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Buchempfehlung mit einer Leseprobe zur eigenen Meinungsbildung unserer Leser. |
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Gesellschaftsmagazin
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Foto-Kunst |
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Residenz
Verlag 192 Seiten 310 x 275 HC Euro (D) 30,00, sFr 52,40 im Buchhandel oder Kultur Fibel Verlag RG. + Porto EUR 3,50 |
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Monika
Rittershaus-Fotografien zeigen Bilder der Stille, zeigen Momente einer Bewegung
als große Augenblicke. Diese Stille macht die Gesänge hörbar,
diese Momente den Atem des Theaters fühlbar. Ihre Bilder versprechen
nicht mehr, als das Theater halten kann. Das ist das Mehr, das ihre Bildkunst
ausmacht. |
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Auszüge |
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| Er
hatte schon mehr als 600 Werke komponiert; darunter Opern für die großen
Bühnen seiner Zeit, von Mailand bis Wien, von München bis Prag; in
diesen Opern hatte er die Liebe in ihrer verführerischen Süße,
grausamen Bitterkeit, noblen Größe und destruktiven Besessenheit
besungen, und er hatte den Fürsten in der Zeit vor der Französischen
Revolution die „Clemenza" als wichtigste Tugend vorgehalten. Mit der „Zauberflöte" allerdings stellte Mozart die wichtigste Frage des Lebens: die nach dem Tod und nach der Prüfung. Es fängt an mit der Flucht vor dem eigenen Chaos, die zum Zweifel an der überlieferten Wahrheit führt. Am Schluß „wandelt sich das ganze Theater in eine Sonne"; das Liebespaar singt nicht mehr, sondern wird verklärt im blendenden Licht der ersehnten Utopie. Dazwischen werden Ideologien mit orgelndem Baß und alles vernichtende Leidenschaft mit Staccato-Koloraturen vorgetragen; sind die Menschen, die gerne „essen und trinken", uns die liebsten: sie singen und pfeifen dementsprechend in Strophen; wollen sich die allerliebsten Charaktere Pamina und Papageno aus lauter Verzweiflung an der bösen Welt selbst töten; entdecken wir die alles versöhnende Kraft der Musik, die es vermag, das Böse in Gutes zu verwandeln, und die wilden Tiere, als Metapher unserer Triebe, werden sanft beim Klang der Zauberflöte. Die dramaturgische Logik dieses Märchens ist die einer
kaleidoskopischen Vielfalt; die Ouvertüre wie der Urknall, aus dem sich
ein immer mehr ausdehnender musikalischer Kosmos bildet. Es war faszinierend,
wie Achim Freyer dieses Mosaik in Ur-Bildern gezeichnet hat. Die Fotografin
Monika Rittershaus vermittelt wie ein Impressionist diese lebendige Sinnlichkeit
nicht logisch, sondern als eine Folge von Impressionen aus Farben, geometri-schen
Konstruktionen und erzählerischen Kontrasten. |
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Um dieses „Zauberding" zu erzählen, zieht Mozart aus! Er braucht weder die Hofgesellschaft noch den Erzbischof; weder das Logentheater noch die kaiserliche Goldmünze. Er zieht ins „Brettertheater" seines Freundes Schikaneder, um dort dem lauten Lachen und dem beklemmenden Stillschweigen des Volkes zu lauschen. Er sucht wie Ingmar Bergman in seinem Zauberflöten-Film die berührende Schönheit der Augen des Menschen. Vielleicht war es daher an der Zeit, in Salzburg diese „populärste" aller Opern außerhalb des sogenannten Festspielbezirks zu erzählen, dort, wo die Salzburger ihren Alltag leben, weg von der barocken Pracht der Altstadt in die manchmal bedrückende Neutralität unserer Städte. Das Wunderbare entsteht an der Schwelle von der Realität zum Theater. Maeterlincks blauen Vogel finden wir nicht im Paradies, sondern in der Alltäglichkeit des eigenen Lebens. |
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Salzburg
im Juli 1999 Gerard Mortier |
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Handlung Ein Jüngling nach Erkenntnis suchend entdeckt auf den verschlungenen Pfaden der Nacht die Liebe. Mit Hilfe einer Zauberflöte gerät er vor die Tore Natur Vernunft Weisheit und beschreitet gefährliche Prüfungswege, die sein Reisegefährte für ein einfaches Glück beizeiten verläßt. Der Jüngling aber wandelt mit seiner Geliebten durch Feuer und Wasser, um ins Heiligtum des größten Lichtes zu blicken. |
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Achim
Freyer |
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Die Fotografin Monika Rittershaus, Theater ist nur über Theater erlebbar. Beschreibung,
Film und Fotografie sind über Beschreibung, Film und Fotografie erlebbar. |
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Achim Freyer |
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© - Copyright:
Musical-Operette:
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