La Traviata, Oper, Verdi

La Traviata

Giuseppe Verdi
* 9. oder 10. Oktober 1813 in Le Roncole, heute Busseto; im französisch besetzten Herzogtum Parma, † 27. Januar 1901 in Mailand.

La Traviata, Oper in 3 Akten. Libretto: Francesco Maria Piave nach dem Schauspiel "La dame aux camélias" von Alexandre Dumas jun.
Uraufführung am 6. März 1853 in Venedig, Teatro La Fenice. Deutsche Erstaufführung 1857 Hamburg. Spieldauer ca. 135 Minuten.

Die überzeugende Bühnenfigur "Violetta" wuchs aus erlebten Gefühlen. Alexandre Dumas jun. schrieb 1848, die Vorlage, den Roman "La dame aux camélias" >Die Kameliendame<. In den ersten Monaten 1847 starb, erst 23 jährig, die berühmte Pariser Kurtisane Alphonsine, bekannt als Marie und Alexandre Duma jun. litt, er zählte zu ihren Liebhabern.1852 folgte das Bühnenstück. Giuseppe Verdi erlebte während seiner Pariser Zeit eine aufregende freie Liebesbeziehung zu seiner Geliebten Giuseppina Strepponi, seiner späteren Gattin. Sie lebten auf dem Lande vor Paris.
Als Verdi mit Giuseppina im Frühjahr 1852 das Schauspiel "La dame aux camélias" im Pariser Théâtre du Vaudeville sah, stand sein Entschluss zur Komposition von La Traviata fest.

Das bürgerliche Drama, die Darstellung des Pariser Halbweltmilieus, hatte soviel Brisanz, dass zur Uraufführung von La Traviata, in Venedig, die Theaterdirektion darauf bestand, die Zeit der Handlung, im Programmheft, auf Anfang des 18. Jahrhunderts zu datieren. Verdi war voller Schaffenskraft, Dank seines glücklichen Pariser Lebens und verstand es, mit seiner Musik die Emotionen, das Lebensgefühl von Violetta und ihren Bekanntenkreis mit dem Flair von Paris, einzubinden. La Traviata ein Erfolg.
Armin H. Eilenberg

Anna Netrebko , Violetta Valéry, Oper - La Traviata
La Traviata, Oper - Anna Netrebko , Violetta Valéry
Opernhaus Zürich


La Traviata
PERSONEN:
Violetta Valéry - Sopran / Flora Bervoix - Mezzosopran
Annina; Dienerin von Violetta - Mezzosopran/Sopran
Alfred (o) Germont - Tenor / Giorgiio Germont, Vater von Alfredo - Bariton
Gastone, Vicomte de Létoriêres - Tenor / Baron Douphol - Bariton
Marquis d'Obigny - Bass / Doctor Grenvil - Bass, Giuseppe, Diener von Violetta - Tenor
Freunde von Violetta und Flora

ORT UND ZEIT:
Paris und Umgebung, um 1840
(am Tag der Uraufführung von La Traviata wurde die Zeit der Handlung um 1700 gedruckt);
der 1. Akt spielt im Oktober, der 2. Akt im Januar, der 3. Akt im Februar.


Oper - La Traviata: Valeriy Marga, Marquis d'Obigny - Anna Netrebko , Violetta Valéry
La Traviata, Oper
Valeriy Marga, Marquis d'Obigny - Anna Netrebko , Violetta Valéry
Opernhaus Zürich, Foto: Suzanne Schwiertz


Ich lebe, weil ich Liebe geben kann (1
)
La Traviata, Oper - Sinéad Mulhern, Violetta Valéry
Komische Oper
, Berlin
- Foto: Monika Rittershaus


La Traviata
1. Akt.

Eines ihrer glanzvollen Feste, mit Freunden der Pariser Gesellschaft, feiert die lebenslustige Kurtisane Violetta Valéry in ihrem Haus. Gaston führt den Studenten Alfred Germont, der Violetta seit Langem bewundert, und aus der Ferne verehrt, bei ihr ein. Auf Drängen Violettas, mit Unterstützung der Gäste animiert sie Alfred zu einem stimmungsvollen Trinklied, in der Alfred ihre Schöhnheit preist. (Libiamo ne lieti calici / Laßt uns aus den Bechern der Schönheit trinken).
Nach dem Diner begibt sich die Gesellschaft zum Tanz in den Nebensaal.

Violetta, von einer leichten Schwäche, hervorgerufen durch ihre Tbc, zieht sich in ihre privat Gemach zurück. Alfred folgt ihr und gesteht ihr seine Liebe, die er schon verspürte, als er sie aus der Ferne sah. (Duett Un di felice / Eines glücklichen Tages). Violetta, von Aufrichtigkeit seiner Worte, seiner Empfindungen tief gerührt, schlägt ihn, als eine Art der Warnung, vor, weiterhin nur gute Freunde zu sein. Aber sie reicht ihm eine Kamelie und erlaubt ihm sie zu besuchen, sobald die Blüte verwelkt ist. Violetta ist ergriffen und nachdenklich über Alfreds Erklärung (Arie: È strano!, è strano .Follie! . Delirio vano è questo!/ Wie seltsam, wie seltsam .. Unsinn . Unsinn! Das ist sinnlose Schwärmerei!).
In ihrem sprudelndes Leben lebte die stille Sehnsucht nach dem Glück einer reinen Liebe, dem verschmelzen zweier Seelen. (Ah, fors e lui / Vielleicht ist er es). Ihre Krankheit schreitet fort und ihre Nachdenklichkeit betäubt sie in gewohnter Weise mit Spaß und Fröhlichkeit. (Sempre libera / Immer frei).

Oper - La Traviata; Sinéad Mulhern, Violetta Valéry - Timothy Richards, Alfredo Germont
La Traviata, Oper - Sinéad Mulhern, Violetta Valéry - Timothy Richards, Alfredo Germont
Komische Oper, Berlin - Foto: Monika Rittershaus

Oper - La Traviata - Bernd Zettisch, Baron Douphol - Christiane Schäfer, Violetta Valéry - Rolando Villazón, Alfredo Germont
La Traviata, Oper - - Bernd Zettisch, Baron Douphol - Christiane Schäfer, Violetta Valéry - Rolando Villazón, Alfredo Germont
Inszenierung Peter Mussbach - Staatsoper unter den Linden, Berlin - Foto: Ruth Walz

Oper - La Traviata - Thomas Hampson, Giorgio Germont - Christiane Schäfer, Violetta Valéry
La Traviata, Oper - Thomas Hampson, Giorgio Germont - Christiane Schäfer, Violetta Valéry
Inszenierung Peter Mussbach - Staatsoper unter den Linden, Berlin - Foto: Ruth Walz

Oper - La Traviata -Christiane Schäfer, Violetta Valéry
La Traviata, Oper - - Christiane Schäfer, Violetta Valéry
Inszenierung Peter Mussbach - Staatsoper unter den Linden, Berlin - Foto: Ruth Walz

Oper - La Traviata: Anna Netrebko , Violetta Valéry
La Traviata, Oper - Anna Netrebko , Violetta Valéry
Opernhaus Zürich, Foto: Suzanne Schwiertz

Oper - La Traviata: Anna Netrebko , Violetta Valéry - Piotr Beczala, Giorgio Germont
La Traviata,
Oper - Anna Netrebko , Violetta Valéry - Piotr Beczala, Alfredo Germont
Opernhaus Zürich, Foto: Suzanne Schwiertz

La Traviata
2. Akt


Seit Monaten leben Violetta und Alfred glücklich in einem Landhaus bei Paris. (Anm. wie Verdi mit seiner Geliebten Giuseppina Strepponi) Alfred genießt das Zusammenleben mit der Geliebten (De' miei bollenti spiriti / Ach, ihrer Augen Zauberblick). Von Violettas Dienerin, Annina, erfährt Alfredo, dass Violetta Teile ihres Besitzes, für den aufwendigen Lebensstil, veräußert muss. Alfredo eilt in die Stadt, um den finanziellen Engpass zu bereinigen (0 mio rimorso / Weh mir, im Traume).

Violetta erwartet ihren Notar und lässt den angemeldeten Besucher eintreten. Es ist Alfreds Vater, Giorgio Germont, mit seinem präzise zerechtgelegten Vorwurf und der Forderung, seinen Sohn von dem Verhältnis mit ihr zu trennen und damit möchte er einer gefährdeten Eheschließung, seiner Tochter, durch Rufschädigung, vorbeugen. Tief beeindruckt von der Persönlichkeit der Dame Violetta, trägt er seine Forderung als Bitte vor. (Pura siccome un angelo / Gott schenkte eine Tochter mir).Violetta kann den Vater überzeugen, dass sie nur von Ihrem Geld mit Alfred lebt, aber die Sorge des Vaters, dass die Familie in Verruf gerät, ist stärker. (Duett Un di, quando le veneri / Wenn mit der Zeit).


La Traviata, Oper -Timothy Richards, Alfredo Germount, - Aris Argiris, Gorgio Germount
Chorsoliste/innen - Komische Oper, Berlin - Foto: Monika Rittershaus

Die vom Tod Gezeichnete soll dieses Opfer bringen und kein Wort zu Alfred über des Vaters Besuch. Als Mensch, als Persönlichkeit ist Violetta zur schwersten Entsagung bereit. Sie hat eine kaum vorstellbare Liebe erhalten und geben können und möchte ihrem Liebsten nicht das geringste Leid antun, sie gibt dem Vater ihr Wort. Tief beeindruckt von dem sanften, edlen Wesen geht der Vater, bereits in Zweifel menschlich gehandelt zu haben. Sie schreibt einen Brief an Baron Douphol und einen Zweiten an Alfred. Überraschend kommt er ins Zimmer, sie küsst ihn leidenschaftlich und flüchtet.
Alfredo erhält durch Boten Violettas Brief, in dem sie ihm mitteilt, dass sie ihn verlässt. Tief getroffen fällt er in die Arme, seines gerade ins Haus gekommenen Vaters. Dessen fürsorgliche Überredung zur Heimkehr (Di Provenza / Hat dein heimatliches Land) bietet ihm keinen Trost.

Auf einem Maskenball bei Flora sucht Alfred nach Violetta. Inmitten der als Zigeunerinnen und Stierkämpfer kostümierten Gäste gewinnt er am Spieltisch große Summen. Alfred sucht das Gespräch unter vier Augen mit Violetta. Sie ist gerade, am Arm des Barons Douphol, in den Ballsaal eingetreten. Violetta bittet Alfred, zu gehen. Er sagt zu, unter der Bedingung, wenn sie ihm für immer folgt. Sie hat dem Vater Giorgio Germont ihr Wort gegeben und dem bleibt sie treu, indem sie sich weigert und mit Tränen in den Augen, um ihren Geliebten zu schützen, lügt sie "ich liebe den Baron". Es kommt zum Eklat: Wütend ruft Alfred die Gäste als seine Zeugen an, dass er Violetta alles, was sie ihm gegeben habe, hiermit zurückzahle. Dann wirft er Violetta das gewonnene Geld vor die Füße. Eine Erschütterung geht durch die Gesellschaft, sie schwankt zwischen Abscheu und Teilnahme, der anwesende Vater Germont ist fassungslos, was er angerichtet hat. Alfred kommt reuevoll zur Besinnung, bittet um Verzeihung, während Violetta ihn wieder ihrer Liebe versichert (Oktett Di sprezzo degno / Verachtung trifft den). Baron Douphol aber fordert Alfred zum Duell.

La Traviata
3. Akt.

Annina pflegt die schwer von Krankheit und Schicksal gezeichnete Violetta. Dr. Grenvil gibt ihr nur noch Stunden zu leben. Violetta zieht einen Brief von Giorgio Germonts hervor, in dem er ihr die Rückkehr des unverletzt aus dem Duell gekommenen Alfred ankündigt, der sie, auch im Namen des Vaters um Verzeihung bitten möchte. Sie hat keine Hoffnung mehr (Addio del passato / Lebt wohl jetzt). Von draußen dringt Karnevalslärm ins Zimmer, Alfred tritt vor seiner Geliebten, der Todkranken. Sein Erscheinen weckt noch einmal die heftigsten Empfindungen und Erinnerungen an ihr kurzes gemeinsames Lebensglück (Duett Parigi, o cara / 0 laß uns fliehn). Violetta sinkt kraftlos zusammen (Ah! Gran Dio! Morir si giovine / Ach! Mein Gott).

Giogio Germount und Dr. Grenvil treten ein, der Vater voll später Reue und Mitgefühl. Violetta reicht Alfred ein Medaillon mit ihrem Porträt, richtet sich noch einmal auf und fällt dann mit dem Ausruf:
"ich liebe, ich lebe!" tot zurück.

Oper - La Traviata: Karolina Gumos, Flora Bervoix- Jan Martinik, Marquis d'Obigny,
La Traviata, Oper - Karolina Gumos, Flora Bervoix- Jan Martinik, Marquis d'Obigny,
Chorsoliste / innen - Komische Oper, Berlin - Foto: Monika Rittershaus

Oper - La Traviata: Noëmi Nadelmann, Violetta Valéry - Alexander Fedin, Alfredo Germount
La Traviata, Oper
Noëmi Nadelmann, Violetta Valéry - Alexander Fedin, Alfredo Germount
Chorsoliste/innen - Inszenierung: Harry Kupfer, 1994,
Komische Oper, Berlin - Foto: Monika Rittershaus
Foto o und u.

Oper - La Traviata: Noëmi Nadelmann, Violetta Valéry - Alexander Fedin, Alfredo Germount


1
In den sozialen entropischen Gesellschaften (Verfall und Unordnung) des 21. Jahrhunderts, mit den durch Pixel und Medien geschädigten Subjekten, ist "Liebe geben" nur noch eingeschränkt möglich.
siehe u. a. Psychiatrie, Hirnforschung - A) - B) / Soziologie - C) - D) / Psychologie - E) - / Gedicht -F - )


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Oper - La Traviata , Giuseppe Verdi - Buch, "Die Kameliendame" Alexandre Dumas, jun.
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