Kultur Fibel Magazin
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Fidelio, Oper
Ludwig van Beethoven

Fidelio

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Oper in zwei Aufzügen von Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Libretto von Joseph Ferdinand von Sonnleithner, Stephan von Breuning und
Georg Friedrich Treitschke, nach dem Libretto von Jean-Nicolas Bouilly für die Oper
"Leonore ou L'amour conjugal" von Pierre Gaveaux
Uraufführung: 23. Mai 1814, Kärntnertor-Theater, Wien

Fidelio; Lucio Gallo, Don Pizzaro - Alfred Muff, Rocco - Sandra Tratting Marzelline - Melanie Diener, Leonore »Fidelio« - Opernchor
FIDELIO, Oper - Don Pizzaro, Lucio Gallo, - Rocco, Alfred Muff - Marzelline, Sandra Tratting - Leonore-Fidelio, Melanie Diener,
- Opernchor - im Gefängnis - Opernhaus Zürich -Foto:© Suzanne Schwiertz
Ort und Zeit
Ein spanisches Staatsgefängnis bei Sevilla, 18. Jahrhundert.
PERSONEN:
Don Fernando, Minister (Bariton) — Don Pizarro, Gouverneur eines Staatsgefängnisses (Bariton)
Florestan, ein Gefangener (Tenor) — Leonore, seine Gemahlin, untern Namen Fidelio (Sopran)
Rocco, Gefängnisdirektor (Baß) — Marzelline, seine Tochter (Sopran) — Jaquino, Pförtner (Tenor)
1. Gefangener (Tenor) — 2. Gefangener (Baß) — Wachsoldaten, Gefangene, Volkstatisten.
Der Name «Fidelio» für die als Mann verkleidete Frau stammt aus Shakespeares Drama «Cymbeline». Den realgeschichtlichen Schauplatz Frankreich hatte schon Bouilly in seinem Libretto verlegt, und auch Sonnleithner übernimmt ihn für seine deutsche Übersetzung: «Die Handlung geht in einem spanischen Staatsgefängnis, einige Meilen von Sevilla vor.» Im Juni 1804 ist die erste Werkskizze fertig. Die Oper entsteht zwischen der 3. und der 4. Sinfonie und lässt Beethoven schwer um die für ihn ungewohnte theatergerechte Form ringen. 1805 ist das Werk fertiggestellt, doch da inzwischen Paers «Leonore»-Oper in Dresden uraufgeführt worden ist, muss der Titel, um Verwechslungen zu vermeiden, zu Beethovens Bedauern in «Fidelio oder Die eheliche Liebe» abgeändert werden. Was ursprünglich eine Oper der Gattenliebe gewesen ist, entwickelt sich durch die Umarbeitungen letztlich zum grossen musikalischen Humanitätsbekenntnis. Formal ist «Fidelio» Fidelio; Melanie Diener, Leonore »Fidelio«
Fidelio, Leonore, Melanie Diener,
Opernhaus Zürich -Foto:© Suzanne Schwiertz
eine Nummernoper mit gesprochenen Dialogen geblieben. Wie sehr Beethoven mit seinem einzigen Bühnenwerk gerungen hat, zeigt schon die verzweigte Entstehungsgeschichte: Emanuel Schikaneder, der sich mit seinem Theater an der Wien in ewiger Konkurrenz mit dem von Baron von Braun geleiteten Kärtnertor-Theater befindet, verpflichtet Beethoven 1803 zur Komposition einer Oper und liefert dem Komponisten ein Libretto namens «Vestas Feuer». Beethoven ist davon nicht recht begeistert und belässt es bei der Komposition einer Szene. 1804 erwirbt von Braun das Theater an der Wien und damit den Opernvertrag Beethovens. Nun erhält der Komponist ein
Libretto, das ihm weit mehr zusagt. Der Text geht auf Jean-Nicolas Bouilly zurück, er war in der Französischen Revolution als Staatsanwalt und Richter tätig. Was er an heldenhaftem Einsatz von Frauen für ihre verurteilten Männer
Fidelio; Sandra Tratting, Marzelline - Christph Strehl, Jaquino
Fidelio; Marzelline, Sandra Tratting - Jaquino, Christph Strehl,
Opernhaus Zürich -Foto:© Suzanne Schwiertz
Fidelio; Roberto Saccà, Florestan Fidelio: Melanie Diener, Leonore »Fidelio« - Sandra Tratting Marzelline
Fidelio: Florestan, Roberto Saccà
Opernhaus Zürich -Foto:© Suzanne Schwiertz

erlebt hat, legte er in zwei Dramen nieder. : das eine ist «Les deux journes», das zu Cherubinis «Wasserträger» geworden ist, das andere «lonore ou l'amour conjugal», das schon 1798 von Pierre Gaveaux vertont worden ist und 1804, von Ferdinando Par komponiert wird. Bouillys Libretto liegt ein authentischer, von ihm selbst erlebter Fall zugrunde: Eine Madame de Tourraine als Mann verkleidet, befreite ihren Gatten aus der Gefangenschaft der Jakobiner in Tours.

Hier fand Beethoven das «Sittliche, Erhebende», das er sich von einem Operntext erhoffte. Der Hoftheatersekretär Ferdinand Sonnleithner übersetzt und bearbeitet Bouillys Stück, das drei Akte enthält und unter dem Titel «Leonore» in Angriff angenommen wird.



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Fidelio, Oper, Ludwig van Beethofen
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Fidelio:Leonore Melanie Diener - Marzelline, Sandra Tratting - Statist
Opernhaus Zürich -Foto:© Suzanne Schwiertz
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