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Romuald Pekny
Persönlichkeiten
der Theatergeschichte
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Gesellschaftsmagazin
Romuald Pekny,  Therese Giehse

Es kam nie der Punkt, an dem ich dachte, jetzt bin ich endgültig Schauspieler. Aber jetzt ist das ja vorbei. Jetzt ist es zu spät, als daß ich meinen Beruf noch wechseln müßte.

Hätten Sie sich denn etwas anderes vorstellen können?

Ich habe mir nichts vorgestellt.

Romuald Pekny mit Therese Giehse in „Wölfe und Schafe" von Alexander Ostrowskij.
Regie: Rudolf Noelte. Kammerspiele, München, 1963. Foto: Hildegard Steinmetz
Romuald Pekny, Rolf Boysen - Othello- von W. Shakespeare

Buckwitz ist tot. Ich habe sehr unter dem Konflikt gelitten, ich bin ja nicht so eine Kämpfernatur. Meine Frau wollte damals immer noch vermitteln und ist sogar zu ihm gefahren. Aber er brachte ihr gegenüber klar zum Ausdruck, daß er mir's zeigen wolle. „München wird nie sein", sagte er. Als ich ihn Jahre später in München auf der Maximilianstraße getroffen habe, hatte er seinen Dackel an der Leine und hat weit die Arme ausgebreitet. Ich fand das so komisch, daß ich mich vor Verblüffung sogar auf die linke und rechte Wange habe küssen lassen.

Wie haben Sie es empfunden, daß Sie nun selbst als Schauspieler zur Welt der von Ihnen Verehrten gehörten?

Ich kam mir vor, wie auf der rückwärtigen, offenen Plattform einer Straßenbahn — schon in der nächsten Kurve kann es mich wieder herunterschleudern. Ich habe die Schauspielerei auch anfangs nicht für Arbeit gehalten. Wenn ich am Schauspielseminar die Schüler sagen hörte: „Welche Rolle arbeitest du jetzt?", dachte ich immer an die wirkliche Arbeit, die ich in meinem Leben schon hatte leisten müssen. Natürlich weiß ich jetzt, was für harte Arbeit das ist, aber damals war das die Erfüllung eines Traums, keine Arbeit.

Wann hatten Sie das Gefühl, daß Sie nicht mehr in einer Kurve von der Straßenbahn geschleudert werden könnten?

Eigentlich nie.

Heißt das, Sie haben den Schauspielerberuf immer als
etwas möglicherweise
nur Vorübergehendes empfunden?

Romuald Pekny als Jago mit Rolf Boysen
in „Othello" von W. Shakespeare. Regie: Fritz Kortner.
Kammerspiele, München, 1962. Foto: Hildegard Steinmetz
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