Babylon - Auf dem Weg nach


Auf dem Weg nach

BABYLON

Robert Koldewey - Ein Archäologenleben


Archäologie

Philipp von Zabern Verlag
192 S. gb / € (D) 24,90
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Viele Fotos, mit 113 Farbabbildungen und 13 Strichzeichnungen.
Robert Kodewey, Archäologe
Thronsaalfassade des Königspalastes von Babylon
Thronsaalfassade des Königspalastes von Babylon, Öl auf Leinwand, E. Andrea. nach Zeichnung
von Robert Koldewey. © Vorderasiatisches Museum, Berlin, Foto Olaf M. Teßmer
Perspektivische Ansicht auf Babylon vom Norden
Perspektivische Ansicht auf Babylon vom Norden mit dem Ende der Prozessionsstraße, Ischtar-Tor der Königsburg >Hängende Gärten< und dem Tempelbezirk, mit Tempelturm. © Herbert Anger / Entwurf L. Unger

ließen seine wissenschaftlichen Aktivitäten in der Troas (Assos, Neandria), auf Lesbos und in Unteritalien sowie Sizilien, die insbesondere auf die Bauforschung ausgerichtet waren, die spätere „orientalische Passion" noch nicht erkennen.
Sein Ruf als Gelehrter stand mit diesen jedoch bereits fest. Der kurze Lebensabschnitt nach den geradezu fanatischen und selbstzerstörerischen Ausgrabungen von Babylon lässt erahnen, dass er auch unter gänzlich anderen
Umständen mit Untersuchungen auf Arkona, in Rethra/Feldberg und Höhbeck/Elbe die Feldforschung zu seinem Lebensinhalt gemacht hätte. Robert Koldewey war keine geradlinige Persönlichkeit, aber gerade darin liegt das Besondere seines Wesens, und gerade dies macht ihn so interessant. In dem
Bestreben, sein Forscherleben zu würdigen, wird deutlich, dass es u. a.

Babylon, Robert Koldewey im Grabungshaus
© Foto Gertrude L. Bell, Archiv Vorderasiatisches Museum, Berlin

VORWORT

Anlässlich des 150. Jahrestages des Geburtstages von Robert Koldewey und zugleich seines 80. Todestages wurde im Vorderasiatischen Museum der Staatlichen Museen zu Berlin vom 1. September bis 31. Dezember 2005 eine kleine Sonderausstellung gezeigt. Sie trug den Titel: Robert Koldewey — Ein Archäologenleben. Am 21. November 2005 fand aus gleichem Anlass ein Symposium statt, für das die wissenschaftlichen Institutionen verantwortlich zeichneten, die sich für die Bewahrung des Lebenswerkes von Robert Koldewey in besonderer Weise verantwortlich fühlen:
- die Koldewey-Gesellschaft,
- die Deutsche Orient-Gesellschaft,
- das Deutsche Archäologische Institut, Orient-Abteilung und als Gastgeber
- das Vorderasiatische Museum der Staatlichen Museen zu Berlin. Eine ganz besondere Freude war es, unter den ausländischen Gästen des Symposiums eine Delegation von Museumsfachleuten und Denkmalpflegern aus dem Irak begrüßen zu dürfen, dem Land, in dem Robert Koldewey mit seinen Ausgrabungen in Babylon seine Lebenserfüllung fand.
Robert Koldewey (1855-1925) ist vor allem bekannt als Ausgräber von Babylon. Letztlich ist es seiner unermüdlichen Arbeit in Babylon zu danken, dass Fundanteile an der archäologischen Ausbeute im Jahre 1927 nach Berlin kamen, dass mit den Rekonstruktionen von farbig glasierten Monumentalbauten aus Babylon der eigentliche Grundstock für das anhaltende Interesse an den altorientalischen Kulturen im Vorderasiatischen Museum gelegt wurde. Leider konnte Robert Koldewey dieses Wiederauferstehen eines der „Sieben Weltwunder der Antike" — nach einer griechisch-hellenistischen Quelle wurden neben den „Hängenden Gärten" ausdrücklich die bewunderungswürdigen „Mauern von Babylon" genannt — nicht mehr erleben. Erst im Jahre 1930 wurden die Rekonstruktionen der Prozessionsstraße mit dem Ischtar-Tor von Babylon sowie der Thronsaal-Fassade fertiggestellt und anlässlich der Einhundert-Jahr-Feier der Berliner Museen der Öffentlichkeit übergeben; sie sind bis heute ein einzigartiger Besuchermagnet geblieben.

Robert Koldeweys Leidenschaft war der Orient, obwohl seine ersten Kontakte mit diesem von der Geschichte ganz besonders geprägten Raum eher kritisch ausfielen. Aus dem Ausgrabungsort Surghul in Südmesopotamien schrieb er 1887 an seine Schwester Lehne: „... gegenüber meinen griechisch türkischen Landschaften, die ich in Lesbos so schätzen gelernt hatte, ist die Gegend hier vermaledeit oede oder so recht was man unter Wüste versteht, wenn auch nicht sandig sondern thonig, der reine Dreck, auf Meilen im Umkreis kein Bäumchen zu sehen und die Kamele schaukeln durch dorniges Gestrüpp ..." Dennoch waren ihm die Ruinen eines Tempels allemal lieber als blühende Baumgärten.
Mehr als 17 Jahre hat Koldewey in Babylon verbracht, einzig unterbrochen durch kurze Heimataufenthalte in den Jahren 1904, 1910 und 1914. Darüber hinaus hat sein Lebenswerk Babylon eine Vorgeschichte und eine kurze Nachgeschichte. Diesen weniger bekannten Lebensabschnitten nachzugehen war eines der Ziele der Ehrung Robert Koldeweys im Jahre 2005. Zunächst

auch die Lebensumstände im Orient waren, die seine Persönlichkeit mit geformt haben. Er setzte für die Feldforschung neue Maßstäbe. Seine spezielle Methode der Ausgrabung, bei der er sich vornehmlich auf Architekten stützte, musste sich seinerzeit mitunter gefallen lassen, als „Architektengrabung" verunglimpft zu werden. Armin von Gerkan dagegen gab der neuen Methode den weiter weisenden Namen „Architektonische Bauforschung", bis heute eine eigene Disziplin — nicht nur in der Vorderasiatischen Archäologie, sondern auch in der Baugeschichte.
Die vorliegende Publikation ist nur vordergründig der Extrakt des wissenschaftlichen Symposiums zu Ehren Robert Koldeweys. Reizvoll erschien es, neben den Daten, Fakten und Analysen zu diesem „Archäologenleben Robert Kolde¬weys" auch den Menschen Robert Koldewey in all seiner Widersprüchlichkeit vorzustellen. Koldeweys sprichwörtlicher Humor war oft gewürzt mit Bitterkeit und verletzender Schärfe. Sein Lebensmotto „Ich ärgere mich nicht, ich ärgere lieber die anderen!" war neben seiner Schroffheit vielleicht eine der Maximen, mit denen er die physisch belastende Arbeit zu ertragen vermochte, der er sich kompromisslos und geradezu mit Besessenheit hingab, unter Zurückstellung möglicher persönlicher Lebenswünsche.
Mit der Verschränkung von Wissenschaft und Feuilleton, von sachlichen Fakten und Lebensfacetten, die mitunter außerhalb der strengen Forschungsregeln liegen, möchte dieses Symposiumsprotokoll die üblichen ausgetretenen Pfade verlassen und ein neues Format vorstellen, das zugleich zu belehren als auch zu unterhalten versucht.

Ein herzlicher Dank ist zu richten an die Vertreter der vier an der Koldewey Ehrung beteiligten Institutionen, die auch die vorliegende Publikation finanziell unterstützt haben — Prof. Dr. Dorothee Sack (Koldewey-Gesellschaft), Prof. Dr. Ricardo Eichmann (Deutsches Archäologisches Institut, Orient-Abteilung), Prof. Dr. Hans Neumann (Deutsche Orient-Gesellschaft), Prof. Dr. Beate Salje (Staatliche Museen zu Berlin, Vorderasiatisches Museum). Weiterer Dank für finanzielle Beihilfen gilt dem Förderverein „Freunde der Antike auf der Museumsinsel Berlin e. V." sowie Dr. Marietta Lutze Sackler und ihrer Firma Dr. Kade GmbH in Berlin. Umfassende technische Unterstützung fand der Herausgeber hinsichtlich der Bildrecherchen und der Bildbearbeitung bei Olaf M. Teßmer und Alrun Gutow. Außerdem danke ich Frau Dr. Nünnerich-Asmus, Dr. Cornelius Hartz und Ragnar Schön vom Verlag Philipp von Zabern für die gute und bewährte Zusammenarbeit sowie Sarah Höxter für das kompetente und gründliche Lektorat.
Berlin, Mai 2008
Ralf-B. Wartke, Staatliche Museen zu Berlin, Vorderasiatisches Museum

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Auf dem Weg nach Babylon - Ausgrabung -
Babylon Pozessionsstrasse, Ischtartor, Königsburg, Fassade vom Thronsaal
, Koenig
Robert Koldewey, Archaeologe, Ausgrabung Babylon
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