwandt. Beide waren Nachfahren von Maximilian Joseph, dem ersten König von Bayern: |
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Maximilian
Joseph, Ludovica °° Maximilian in Bayern Ludwig I. Sissi °° Kaiser Franz Joseph Maximilian II. Ludwig II. |
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Die historische Beziehung von Ludwig II. zur österreichischen Kaiserin Sissi läßt sich als Seelenverwandtschaft beschreiben: Beide fühlten sich eingesperrt in höfische Zwänge, beide liebten das Reich der Poesie mehr als Repräsentationspflichten. Ab 1864 trafen sie sich regelmäßig in Possenhofen und auf der Roseninsel im Starnberger See. Sissi nannte ihn „meinen Adler“, Ludwig nannte die österreichische Kaiserin seine „Möwe“. Nach Ludwigs Tod verfiel Sissi in tiefe Depressionen. Das Musical verfährt spielerisch frei mit der Beziehung zwischen König und Kaiserin. Sissi singt im IV. Akt ein glühendes Liebeslied, das in der Schwebe lässt, wie platonisch ihre Beziehung war: „Nur der Mond hat uns gesehen/Als ich heimlich bei Dir war“ – was er gesehen hat, bleibt das unausgesprochene Geheimnis von der österreichischen Kaiserin „Sissi“.. Ludwig II. und München . Die Beziehung Ludwigs II. zu seiner Residenzstadt ist eine komplizierte; es ist die Geschichte einer Hassliebe, in der sich vor allem Ludwigs schwieriges Verhältnis zu seinem Regierungsamt ausdrückt. In der frühen Kindheit war Ludwig zunächst beeindruckt von der Stadt. Sein Großvater Ludwig I. hatte München ein neues, klassizistisches Gesicht verliehen, so dass die Stadt modern und glanzvoll als „neues Athen“ strahlte, wie Heine in seiner Reise von München nach Genua feixt. Der junge Kronprinz baute die Hauptsehenswürdigkeiten aus Holzbausteinen nach und liebte den Spaziergang über die neu entstehende Maximilianstraße; gleichwohl war die Frauenkirche, Symbol des alten Münchens, sein Lieblingsgebäude in der Stadt. Ludwig II. soll, in der Nachfolge seines Großvaters, früh Pläne für Umgestaltungen der Stadt entwickelt haben, für die Zeit der eigenen Regierungstätigkeit. Ludwig der junge Visionär. Doch die Faszination für die Residenzstadt wandelte sich mit seiner frühen Inthronisierung. Durch die Erziehung fernab des Regierungsalltags schlecht auf sein Amt vorbereitet, stürzt Ludwig in das sprichwörtliche kalte Wasser des Politikbetriebs. Die Bürden des Königsamtes verbindet er nun mit München, Sitz seiner Regierung, während das Allgäu immer mehr zum politikfreien Rückzugsort wird. Auch stellt sich schnell heraus, dass sich die Münchner seinem Gestaltungswillen für die Stadt verweigern. Als Ludwig für Richard Wagner ein Opernhaus durch Semper erbauen lassen will, sind die Proteststürme gegen das teure Vorhaben derart gewaltig, dass Ludwig von dem Plan abrücken muss. Sein Verhältnis zu München erleidet spätestens durch diese Episode großen Schaden. Ludwig II. beginnt, sich auch in seiner Residenzstadt private Rückzugsorte und Märchenwelten aufzubauen. Der Wintergarten in der Residenz wird zu einem phantastischen Elysium, das ihn für Stunden die Regierungswirklichkeit vergessen lässt. Für einsame Opernabende lässt er das Cuvilliés-Theater sperren und sich dort Privatvorstellungen geben: „Ich kann keine Illusion im Theater haben“, erklärt er, „solange die Leute mich unausgesetzt anstarren und mit ihren Operngläsern jede meiner Mienen verfolgen. Ich will selbst schauen, aber kein Schauobjekt für die Menge sein.“ Nach seinem Tod am 13. Juni 1886 wurde Ludwig II. in München in die Fürstengruft der Michaelskirche zu Grabe getragen; sein Herz aber wurde, fast symbolhaft für das zerrissene Verhältnis Ludwigs zu München, am 16. August in einer Urne gesondert beigesetzt - außerhalb der Stadt, in der Altöttinger Gnadenkapelle, wo auch die Herzen der anderen Wittelsbacher Könige aufbewahrt werden.
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- Die Besucher wandeln durch den berühmten Wintergarten auf dem Dach der
Münchner Residenz: Unter einer kühnen architektonischen Konstruktion
aus Glas und Stahl hatte der Märchenkönig einen spektakulären
Garten mit Kokos- und Dattelpalmen anlegen lassen, in dessen Mitte ein künstlicher
See lag, auf dem sich der König mit seinen Gästen umherrudern ließ.
Bereits 1897 wurde der Wintergarten abgerissen, so dass er nur noch als baulicher
Mythos bekannt ist. In der Inszenierung haben die Besucher die einmalige Gelegenheit,
diesen ‚verschollenen‘ Ort besuchen zu können, der schon zu
Lebzeiten Ludwigs nur ausgewählten Gästen offen stand.
- - Eine Flugszene führt die Zuschauer über den ‚Königswinkel‘. Schloss Neuschwanstein und Hohenschwangau kommen ins Bild, schließlich ‚landet‘ man bei Schloss Falkenstein – das nie gebaut wurde. In einer detailgetreuen Rekonstruktion wird dieses beeindruckende Schloss räumlich erlebbar. - - Auch der Schluss des Musicals wird mit dem Einsatz von 3-D-Technik realisiert – Ludwigs Ende im Starnberger See. Die Zuschauer dürfen auf die poetische Umsetzung gespannt sein. Das Team der Hightech-Märchenwelt – von metamatix. Die Animationswelt wurde von den IT-Spezialisten von metamatix entwickelt. Die Landschaftszenen innerhalb der Animatiomswelt wurden von den Partnerfirmen RSS GmbH und KUKA GmbH erstellt. Seit mehr als 5 Jahren arbeitet dieses Team mit viel Engagement an der Abbildung aller Kulturstätten Bayerns in einer virtuell erlebbaren Welt. Mit Hilfe modernster Technologien soll das Kulturerbe Oberbayerns gesichert werden, indem man z. B. durch virtuelle Welten unabhängig von Abnutzung und Zerstörung der realen Kulturstätten wird. Das Projekt ist inhaltlich an das Leben und die Visionen Ludwig II. als weltweit berühmtes Aushängeschild des oberbayerischen Kulturraums geknüpft. Die Technologien von metamatix eröffnen neue Dimensionen. Es werden Orte erlebbar gemacht, die... - - es gab, aber nicht mehr gibt (z. B. Wintergarten von König Ludwig) - - es geben sollte, aber nie gab (z. B. Schloss Falkenstein) - - es gibt, aber nicht für jedermann begehbar sind (z. B. Königswohnung in Schloss Neuschwanstein) - - es gibt und auch besichtigt werden können (z. B. Thronsaal von Neuschwanstein) Der Bauherr, Visionär und gleichzeitig der Motor für das Projekt ist Gerd Hirzinger. Der Professor für Robotik und Mechatronik am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen arbeitet seit Jahren aus persönlicher Passion an den Einsatzmöglichkeiten der Welt- und Raumfahrtforschung und Robotik für die Kulturwissenschaft. Mit modernsten Methoden der Robotik und Weltraumforschung treibt er das Projekt voran. In Zusammenarbeit mit metamatix sind Techniken entstanden, die es erlauben, aus oft nur rudimentär vorhandenen historischen Informationen virtuelle 3D-Welten zu konstruieren. Im Laufe jahrelanger Entwicklung ist sehr viel Material entstanden. Es ist eine glückliche Fügung, dass für das Deutsche Theater, München Szenen zugeschnitten werden können, die auf diesem Material basieren. Im Deutschen Theater, München wird ein Teil der Animationen erstmals einer größeren Öffentlichkeit vorgestellt. In diesem einzigartigen Projekt fließen Know-How und Technologien aus jahrelanger Entwicklung und aus völlig unterschiedlichen Fachbereichen zusammen: Kulturwissenschaft, Weltraumtechnik, Robotik und Mechatronik, Optik bzw. Fototechnik und Informationstechnologie arbeiten hier in einem nie da gewesenen Umfang Hand in Hand. Die kombinierten Hochtechnologien stellen sich dabei in den Dienst eines historischen, kulturellen und vor allem höchst emotionalen Themas: Der Dokumentation der Traumwelten von König Ludwig II. Eine besondere Herausforderung des Projekts besteht in der Abstimmung des realen Bühnengeschehens mit dem animierten Film. Die Bühnenhandlung wird mit den Computeranimationen präzise synchronisiert: So wird es möglich, dass König Ludwig wieder durch seinen Wintergarten geht oder die Räume von Schloss Falkenstein (das nie existierte) beschritten werden. Die Verschmelzung zwischen Bühnen-Wirklichkeit und virtueller Realität ist perfekt. Die Technik dahinter I) Produktion Am Anfang jeder virtuellen Raumentstehung steht die Datengewinnung. - - Bei der Rekonstruktion von Orten, die nicht oder nicht mehr existieren, ist kulturwissenschaftliche Quellenarbeit gefragt: Aus Plänen, Beschreibungen und historischen Abbildungen werden die Grundmaße gewonnen, die es erlauben, ein Gerüst zu errechnen, über das später der Raum gebaut wird. Dies geschieht mit Hilfe eines 3D-Konstruktions-programms. Hierbei werden mit Hilfe von sogenannten Drahtgittermodellen die Räume (z. B. Saal) und Objekte (z. B. Säulen) berechnet. Anschließend werden sie mit den Oberflächen, den sogenannten „Texturen“, überspannt. - - Existiert der Raum noch, der virtuell nachgebildet werden soll, ist der Prozess ein anderer: Partnerfirmen vermessen diesen Raum mit Hilfe dem aus der Robotertechnik stammenden 360-Grad-Laserscanner. Der Laserscanner, kombiniert mit einer Panoramakamera, liefert Messdaten über den Raum und die Oberflächentexturen gleichzeitig. Das Kamerasystem dazu wurde am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnik entwickelt. Ergebnis ist eine „Punktwolke“, die von metamatix in das 3D-Konstruktionsprogramm importiert wird. Dann erfolgt wieder der Feinschliff‘ (Beleuchtung, Atmosphäre, Detailausarbeitung filigraner Objekte usw.) - - Die Erstellung von Landschaftsdaten wird wieder von anderen Partnerfirmen geleistet. Diese verwenden hierzu u.a. die HRSC-Kamera, eine im Deutschen Institut für Luft –und Raumfahrttechnik entwickelte Stereo-Kamera für Befliegungen, d.h. für die Geländemodellierung aus der Luft. Das Kameramodell wurde bei der europäischen Mars-Mission MARSEXPRESS im Jahre 2003 / 2004 sehr erfolgreich eingesetzt. Die Kamera ist vor allem für Szenen aus der Entfernung gut geeignet (z. B. Landschaftsaufnahmen und Topographiescans). II) Projektion (Abspielen) Wie in einem 3D-Kino wird dem Betrachter ein dreidimensionaler Eindruck vermittelt. Dazu ahmt die Technik den Vorgang räumlichen Sehens beim Menschen nach. Durch den Abstand zwischen den Augen ergeben sich unterschiedliche Sichtwinkel; aus diesen zwei Bildern errechnet unser Gehirn dann ein drittes räumliches. Bei der Herstellung eines 3D Filmes benutzt man eine Kamera mit zwei Linsen, die im Augenabstand voneinander entfernt sind. Es werden also zwei Filme mit entsprechender Sichtwinkeldifferenz aufgenommen. Bei der Projektion im Theater stellt sich das Problem, wie man den zum jeweiligen Auge zugehörigen Film diesem allein präsentieren kann. Hierzu gibt es mehrere Verfahren. Wir verwenden das sogenannte Polarisationsverfahren, wie es in vielen IMAX-Kinos üblich ist. Man polarisiert im Filmprojektor "rechte" und "linke" Filmbilder senkrecht zueinander, z.B. durch Polarisationsfolien. Diese werden nun gleichzeitig auf die Leinwand projiziert. Der Zuschauer braucht jetzt nur noch eine so genannte "Polarisationsbrille" zu tragen. Zahlen, Daten, Fakten: - - Entwicklungszeit der IT-Technik von mehr 5 Jahren durch Metamatix - - Zur Projektion werden zwei hochauflösende Stereoprojektoren mit je 16.000 Ansilumen Leuchtkraft benötigt (ein handelsüblicher Beamer bringt zwischen 1.000 und 2.000 Ansilumen). - - Die Auflösung der animierten Filme beträgt 1400 x 1050 Pixel - - 126m² Leinwand (14 m x 9 m) - - Zur Errechnung der Filme benötigte eine „Renderfarm“ (ein Verbund von ca. 16 Computern) 2 Wochen - - Ein einzelner Rechner hätte ca. 60 Tage allein für die Wintergartenszene benötigt. - - Für die Erstellung der Animationen wurde ein Kamerasystem aus der Marsforschung eingesetzt. |
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