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Sachbuch
Psychologie
Psychoonkologie
Krebs
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Psychoonkologie
Psychologische
Aspekte der Entstehung
und Bewältigung von Krebs
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Zwischen 4 % und
7 % der Krebsüberlebenden berichten von Diskriminierung am Arbeitsplatz
aufgrund ihrer vorangegangenen Krebserkrankung, speziell Hodgkin-, Hodenkrebs-
und Leukämieüber-lebende (Kornblith, 1998). Sie wurden entweder
gekündigt, wurden weniger attraktiven Tätigkeiten zugeführt,
wurden nicht mehr befördert, Gehaltser-höhungen wurden ihnen
verweigert, oder es wurde ihnen nahe gelegt, selbst zu kündigen bzw.
sie fanden aufgrund ihrer vorangegangenen Erkrankung keine Stellung mehr.
Diesen negativen Einzelfällen stünden aber durchaus mehrheitlich
positive Fälle gegenüber, in denen Krebsüberlebenden z.
B. körperlich leichtere Tätigkeiten in Firmen zugewiesen worden
seien bzw. Arbeitsabläufe erleichtert wurden, um es den Betroffenen
zu ermöglichen, medizinisch weiterhin notwendige Termine wahrnehmen
zu können.
3.4 Traumatisierung
bei Krebs / 145
Gegenübertragung
Die Gegenübertragung als gleichfalls psychodynamisches
Behandlungskonzept in der Psychotherapie kommt auch der Situation mit
onkologischen Patienten zugute. Wie Sourkes et al. (1998) ausführen,
erfordert die Intervention bei onkologischen Patienten mehr Interaktion
und erlaubt keine solche objektive Haltung wie bei physisch gesunden Patienten.
Speziell die Gegenübertragungs-aspekte gewinnen demnach eine kritische
Bedeutung. Die Arbeit mit einem vom Tode bedrohten Menschen wirft den
Therapeuten unweigerlich auf seine eigene „Verlust-Geschichte".
Er muss unbedingt verstehen, warum die Erkrankung eines bestimmten Patienten
oder dessen unabwendbarer bevorstehender Tod schmerz-hafter für ihn
oder sie ist als das Schicksal eines anderen Patienten. Hier werden Supervisionshilfen
oder Besprechungen mit einem Kollegen oder einer Kollegin sehr bedeutsam,
wenn ein spezifischer Patient nachhaltig psychologischen Disstress im
Therapeuten erzeugt hat. Zuweilen kann es sogar klug sein, einen bestimmten
Patienten an einen Kollegen weiter zu vermitteln, wenn dieser Patient
tief sitzende eigene Beziehungen aus der Vergangenheit des Therapeuten
aufgewühlt hat, die eine angemessene Hilfe für den aktuellen
Patienten sehr erschweren oder sogar unmöglich machen würden,
da sie mit Gegenübertra-gungsgefühlen konfundiert wären.
Traumatisierung bei Krebs - Verursachung, aufrecht-erhaltende Bedingungen
und psychoonkologische Interventionsmöglichkeit
Gaby Angenendt, Ursula Schütze-Kreilkamp
3.4.1 Ein Konzeptvorschlag
zur Behandlung
Pro Jahr erkranken in Deutschland ca. 330 000 Menschen an Krebs. Bis zu
39,7 %, also umgerechnet ca. 140 000 Personen, entwickeln den vorliegenden
Studien zufolge ein posttraumatisches Belastungs-syndrom (Flatten et al.,
2003; Mc Garvey et al., 1998; Kornblith et al., 2003; Smith et al, 1999).
Unbehandelt droht dieses zu chronifizieren bzw. in andere psychische/psychosomatische
(oft life-time) Störungsbilder wie z. B. Somatisierungsstörungen
abzuwandern (Nathan und Fischer,
3 Psychosoziale bzw.
psychoonkologische Interventionsmaßnahmen bei Krebs
2001), was für die Betroffenen unsägliches Leiden
bedeutet und dem Gesundheitssystem erhebliche Kosten verursacht.
Angesichts der Diskussionen und der Bemühungen um Früherkennung
und Verbesserung der Therapie der Krebserkrankung einerseits und der desolaten
finanziellen Situation des Gesundheitssystems andererseits erstaunt es,
dass Studien zur angemes-senen psychoonkologischen Behandlung bisher ausstehen.
Ebenso verwundert es, dass bisher nur wenige konkrete Vorschläge
zur qualifizierten psychoonkologischen Behandlung und erst recht zur psychoonkologischen
Traumabehandlung vorliegen.
Klassifizierung der Posttraumatischen Belastungs-reaktion bei Krebserkrankungen
Im DSM-IV ist die Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD) eine
Kategorie, die eine klar definierte ätiolo-gische Voraussetzung enthält.
Diese Voraussetzung ist das Vorhandensein eines traumatischen Ereignisses.
Als ein Ereigniskriterium findet sich seit der Revision 1994 in den einführenden
Hinweisen auch die Diagnose einer lebensbedrohlichen Erkrankung.
„..A. Die Person wurde mit einem traumatischen Ereignis
konfrontiert, bei dem die beiden folgenden Kriterien vorhanden waren:
Die Person erlebte, beobachtete oder war mit einem oder mehreren Ereignissen
konfrontiert, die tatsächlichen oder drohenden Tod oder ernsthafte
Verletzungen oder eine Gefahr der körperlichen Unversehrtheit der
eigenen Person beinhalteten (Erlebnisse: kriegerische Auseinandersetzungen,
gewalttätige Angriffe auf die eigene Person, Ent-führung, Geiselnahme,
Terroranschlag, Folterung, Kriegsgefangenschaft, Gefangenschaft in einem
Konzentrationslager, durch Natur- oder durch Menschen verursachte Katastrophen,
schwere Autounfälle oder die Diagnose einer lebens-bedrohlichen Krankheit."
(DSM.IV-TR 309,81, 2003; Hervorhebung durch die Verfasser)
In der ICD-10, die für den deutschen Sprachraum maßgebend ist,
fehlt das Ereigniskriterium der lebensbedrohlichen Erkrankung bei PTSD
völlig. Nach Schmitt et al. (2003) sind prospektive Längsschnitt-untersuchungen
notwendig, „um die Charakteristik der PTSD im Umfeld der Krebserkrankung
definieren zu können" (S. 66).
Das Störungsbild der psychischen Traumatisierung bei Erwachsenen
ist geprägt durch: Sich aufdrängende, belastende Gedanken und
Erinnerungen an das Trauma (Intrusionen) oder Erinnerungslücken (Bilder,
Alp-träume, Flashbacks, Teilamnesien), Übererregungs-symptome
(hyperarousal), Vermeidungsverhalten, Emotionale Taubheit (numbing).
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Die Symptomatik
kann unmittelbar oder auch mit Verzögerung nach dem traumatischen Geschehen
auftreten. Posttraumatische Symptome wurden erst
in letzter Zeit im Zusammenhang mit primär körperlichen Erkrankungen
wie z. B. Herzinfarkt, HIV-Infektionen oder Organtransplantationen untersucht
(Flatten et al.
4.3 Neuronale
und endokrine Verbindungen zwischen Gehirn und Immunsystem
regulierenden ZNS-Ausfluss zum Immunsystem hin. Kortikale und limbische Regionen
könnten eventuell auch involviert sein bei geänderten Immunreaktionen
auf Stressoren, Verhaltenskonditionierungen und psychosoziale Faktoren. Das
Signalisieren zwischen dem nervösen und dem Immunsystem läuft also
bidirektional ab über kurze, mittellange und längere Kommunikationsschleifen,
die chemische Mediatoren wie Hormone, Neurotransmitter und Zytokine verwenden,
welche mit den auf Zielzellen beider Systeme befindlichen Rezeptoren interagieren.
Eine Verbindung dieser Mediatoren mit spezifischen Rezeptoren aktiviert Second-Messenger-Systeme,
verändert die Rezeptoraktivität für bestimmte Signalmoleküle
auf der Zellmembran und/oder verändert die Zellmembranpermeabilität
(Durchlässigkeit der Zelloberfläche).
4.3.2 ZNS-Modulation der
Immunfunktion
Bereiche des Hypothalamus wurden am meisten untersucht (per elektrolytischer
Läsion). Der anteriore Hypothalamus scheint direkt oder indirekt
bei der Stimulation von humoralen und zellmediierten Immunfunktionen involviert
zu sein. Unterschiedliche Läsionen im anterioren Hypothalamus resultieren
in verminderten Leukozytenzahlen (Brooks et al., 1982; Katayama et al.,
1987), reduzierter Proliferation von TZellen (Cross et al., 1980), thymischer
Involution (Brooks et al., 1982), verringerter NK-Zell-Aktivität
(Cross et al., 1984) verminderter AntikörperProduktion (Tyrey und
Nalbandov, 1972), verändertem Tumor-Zell-Wachstum (Sobue et al.,
1981) und gehemmter Entwicklung von potenziell tödlichen allergischen
Reaktionen (Stein et al, 1981). Die meisten dieser Reaktionen waren vorübergehend,
und einige davon waren nach Hypophysektomie reversibel, was darauf hindeutet,
dass diese Wirkungen durch neuroendokrine Mechanismen vermittelt werden.
Läsionen im medialen Hypothalamus verminderten T- und B-Zellzahlen (Katayama
et al., 1987) und förderten Abstoßungsreaktionen (graft rejection
= Reaktion gegen das Transplantat) (Dann et al., 1979). Läsionen im posterioren
Hypothalamus verminderten T-Helfer- und T-Suppressor-Zellzahlen (Katayama
et al., 1987) und förderten Tumorwachstum (Sobue et al., 1981). Die genannten
Untersuchungen verweisen darauf, dass der anteriore Hypothalamus und eventuell
andere hypothalamische Regionen die Immunreaktivität beeinflussen können.
Weitere Hinweise für die Rolle des Hypothalamus bei der Immunmodulation
stammen aus elektrophy-siologischen Aufzeichnungen neuronaler Zell-Entladungsaktivität
in unterschiedlichen nuklearen Bereichen: im Hypothalamus, in limbischen Vorcortex-Strukturen
und im Mittelbereich der Formatio reticularis als Antwort auf antigene Stimulierung
(Korneva et al., 1985).
4 Einführende Überlegungen
/ 226
Es wird angenommen, dass Veränderungen in neuronalen Zell-Entladungsaktivitäten
in spezi-fischen Hirnbereichen aus der Freisetzung von Zytokinen aus Zellen
des Immunsystems resultieren, die entweder direkt oder indirekt mit den Neuronen
in diesen Hirnbereichen interagieren. Unterschiede in der Reagibilität
auf primäre und sekundäre Immuni-sierung reflektieren vielleicht
Unterschiede in der Zytokinsekretion, die unter diesen beiden Bedingungen
produziert wird (Bellinger et al., 1994). Die berichteten Veränderungen
in den Immun-parametern als Reaktion auf psychosoziale Faktoren, Stressoren
und behaviorale Konditionierungen legen die Mitwirkung des Cortex, speziell
der frontalen und temporalen Bereiche nahe. Diese kortikalen Bereiche haben
direkte Projektionen auf das limbische Vorderhirn, den Hypothalamus, die viszeralen
Nuclei und die autonomen Prä-Ganglion-Neuronen. Verschiedene Studien
von Renoux und Mitarbeitern (1983; 1984; 1987) verweisen auf die Rolle des
zerebralen Cortex bei der Modulation der Immunantworten sowie darauf, dass
dieses System vielleicht lateralisiert ist (Bellinger et al., 1994).
4.3.3 Direkte Innervation
von Iymphoidalen Organen
Das autonome Nervensystem offeriert durch seine Innervation der lymphoidalen
Organe einen direkten Weg für die Kommunikation zwischen dem nervösen
und dem Immunsystem, wie Bellinger und Mitarbeiter (1994) schreiben. Verschiedene
Studien zeigen:
a die Mitwirkung der noradrenergen Innervation lymphoidaler
Abschnitte (siehe Bellinger et al., 1994, S. 62),
s die Freisetzung und Verfügbarkeit des Noradrenalins aus Nervenendigungen
des
sympathischen Nervensystems (Bellinger et al., 1989; Williams et al., 1981),
A die Expression von Adrenozeptoren einer Vielzahl von Zellen des Immunsystems,
einschließlich T- und B-Lymphozyten, Thymozyten, Makrophagen, Mastzellen
und Granulozyten (Singh, 1984; Hall et al., 1985).
Anatomische Studien hätten demonstriert, dass die noradrenerge
sympathische Innervation von glatten Muskeln oder Blutgefäßen sowie
des Parenchyms von speziellen lymphoidalen Abschnitten innerhalb primärer
und sekundärer lymphoidaler Organe stattfinden (Bellinger et al., 1994,
S. 62)
Ende der Auszüge
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Volker
Tschuschke |
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Univ.-Prof.
Dr. rer.biol.hum.Dipl.-Psych.Volker Tschuschke
Geboren 1947. 1974 - 1979 Studium der Soziologie und Psychologie an der Universität
Münster/Westf. 1979 - 1989 wissenschaftlicher Assistent an der Forschungsstelle
für Psychotherapie Stuttgar, von 1990 - 1996 an der Abteilung für
Psychotherapie der Universität Ulm. Propmotion 1986 und Habilitation 1992
an der Universität Ulm. Ausbildung zum Psychoanalytiker an der Akademie
für TiefenpsychologieStuttgart. 1994 - 1995 Vertretung des Lehrstuhls für
Psychoanalyse an der Universität Frankfurt/Main. Seit 1996 Lehrstuhlinhaber
für das Fach Medizinische Psychologie, des Universitätsklinikums Köln. |
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Vorwort
zur zweiten Auflage
Es ist erfreulich, dass
so bald nach Erscheinen eines Buchs zu den wissenschaftlichen Grundlagen und
klinischen Möglichkeiten dieses relativ neuen interdisziplinären
Gebiets Psychoonkologie eine weitere Auflage erforderlich wird. Zwei Gründe
sind hierfür zu nennen:
Zum einen zeigt die Nachfrage, dass das Buch nicht nur in Fachkreisen
Aufnahme, sondern offensichtlich auch in einer nichtfachlichen Öffentlichkeit
Interesse gefunden hat. Beides ist sehr wünschenswert. Wachsende
Aufmerksamkeit in der Bevölkerung und Nachfrage nach psychoonkologischer
Hilfe wird die Versorgungslandschaft innerhalb der Onkologie am ehesten
verändern können. Onkologische Behand-lungsfelder benötigen
dringend eine Berücksichtigung der psychosozialen Aspekte, weil gerade
die Krebsbehandlung beispielhaft zeigt - und wie auch die in diesem Buch
dargelegten Studien belegen, - dass körperliche, seelische und soziale
Bereiche eng miteinander verknüpft sind und sich wechselseitig beeinflussen.
Zum anderen erfordert die rege Forschungsaktivität in der Psychoonkologie
eine Überarbeitung und Aktualisierung dieses Bandes. So wurden die
neuesten Studien - Publikationsstand Anfang Mai 2005 - jeweils in die
Tabellen eingearbeitet und ältere Studien wurden herausgenommen,
entsprechend wurden die zusammenfassenden Bewertungen im Text verändert
und teilweise neue Unterkapitel eingefügt. Die Bedeutung und Auseinandersetzung
der Krankheitsverarbeitung (Coping) für die Krankheits- bzw. Genesungsverläufe
wurde insofern berücksichtigt, als nunmehr ein eigenständiges
Kapitel zu diesen Zusammenhängen neu aufgenommen wurde. Auch der
zunehmenden Debatte um die Auswirkungen und der psychoonko-logischen Handhabung
von Traumatisierung im Zusammenhang mit einer Krebserkrankung wird Rechnung
getragen. Hierzu wurde ein kurzes Kapitel eingefügt, das von Frau
Dr. phil. Dipl.-Psych. Gaby Angenendt und Frau Dr. med. Ursula Schütze-Kreilkamp
verfasst wurde, wofür ich hier herzlich meinen Dank ausspreche. Darüber
hinaus wurde ein neu bearbeitetes Kapitel zu der sich innerhalb der Fachdisziplinen
verschärfenden Debatte um die Wirkung psychologischpsychotherapeutischer
Interventionen im Hinblick auf verbesserte Überle-benszeiten aufgenommen.
Es handelt sich also um eine vollständig überarbeitete, aktualisierte
und erweiterte zweite Auflage des ersten Bandes.
Ich möchte nicht versäumen, die sehr unterstützende und
konstruktive Zusammenarbeit mit dem Schattauer Verlag, und hier insbesondere
mit Herrn Dipl.-Psych. Dr. med. Wulf Bertram, hervorzuheben und ihm dafür
zu danken. Ebenfalls bin ich Frau Dr. med. Andrea Heinrich und Frau Martina
Maaß-Stoll, den betreuenden Lektorinnen, für ihre Unterstützung
dankbar. Wir hoffen, dass auch diese zweite, aktualisierte Auflage ihren
Weg zu den Fachkollegen finden wird, damit eine verbesserte onkologische
Behandlung und Versorgung stationär, in der Rehabilitation und im
ambulanten Versorgungsbereich realisiert werden kann. Ebenso hoffen wir,
dass dieses Buch auch in der nichtfachlichen Öffentlichkeit weiterhin
auf reges Interesse stößt.
Köln, Herbst 2005 Volker Tschuschke
Hinweis: Um die Lesbarkeit des vorliegenden Textes zu erleichtern, wird im
Folgenden das generische Maskulinum gebraucht, das gleichermaßen männliche
und weibliche Personen umfasst. Die Entscheidung für diese Schreibweise
beruht allein auf praktischen und nicht auf inhaltsbezogenen Erwägungen.
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Auszüge:
2.2.6 Berufliche Leistungsfähigkeit
Kornblith (1998) berichtet in ihrem Literaturüberblick von drei Vierteln
aller Krebsüberlebenden, die in der Lage seien, nach Erkrankung und
Behandlung ihr berufliches Engagement auf einem vergleichbaren Niveau
wie zum Diagnosezeitpunkt wieder aufnehmen bzw. fortsetzen zu können.
Dies bedeutet zugleich, dass ein Viertel aller Krebsüberlebenden
aufgrund ihrer Erkrankung bzw. Behandlung nicht in der Lage ist, beruflich
auf vergleichbarem Niveau wieder Anschluss zu finden. Die letztgenannte
Überlebenden-Gruppe sei dadurch gekennzeichnet, dass schwerere erkrankungs-
und/oder behandlungsbezogene physische Probleme zu körperlichen Behinderungen
oder immensen Belastungen geführt hätten, die eine Fortsetzung
einer vergleichbaren beruflichen Tätigkeit unmöglich gemacht
hätten.
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