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  Konflikt zwischen Israel und Palästina  


Israel / Palästina

Zionismus

Der Konflikt

Kultur Fibel Magazin
rial, Helvetica, sans-serif" size="2">Die Buchempfehlung
mit einer Leseprobe, ohne die Ansichten
vorbelasteter Kritiker, zur eigenen
Meinungsbildung unserer Leser.
Gesellschaftsmagazin
Politische Wissenschaft
Heinrich Hugendubel Verlag
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Norman G. Finkelstein

Zionismus - Land für das eigene Volk -
aus deutschen Quellen.
Die Deutschen konnten als "mildernden Umstand" zum Teil anführen, dass die
öffentliche Kritik an Staatsverbrechen in der Nazizeit streng bestraft wurde.
Welche Entschuldigung haben wir? (Die Juden, Red.)

Die Vertreibung der Palästinenser findet in den Augen Prof. Finkelsteins
einen direkten Vorläufer in den nationalsozialistischen
Vertreibungen in Osteuropa.

Hintergrund
Die zionistische Bewegung strebte im späten 19. Jahrhundert die Errichtung eines jüdischen Staates mit überwiegend, wenn nicht sogar rein jüdischer Bevölkerung in Palästina an.
Dies war als Lösung der so genannten jüdischen Frage gedacht, also der Wechselbeziehung zwischen Juden und Nichtjuden, die von Zurückweisung (oder Antisemitismus) und Anziehung (oder Assimilation) geprägt war. Als die zionistische Bewegung nach der Veröffentlichung der Balfour-Erklärung durch Großbritannien erst einmal in Palästina Fuß gefasst hatte, stellte die einheimische arabische Bevölkerung das größte Hindernis bei der Schaffung eines solchen Staates dar. Denn unmittelbar vor der zionistischen Besiedlung war der überwiegende Teil der Bevölkerung Palästinas nicht jüdisch, sondern muslimisch- und christlich-arabisch.

Den wichtigsten Gruppen quer durch das zionistische Spektrum war von Anfang an klar, dass die einheimische arabische Bevölkerung Palästinas ihre Enteignung nicht stillschweigend hinnehmen würde. »Der Zionismus war nicht, wie häufig behauptet wird, blind gegenüber der Anwesenheit von Arabern in Palästina«, bemerkt Zeev Sternhell. »Zionistische Intellektuelle und Politiker schenkten dem >arabischen Dilemma< vor allem deshalb keine Beachtung, weil sie wussten, dass es innerhalb des zionistischen Weltbildes keine Lösung für dieses Problem gab....

Im Allgemeinen durchschauten beide Seiten einander recht gut und wussten, dass die Verwirklichung des Zionismus nur auf Kosten der palästinensischen Araber möglich war.« Moshe Shertok (später Sharett) tat die Überzeugung derjenigen, die von »>beiderseitigen Missverständnissen< zwischen uns und den Arabern, von >gemeinsamen Interessen< [und] von >der Möglichkeit von Einheit und Frieden zwischen zwei Bruder - Völkern«< sprachen, verächtlich als »trügerische Hoffnungen« ab. »Die Geschichte kennt kein einziges Beispiel«, fasste David Ben-Gurion das Kernproblem prägnant in Worte, »dass ein Volk die Tore seines Landes nicht aus der Notwendigkeit heraus öffnet, ... sondern weil das Volk, das Einlass begehrt, seinen Wunsch nach diesem Land deutlich gemacht hat.«
»Die Tragödie des Zionismus war«, so Walter Laqueur in seinem historischen Standardwerk, »dass er auf der internationalen Bühne erschien, als es keine weißen Flecken mehr auf der Weltkarte gab.« Das ist nicht ganz richtig. Es war wohl eher so, dass es politisch nicht mehr haltbar war, derartige Flecken zu schaffen: Die Möglichkeit einer Eroberung durch die Vernichtung eines Volkes war nicht mehr gegeben. Im Grunde hatte die zionistische Bewegung lediglich die Wahl zwischen zwei Strategien, um ihr Ziel zu erreichen: dem, was Benny Morris »den Weg Südafrikas« nannte - »die Schaffung eines Apartheidstaates, in dem sich eine Minderheit von Siedlern zu Herren über eine große, ausgebeutete einheimische Mehrheit aufschwingt« -, oder »dem Weg des Transfers« - »wenn man alle oder die meisten Araber um- oder aussiedeln würde, könnte man einen homogenen jüdischen Staat oder zumindest einen Staat mit einer überwältigenden jüdischen Mehrheit schaffen«.

Zionistische Grundeinstellungen:
Theorie und Praxis
des jüdischen Nationalismus


Das Buch "Zionism and the Arabs, 1882-1948: A Study of Ideology" von Yosef Gorny ist das wichtigste Standardwerk über den entscheidenden Zeitraum, in dem die zionistische Bewegung die ersten Kontakte zur einheimischen arabischen Bevölkerung aufnahm, gegen sie kämpfte und am Ende die Oberhand über sie gewann. Wie schon der Untertitel des Buches andeutet, steht die zionistische Ideologie im Zentrum der Untersuchung. Gorny zeigt in faszinierender Detailarbeit sowohl die ganze Vielfalt zionisti-scher Ideen als auch ihren harten Kern, der jeden modus vivendi mit den Arabern Palästinas von vornherein ausschloss.

Definition des zionistischen Projekts
Gorny arbeitet zunächst den »ideologischen Konsens« heraus, der die Grundlage bildete, auf der sich das zionistische Denken zum Teil - wenn nicht sogar in seiner ganzen Bandbreite - entwickelte. Im Verlauf der Studie wird immer wieder betont, dass eines der Elemente, aus denen dieser Konsens bestand, zentraler Bestandteil der zionistischen Überzeugungen war und das wesentliche Hindernis für jede Einigung mit den Arabern darstellte: Die Zielvorstellung, dass Palästina einmal von einer jüdischen Mehrheit bevölkert sein sollte.

Auf der Grundlage dieses ideo-logischen Konsenses bestanden nebeneinander drei unterschied-liche Strömungen: der politische Zionismus, der Arbeiterzionismus und der Kulturzionismus. Jede dieser Strömungen vertrat die Forderung nach einer jüdischen Mehrheit, aber aus nicht ganz identischen Gründen.
Der Liberalismus der Französischen Revolution steht und fällt mit der Vorstellung, dass eine rationale und gerechte soziale Ordnung auf gemeinsamen politischen, d. h. demokratischen Werten aufgebaut werden kann und muss. Daher wurde der Nationalstaat vor allem als eine Beziehung aufgefasst, die über einen Konsens geregelt ist, und der Bürger galt als seine unverzichtbare und grundlegende Einheit.

Norman G. Finkelstein
geboren 1953, promovierte an der Princeton University über die Theorie des Zionismus. Er lehrte Politwissenschaft an der City University in New York und unterrichtet heute an der DePaul University in Chicago.
Gemeinsam mit Ruth Bettina Birn veröffentlichte er "Eine Nation auf dem Prüfstand". "Die Goldhagen-These und die historische Wahrheit". 2001 erschien sein Buch "Die Holocaust-Industrie",
Wie das Leiden der Juden durch jüdische Funktionäre und Politiker ausgebeutet wird.

Der politische Zionismus ging aus der Reaktion auf den Rationalismus und Liberalismus der Aufklärung in der Zeit nach der Französischen Revolution hervor. Sein Ausgangspunkt war die Annahme, dass die Idee der Demokratie am Ende sei. Romantische Nationalisten waren der Meinung, dass bestimmte Individuen durch tiefere Bindungen »auf natürliche Weise« miteinander verbunden waren und andere daher »auf natürliche Weise« ausgeschlossen. Daraus folgerten sie, dass jede dieser organisch verbundenen Gemeinschaften idealerweise mit einem eigenen Staat ausgestattet sein müsste. Hans Kohn, wahrscheinlich die bedeutendste Autorität auf dem Gebiet des modernen Nationalismus (der selbst einmal Zionist war), zeigt zunächst, dass das Denken Theodor Herzls, des Gründers des modernen Zionismus, auf solche »deutsche Quellen« zurückgeht und fährt fort:


Der alldeutschen Ideologie zufolge sollten Menschen gemeinsamer Abstammung ... einen gemeinsamen Staat bilden. Dem Pangermanismus lag die Vorstellung zu Grunde, dass alle Personen deutscher Rasse und Abstammung oder deutschen Blutes in erster Linie zur Loyalität gegenüber Deutschland verpflichtet seien und Staatsangehörige Deutschlands, ihres wirklichen Heimatlandes, werden sollten. Dabei spielte es keine Rolle, wo sie lebten oder welchem Staat sie angehörten. Sie selbst, ja selbst ihre Väter und Vorväter, mochten unter »fremden« Himmeln oder in »fremden« Umgebungen aufgewachsen sein, ihre grundlegende innere »Wirklichkeit« blieb deutsch.


Der spezifisch zionistische Zugang zur »jüdischen Frage« war von vergleichbaren Annahmen durchdrungen. Seine Anhänger in der gesamten Diaspora vertraten die Ansicht, dass Juden eine »fremde« Gruppe innerhalb von Staaten darstellten, die anderen, numerisch überlegenen Nationen »gehörten«. Antisemitismus war aus ihrer Sicht die natürliche Reaktion eines organischen Ganzen, das von einem »Fremdkörper« (oder einem zu aufdringlichen »Fremdkörper«) »infiziert« war. In Wirklichkeit reproduzierte die zionistische Analyse der »jüdischen Frage« die Überlegungen des antisemitischen Lagers, das sich auf dieselben Behauptungen berief, um den Judenhass zu rechtfertigen. Das Heilmittel, das der Zionismus gegen das Dilemma der Lage der Juden verordnete, war auch in der Logik des Antisemitismus enthalten. Der politische Zionismus war nicht darauf ausgerichtet, den Antisemitismus zu bekämpfen, denn dies galt bestenfalls als weltfremd. Vielmehr ging es ihm darum, einen modus vivendi mit dem Antisemitismus zu finden. Der zionistische Ansatz war, dass die jüdische Nation die »jüdische Frage« lösen sollte, indem sie sich (wieder) einen Staat schuf, der ihr »gehörte«. Zu diesem Zweck mussten sich die Juden irgendwo als Mehrheit konstituieren. Denn kam die Staatenlosigkeit der Juden nicht daher, dass sie überall in der Diaspora numerisch in der Minderheit waren? Irgendwo in der Mehrheit zu sein würde folglich den grundlegenden Anspruch der Juden auf einen Staat legitimieren. Der führende revisionistische Zionist Vladimir Jabotinsky, der den zionistischen Konsens angemessen repräsentiert (S. 165; wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die Seitenzahlen in diesem Kapitel auf Gornys Buch), äußerte daher, dass die »Entstehung einer jüdischen Mehrheit ... das grundlegende Ziel des Zionismus« sei, denn »der Begriff >Jüdischer Staat< beinhaltet ... eine jüdische Mehrheit« und Palästina »wird zu einem jüdischen Land werden, sobald die Juden dort in der Mehrheit sind« (S. 169, 170-171, 233).
>Auszug<


Zionismus, Mythos, Israel, Realität, Land für die Juden
Nahost Konflikt
Kriegsverbrechen Israel gegen Palästina - UN-Bericht

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Musical-Operette:

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