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Kultur
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CATs
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nach
dem Gedichtsband „Old
Possums Book of Practical Cats“ von T. S. Eliot, Nobelpreisträger - .Uraufführung - 1981 im Londoner West End. |
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Cats
- Musical, Musik Andrew Lloyd Webber, der Katzen-Ball, Jellicle cats auf dem
Schrottplatz - Foto Jeremy Breningstall |
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CATs Im deutsche Volksmund wird gesagt: „Katzen haben sieben Leben“ und in anderen Kulturkreisen sind es noch viel mehr Leben. Das Katzen-Spektakel, auf ihren Lieblings-Schrottplatz, das Cats Musical wurde weltweit von über 65 Millionen Besucher, bis 2010, gesehen. Ein grandioser Erfolg für das Musiktheater. Kinder, Jugend und Erwachsene sind begeistert, wenn in der Nacht, auf dem vom Schein des Mondes erleuchteten Schrottplatz, vergnügte, listige wie gleichsam äußerst charmante Charaktere, im glänzenden Licht, um die Gunst eines zweiten Lebens um die Wette schnurren. In dieser Nacht reichen sich Rum Tum Tugger, der Draufgänger, die bezaubernde Victoria, der bösartige Macavity und der magische Kater Mr. Mistoffelees die samtenen Pfoten zum Auftakt des alljährlichen Balls der „Jellicle-Katzen“. Ein Kompliment für die Choreografie von Gillian Lynne. Sie schuf ein Ballett, das die geschmeidigen, katzentypischen Bewegungen ineinander verschmelzen lässt. (1983, Ute Lemper: „Peter Weck engagierte mich für "Cat's" im Theater an der Wien. Dreihundert Vorstellungen als Grizabella im Jahr, da hatte ich die Nase voll“. Ute Lemper Seite 5) |
Cats
- Musical, Musik Andrew Lloyd Webber, Victoria genießt den Mondschein. |
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![]() Cats - Musical, Musik Andrew Lloyd Webber, Rum-Tum-Tugger mitten im Ballgeschehen - Foto Jeremy Breningstall |
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...up up up to the Heaviside Layer 1977 begann ich mit der Vertonung von „Old Possum’s Book of Practicle Cats” [von T. S. Eliot, Anm. d. Red.], zum einen weil, ich das Buch aus meiner Kindheit in liebevoller Erinnerung behalten habe, und zum anderen, weil mich die Idee reizte, bereits bestehende Verse musikalisch umzusetzen. In meiner Zusammenarbeit mit Textern war es überwiegend so gewesen, nach Aufzeichnung der Grundzüge einer Geschichte wurden die Songtexte (Liedertexte) nach der von mir komponierten Musik geschrieben. Ich war nun neugierig herauszufinden, ob es mir ebenso möglich war, auch in umgekehrter Reihenfolge zu arbeiten. Zum Glück gab es die „Old Possum’s Book of Practical Cats” Gedichte, die eine Musikalität in sich trug. Diese haben sehr eigene, spezifische rhythmische Strukturen, wie beispielsweise „Rum Tum Tugger“ oder „Old Deuteronomy“, und obwohl diese Gedichte natürlich zu einem gewissen Grad die Musik, mit der man sie unterlegt, reglementieren, stellen sie eine besondere Herausforderung an den Komponisten, weil sie zeitweise auch unregelmäßige und spannende Metren haben. Einige der Sequenzen, die ich gegen Ende des Jahres 1977 geschrieben hatte, begann ich, Freunden manchmal am Klavier vorzuspielen, aber ich verfolgte die Idee nicht ernsthaft, bis ich die Komposition von „Tell Me on a Sunday“ fertig erstellt hatte. Dieses Stück wurde in den frühen 1980er Jahren im Fernsehen vom BBC ausgestrahlt, und mit der Zeit reifte in mir der Gedanke, „Old Possum’s Book of Practicle Cats“ ebenso als eine Art Konzert-Anthologie zu gestalten, die dann gleichsam in einem TV-Format präsentiert werden könnte. Noch mit dieser Idee in meinem Hinterkopf, wurden im Sommer 1980 einige Ausschnitte der frühen CATS-Kompositionen im Rahmen des Sydmonton Festivals konzertant aufgeführt. Valerie Eliot war glücklicherweise eine der Besucherinnen dieses Abends und brachte mir einige bisher noch unveröffentlichte Gedichte aus dem Oeuvre ihres verstorbenen Gatten mit; eines davon trug den Titel „Grizabella, the Glamour Cat“. Sofort hatte ich Bilder von der musikalischen Umsetzung, in Verbindung mit einer Handlung vor Augen, und mir wurde bewusst, dass in diesem Projekt noch viel Potential steckte. Aber ebenso wurde mir klar, dass ein derartiges Unterfangen der Unterstützung eines befähigten Künstlers bedurfte, der mich weiter ermutigen konnte, meine bisher geleisteten Entwürfe nochmals zu überarbeiten und zu überblicken vermochte, ob aus diesen herrlichen Versen, die mir nun zur Vertonung überlassen waren, ein dramatisches Gesamtkunstwerk gewebt werden könnte. Im Spätsommer hatte ich dann mein erstes Treffen mit Trevor Nunn. Kurz nachdem Valerie Eliot eine weitere Sammlung bisher unbekannter Gedichte veröffentlicht hatte, entschieden wir uns dafür, drei davon in das geplante Stück CATS einzuarbeiten. Valerie gab uns außerdem noch den faszinierenden Entwurf eines Gedichtes, das offensichtlich als Eröffnungstext für ein ausführlicheres Buch über Hunde und Katzen konzipiert worden war. Dieses Gedicht erwies sich für die Bühne leider als nicht geeignet, aber es inspirierte uns dennoch, einen Songtext mit ähnlichem Inhalt zu schreiben, nämlich, die Überlegenheit von Jellicle Katzen in einem Zeremoniell zu manifestieren. Es gelang uns weiterhin auch, einige Zeilen aus den Versen der letzten Strophe von Eliots Gedichtentwurf einfließen zu lassen, die nun nach dem Prolog den eigentlich ersten Song des folgenden Plots „The Naming of Cats“ einläuten. Eine der großartigsten Entdeckungen allerdings war für uns, in einem von Eliots Briefen einen Hinweis auf seine Idee für ein zusammenhängendes, wenn auch noch im Ablauf unvollständig skizziertes, abendfüllendes Stück zu finden. Eliot trug sich darin mit dem Gedanken, die Katzen vielleicht „Up up up past the Russell Hotel, up up up to the Heaviside Layer“ zu schicken. Trevor Nunn, der sich zu meiner freudigen Überraschung von Beginn an dafür offen zeigte, auch für die kniffligsten theatralischen Probleme stets eine Lösung zu finden, selbst wenn diese von anderen Kollegen für die Bühne als unmöglich zu realisieren erachtet wurden, setzte sich mit mir auch sofort daran, Eliots Werk neu zu ergründen und wir stießen dabei immer wieder auf seine zahllosen Referenzen an Katzen, die sich im Kern seiner gesamten schriftstellerischen Arbeit hindurch überall finden lassen. Ich habe die Arbeit an CATS unglaublich genossen, ebenso wie die Arbeiten an meinen anderen Shows. Mein besonderer, unendlicher Dank gilt Valerie Eliot, ohne deren Ermutigungen und Unterstützung dieses Musical niemals in seiner finalen Form zustande gekommen wäre. A..L.Webber Handlung I. Akt: Mit dem 12 Uhrschlag ist es Mitternacht. Vollmond
und Stille liegen über der Stadt. Nur auf einem mit Müll übersäten,
abgelegenen Schrottplatz irgendwo in einem Stadtteil von London, beginnt plötzlich,
sich Leben zu regen:
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Cats
- Musical, Musik Andrew Lloyd Webber, Mr. Mistofellees springt noch höher
- Foto Jeremy Breningstall |
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| Schließlich
erscheint Grizabella zum zweiten Mal, die verzweifelt versucht, in die Gemeinschaft
der Katzen erneut aufgenommen zu werden. Aber ihre Bitte wird nicht erhört,
man verbannt sie weiterhin.
CATs 2. Akt: Die Feier nimmt ihren Lauf, und niemand ahnt etwas Böses, bis der fiese Macavity den Ball ein weiteres Mal mit zwei seiner üblen Kumpanen stört . Alt-Deuteronimus kidnappen. Der Schurke versucht, die Jellicle-Katzen in der Verkleidung ihres entführten Oberhaupts auszutricksen, er wird entlarvt, es beginnt ein Kampf zwischen ihm und den Jellicle-Katern. Mit letzter Kraft schafft es Macavity doch, erneut zu entfliehen, und den Katzen gelingt es, mit Hilfe des Zauberkaters Mr. Mistoffelees, Alt-Deuteronimus zu befreien und in ihre Mitte zurück zu bekommen. Nach all den aufregenden Ereignissen dieses Abends ist nun schließlich der Augenblick gekommen, den alle anwesenden Katzen sehnsüchtig erwartet haben: Alt-Deuteronimus gibt seine Entscheidung darüber bekannt, welche der Jellicle-Katzen zum Heaviside Layer aufsteigen darf. Und für alle wird dies eine große, eine sehr große Überraschung... |
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CATs Entstehungsgeschichte Das dramaturgische Grundkonzept Das Musical basiert auf den berühmten Kindergedichten aus dem Buch der Katzengedichte „Old Possum’s Book of Practical Cats“ des Literaturnobelpreisträgers T. S. Eliot, das ironisch auf seinen Spitznamen „Old Possum“, „alte Beutelratte“, zurückgeht und 1939 veröffentlicht wurde. Eliots inniges Verhältnis zu den miauenden Vierbeinern durchzieht sein gesamtes literarisches Werk und insbesondere für seine beiden Patenkinder Tom Faber und Alison Tandy erfand er immer wieder neue Katzenpersönlichkeiten mit ihren witzigen Geschichten, die auch im Musical CATS zu erleben sind. Es handelt sich ausschließlich um britische Katzen mit stark menschlichen Charakteren, oder auch um zu Katzen gewordene Menschen. Darüber hinaus machte es dem Dichter großen Spaß, nach gewissen logistischen Reglements sprachakrobatisch äußerst kunstvoll zu experimentieren, was später in einer eigenständigen literarischen Gattung, der sogenannten „Nonsense“-Literatur, münden sollte. Hierzu nahm Eliot auch den so häufig belächelten Kindermund absolut ernst, und viele seiner Wortschöpfungen wie beispielsweise der Begriff „Jellicle Cats“, ist nichts weiter als die kindliche Sprachverschmelzung der Worte „the little cats“, „kleine Katzen“. Als ein herausragender Kenner des literarischen Oeuvres von T. S. Eliot erwies sich der Dramaturg und Regisseur Trevor Nunn, der damals die künstlerische Leitung der Royal Shakespeare Company inne hatte. Er war es, der mit viel Feingefühl das Konzept für die Handlung der Show entwickelte, wobei die Entdeckung des unveröffentlichten, achtzeiligen Gedichtfragmentes „Grizabella, the Glamour Cat“, den entscheidenden Auslöser für den Spannungsbogen der Handlung ergab. Eliot selbst erschien der Konflikt zwischen Moral und menschlichem Scheitern, der sich in der einstigen Lebedame versinnbildlichte, zu traurig, um diesen seiner überwiegend heiteren Porträts hinzuzufügen. Gemeinsam mit dem Autor Richard Stilgoe wurden nun neue Verse für den Song „Memory“ getextet als auch Zeilen aus anderen Gedichtsammlungen Eliots eingefügt. |
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