Glückliche Zeiten, Komödie, Alan Ayckbourn
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Theater, Glückliche Zeiten
"Time of my Life" (Original Titel) Komödie von Alan Ayckbourn

 

Glückliche Zeiten, Komödie

Schauspieler, Regisseur, René Heinersdorff


René Heinersdorff

im Gespräch mit
Armin H. Eilenberg

Geboren 1963 in Düsseldorf,
steht René Heinersdorff seit 1984 auf der Bühne. Harald Leipnitz stand ihm, als Lehrer, bei seiner komplexen Bühnen-Ausbildung zur Seite. Erfahrungen sammelte er auch als Theaterleiter vorwie-gend in den Häusern seiner Familie, "Theater am Dom", Köln und "Komödie am Max II", München. 1994 gründete er sein eigenes Haus das "Theater an der Kö" in Düsseldorf. In seinem Terminkalender, als Schauspieler und/oder Regisseur standen Bühnen in Berlin, Hamburg, Frankfurt und das Fernsehen.

Er inszeniert in der kommenden Saison in München, Kiel, Hamburg, Düsseldorf und Köln.

Im Fernsehen sieht man ihn als LOTHAR in der RTL- Serie
DIE CAMPER.

Zur Zeit laufen seine Inszenie-rungen WILLKOMMEN IM CLUB von Beth/Capell mit Grit Boett-cher u.a. in München und IMMER WIEDER DU von Bernard Slade im Kölner Theater am Dom mit Michael Hinz, Anaid Iplicijan, Simone Pfennig und Rainer Delventhal.

AH:
Herr Heinersdorff, Sie stehen seit fast 20 Jahren im Beruf. Was ist für Sie das Interessanteste an Ihrer Laufbahn?

RH:
Daß keine Laufbahn so verläuft, wie man die Bahn berechnet hat.

AH:
Warum halten Sie nicht viel vom Klatsch und sprechen nicht gern über sich?

RH:
Wie kommen Sie denn darauf? Ich liebe Klatsch und Tratsch und spreche ausschließlich über mich.

AH:
Sie haben einen überquellenden Terminkalender als Schauspieler für Bühne und Film in verschiedenen Städten, führen Regie und sind Bühnenautor, wieviel Stunden arbeiten Sie am Tag.

RH:
Oft mehr als 14 Stunden.

AH:
Ist eine 35-Stundenwoche eine Illusion für Sie?

RH:
Ich glaube, daß man Arbeit weniger nach Zeit als mehr nach Ergebnis sehen sollte.
Ich habe manchmal wochenlang an etwas gearbeitet und es hat wenig gebracht und manchmal erledigt man in 10 Minuten etwas, daß wochenlang nachwirkt.

AH:
Sind Sie zufrieden mit dem Arbeitsaufwand, der Ihr Leben prägt?

RH:
Ich könnte effektiver arbeiten, will ich aber nicht. Eher weniger.

AH:
Wie würden Sie sich selbst charakterisieren?

RH:
Viel zu harmoniesüchtig.

AH:
Was fasziniert Sie unter den vielen Komödien-Autoren gerade an Sir Alan Ayckbourn, der oft in Ihren Häusern aufgeführt wird?

RH:
Ayckbourns Thema ist ein existenzialistisches. Er führt seine Figuren immer an einen Punkt, an dem sie in der Lage wären, etwas entscheidendes in ihrem Leben zu ändern. Meistens ist es nur sehr schwierig, diesen Punkt zu erkennen.
Das packt er in interessante dramaturgische Konzepte, bei denen er mit Raum und Zeit theatralisch spielt. So wird fast jeder Ayckbourn zu einer Art Puzzle für den Zuschauer, der sich, in höchst spannender Weise, die Geschichte zusammenbauen muß.

AH:
In "Glückliche Zeiten" von Ayckbourn, im laufenden Spielplan in Düsseldorf, wird die Laura von Frau Gudrun Landgrebe gespielt.

Aber es spielten auch andere Bühnen-stars, wie Theo Lingen, Grit Boettcher, Alexander Golling, Jutta Speidel, Wolfgang Spier, Harald Leipnitz, um nur einige zu nennen, in Ihren Häusern, besteht auch bei ihren Kollegen eine Faszination zu Ayckbourn?

RH:
Ayckbourn ist immer ein Köder, für jeden Schauspieler. Er ist aber auch schwerer als andere.

AH:
Wie sehen Ihre Spiel-Pläne der nahen Zukunft aus?

RH:
Das können Sie unseren Internetseiten
Theater an der Kö, Düsseldorf
u
nd
Theater am Dom, Köln
entnehmen.



Vielen Dank
für das Gespräch.

René Heinersdorff
Foto: Peter H. Fürst
Grit Böttcher, Theo Lingen

Grit Böttcher, Theo Lingen
in HALBE WAHRHEITEN - 1969
Foto: Archiv Kleine Komödie Max II

Gerlinde Locker, Alexander Kerst

Gerlinde Locker, Alexander Kerst
in HALBE WAHRHEITEN- 1991
Foto: Archiv Kleine Komödie Max II

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Grit Böttcher, Theo Lingen
Gerlinde Locker, Alexander Kerst

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