Oper - Fidelio, Ludwig van Beethoven

Fidelio

Oper in zwei Aufzügen von Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Libretto von Joseph Ferdinand von Sonnleithner, Stephan von Breuning und Georg Friedrich Treitschke, nach dem Libretto von Jean-Nicolas Bouilly für die Oper « Leonore ou L'amour conjugal» von Pierre Gaveaux
Uraufführung: 23. Mai 1814, Kärntnertor-Theater, Wien

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Fidelio; Terje Stensvold, Don Pizzaro - Staatsopernchor
Don Pizzaro, Terje Stensvold - Staatsopernchor - Staatsoper unter den Linden, Berlin - Foto: Monika Rittershaus

1. Akt.
Jaquino (Gefängnispförtner) drängt Marzelline (Tochter vom Gefängnisdirektor), ihn endlich zu heiraten sie hat (Duett: Jetzt, Schätzchen, jetzt sind wir allein), leider sie ist verliebt in den neuen Gehilfen ihres Vaters, Fidelio, und träumt vom künftigen Glück mit ihm (Arie: 0 wär ich schon mit dir vereint). Hinter Fidelio verbirgt sich Leonore, die Frau des plötzlich verschwundenen Staatsbeamten Florestan, der von seinen Freunden für tot gehalten wird. Leonore ist aber überzeugt, dass ihr Mann gefangen gehalten wird. Er war der politischer Gegner und das Opfer von Don Pizarros
(Gouverneur eines Staatsgefängnisses), dessen Verbrechen er aufdeckte. Als Mann verkleidet wurde sie eingestellt. Rocco (Gefängmisdirektor) ist erfreut über den Diensteifer Fidelios, er sieht in ihm den künftigen Schwiegersohn. Fidelio ist bedrückt über Marzellines tiefe Zuneigung und Jaquinos Eifersucht.(Quartett: Mir ist so wunderbar). Rocco gibt Marzelline und Fidelio bereits Ratschläge: für ihr künftiges Eheglück, dafür sei nicht nur Liebe notwendig (Arie:Hat man nicht auch Gold daneben). Fidelio nutzt Roccos Vertrauen zu der Bitte, ihn in die unterirdischen Gewölbe des Gefäng-nisses begleiten zu dürfen. Der Geängnisdirektor willigt ein, fügt aber hinzu, dass es eine Zelle gebe, die Fidelio wohl nie betreten darf.
Roccos Andeutungen lassen Leonore erahnen, dass es ihr Mann sein könnte, der dort als persönlicher Gefangener Pizarros von Tag zu Tag seinem Ende näher kommt. Sie versichert Rocco, auch in düsteren Gängen mutig gehen zu wollen, was er anerkennend zur Kenntnis nimmt (Terzett: Gut Söhnchen, gut).

Der Aufmarsch von Wachen und Offizieren kündigt Don Pizarros Ankunft an. Rocco händigt ihm einen Brief aus, in dem Pizarro vor überraschenden Untersuchungen des zuständigen Ministers gewarnt wird, der in den Gefängnissen Opfer politischer Willkür vermutet. Don Pizarro lässt die Straßen nach Sevilla beobachten und verabredet ein Signal wenn sich die Staatswagen nähern und beschließt Florestan aus dem Weg zu

Fidelio; Kirsi Tilhonen, Leonore - Christof Fischesser, Rocco - - Burkhard Fritz, Florestan - Terje Stensvold, Don Pizzaro
Fidelio (Leonore), Kirsi Tilhonen - Rocco, Christof Fischesser - Florestan Burkhard Fritz, -Don Pizzaro, Terje Stensvold,
Staatsoper unter den Linden, Berlin - Foto: Monika Rittershaus
Fidelio; Christof Fischesser, Rocco - Burkhard Fritz, Florestan - Kirsi Tilhonen, Leonore
Rocco, Christof Fischesser -Leonore, Kirsi Tilhonen - Florestan, Burkhard Fritz - - Staatsoper unter den Linden, Berlin - Foto: Monika Rittershaus

räumen.(Arie: Ha, welch ein Augenblick). Als sich Rocco selbst für viel Geld weigert, den Mord auszuführen, will Pizarro persönlich die Tat vollbringen. Rocco soll nur das Grab ausheben (Duett: Jetzt, Alter, hat es Eile!). Leonore, die alles beobachtet hat, hält trotz ihrer Verzweiflung an ihrer Hoffnung fest; die Liebe zu Florestan gibt ihr Kraft (Arie: Abscheulicher, wo eilst du hin! -Komm, Hoffnung).Auf die Bitten Fidelios und Marzellines lässt Rocco die oberen Gefängnisse öffnen. Zögernd, dann jubelnd treten die Gefangenen ins Freie (Chor: O' welche Lust). Vor dem Gouverneur, der ihn wegen dieser Eigenmächtigkeit zur Rede stellt, redet sich der Gefängnis-direktor damit heraus, es sei ja heute der Namenstag des Königs und da so üblich. Während die Gefangenen in die Zellen zurückgeführt werden, gibt Pizarro die letzten Anweisungen zur Aushebung des Grabes tief unter der Erde.

2. Akt.
Florestan liegt angekettet in seiner Zelle und glaubt in seinen Fiebervisionen Leonore als rettenden Engel zu sehen. Erschöpft bricht er zusammen (Arie: Gott! Welch Dunkel hier! — In des Lebens Frühlingstagen). Rocco und Fidelio steigen in das Gewölbe herab und beginnen mit dem Graben. Leonore ist fest entschlossen, den Gefangenen, wer er auch sei, zu retten (Duett: Nur hurtig fort, nur frisch gegraben). Als er sich ihr zuwendet, erkennt sie tief erschüttert das Gesicht von ihrem Ehemann. Rocco und Fidelio geben Florestan Wein und Brot, für die er mit ergreifenden Worten dankt (Terzett: Euch werde Lohn in bessern Welten). Auf ein Zeichen Roccos erscheint Pizarro, bereit zum Mord. Bevor er den Dolch zieht, gibt er sich Florestan zu erkennen (Quartett: Er sterbe! Doch er soll erst wissen). Im letzten Augenblick wirft sich Leonore schützend vor Florestan und gibt sich als seine Frau zu erkennen: »Töte erst sein Weib« Seinen Dolch pariert sie mit dem Pistolenschaft — da ertönt das Trompetensignal, die Ankunft des Ministers wird angezeigt. Pizarro und Rocco eilen nach oben. Leonore und Florestan sinken sich in die Arme (Duett: O' namenlose Freude!). Don Fernando, der Minister, singt »Bruder seine Brüder« suchend, will allen zu Unrecht Inhaftierten die Freiheit geben. Unter den Gefangenen, die ihn mit Heil-Rufen empfangen haben, humpelt ihn sein tot geglaubter Freund Florestan entgegen. So wird Pizarros verbrecherische Absicht aufgedeckt — die Wache nimmt ihn fest.

Der Dank für Gottes Gerechtigkeit und eine Hymne auf Leonore
(Schlußchor: Wer ein solches Weib errungen) bilden das emphatische Finale.


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Fidelio; Terje Stensvold, Don Pizzaro - Christof Fischesser, Rocco
Don Pizzaro, Terje Stensvold - Rocco, Christof Fischesser
Staatsoper unter den Linden, Berlin - Foto: Monika Rittershaus

Oper-Ballett:

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Oper Cosi fan tutte - Oper Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny - Oper Die Teufel von Loudun - Oper Der Waffenschmied - Oper Simon Boccanegra
Oper Orelando paladino - Oper Carmen - Oper Armida - Oper Der Spieler, Hrpok - Oper Fidelio
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Ballett Tanzgeschichte - Ballett Carmen Flamenco - Ballett Der Nussknacker - Ballett Martha Graham Company

Interviews:

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