My Fair Lady, Musical

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My Fair Lady, Musik: Frederik Loewe, Libretto Alan Jay Lerner / New York - Nach dem Pygmalion von G. B. Shaw
Uraufführung am 15. März 1956, mit Julie Andrews und R
ex Harrison, im Mark Hellinger Theatre, New York. Am 30. April 1958 im Drury Lane Theatre, Londoner Westend.
Deutsche Erstaufführung am 25. Oktober 1961 im Theater des Westens, Berlin,
Neuinszenierung am 31. Juli 2008, Admiralspalast, Berlin.
My Fair Lady, Chor - und Ballett-Mitglieder - Ascot Szene
My Fair Lady,Chor - und Ballett-Mitglieder - Ascot Szene
Admiralspalast, Berlin. Foto: David Balzer

Die Geschichte:
Pygmalion; von Ovid über G. B. Shaw
zu Frederik Loewes My Fair Lady.

George Bernard Shaw, Nobelpreisträger, hatte seine Komödie zeitlebens für keine Vertonung freigegeben. Der Regisseur Gabriel Pascal, drehte 1938 ein »Pygmalion«-Film und gab den Gedanken an ein Musical nie auf. Shaws Leitsatz war: Engländer, warum sprichst Du nicht englisch?
Zum Glück konnte er im 21. Jahrhundert seine Frage nicht an die Deutschen adressieren, denn sie lernen bereits einen Sprachmischmasch, Dank diverser Rechtsschreibdiktate (genannt Reformen) der Kultusminister, der eingegliederten Anglizismen und der Zersetzung mit Fäkalienausdrücken.

Nach G. B. Shaws Tod 1950 begann der zähe Kampf mit den Erben, der sich verhärtete, weil das Musical, My Fair Lady einen abweichenden Schluss bekommen sollte – ohne Happy End. Pascal fragte bei Bernstein bis Porter, bei allen großen zeitgenössischen Komponisten, wegen einer Vertonung an. Die Komponisten winkten ab, zu groß waren die Skrupel vor dem Werk G. B. Shaw.
Alan Jay Lerner begeisterte Pascal mit seinem Libretto, in dem fast alle Originaldialoge erhalten blieben. Liedtexte sowie Stellen, die im Original nur angedeutet wurden, verstand er effektvoll einzuarbeiteten. Überraschend starb Gabriel Pascal 1954, aber erst 1956 gaben die Erben grünes Licht. Endlich konnten Lerner und der Komponist Frederick Loewe mit »My Fair Lady« ein Werk auf die Bühne bringen, das man zu Recht als »Schmuckstück der Musicalwelt« bezeichnet.


G. B. Shaw wurde von der Burleske "Pygmalion und Galatea" (W.S. Gilbert 1871), nach dem Pygmalion von Ovid, inspiriert. Seine "Metamorphose": Higgins verwandelt die vulgär artikulierende Eliza, in ein Wesen mit kultivierter Sprache.

Ovid (* 20. März 43 v.Chr. - † in der Verbannung 17 n.Chr.) wurde 8 n.Chr. von Kaiser Augustus, mit einer "relegata" (milden) Verbannung belegt, weil eines seiner Gedichte an die Grundfeste der Ehe rüttelte. (Von unseren Zeitgeistern kaum nachvollziehbar). Der römische Dichter Ovid, der mit seinen Metamorphosen, die Denker und Künstler über weitere Jahrtausende anregte, schrieb Pygmalion, in seinem Buch der Metamorphosen.

Pygmalion der zyprische Künstler, enttäuscht von seinen Weibern, lebt als Bildhauer ausschließlich für seine Kunst und erschafft, eine wunderschöne helle Elfenbeinstatue, einem lebenden Weib zum Verwechseln ähnlich. Pygmalion behandelt seine Skulptur wie einen menschlichen Partner. Er küsst sie frühmorgens drückt sie manchmal am Tage, er verliebt sich langsam in seine Elfenbeinskulptur.

Am Jahresfesttag, zu Ehren der römischen Göttin Venus, brachte Pygmalion großzügig Opfer und äußerte den Wunsch, ihn ein Weib zu geben, ähnlich seiner aus hellem Elfenbein geschnitzten weiblichen Skulptur. Schüchtern bat er nicht seine Figur zum Leben zu erwecken, - aber Venus verstand seinen Wunsch.
Pygmalion: (Auszug)
. . . Heim eilt jener zum Bilde zurück des trautesten Mägdlein, - Neigt sich über das Lager und küsst; und sie scheint zu erwarmen. - Wieder naht er dem Mund und wagt auch die Brust zu versuchen; Weich wird's unter der Hand, des Elfenbeines Erstarrung: wie der Wachs des Hymettus. . . . .

My Fair Lady, Eliza Doolittle, Franziska Forster -Professor Higgins, Daniel MorgenrothMy Fair Lady: Eliza Doolittle, Franziska Forster
Professor Higgins, Daniel Morgenroth
Admiralspalast, Berlin. Foto: David Balzer

My Fair Lady, Professor Higgins, Daniel Morgenroth - Colonel Pickering, Anton Rattinger
My Fair Lady: Professor Higgins, Daniel Morgenroth - Colonel Pickering, Anton Rattinger
Admiralspalast, Berlin. Foto: David Balzer

MY FAIR LADY

»Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen« – dieser Evergreen aus dem erfolgreichen Musical, das in der ersten Broadwayproduktion die Rekordzahl von 2718 Vorstellungen erreichte. Und in berlinerisch heißt es »Es grünt so grün, wenn Neuköllner Blüten blühen«
Von den vulgären Ausdrucksformen der Cockneys (Spottname / Mundart / Slang in LondonEast-End) zur "feinen" Sprache des gebildeten Mittelstandes handelt die Komödie "Pygmalion" von G. B. Shaw. Den Namen Pygmalion nahm er sich einfach!
Der eigenbrötlerische Sprachforscher Henry Higgins benutzt das Blumenmädchen Eliza Doolittle für ein wissenschaftliches Experiment.Er wettet mit seinem Freund Colonel Oberst) Pickering, in kürzester Zeit, dem Cockney, dem Mädchen der Unterschicht, eine korrekte Aussprache beizubringen, und sie danach in die Gesellschaft einzuführen. Nachdem ersten Test in Ascot, und auch Elizas zweiter Auftritt bei einem Ball in der Botschaft, gut ausgefallen war, erkennt Eliza, dass man sie nur, für eine Wette, ausgenutzt hat. In ihrem einfachen Milieu entfremdet, sucht sie bei Higgins Mutter Zuflucht. Der Sprachwissenschaftler versucht sie zu überreden, zu ihm zurück zukommen und zeigt dabei unfreiwillig, wie sehr der Unterricht sie beiden nahe gebracht hat.

My Fair Lady, Die Cockneys vom East-End, London haben Spaß
My Fair Lady: Die Cockneys vom East-End, London, haben Spaß
Admiralspalast
, Berlin. Foto: David Balzer
My Fair Lady, Eliza Doolittle, Franziska Forster
My Fair Lady: Eliza Doolittle, Franziska Forster
Admiralspalast, Berlin. Foto: David Balzer

„Ich bin gewöhnt an ihr Gesicht“
Bringt mich pünktlich zum Altar“,
„Ich hätt‘ getanzt heut’ Nacht“,
Es grünt so grün“.

My Fair Lady - Melodien sind Evergreens geworden. Das Schauspiel löste bei der Erstaufführung einen Skandal aus, da es für die damaligen Verhältnisse (Nicht in unseren heutigen, vom soz. Verfall gezeichneten Gesellschaften, in den hören und sehen wir härtere Fäkalienausdrücke) geradezu exzessive Schimpfwörter verwendet wurden. So sprach Eliza, für Cockneys üblich, das damals ordinäre Wort bloody (= verdammt) auf der Bühne aus. Obwohl Eliza nun mit feinem Akzent sprechen kann, versteht sie noch wenig, worüber in der Gesellschaft gesprochen wird.

My Fair Lady, Professor Higgins, Daniel Morgenroth - Eliza Doolittle, Franziska Forster
My Fair Lady: Professor Higgins, Daniel Morgenroth - Eliza Doolittle, Franziska Forster
Admiralspalast, Berlin. Foto: David Balzer
My Fair Lady, Alfred P. Doolittle,Udo Kroschwald, der Vater von Eliza, mit den Cockneys vom East-End, London
My Fair Lady: Alfred P. Doolittle,Udo Kroschwald, Vater von Eliza, mit den Cockneys
vom East-End, London, Admiralspalast, Berlin. Foto: David Balzer
My Fair Lady, Eliza Doolittle, Franziska Forster
My Fair Lady: Eliza Doolittle, Franziska Forster
Admiralspalast, Berlin. Foto: David Balzer
My Fair Lady, Chor - und Ballett-Mitglieder
My Fair Lady Chor - und Ballett-Mitglieder Admiralspalast, Berlin. Foto: David Balzer

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