Kultur Fibel Magazin


Fachbuch

Lehrbuch

Systemische Psychosomatik


Systemische Psychosomatik


Gesellschaftsmagazin

 

Die Psychosomatik schenkt nicht dem Körper weniger, sondern der Seele mehr Beachtung.

Klett-Cotta Verlag
341 S. gb /
€ (D) 34,00
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(Weiss und English 1949)
 
Dr. med. Vera Hähnlein Dr.med Jürgen Rimpel

Erkrankungen und Beschwerden befassen, anleiten, indem es theoretische Leitlinien zum Verständnis der Praxis anbietet und eine Fülle von praktischen Vorschlägen des Umgangs mit somatischen Beschwerden macht. Das Buch wendet sich also nicht in erster Linie an systemische Therapeuten und beschreibt nicht in erster Linie systemische Therapie, sondern beschreibt die besonderen Herausforderungen und Umgangsweisen mit somatischen Patienten. Gleichwohl können systemische Therapeuten davon profitieren. Die systemische Grundhaltung der Autoren zeigt sich immer wieder. So etwa, wenn die Werbeaktionen des Arztes um die Verantwortungsübernahme durch den Patienten beschrieben werden und der Patient für etwas Neues gewonnen und nicht einfach nur überredet oder gar überrumpelt werden soll. Dabei stellen die Autoren den Bezug zu grundlegenden und bewährten systemischen Konzepten und Vorgehensweisen her und zeigen deren Brauchbarkeit auch außerhalb des klassischen Therapieraumes.

Die Autoren verbinden manches nicht nur systemisch, sondern auch systematisch. Und hier scheint mir auch eine der Besonderheiten des Buches zu liegen: Man hat als Leser den Eindruck, hier wurde nichts vergessen: Von der Geschichte psychosomatischer Konzepte bis hin zur Rente und zur Aromatherapie wurde nichts ausgelassen.

Insofern bietet das Buch auch den Vorteil eines Nachschlagewerkes, in dem die unterschiedlichsten Aspekte zu finden sind, also auch etwa Empfehlungen, in welcher Dosierung Duftöle in einem Vollbad zu verwenden sind. Insofern ist es bemerkenswert, wie diese unterschiedliche Vielfalt wiederum integriert wird, um nicht einfach so (unsystemisch) herumzustehen, sondern ihren Platz in einem integrativen systemischen Verständnis der Behandlung erhält und den schon etwas abgegriffenen systemischen Slogan, dass das Ganze mehr als die Teile ist, dem Leser begreifbar bzw. lesbar macht. Zu wünschen ist diesem Buch, dass es aber vor allem für die klinische Praxis fruchtbar werden kann, d.h. einerseits zu einer Quelle vielfältiger Information wird, diese Information sinnvoll zu ordnen hilft und andererseits ein Leitfaden bzw. eine Landkarte sein kann. Eine Land- oder vielleicht besser eine Seekarte, um die weiterhin stürmische und von vielen Untiefen, d.h. unbeantworteten Fragen durchzogene klinische Seenlandschaft der Psychosomatik zu befahren.

Die Irritationen des einen oder anderen Lesers, besonders derjenigen, die ein Buch über systemische Therapie erwarten, kann sich daher schnell legen und den Blick auf etwas Neues freigeben: Man wird systematisch herangeführt an den behutsamen systemischen Umgang mit somatischen Beschwerden und Problemen. Es handelt sich daher um einen wichtigen Beitrag zur systemischen Psychosomatik, der hoffentlich den Weg in die Beschwerderäume der Somatik finden wird.

Arnold Retzer

Vera Hähnlein Dr. med., ist Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie mit tiefenpsychologischer Ausrichtung und Diplom-Sozialpädagogin. Sie ist nach langjähriger klinischer Arbeit in eigener psychotherapeutischer Praxis in Cottbus, u.a. mit traumatherapeutischer Schwerpunktsetzung, und alssystemische-hynotherapeutische Lehrtherapeutin und Supervisorin tätig. Jürgen Rimpel, Dr. med., ist Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, systemisch-hynotherapeutisch und tiefenpsychologisch ausgebildeter Therapeut und war über viele Jahre Leiter der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in der Landesklinik Lübben. Er ist in eigener psychotherapeutischer Praxis tätig und Lehrtherapeut in der Facharztweiterbildung.

VORWORT

Es könnte dem Leser beim Lesen passieren, dass er, zumindest anfänglich, irritiert ist — ein Zustand übrigens, den erfahrene Therapeuten als Zustand ihrer Klienten sehr schätzen, weil er oftmals der erste Schritt ist, der erkennen lässt, dass der Klient altes, gewohntes und oftmals problematisches Terrain verlässt. Dass daraus, nach der Phase der Irritation, etwas Neues wird, der Klient also ein neues, ungewohntes, vielleicht weniger problematisches Terrain betritt, hofft der Therapeut, sicher kann er sich aber nie sein. Er kann sich nicht sicher sein, weil nicht er diesen Schritt zu Neuem bestimmen oder gar gehen kann — seine Klienten bestimmen höchstpersönlich und gehen auch selbst oder eben auch nicht. Er kann lediglich Angebote machen oder Einladungen aussprechen.

Aber gehen wir wieder einen Schritt zurück, zu diesem Buch, das Sie gerade in der Hand halten, also kommen wir wieder auf Sie als Leser zu sprechen. Irri­tationen können durch Erwartungsenttäuschung entstehen. Man erwartet, dass da etwas ist, das dann aber nicht ist, oder man erwartet, dass da nichts ist, und es ist da doch etwas. Als idealtypischer Leser könnte man von einem Buch mit dem Titel »Systemische Psychosomatik« erwarten, es handle von der systemischen Therapie psychosomatischer Beschwerden. Man erwartet dann vielleicht noch weiter eine Einführung in Konzepte und Methoden der systemischen Therapie, man erwartet Konzepte und Theorien über ein systemisches Verständnis so genannter psychosomatischer Beschwerden und vielleicht auch noch besondere Verfahrensweisen der systemischen Therapie mit diesen besonderen Beschwer­den. Man erwartet also das übliche.

Was erwartet einen aber dagegen bei der Lektüre des vorliegenden Buches? Die Autoren haben das Ziel, ein Buch vorzulegen, das es ermöglicht, den Beschwerdeführer, also den Patienten, dort abzuholen, wo er sich befindet bzw. finden lässt, und laden den Leser ein, sich diesem Abholungsprozess anzu­schließen. Der Patient mit seinen Beschwerden befindet sich zunächst nicht im Therapieraum eines systemischen Therapeuten, sondern im »Beschwerderaum« einer somatischen Erkrankung bzw. somatischer Beschwerden. Dort, in diesem Beschwerderaum, werden nur ausnahmsweise, wenn überhaupt, Beschwerden oder Probleme als psychische definiert bzw. erklärt. Gelegentlich — manchmal nur ausnahmsweise, wenn überhaupt — wird in diesen Beschwerderäumen aber auch gesprochen. Dann können sich solche Beschwerderäume auf wundersame Weise in »Sprechzimmer« verwandeln und es können sogar »Sprechstunden« stattfinden. Die Frage ist dann nur noch: Was und wie wird dort, in der Somatik, in den Beschwerderäumen miteinander gesprochen?

Und hier, bei der Beantwortung dieser Frage, setzen die Autoren mit ihrem Buch an. Sie schreiben für Behandlungsprofis, die in diesen Räumen mit den Patienten arbeiten, mit ihnen sprechen und sich um deren Beschwerden küm­mern. Diesen Kollegen und indirekt dann natürlich auch deren Patienten werden Ideen, Konzepte und Vorschläge an die Hand gegeben, die Behandlungen in den somatischen Beschwerderäumen vielleicht erleichtern, gelegentlich vielleicht sogar effektiv machen können, vielleicht für beide: für den Behandlungsprofi und seinen Patienten.

Auch wenn das vorliegende Buch eher konventionell in einen Theorie- und einen Praxisteil gegliedert ist, scheint mir das gesamte eher ein Praxisbuch zu sein. Mir scheint, es kann die Praxis in somatischen Beschwerderäumen und Institutionen, die sich mit körperlichen


Dieses systemische Lehrbuch
gibt einen schulenübergreifenden, methodisch fundierten Überblick über die Grundprinzipien des Zusammenspiels von Psyche und Soma. Menschen mit psychosomatischen Störungen ziehen oft von Arzt zu Arzt in der ständigen Hoffnung auf Rat und Hilfe. Diese Patienten in ihrer inneren Verzweiflung und Zerrissenheit zu erreichen und zu motivieren stellt eine große Herausforderung dar.

Im Theorieteil des Buches wird der systemisch- lösungsorientierte Ansatz durch grundlegende Konzepte anderer Therapieschulen bereichert und um neueste Erkenntnisse der Bindungstheorie und Strategien der Traumatherapie erweitert.

Im Praxisteil findet sich eine große Anzahl anschaulicher und kreativer Hinweise zu therapeutischen Strategien. Moderne therapeutische Beziehungsgestaltung, Gruppenprozesse und Steuerung des Stationsklimas werden in eigenen Kapiteln ausführlich dargelegt. Der Focus richtet sich dabei auf die vorhandenen Ressourcen der Patienten und ihre systemische Verwurzelung.

Über 100 Praxisbeispiele veranschaulichen die Therapieansätze.

 


Von der Geschichte psychosomatischer Konzepte bis hin zur Rente und zur Aromatherapie wurde nichts ausgelassen
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