Oper, Simon Boccanegra

Kultur Fibel Magazin
Gesellschaftsmagazin

Simon Boccanegra

Melodrama in einem Prolog und 3 Akten. Text von Francesco Maria Piave
nach dem Schauspiel Simon Bocanegra von Antonio Garcia Gutierrez (1847).
Friedrich Schiller DIE VERSCHWÖRUNG DES FIESCO ZU GENUA (1783)
Uraufführung am 12. März 1857 in Venedig, Teatro La Fenice.
Erstaufführung der Neufassung mit überarbeitetem Text von Arrigo Boito
am 24. März 1881 in Mailand, Teatro alla Scala.
Oper, Simon Boccanegra; Simon Boccanegra; Placida Domingo , als Dogo, Patrizia kaempfend gegen seine Hofsoldaten, im Hintergrung Master von Schiffen
Oper, Simon Boccanegra; Simon Boccanegra; Placido Domingo - Staatsoper unter den Linden, Berlin, Foto: Monika Rittershaus

Oper, Simon Boccanegra; Simon Boccanegra; Placido Domingo
Staatsoper unter den Linden, Berlin, Foto: Monika Rittershaus

PERSONEN:
Simon Boccanegra, (Kosar) Doge von Genua (Bariton)
Maria Boccanegra, seine Tochter,
unter dem Namen Amelia Grimaldi (Sopran)
Jacopo Fiesco, Edelmann aus Genua,
unter dem Namen Andrea (Baß)
Gabriele Adorno, Edelmann aus Genua (Tenor)
Paolo Albiani, Höfling und Vertauter des Dogen (Bariton)
Pietro, Höfling (Bariton)
Hauptmann der Armbrustschützen (Tenor)
Magd Amelias (Sopran)
Diener vom Patrizia Jacopo Fiesco,
Senatoren, Soldaten, Seeleute,Volk,
Hofstaat des Dogen, Gefangene uvm
.

ORT UND ZEIT:
Genua und Umgebung, im Jahr 1339 (Prolog);
die Haupthandlung spielt 25 Jahre später.

In der Nacht treffen Paolo Albiani und Pietro die nicht ganz uneigennützige Vereinbarung, die Wahl des neuen Dogen, mit ihrem Ansehen beim Volk, zugunsten des Korsaren Simon Boccanegra, zu beeinflussen. Simon Boccanegra hat wenig Interesse erster Mann im Staat zu werden, aber Paolo, Boccanegras Vertauter, gewinnt ihn für diese Aufgabe. Sein Hinweis, dann könne ihm Jacopo Fiesco nicht mehr länger die Hand Marias, Simons Geliebter und Mutter einer gemeinsamen Tochter, aus Standesdünkel verweigern.

Noch weiß Boccanegra nicht, daß die von ihrem Vater streng im Haus gehaltene Maria aus Kummer gestorben ist. Ihren Tod beklagt der eben aus seinem Palast tretende Edelmann Jacopo Fiesco (II lacerato spirito / Müde, den Geist von Gram verzehrt) voll angestautem Hass gegen ihren Verführer Boccanegra, der nun auf ihn zugeht mit der Bitte um Versöhnung.
Dazu wäre Fiesco bereit, wenn Boccanegra zustimmt, dass seine Enkelin, die wie ihre Mutter Maria heißt, in seinem Haushalt aufwächst.

Simon Boccanegra gesteht, dass sein Enkelkind entführt worden ist.
Fiesco glaubt Simon nicht und wendet sich grimmig von ihm ab. Boccanegra geht in den Palast und findet seine tote Geliebte.
Völlig verstört schreitet Simon über die Piazza. Jubel empfängt den Korsaren Simon, die Genuesen huldigen ihren neu gewählten Dogen.

1. Akt.
25 Jahre später.
Maria Boccanegra, Simons Tochter, wurde vor 25 Jahren als Findelkind in einem Kloster abgegeben, von den Grimaldis aufgenommen und lebt als Amelia Grimaldi im Palast der Grafen Grimaldi, vor den Toren von Genua. Jacopo Fiesco hat sie dann, als die Grimaldi geächtet wurden, adoptiert und wacht als »Andrea« über sie.


Oper, Simon Boccanegra; Simon Boccanegra; Placido Domingo
Staatsoper unter den Linden, Berlin, Foto: Monika Rittershaus

Oper, Simon Boccanegra;
Paolo Albiani; Hanno Müller-Brachmann (oben)
Jacopo Fiesco; Kwangchul Youn - Simon Boccanegra; Placid Domingo
(rechts)
Staatsoper unter den Linden, Berlin, Foto: Monika Rittershaus
Sie erwartet ihren Geliebten Gabriele Adorno (Come in quest'ora bruna / Dämmernd in bleicher Helle) und warnt ihn, sich an einer Verschwörung des Adels gegen den Dogen Boccanegra zu beteiligen. Sie weist ihn ängstlich darauf hin, dass der Doge sie mit seinem Favoriten Paolo vermählen will, und drängt auf eine baldige Heirat.
Gabriele hat von Andrea erfahren, dass Amelia ein Findelkind ist. Gabriele Adornos Treue ist ungebrochen.
Der Doge tritt hinzu und überreicht Amelia die Urkunde der Begnadigung der Grafenfamilie Grimaldi. Um seinen Eheantrag zuvorzukommen, erzählt sie ihm, dass sie in Wahrheit ein Waisenkind ist, und zeigt ihm das Medaillonbildnis ihrer Mutter:
Es ist Maria, die Geliebte Simons.

Oper, Simon Boccanegra; Gabriele Adorno; Fabio Sartori - Staatsoper unter den Linden, Berlin, Foto: Monika Rittershaus

Der Doge und Amelia sind Vater und Tochter (Duett Filia! A tal nome il palpito / Tochter! Bei dieses Wortes Klang).

Der Doge teilt Paolo mit, dass er auf Amelia verzichten muss. Paolo plant darauf hin die Entführung Amelias.

Im Senat spricht sich der Doge, entgegen allen anderen, für einen Frieden mit Venedig aus; beide Staaten haben ein gemeinsames Vaterland, gemeinsame Interessen.
Das Volk dringt in den Saal und fordert Rache für einen von Gabriele Adorno verübten Mord. Gabriele bekennt, einen gewissen Lorenzo getötet zu haben, der im Namen eines mächtigen Mannes Amelia entführen wollte. Gabriele hält den Dogen für den Auftraggeber und will sich mit dem Schwert auf ihn stürzen. Da tritt unvermutet Amelia dazwischen. Sie trennt beide und bittet für Gabriele um Gnade, die Boccanegra gewährt.

Einen plötzlich aufflammenden Streit zwischen Patrizier- und der Volkspartei schlichtet er kraft seiner Autorität (Plebe! Patrizi! Popolo! / Plebejer, Patrizier, Narrenvolk).

Er ahnt, daß Paolo der Anstifter zur Entführung war, und befiehlt ihm als Vertrauensmann der öffentlichen Sicherheit, einen Fluch auf den Schuldigen auszusprechen, was Paolo voll Schrecken tun muss; er verflucht sich selbst.

Oper, Simon Boccanegra; Simon Boccanegra; Placido Domingo - Amelia; Anja Harteros
Staatsoper unter den Linden, Berlin, Fotos: Monika Rittershaus (oben + unten)
Oper, Simon Boccanegra; Amelia; Anja Harteros
Staatsoper unter den Linden, Berlin, Fotos: Monika Rittershaus
Oper, Simon Boccanegra; Amelia; Anja Harteros
Staatsoper unter den Linden, Berlin, Fotos: Monika Rittershaus

2. Akt.
Bei einer ersten Gelegenheit, schüttet Paolo, in ein Trinkgefäß des Dogen, ein lähmendes, langsam tödlich wirkendes Gift. Nicht genug, der „Vertraute“ des Dogen versucht Fiesco und Gabriele zu einem Mord an Simone anzustiften. Fiesco lehnt ab, nicht aber Gabriele, weil Paolo ihm einredet hat, Amelia sei die Geliebte des Dogen. Amelia gesteht ihrem Vater ihre Liebe zu Gabriele, seinem Feind, und erreicht mit ihrer Bitte, dass er ihn zu begnadigen verspricht. Nach einen ersten Schluck aus seinen, mit Gift gefüllten Becher, lässt Simon sofort einschlafen. Die Gelegenheit für Gabriele, ihn zu erdolchen. Doch Amelia hält ihn zurück. Von dem erwachenden Boccanegra erfährt Gabriele, daß Amelia seine, des Dogen Tochter ist. Entsetzt bereut er sein Vorhaben und gelobt, für Simon Boccanegra, unter Einsatz seines Lebens, zu kämpfen, während sich die rebellierende Partei des Patriziats schon dem Palast nähert.

3. Akt.
Nach der Niederschlagung der Verschwörung begnadigt Boccanegra den Patrizia Fiesco. Sein einst vertrauter Höfling Paolo wird zum Tode verurteilt.

Höhnisch verkündet Paolo dem Fiesco, der Doge wird, durch sein Gift, das er getrunken hat, vor der Vollstreckung seines Urteils sterben. Die Wirkung des Giftes erkennt Fiesco und stellt sich seinem vom Tod gezeichneten Gegner triumphierend entgegen.

Der erkennt in ihm den Vater seiner Geliebten und bietet die Versöhnung an, da die verloren geglaubte Enkelin sie beide verbindet. Fiesco, in sich gekehrt, besiegelt die Versöhnung tief bewegt.
Der Doge aus dem Volk, möchte die Menschen zur Eintracht bewegen und verkündet, dass Gabriele Adorno sein Nachfolger ist.

Fiesco verkündet dem Volk den Tod des Dogen.


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