Romuald Pekny
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der Theatergeschichte
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Gesellschaftsmagazin
Romuald Pekny

Traumziel München — und das Weitere?

Da war ganz schnell Kortner da. Meine allererste Rolle am Haus war in Al0bees „Zoogeschichte". Das traute man sich damals noch nicht am Abend zu spielen, es war eine Sonntagvormittags-Vorstellung. Da saß am Premieren-Vormittag in der ersten Reihe Fritz Kortner, dessen Buch ich kannte und von dem ich die widersprüchlichsten und bizarrsten Dinge gehört hatte. Dieser Kortner sagte mir, er möchte einen Shakespeare mit mir machen: „Timon von Athen”. Das war ein Stück, das er damals gern wieder in die deutschen Spielpläne einbringen wollte, was ihm aber nicht ganz geglückt ist.
Als ich in München war, kamen bald schon die Salzburger Festspiele und mein Debüt am Wiener Burgtheater als Jago in Kortners „Othello"-Inszenierung. Früher gab es am Burgtheater noch das Vorhang-Verbot, das inzwischen aufgehoben ist. Da durfte man nur bei Debüts zum Applaus vor den Vorhang treten, dann erst wieder beim 25jährigen Bühnen-Jubiläum, beim 50jährigen und danach alle zehn Jahre.

Kortner war für Sie in den 60er Jahren zweifellos der Regisseur, der Sie am meisten geprägt hat.

Über meine Erfahrung mit ihm will ich nicht schwätzen, sondern will die Dinge für sich reden lassen.

Pekny geht aus dem Zimmer und kommt wenig später mit einem Kortner Porträtfoto und einem Buch zurück. Das Foto trägt die Widmung vom 8. 4. 1961: „Es gibt nichts von Shakespeare, das Sie nicht spielen müßten, liebster Pekny. — Und ein paarmal möchte ich noch dabei sein. Ihr Fritz Kortner".

Das Buch, erinnert sich Pekny, wurde am Weihnachtsabend 1962 an seiner Haustür abgegeben. Kortner schrieb auf das Vorsatzblatt: „Meinem selbst gewählten legitimen Richard-Nachfolger — mit weihnachtlichem Gedenken an Timon und Jago. Fritz Kortner."

Romuald Pekny
in „Leben Eduards des Zweiten von England" von Brecht.
Regie: Hans Hollmann. Kammerspiele, München, 1970. Foto: Hildegard Steinmetz
(Sein Lieblingsfoto, Anm. Redaktion)
Romuald Pekny als Meister Fior mit Maria Nicklisch, Karlheinz Böhm
Romuald Pekny mit seiner Frau Evi
Romuald Pekny mit seiner Frau Evi bei einer Lesung.
Romuald Pekny als Meister Fior mit Maria Nicklisch, Karlheinz Böhm
in „Operette" von Witold Gombrowicz. Regie: Bohumil Herlischka.
Kammerspiele, München, 1973. Foto: Rabanus
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