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"Time
of my Life" (Original Titel) Komödie von Alan Ayckbourn |
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Gesellschaftsmagazin |
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| DREI
TISCHE IN EINEM RESTAURANT, EIN FAMILIENTREFFEN. AM TISCH IN DER MITTE DIE GEGENWART,
LINKS DIE VERGANGENHEIT UND RECHTS DIE ZUKUNFT. AUS DEN BRUCHSTÜCKEN DER EINZELNEN ZEITEN ERGIBT SICH EINE ÄUSSERST KOMISCHE, ABER DRAMATISCHE UND SPANNENDE FAMILIENGESCHICHTE, DEREN ABGRÜNDE DER ZUSCHAUER LANGSAM SELBER ZUSAMMENFÜGT UND DIE IHM EINE ÜBERRASCHUNG NACH DER ANDEREN BIETET. WER LIEBT WEN UND WER HASST WEN, UND VOR ALLEM, WARUM. UND WAS HAT DER SELTSAME KELLNER DAMIT ZU TUN.... |
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Sir Alan Ayckbourn |
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| Alan
Ayckbourn gilt heute als einer der wichtigsten Neuerer des well-made-play und
Dramatiker gesellschaftskritischer Komödien. Am 12. April 1939 in London
geboren, wächst er bei der Mutter, Irene Maud Warley, in Staines, Sussex,
auf. Bereits in der Schulzeit kristallisiert sich Ayckbourns Interesse am Theater
heraus, sowie seine Begabung zu schreiben. Ayckbourn entschließt sich,
Schauspieler zu werden, und bewirbt sich 1956 bei Donald Wolfit, bei dem er
im selben Jahr als Inspizient, Assistent und Schauspieler auf dem Edinburgh
Festival tätig ist. Darauffolgend geht er als Schauspieler und Inspizient
für ein Jahr nach Worthing und Leatherhead. 1957 wird Ayckbourn von Stephen
Joseph für sein 1954 in Scarborough/Yorkshire gegründetes Theater
als Schauspieler und Inspizient engagiert. Joseph gehört zu den englischen
Theatermachern, die das britische Theater grundlegend modernisierten, da er
die in Großbritannien nicht übliche Arenabühne als neue Form
einführte. Joseph ermutigte den jungen Ayckbourn zum Schreiben. Erste Stücke
wie die 1959 verfaßte Farce „The Square Cat" entstehen, die
Ayckbourn allerdings noch unter dem Pseudonym Roland Allen veröffentlicht.
Mit den 1965 entstandenen „Relatively Speaking" (Halbe Wahrheiten)
erreicht Ayckbourn seinen ersten größeren Erfolg. Das zweiaktige
Stück, das als klassische Verwechslungkomödie beschrieben werden kann,
wird 1967 im Londoner Westend uraufgeführt und im selben Jahr in Deutschland
von Theo Lingen am Hamburger Thalia Theater inszeniert. Als Joseph 1967 verstirbt,
übernimmt zunächst Ken Boden das Scarborough Theater doch bereits
1969 wird Ayckbourn die künstlerische Leitung übertragen. Die zunehmende Anerkennung als Bühnenautor verdeutlicht der Umstand, daß die meisten seiner Stücke nach der Uraufführung in Scarborough am Londoner Westend produziert werden. 1971 wird „How the Other Half Loves" (Die bessere Hälfte, 1969) als das erste seiner Stücke am Broadway aufgeführt. Mit dem Umzug 1976 in neue und größere Räumlichkeiten in Scarborough, die Stephen-Joseph-Theatre-in-the-Round benannt werden, installiert Ayckbourn einen ganzjährigen Spielplan. Da sein Theater inzwischen zu den etablierten Bühnen Englands gehört, das nicht nur von den Sommergästen, sondern auch von auswärtigem Publikum frequentiert wird. Seit 1973 führt Ayckbourn überdies bei den Londoner Produktionen seiner Stücke im Westend und am National Theatre selbst Regie. |
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Die zunehmende Wertschätzung als zeitgenössischer Dramatiker auch im Ausland wird unter anderem von Peter Zadek manifestiert, der 1979 "Joking Apart" (Spaß beiseite, 1978) am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg inszeniert. Zwischen 1976 und 1980 schreibt Ayckbourn eine Vielzahl neuer Stücke, von denen an dieser Stelle nur „Season's Greatings" (Schöne Bescherungen, 1980) exemplarisch genannt werden soll.Seit Ende der siebziger Jahre wird Ayckbourn von der in- wie ausländischen Kritik als ernstzunehmender Dramatiker wahrgenommen, der Unterhaltung mit gesellschaftlicher Kritik verbindet und damit ein breites Publikum erreicht. |
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Auszüge Textpassagen (1): Laura: Gudrun Landgrebe Gerry: Volker Conrad (Lauras Ehemann) |
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| Gerry: Glyn
wird so was nie wieder tun. Er hat es mir versprochen. Laura:Quatsch! Gerry: Heute Abend. Auf der Herrentoilette. Laura: Wie kann er das? Wie kann er jemand so was versprechen? Unser Sohn jedenfalls als letzter. Bei ihm liegt das doch im Blut. Wenn der eine Frau im Aufzug sieht, knöpft er sich automatisch die Hose auf .... Gerry: Er ist nicht so .... Laura: Man kann ihm allerdings auch keinen Vorwurf machen - bei dieser ausgetrockneten Pflaume, mit der er verheiratet ist. Gerry: Moment .. >>> |
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Alan Ayckbourn über seine Arbeit als Autor |
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Ich glaube, für mich ist immer sehr wichtig, wie die Geschichte erzählt wird. Ich suche immer nach neuen Wegen. Die Bühne hat für mich eine merkwürdige Anziehungskraft. Im Gegensatz zu den meisten Autoren schreibe ich ausschließlich für das Medium Theater; es bietet die Möglichkeit, unterschiedlichste Elemente in verschiedensten Konstellationen miteinander zu verbinden, das liebe ich und experimentiere sehr gern damit. Vor allem fasziniert mich, wie sich zum Beispiel Zeit darstellen läßt und wie man Raum verändern kann. Wenn man auf der Bühne die Zeit verschiebt, dann verschiebt man sie sowohl für die Zuschauer wie für die Schauspieler - es passiert wirklich, vor ihren Augen, und das ist nur in diesem Medium möglich. Das ist anders als beim Fernsehen, wo man gewöhnt ist, drei Jahre zu überspringen. Auf der Bühne ist die Art, wie man das macht, viel direkter. Alle diese Elemente sind wichtig. Und ich glaube, in den besten Stücken verbinden sich Idee und Technik, und es ist meine Sache, die Mittel der Kunst einzusetzen, die mir zur Verfügung stehen, aber ich versuche immer, darauf zu achten, daß die eingesetzten Mittel den Figuren nicht die eigentliche Entwicklung unmöglich machen. Ich hoffe, daß sie immer aus einer bestimmten Haltung heraus handeln, die ihre Entwicklung ermöglicht, ohne irgendwelche unnötige Einmischung des Autors, ohne schreckliche Umwege, um billige Lacher zu kriegen. Ich hoffe, daß die Figuren nur ganz selten etwas sagen, was sie normalerweise nicht sagen würden, damit es einen Lacher gibt.
„Ich empfinde das Lachen im Theater als ein Zeichen der Zuneigung,
ein Ausdruck der Liebe für die Charaktere, daß man ihnen nicht
einfach in höflichem Schweigen zusieht" |
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| >>> Laura:
Ich bin ganz sicher, sie hält ihn auf Sparflamme... Gerry: Woher willst du das wissen? Laura: Das sieht man. So was sieht man immer. So was sieht man am Appetit einer Frau. Sie stochert in ihrem Essen rum, sie nippt an ihrem Wein und sie pickt an ihrem Mann rum. >>> |
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