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Die
Teufel von Loudun
Oper |
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Oper - Die Teufel von Loudon
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Oper in drei Akten
von Krzysztof Penderecki, nach "The Devils of Loudun" von Aldous
Huxley
Inszenierung:
Harry Kupfer
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Aldous
Huxley
*1894 - 1963 |
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Aldous
Huxley schrieb Anfang der dreißiger Jahre u.a. den Bestseller, den
Roman der Zukunft, "Schöne
neue Welt". Eine Welt der konsequent verwirklichten Wohlstandsge-sellschaft
in der alle Menschen am Überfluß teilhaben, in der aber Freiheit,
Religion, Kunst und die Humanität auf der Strecke geblieben sind.
In dieser völlig formierten Gesellschaft erscheint jeder Individualist
als asozial. Anfang der sechziger Jahre kam Huxley in seinem Essay zu
dem Schluß: verfeinerte Methoden der psychologischen Manipulation,
sogenannter sozialer Fortschritt und technischer Fortschritt bestätigen
die Erwartung, daß seine grausige Voraussage in nur einem Bruchteil
der veranschlagten Zeitspanne verwirklicht werde.
In eines seiner
Werke "Die Teufel von Loudun" ( "The Devils of Loudun")
zeichnet er die historischen Ereignisse aus den Jahren 1633 / 34, in der
französischen Kleinstadt Loudun, auf. Die Grundlage der gleichnamigen
Oper.
Aldous Huxley schrieb:
"Musik ist so umfassend wie die menschliche Natur und hat dem Menschen
auf jeder Stufe seines Seins etwas zu sagen, angefangen von der mit sich
selbst beschäftigten sentimentalen bis abstrakt intellektuellen,
von jeder, die bloß aus dem Bauch kommt, bis zur völlig vergeistigten"..
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Krzysztof
Penderecki |
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1933
geboren am 23. November in Debica (Polen). Studiert
Philosophie, Kunst und Literaturgeschichte sowie Komposition 1958
Diplomabschluss an der Krakauer Musikhochschule; übernimmt eine Professur
an der Musikhochschule 1959 Gewinner aller drei Preise des Wettbewerbs
Junger Polnischer Komponisten des Polnischen Komponistenverbandes
1960 die Uraufführung von "Anaklasis" in Donaueschingen machte ihn in
den Kreisen der Avantgarde bekannt 1961 "Threnos" für die Opfer
von Hiroshima 1966-68 Dozent an der Folkwang-Hochschule in Essen
1966 "Lukas Passion" 1967 "Dies Irae" zum Gedenken an die
Ermordeten von Auschwitz. 1968 Stipendiat des Deutschen Akademischen
Austauschdienstes in Berlin 1969 "Die Teufel von Loudun"
1972 Rektor der Musikhochschule in Krakau. . 1973-78 Professur an
der Yale University, New Haven 1978 " Paradise Lost" 1980/84
"Polnisches Requiem" 1988 Principal Guest Conductor beim NDR Sinfonieorchester
Hamburg 1991 "Ubu Rex" Seit 1972 Komposition seiner Sinfonien
und zahlreicher konzertanter Werke 2002 am 9. Mai Uraufführung
seiner neuesten Komposition in New York.
Die große Breitenwirkung seines Schaffens dokumentiert sich in vielen
Auszeichnungen sowie Ehrendoktor- und Ehrenprofessor-Titeln zahlreicher
Universitäten.
Dem Komponisten war
die Zurückgezo-genheit in einen "elitären" Kreis von Neutönern seit jeher
fremd. Seine stilistischen Mittel bewegten sich mit gewisser innerer Konsequenz
auf klarere und einfachere Ausdrucksmittel hin.
An die Stelle experimenteller Geräusch- und Klangexzesse traten einfachere,
fasslichere melodische Linien und kontrapunktische Führungen, die an konventionellere
Ausdrucksgestaltung anknüpften. Penderecki gilt heute als der vielleicht
wichtigste Vertreter einer gemäßen Moderne. Seine Musik muss nicht Zuflucht
in den Refugien der Avantgarde suchen, sondern findet Eingang in den Abonnementbetrieb.
Viele seiner Kompositionen sind geistliche Werke, die von liturgisch gebrauchten
Werken ausgehen, sich aber auch anderen Themenkreisen widmen: "Stabat
mater" (1962) ... "Die sieben Tore von Jerusalem"
(1996).
Sein Werkverzeichnis enthält die unter-schiedlichsten Formen der Instrumental-
und Vokalmusik. |
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Die
Teufel von Loudun
Szenenfoto mit Evelyn Herlitzius (Jeanne),(m.) - Foto: ©
Semperoper, Dresden / Erwin Döring |
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Rangier rufen. Jeanne soll sich einer Teufelsaustreibung unterziehen. Bereits
im ersten Verhör fällt der Name Grandier. Der Bürgermeister und der Richter
de Cerisay bedrängen Grandier, sich gegen die Verleumdungen zu wehren.
De Cerisay misstraut den Behauptungen Jeannes, Grundier habe sie und ihre
Schwestern zu einer obszönen schwarzen Messe gezwungen. Er ordnet die
sofortige Einstellung der Exorzismen an.
Das Mädchen Philippe erklärt Grandier, sie sei von ihm schwanger.
Grandier erfährt, dass Richelieu die Schleifung der Stadtmauern durchgesetzt
hat. Er schwebt nun in größter Gefahr.
Vater Mignon ruft erneut die Besessenheit in den Nonnen hervor. Es wird
eine öffentliche Austreibung angeordnet. Prinz Henri de Conde, ein Vertreter
des Hofes, entlarvt das exorzistische Treiben als Schwindel. Doch plötzlich
beginnt der Teufelsspuk von neuem. Grandier wird beim Betreten seiner
Kirche verhaftet. Im Kerker beichtet Grandier dem alten Vater Ambrose,
während sich Jeanne mit ihren Zweifeln und Ängsten an Mignon wendet. Sie
versucht sich zu erhängen, wird von den Schwestern aber daran gehindert.
Das Urteil gegen Grandier wird verlesen. Es wird ihm der Pakt mit dem
Teufel, Unzucht, Ausschweifungen und Gotteslästerung vorgeworfen. Grandier
beteuert seine Unschuld. Selbst unter grausamsten Folterungen und Demütigungen
verweigert er ein Geständnis. Grandier wird zur Hinrichtung geführt.
Auf dem Weg dorthin begegnet er Jeanne. Ihre Vision wird hier zur Wirklichkeit.
Grandier bittet Gott um Vergebung für Jeanne. Noch am Richtplatz versuchen
Barre und de Laubardemont, ein Geständnis zu erzwingen. Auf Druck des
Volkes gibt Barre dem Opfer einen Friedenskuss. Zornige Judasschreie ertönen
aus der Menge. Mit seinen letzten Worten bittet Grandier um Vergebung
für seine Feinde. |
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DIE
HANDLUNG
Loudun,
Frankreich
zu Beginn des 17. Jahrhunderts
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Jeanne, die missgestaltete Priorin des Ursulinenordens, hat eine Vision: Sie
sieht den katholischen Pfarrer Urbain Grandier auf dem Weg zu seiner Hinrichtung.
Claire, eine Ordensschwester, bringt einen Brief, in dem Grandier den
Wunsch der Priorin ablehnt, geistlicher Beistand des Klosters zu werden.
Dies versetzt Jeanne erneut in krankhafte Fantasien.
Mannoury, der Chirurg, und Adam, der Apotheker, erregen
sich über den lasterhaften Lebenswandel des Pfarrers und beschließen,
gegen ihn Anklage wegen gottloser Ausschweifungen zu erheben. Jeanne schildert dem Beichtvater Mignon ihre nächtlichen Visionen, die ihr der
Teufel eingegeben habe und bringt Grandier damit in Verbindung.
Loudun ist eine der wenigen französischen Städte, deren Festungsmauern
noch nicht geschleift wurden. Den ansässigen Protestanten gegenüber herrscht
eine relativ liberale Haltung. Das widerspricht allerdings der Tendenz
des französischen Staates. Baron de Laubardemont, der Sonderkommissär
des Königs, überbringt den Befehl, die Stadtmauern von Loudun schleifen
zu lassen, um der Gefahr eines Aufstands der Protestanten vorzubeugen.
Der Bürgermeister d'Armagnac widersetzt sich dem Befehl. Grandier unterstützt
ihn in dieser Sache und wird nun politisch verdächtig. Adam und Mannoury
sammeln Beweise gegen Grandier. Aber auch durch Jeannes Wahnvorstellungen
wird er belastet. Mignon lässt die Exorzisten Barre und |
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Die
Teufel von Loudun
- Szenenfoto Foto: © Semperoper,
Dresden / Erwin Döring |
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Oper, Die Teufel von Loudon
Scheiterhaufen, Hinrichtung, Exorzisten, Teufel
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