Romy Schneider, Portrait

Romy Schneider
Ausstellungs-Katalog
Abraham Melzer Verlag
pb 288 Seiten

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ROMY SCHNEIDER
Romy Schneider Nude / Alain Delon

Romy Schneider - Seite - 1 - 2 - 3

Romy Schneider im Gesräch mit
Armin H. Eileenberg
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AUSVERKAUFT
Romy Schneider
288 Farb-Seiten,
hunderte sch/w und Farbbilde


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Romy Schneider schwimmt in der Rückenlage im Mittemeer, mit freiem Busen
Rommy Schneider badet im Mittelmeer. Foto: Abraham Melzer Verlag

Romy wirkt auf uns alle fort, sie ist eine Neverending Story (Anm.: Niemals endende Geschichte), die jeder für sich selbst weiterdenkt und -lebt: »Wenn ich Romy gewesen wäre, hätte ich...«. Solche Projektionen halte ich für ganz wichtig und sie können ruhig von Vorurteilen geleitet sein. Ich selbst bin auch mit Vorurteile an Romy herangegangen. Das ist das Faszinierende an einem

Romy Schneider nakt im Mittermeer, Akt,schraeg von hinten fotografiert
Rommy Schneider badet im Mittelmeer. Foto: Abraham Melzer Verlag

Mythos unserer Tage, daß er auch von kitschigen Klischeevorstellungen lebt und sich unsere eigene Biographie an ihm offenbart.
Wer sich ernsthaft damit beschäftigt, erkennt den ein oder anderen Aufklärungsbedarf. Er wird sich bemühen, diesen zu befriedigen, doch ohne die Klischees beiseite räumen zu können, weil sonst der Mythos zerstört wäre.

Wie erklären Sie, daß ein moderner Mythos aus Klischees besteht? Der antike Mythos ist die Projektion menschlicher Leidenschaften ins Göttliche. Er zeigt die menschliche Seite der Götter und macht Menschen zu götterähnlichen Heroen.

Sie haben Recht. Auch heute noch wird der Mythos aus Projektionen menschlicher Leidenschaften geprägt. Spannend dabei ist die Beobachtung, daß unsere aktuellen Gesellschaftssysteme eine immens große Palette an Lebens- und Gefühlsdefiziten erzeugen.
Der moderne Mythos baut sich deshalb nicht aus ausgelebten, sondern aus unausgelebten Leidenschaften auf.

Die Zwänge waren noch nie so groß, und die Ängste und Hoffnungslosigkeit finden Ausdruck in der Hingabe an klischeehafte Konsumwelten.

Schlimm wird es, wenn für derartige Träume das aktive Mitgestalten an der Gesellschaft aufgegeben wird.

Romy Schneider war eine hervorragende Schauspielerin, obwohl sie niemals Schauspielunterricht genossen hatte, eine Verwandlungskünstlerin mit vielen wechselnden Gesichtern.
"Ich kann nichts im Leben, aber alles auf der Leinwand" hat sie einmal gesagt.

Die Verwandlung in die Rolle hinein hat mich bei Romy persönlich nie so sehr interessiert, wie die Verwandlung aus der Rolle heraus. Ich meine, es ist schwierig, aus einer Rolle ins Privatleben zurückzukehren. Es bleibt immer etwas hängen, das man mitnimmt, und Romy hat vieles mitgenommen. Wenn man Leben und Beruf so exzessiv betreibt, muß man
dafür einen hohen Preis zahlen. Nur am Tag der Abrechnung ist man allein; keiner von denen ist da für die man
mitbezahlt hat. So war es auch bei Romy. Sie spielte und lebte zu oft das hohe C, und Gefühle enden nicht nach Drehschluß.

Was ist eigentlich aus ihrer Hinterlassenschaft geworden? Woher haben Sie die Briefe und die Sachen, die ihr gehört haben?

Manches von Privatpersonen, einiges aus Archiven. Den zweiten César, den sie für ihre Rolle in »Eine einfache

Geschichte« erhalten hat - den ersten bekam sie drei Jahre früher für »Nachtblende« - hat mir ihre Tochter Sarah überlassen. Romys war völlig mittellos, als sie starb, obwohl sie Millionen verdient hatte. Es gibt trübe Geschichten, wohin das viele Geld verschwand. Da sie hohe Schulden hinterließ, lehnten ihre Tochter und ihr Bruder Wolf-Dieter das Erbe ab und ihre restliche Habe fiel an den französischen Staat. So ist zu erklären, daß einiges auch in Archive gekommen ist.

Der Widerspruch von Kunst und Leben offenbart bei ihr seine Tragik bis in die banalsten Details. Als bildenden Künstler, der Sie auch sind, muß Sie das gereizt haben. Dennoch erscheint es ungewöhnlich Sie so engagiert als Ausstellungsmacher zu sehen.

Die Beschäftigung mit Mythen ist ein Hauptthema in meiner eigenen künstlerischen Arbeit. Künstler hatten schon immer ein großes Bedürfnis, die Dinge darzustellen. Inszenierungslust und dramaturgische Fähigkeiten bilden nicht selten die Grundlage großer schöpferischer Arbeiten. Das prozesshafte Entwickeln und Visualisieren von Stoffen ist und war für mich immer die größte Freude. Das Wort «Ausstellungsmacher« ist verbraucht und fungiert doch bloß als eine Verlegenheitsvokabel. Gestalten und Offenbaren ist immer eins, und es war und ist auch meins.

Akt Foto von Romy Schneider, "Woran ich dabei dachte weiss der Himmel, ich nicht - Romy Schneider
Woran ich dabei dachte weiss der Himmel ich nicht - Foto CINE Revu

Romy Schneider mit  Alain Delon, ein  Liebespaar  und an der Kaffee Bar
Romy Schneider mit Alain Delon


Sie haben also beim Erarbeiten der Ausstellung für sich selbst etwas Bleibendes erfahren. Meinen Sie, der Besucher kann das auch?

Als Romy, erst 43 Jahre alt, in ihrer Pariser Wohnung an Herzversagen starb, hieß es, sie sei an gebrochenem Herzen gestorben. Es war ja noch kein Jahr her, daß sie ihren vierzehnjährigen Sohn David bei einem tragischen Unfall verloren hatte.
Vielleicht starb sie, weil sie in unserer
Fastfood-single-business-Gesellschaft
das Herz an der richtigen Stelle trug
.

Ich wähle bewußt einen trivialen Ausdruck. Ich glaube, daß es in der Wirklichkeit genug Platz gibt, seine Träume ein Stück weit zu leben. Aber sich in Träumen zu begegnen und auszutauschen ist leichter, als in der Realität. Und so verstehe ich auch die Ausstellung in erster Linie als ein Begegnungsangebot zum Austausch für Menschen, die sich Gefühle noch leisten wollen, und die dann auch in der Wirklichkeit Nischen entdecken, in denen Träume gedeihen können. Hanna Schygulla sagte zu mir bei unserem letzten Zusammentreffen:
»Jeder Tod ist auch immer ein kleiner Selbstmord«

Doch die Begegnung mit dem Tod kann das eigene Leben bereichern. Können wir andere überhaupt empfinden, oder empfinden wir immer nur uns selbst? <<<

Romy Schneider,Einsamkeit
Romy Schneider in einer seelischen Krise


- Ende der Auszüge
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Romy Schneider
1974
im Gespräch mit
Armin H. Eilenberg

Wer kennt das nicht, fröhlich lädt man Freunde, nach Restaurantschluss, in seine Hotelsuite - zum weiteren Feiern - ein und die Feier entartet. 1963, ich kam gerade aus New York, auf einen meiner 2 bis 3 Europabesuche pro Jahr, nach Berlin. Mit zwei Freunden kam es zu einer fröhlichen Runde im Resi (Berlin), mit den Wasserspielen, großer Band, Tischtelefon und Tischrohrpost. Später lud ich diese angewachsene Runde, zum weiteren Feiern, in meine Suite, im Hotel Berlin ein. Alkohol, Wein und Champagner waren reichlich vorhanden, aber ich rechnete nicht damit, dass sich die Damen anfingen, zu duschen, ungeniert Sexspiele veranstalteten und u. a. den Duschkopf abschraubten, damit sie besser in den Wohnraum spritzen konnten. Sie veranstalteten Wasserspiele. Es war ein Selbstläufer, bis der Teppich leicht unter Wasser stand und energisch an der Zimmertür geklopft wurde. Der eindeutigen Aufforderung das Hotel zu verlassen mussten wir nachkommen, die Rechnung kam später. Aber der Abschluss war lustig, weil wir an ca. 14 Hotelangestellten vom Nachtdienst, die in der Lobby in einer langen Reihe angetreten waren, vorbei marschieren mussten. Daraus kann man, wenn auch spät lernen.

Romy Schneider traf ich 1974 im Hotel Bayerischer Hof, ich kannte sie von Gesellschaften 1966, als sie mit Harry Meyen glücklich verheiratet war.
Wer Romy Schneider jemals persönlich kennengelernt hatte, ist einen zierlichen Menschen begegnet, von nicht so großer Statur, aber einer mächtigen Persönlichkeit. Bescheiden, Mensch sein bedeutete ihr alles und wie herzlich hat sie Freunde und Bekannte angelacht. Nach dem Tod ihres Gatten Harry Meyen suchte sie ihr Glück in Frankreich. Eine große Liebesaffaire mit Alain Delon, aber sie fand keinen Menschen, der noch Mensch geblieben, mit einem großen Herz, wie sie es hatte, mit dem sie Glück und Zufriedenheit ein Leben lang teilen konnte.

Romy Schneider, saß niedergeschlagen am Tisch und trank eine heißes Getränk. Sie hatte Sehnsucht nach Berlin und feierte einen Tag zuvor mit "Freunden" in ihre Suite im Geru.-Hotel. Nach Mitternacht wurde sie aufgefordert das Hotel mit ihren Freunden zu verlassen und am nächsten Tag saßen wir, durch einen Zufall beisammen. Meine Geschichte im Hotel Berlin konnte sie etwas aufheitern, aber ich hatte den Eindruck, ihre Probleme saßen zu tief. Aus Medien-Gewinn-Interesse wurde ihrer Mutter fortlaufend und wahrheitswidrig eine enge Verbindung zu Adolf Hitler und Eva Braun (Adolf Hitlers spätere Gattin) auf dem Berghof unterstellt. (siehe Kultur Fibel, Romy Schneider Seite 2) Diese Presse reichte bis nach Frankreich und war eine zusätzliche Belastung für Romy Schneider, Deutschlands größter Weltstar nach 1945.

Gustaf Gründgens: " Ich halte es zum Beispiel für einen Skandal, einen Skandal wiederhole ich, was mit dieser entzückenden Romy geschieht."

Orsen Wells: "Sie war für die Filmkamera wie geschaffen und sie wäre, als Charakterdarstellerin eine Festung, eine wirkliche Macht geworden."

Brigitte Bardot: "Der Film hat Romy kaputtgemacht. Die Atmosphäre in der Welt der Filmschauspieler ist nicht geeignet, die Moral zu heben. Wirkliche Freunde sind nicht da um dich zu stützen. Das ist das Verhängnisvolle. Das Ende ist hart. Das Milieu ist oberflächlich, hart und ungerecht. Romy hat ihren Beruf geliebt. Man meint in solchen Fällen, dass man weiter machen muss.
Romy war schön und stand auf der Höhe ihres Ruhms, sie hatte alles, um glücklich zu sein. Doch ihr schwerstes Schicksal war stärker als sie. Der Selbstmord ihres ersten Mannes (Harry Meyen), die Scheidung vom Zweiten und der schreckliche Tod ihres Sohnes haben sie zu Boden geworfen."

Armin H. Eilenberg: In unserer oberflächlichen, einfachen und sinnentleerten Konsumgesellschaft, unterschätzen wir die Zunahme der Depressionen, die tiefen seelischen Verletzungen. Ein früher Verlust der Mutter, oder eine andauernde Diskriminierung der Mutter, kann bei den Kindern oder Jugendlichen zu einer Vorschädigung führen. Wir sind in unserer Fun-Gesellschaft "geschockt", wenn eine prominente Persönlichkeit unerwartet an seelischen Ursachen stirbt und vergessen, weil nicht medienwirksam, das Leid von Millionen Familien, die depressive Mitglieder haben.

Romy Schneider schrieb im September 1976 auf ihre Beine eines Aktfotos,
(siehe Kultur Fibel, Romy Schneider Foto oben):

"Woran ich dabei dachte, weiss der Himmel, ich nicht - wenn ich überhaupt an etwas dachte,
dann wahrscheinlich an etwas was mir wohl fehlte."


Romy Schneider schrieb
(1981), handschriftlich zum Tod ihres Sohnes David (ihr Sohn mit Harry Meyen):

"Ich habe den Vater begraben (Harry Meyen) - Ich habe den Sohn begraben (David) - ich habe sie beide nie verlassen! Und sie mich auch nicht, ich will's zumindest manchmal - ein wenig - noch glauben können - - - oder mehr & mehr-?"

Eine einst glückliche Verbindung, das Ehepaar, Romy Schneider und Harry Meyen, in der Harry Meyen nicht gerade selbstlos handelte und ihr Leben in Berlin, waren in ihren letzten Lebensjahren ein fest verankerter Bestand in ihren Gedanken.
Was für eine Veränderung, als ich Romy Schneider im Hotel Bayerischer Hof in München, zu einem Gespräch wiedersah.

Mit Romy Schneider hat uns eine zauberhafte Persönlichkeit,
voller Liebe zum Menschen, voller Energie und Konzentration zu ihrem Beruf, verlassen.

Heute kommt noch eine tiefe Trauer in mir auf.
Ruhe in Frieden, Du prächtiger Mensch.
Armin H. Eilenberg

 

Die persönlichen Gesprächsthemen
habe ich ausgelassen.


Romy Schneider 1. Seite


Ja, zum Leben, aber wie?I
m Zeitgeist der Medien und Konsum-Gesellschaft


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