Der
Waffenschmied / Oper
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Der Waffenschmied,
Komische Oper
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Mehr
als anderen seiner Stücke haftet dem Waffenschmied der Ruch des Biedermeierlichen
an.Eine solche Einschätzung verkennt jedoch, in welchem politischen
Klima der Repression Lortzings »Komische Oper« entstanden ist.
Der Zensur zu trotzen vermochte nur, wer seine politischen Kommentare fein
dosierte und geschickt maskierte. Lortzing erweist sich bei näherem
Blick zwischen die Zeilen seines Waffenschmieds als ein solcher Meister
der Andeutung und darin als eminent politischer Komponist. Ausgerechnet
in Metternichs Wien brachte er 1846 ein Stück zur Uraufführung,
unter dessen notdürftig spätmittelalterlich kolorierter Oberfläche
eben jener Ständekonflikt zwischen Bürgertum und Adel tobt, der
wenig später auf den Barrikaden von Wien, Berlin und Dresden ausgefochten
werden sollte.-
Robert Sollich
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Albert Lortzing, der Sohn eines Lederhändlers, trat erstmalig nach dem Bankrott der Firma 1812 , als Laienschauspieler auf. So kam es, dass er zunächst kaum Musikunterricht erhielt aber im Zuge eines unruhigen Wanderlebens mit dem Vater die Theaterpraxis von Grund auf lernte. Diese Lehrjahre waren bedeutend für den späteren berühmten Opern-komponisten. 1823
lernte er die Schauspielerkollegin Rosina Regina Ahles kennen und heiratete
sie 1824. Von 1826 bis 1833 arbeitete er mit seiner Frau am Detmolder
Hoftheater. Hier besetzte er die Tenor- und Bariton-Partien und glänzte
als Schauspieler.
Seine größten Erfolge, Komische
Opern: |
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Der Waffenschmied Hans
Stadinger, Waffenschmied und Tierarzt (Baß)
Handlung Erster Akt. Graf von Liebenau setzt seinen Plan in die Tat um und lässt sich als Geselle Konrad, zusammen mit seinem Knappen Georg, in Stadingers Schmiede anwerben. Knappe Georg ist von der schweren Arbeit nicht begeistert (Arie „Man wird ja nur einmal geboren“), folgt aber seinem Herrn. Marie interes-siert sich für den jungen, charmanten Konrad. „Fräulein
von Katzenstein“, die lästige Braut des Grafen, bittet den unge-hobelten
Ritter Adelhof zu Stadinger zu reiten, um ihn vor dem Grafen, der in seine
Tochter Marie verliebt ist, zu warnen. Der Waffenschmied ist nicht im Haus,
so daß Adelhof von der Jungfer lrmentraut, Maries Erzieherin, deren
Mißfallen er erregt hat (Arie „Welt, du kannst mir nicht gefallen“),
fortgeschickt wird. Zweiter Akt. |
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Bei einem Fest zum Jubiläum Stadingers muß der Knappe Georg ein Lied singen (Arie „War einst ein junger Springinsfeld“). Die Nachricht, Graf von Liebenau habe Marie entführt torpediert das festliche Treiben. Graf von Liebenau hatte das nur arrangiert, um sie vor Konrad zu retten und um Stadingers Dankbarkeit zu gewinnen. Doch er hat sich getäuscht. Der Waffenschmied ist wütend und will seine Tochter ins Kloster stecken.
Dritter Akt.
Die Entstehung dieser „Komischen Oper“ In der zweiten Hälfte des Jahres 1845 wurde die Partitur der Waffenschmied von Albert Lortzing erarbeitet und Anfang 1846 vollendet. Er war kurz vorher aus dem Amt des Kapellmeisters in Leipzig entlassen worden. Der Komponist ging auf ein verlockendes Angebot aus Wien ein, nachdem er vergeblich versucht hatte, eine neue Stelle in Berlin, Darmstadt, Dresden oder Königsberg zu bekommen. Das Uraufführungsrecht des »Waffenschmieds« verknüpfte man hier mit einem Engagement als Kapellmeister. In diesem Werk, das Lortzing nach der romantischen Oper „Undine“ in Angriff nahm, besann er sich auf eine Theatervorlage, die er aus seiner Zeit als Schauspieler kannte. Der Komponist hatte selbst als Graf in Friedrich Julius Wilhelm Zieglers „Liebhaber und Nebenbuhler in einer Person“ (1790) in Detmold auf der Bühne gestanden. Das Wiener Lustspiel Zieglers hatte bereits mehreren Opern als Vorlage gedient und war in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts außerordentlich beliebt. Über
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