Kultur Fibel Magazin
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Die lustige Witwe
Operette
Musik Franz Lehar

Die lustige Witwe, Operette, Musik von Franz Lehár
* 30. April 1870, Komorn, Ungarn - † 24. Oktober 1948 in Bad Ischgl, Östereich

Operette in 3 Akten. Text von Victor Léon (Victor Hirschfeld) und Leo Stein (Leo Rosenstein)
nach Henri Meilhacs Lustspiel L'attaché d'ambassade (1861). Uraufführung am 30. Dezember 1905
im Theater an der Wien, Wien
, 1907 Erstaufführung im Metropol Theater, Berlin.
Operette - Die Lustige Witwe, Franz Lehar, Danilo mit den Grisetten im Maxim
Die Lustige Witwe, Operette, Musik Franz Lehar
Danilo (vorn) im Maxim mit den Grisetten, Foto: Stadttheater Klagenfurt

PERSONEN
Baron Mirko Zeta, pontevedrinischer Gesandter in Paris ,Tenor Valencienne, seine Frau, Soubrette
Graf Danilo Danilowitsch, Gesandtschaftssekretär, Tenor
Hanna Glawari, Lustige Witwe, Sopran
Camille de Rosillon, Tenor
Vicomte Cascada; Tenor
Raoul de St. Brioche, Tenor
Bogdanowitsch, pontevedrinischer Konsul , Bariton
Sylviane, seine Frau, Sopran
Kromow, pontevedrinischer Gesandtschaftsrat, Tenor
Olga, seine Frau, Sopran
Pritschitsch, pontevedrinischer Oberst in Pension und Militärattaché,Bariton Praskowia, seine Frau, Mezzosopran
Njegus, Kanzlist bei der pontevedrinischen Gesandtschaft, Bariton,Komiler
Lolo, Dodo, Jou-Jou, Frou-Frou, Clo-Clo, Margot: Grisetten Damen und Herren der Pariser- und Pontevedrinischen-Gesellschaft.

ORT UND ZEIT: Paris, 1905.

Die Lustige Witwe, Operette von Franz Lehar - Ensemble der Volksoper Wien, in Trachten und Uniformen
Die Lustige Witwe, Operette, Musik Franz Lehar
Ensemble - Volksoper, Wien
, Foto: Dimo Dimov

Operette, Die Lustige Witwe,, sexy Girls im Body mit Srapse
Die Lustige Witwe, Operette, Musik Franz Lehar, Inszenierung, Jérôme Savary
Lydia Teuscher, Valencienne - Gunther Emmerich, Baron Mirko Zeta - Ensemble - Semperoper, Dresden Foto © Matthias Creutziger

Operette, Die Lustige Witwe, Franz Lehar,, CanCan Tänzerinnen mit süßen Höschen
Die Lustige Witwe, Operette, Musik Franz Lehar, Inszenierung, Jérôme Savary
Mitglieder des MDR Fernsehballett - Semperoper, Dresden Foto © Matthias Creutziger

Operette, Die Lustige Witwe,  sieben prächtige Girls, nakte Brüste, pralle Schenken, Strapse, Bodys und zwei Herren auf der roten Couch
Die Lustige Witwe, Operette, Musik Franz Lehar, Inszenierung, Jérôme Savary
Ahmad Mesgarha, Njegus - Lydia Teuscher, Valencienne - Gunther Emmerich, Baron Mirko Zeta
Ensemble - sexy auf der roten Couch - Semperoper, Dresden Foto © Matthias Creutziger

Operette - Die Lustige Witwe, Franz Lehar, Anett Fritsch, Valencienne - Grisetten (Tänzerinnen),
Die Lustige Witwe, Operette, Musik Franz Lehar
Anett Fritsch, Valencienne - Grisetten (Tänzerinnen), Deutsche Oper am Rhein, Düsseldorf, Foto: Hans Jörg Michel

Regie: Harald Schmidt und Christian Brey, 2009

1. Akt.
Im Salon des pontevedrinischen Gesandtschaftspalais feiern die Herren der Gesandtschaft mit ihren Frauen und Pariser Freunden ausgelassen den Geburtstag ihres Gesandten, Baron Zeta.

Ohne an der Fröhlichkeit teilzuhaben, schmiedet der Baron den Plan eine neue Ehe zu stiften. Er erwartet eine junge Landsmännin, die schöne Hanna Glawari, die nach achttägiger Ehe eine steinreiche Witwe geworden ist. Wenn sie einen Pariser heiratet, ist ihr ganzes Vermögen für den finanzschwachen pontevedrinischen Staat verloren. Das Geld muss gerettet werden und er wird seinen Attaché den Grafen Danilo, beeinflussen, die lustige Witwe zu heiraten.

Aber von dem Lebemann fehlt jede Spur. Er ist bestimmt wieder im »Maxim«, bei den reizenden Grisetten.Die Zeit drängt. Denn als Danilo, vor Jahren in Hanna, der heutigen Witwe, verliebt war, verhinderte seine stolze Familie den Bund der Ehe mit dem damals noch armen Mädchen.

Hanna Glawari betritt den Saal. Die Gespräche verstummen kurz, wie doppelt reizvoll erscheint sie den anwesenden Herren, mit ihrer Schönheit und ihrem Reichtum. Aber sie sucht einen Mann für ihr Glück, keinen Millionenangler.
Endlich taucht auch Danilo auf, todmüde vom Bummel durch die Nachtlokale von Paris.

Noch liebt er sie, aber sie soll ja nicht glauben, dass ihn ihr Reichtum locke. Darum bleibt er reserviert unzwischen ist Zetas junge Frau, Valencienne, in eine unangenehme Lage geraten. Sie hat ihren Fächer verloren, auf den ihr Rosillon, der sie umschwärmt, eine Liebeserklärung geschrieben hatte. Pein-licherweise gerät das kompromittierende Fundstück sogar in die Hände ihres Gatten aber sie hat Glück: Zeta bleibt ahnungslos und erkennt nicht den Fänd verhält sich auch ablehnend gegen Zetas Heiratsplan. Er verspricht nur, alle ausländischen Bewerber fernzuhalten. Icher seiner Frau. Danilo aber gelingt es, Hannas Anbeter zu vertreiben. Er veranlasst vor dem nächsten Tanz eine Damenwahl. Hanna wählt ihn als Tänzer, doch er lehnt ab und bietet den Walzer mit ihr für 10.000 Francs den Herren feil - worauf sich alle zurückziehen. Nach dem er allein mit Hanna ist, bittet er um einen Tanz von der hadernden, Erstaunten und sie fühlt seine wortlose Zuneigung.

2. Akt.
Bei einem Fest, im Garten von Hannas Palais, das die Gäste mit pontevedrinischen Liedern und Tänzen von ihrer Heimat träumen lässt, singt Hanna das Lied von Vilja, dem »Waldmägdelein«.

Ihre alte Neigung für Danilo ist längst wieder erwacht. Sie bemüht sich mit all ihrem Charm, Danilo zum Eingeständnis seiner Liebe zu bewegen. Er weicht ihr aus, spottet und reizt sie, statt sich zu erklären.
Er hat den Auftrag von Baron Zeta die Besitzerin jenes Fächers ausfindig zu machen. Aber bald legt er das Fundstück achtlos beiseite.

So gelangt der Fächer durch einen glücklichen Zufall wieder in den Besitz Valencienne, die ihren Verehrer Rosillon bittet, um Hanna zu werben; denn sie selbst will »eine anständige Frau« bleiben. Rosillon ist bereit, ihr nachzugeben, zieht sie jedoch zu einem Abschiedskuss mit sich fort »in den kleinen Pavillon«.

Baron Zeta hat das Paar beobachtet und lässt den Pavillon öffnen, heraus tritt Rosillon mit Hanna, die, um Valencienne zu helfen rasch Platz ihren Platz eingenommen hat. Danilos unkontrollierte Eifersucht wird jedem sichtbar. Hanna treibt das Spiel auf die Spitze, sie gibt ihre Verlobungsabsicht mit Rosillon bekannt und spürt glücklich aus dem Benehmen Danilos mit seinem Lied von den »zwei Königskindern« und seiner Absicht, wieder ins »Maxim« zu gehen, wie sehr er sie noch liebt.

3. Akt.
Die lebenslustige Witwe hat für ihre Gäste noch eine reizende Überraschung, sie hat mithilfe des Kanzlisten Njegus einen Saal in ihrem Palais in das Kabarett »Maxim« verwandeln lassen. Es tanzen die sechs Grisetten Cancan und alle genießen die anregende Atmosphäre, den Flair dieses Nachtlokals. Danilo erfährt, dass sie das alles seinetwegen arrangiert hat. Aber der alte Gesandte Zeta ist verzweifelt, wegen der bevorstehenden Heirat mit dem Franzosen droht der Verlust des Millionenerbes, der Staatsbankrott droht. Danilo erhält den Auftrag Hanna an ihren Nationalstolz zu erinnern und als eine gute Pontevedrinerin steht sie zu ihrem Patriotismus. Sie berichtet Danilo über das Abenteuer im Pavillon. Die Worte ich liebe Dich kommen noch nicht über seine Lippen. Nur schweigend verrät er ihr beim Tanz, was er empfindet. Die leidige

Operette - Die Lustige Witwe, Franz Lehar, Manfred Fink, Pritschitsch - Cornelia Berger, Praskowia, Lucasz Konieczny, Bogdanowitsch - Lisa Griffith, Silviane, Anett Fritsch, Valencienne - Morenike Fadayomi Hanna Giawari
Die Lustige Witwe, Operette, Musik Franz Lehar
Manfred Fink, Pritschitsch - Cornelia Berger, Praskowia
Lucasz Konieczny,
Bogdanowitsch - Lisa Griffith, Silviane
Anett Fritsch,
Valencienne - Morenike Fadayomi Hanna Giawari
, Deutsche Oper am Rhein, Düsseldorf, Foto: Hans Jörg Michel

Operette - Die Lustige Witwe,, Franz Lehar, Hanna Glawari  liegend mit Danilo
Die Lustige Witwe, Operette, Musik Franz Lehar
Hanna Glawari mit Danilo, Foto: Operettensommer
, Kufstein


Die Lustige Witwe, Martina Dorak »Valencienne«,, Pavel Cernoch »Camille de Rosillon«
Die Lustige Witwe, Martina Dorak »Valencienne«,
Pavel Cernoch »Camille de Rosillon« Volksoper,Wien, Foto: Dimo Dimov

Operette, Die Lustige Witwe, Franz Lehar, Hanna Glawari mit Ensemble,
Operette, Die Lustige Witwe, Franz Lehar
Hanna Glawari mit Ensemble, Foto: Stadttheater Klagenfurt

Operette - Die Lustige Witwe,, Franz Lehar, Hanna Glawari küsst  Danilo,
Operette - Die Lustige Witwe,, Franz Lehar
Hanna Glawari mit Danilo, Foto: Stadttheater Klagenfurt

Operette - Die Lustige Witwe, Franz Lehar, Morenike Fadayomi Hanna Giawari - Will Hartmann, Danilo tanzen
Die Lustige Witwe, Operette, Musik Franz Lehar
Morenike Fadayomi Hanna Giawari - Will Hartmann, Danilo
, Deutsche Oper am Rhein, Düsseldorf, Foto: Hans Jörg Michel

Fächergeschichte ist für Valencienne neu belebt. Zeta sieht klarer und will sich scheiden lassen. Überstürzt macht er Hanna einen Heiratsantrag. Sie verkündet ihm die schreckliche Wahrheit, dass sie, laut Testament, wenn sie eine neue Ehe eingeht, ihr ganzes Vermögen verliert.

Erlöst offenbart ihr Danilo seine Liebe, wenn sie arm ist, kann sie nicht argwöhnen, dass es ihr Vermögen ist, das er begehrt. Beglückt finden sie sich. Die Millionen sind aber doch nicht verloren: Hanna hatte nur verschwiegen, dass das ererbte Vermögen ihrem neuen Ehemann zufallen müsse.
Auch Zeta beruhigt sich wieder. Auf dem Fächer entdeckt er, unter Rosillons »Ich liebe dich«, Valencienne eigenhändige Antwort: »Ich bin eine anständige Frau.«


Der große Wurf,
nach mehreren Misserfolgen hielt Lehár mit der Lustigen Witwe endlich ein großartiges Textbuch, mit frechen und frivolen erotischen Momenten in den Händen. Es glückte dem 35jährigen Lehár der große Wurf.
Der Spezialist für "Pariser Leben" mit wienerischem Gefühl, Richard Heuberger, sollte die Lustige Witwe vertonen, der mit seinem "Opernball" (1898) sein Können unter Beweis gestellt hat. Lehár schenkte uns eine erstaunliche, blendende Fülle glänzender musikalischer Einfälle. Er traf die Characterrollen, den Ton der Pariser Lebewelt, ebenso wie den romantischen slawischen Melodien der Heimat Hannas und Danilos. - Nennen wir nur die berühmtesten Melodien, die "Walzer Ballsirenen", "Lippen schweigen, 's flüstern Geigen", Danilos "Da geh ich ins Maxim", Valencienne "Ich bin eine anständige Frau", Hannas "Vilja, oh Vilja" Lied und ihre pikante Mazurka "Hab in Paris mich noch nicht ganz akklimatisiert", Rosillons Romanze "Komm in den kleinen Pavillon" wurden Schlager der neuen Operettengeneration.


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