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dtv
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303 S. tb/ € (D) 9,50 im Buchhande loder Kultur Fibel Verlag RG. + Porto EUR 3,50 Weitere Buchempfehlungen |
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Wir dürfen nicht länger zuschauen! |
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Wozu wir uns auch immer
entschließen, eines muss klar sein: Vermüllte
Köpfe
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![]() Manfred Spitzer |
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Auszüge: |
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Univ.-Prof.
Dr. Dr. Manfred Spitzer, geb. 1958, studierte Medizin, Psychologie und
Philosophie. Zwei Gastprofessuren an der Harvard Universität, seit
1997 hat er den neu eingerichteten Lehrstuhl für Psychiatrie der
Universität Ulm inne. Prof. Spitzer leitet die Psychiatrische Universitätsklinik
in Ulm und das Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen. |
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Eine der Ursachen dieser vergleichsweise extremen Gewaltbereitschaft in der Bevölkerung — die häufigste Todesursache für Männer mittleren Alters in den USA ist Mord — ist das Fernsehen, bis heute das Bildschirm-Medium schlechthin. Dies ist keineswegs nur eine Vermutung oder unbewiesene Behauptung, sondern lässt sich aus der vorhandenen Datenlage ebenso klar ableiten, wie die TV- bedingten körperlichen Schäden. Und was nach dem Fernsehen kam — Filme auf Video, Computerspiele, interaktives, Web-basiertes gegenseitiges Abschießen etc. — ist nicht besser, sondern schlimmer. >>>>>> 1 Einleitung Bildschirme und Bildschirm-Medien gibt es schon lange. Dass sie einen wesentlichen Teil unseres Lebens ausmachen, ist jedoch neu. In Deutschland gab es bis vor etwa 20 Jahren zwei bis drei Fernsehprogramme, die wochentags am späteren Nachmittag begannen und vergleichsweise wenig Wahlmöglichkeiten beinhalteten. Computer gab es vor 20 Jahren praktisch noch gar nicht. Der Gebrauch von Bildschirmen beschränkte sich damit auf das Fernsehen und betrug 1970 weniger als zwei Stunden pro Tag. >>>>>
Zusammenfassung und Schlussfolgerungen >>>>Übergewicht und Dickleibigkeit haben in der westlichen Welt ein epidemieartiges Ausmaß erlangt und sind als wesentliche negative Einflussgrößen auf die Volksgesundheit erkannt. Sie stellen Risikofaktoren für eine ganze Reihe von Erkrankungen — insbesondere Herz-Kreislauferkrankungen — dar und begünstigen zudem die Entwicklung weiterer Risikofaktoren wie Fettstoffwechselstörungen (erhöhter Cholesterinspiegel) und Diabetes. Gerade die nahezu sprunghafte Zunahme der Fälle von Altersdiabetes bei Kindern und Jugendlichen ist nur als Effekt der erheblichen Zunahme des Übergewichts in diesen Altersgruppen zu erklären; und dies wiederum geht zu einem guten Teil auf das Konto des Medienkonsums. >>>>> Leistungen in der Schule >>>>>Woche,
so lässt sich aus den Daten zum Fernsehkonsum von Kindern unter anderem
Folgendes ableiten: Die Hälfte der 15-Jährigen (die
Gruppe der 50% Vielseher) verbringt von ihren jährlich zur Verfügung
stehenden 5.840 Stunden (365 x 16 Stunden täglich) an wacher Zeit
etwa 1.000 Stunden in der Schule, mindestens 1.200 Stunden vor dem Fernseher
und etwa 1.170 Stunden in der Familie. Da gemeinsames Fernsehen zu 41% stattfindet,
verringert sich die Zeit des effektiven Einflusses der Familie um 480 auf
690 Stunden. Gewalt im Fernsehen Wenn Kindergehirne die Regeln aus den gesehenen Gewaltszenen extrahieren, dann kann sich in ihrem Frontalhirn nur das Folgende in Form breiter Trampelpfade ergeben: Gewalt gibt es sehr viel in der Welt, sie löst Probleme und hierzu gibt es keine Alternative, sie tut nicht weh und der Gewalttäter kommt ungeschoren davon. >>>>>
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| Liebe Leser, Sie lesen bei uns nur kurze Buch-Auszüge, aber wir empfehlen Ihnen dieses Buch, damit Sie die Missstände der Mainstream-Gesellschaft klarer erkennen und unsere Kinder und Jugendlichen, die Säulen unserer künftigen Gesellschaft, vorbeugend Schutz gewähren können, gründlich zu lesen. |
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Vorwort Den qualmenden Schornstein sehe ich jeden Tag und er stört mich deswegen jeden Tag; einen Unfall hat man im Durchschnitt jedoch nur alle 27 Jahre. Also hat jeder Autofahrer aus seiner Erfahrung guten Grund zur Annahme, dass ihm schon nichts passieren wird. Und bei den elektronischen Medien kommt hinzu, dass die wenigsten Menschen überhaupt wissen, welche Gefahren vom Bildschirmkonsum ausgehen können.
Dieses Buch will daher aufklären und Fakten präsentieren. Es geht mir dabei nicht darum, Bildschirme in Bausch und Bogen abzulehnen oder die Medien insgesamt zu verteufeln. >>>>> >>>>> Die Gründe hierfür sind vielfältig und liegen sowohl in der Menge und Qualität der Daten als auch darin, dass die Argumente erst in der Zusammenschau etwa von Kriminalität und Cholesterinspiegel oder von Aufmerksamkeitsstörungen und Übergewicht so richtig plastisch werden. >>>>> Was zu tun ist, kann ich nur andeuten, zumal sich jeder seine eigenen Gedanken machen kann. Wer kleine Kinder hat, kann dafür sorgen, dass sie möglichst gar nicht mit Bildschirmen in Kontakt kommen. In Kindergärten und Grundschulen haben Bildschirm-Medien aus meiner Sicht ebenso fast nichts verloren. Zwölfjährigen Buben würde ich keinen Zugang zum Internet verschaffen, zwölfjährigen Mädchen durchaus. Für diese Konsequenzen finden sich Daten und Argumente in diesem Buch. Ich selbst habe fünf Kinder und keinen Fernsehapparat. Vielleicht liegt dies an meinen drei wissenschaftlichen Aufenthalten in den USA. Dort hatte ich Gelegenheit zu erleben, was es heißt, in einer Gesellschaft zu leben, in der Gewalt an der Tagesordnung ist, in der jeder 32. Mann im Gefängnis sitzt und in der etwa ein Drittel der Jugendlichen glaubt, dass sie nicht eines natürlichen Todes sterben werden, sondern vielmehr als Opfer eines Gewaltverbrechens enden. >>>>> Die Martin Luther King School sah von außen eher wie ein Gefängnis aus — grauer schmuckloser Beton — und wurde auch ähnlich bewacht. Man konnte sie nicht einfach betreten, denn das Tor war verschlossen. Seitens der Schulleitung, der Lehrer, der Nachbarn und Freunde wurde uns damals der dringende Rat gegeben, die Kinder trotz des nur wenige Meter langen Schulwegs zu begleiten. Wollte man sein Kind abholen, so musste man sich — zur Vermeidung von Kidnapping — entweder ausweisen oder zuvor hierzu die schriftliche Berechtigung einholen. Wohlgemerkt, wir wohnten in Cambridge, Massachusetts, >>>> >>>>> Bald nach seiner Einschulung erreichte uns ein an die Eltern der neuen Schüler gerichteter Brief des Direktors der Schule, den wir zur Kenntnis nehmend unterschrieben zurücksenden mussten. In diesem Brief war unter anderem vermerkt, dass es verboten war, den Kindern Handfeuerwaffen mit in die Schule zu geben. >>>>>> |
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