Kultur Fibel Magazin
Gesellschaftsmagazin

Phädra / Tragödie / Theater / Bühne

PHÄDRA

Jean Racine
* 21. Dezember 1639
in La Ferté Milon (Champagne)
† 21. April 1699 in Paris
Phädra, (Phèdre). Tragödie in fünf Akten Urufführung Januar 1677 in Paris

nach Hippolytos (Hippolytos stephardphoros). Tragödie von Euripides 428 v.Chr.

Phädra, Tragodie von Racine, Phädra, Sunnyi Melles wird vor Hippolytos, Philipp Hauß zurück gestoßen
Phädra, Tragodie von Racine
Phädra, Sunnyi Melles - Hippolytos, Philipp Hauß
Salzburger Festspiele
2010,
Foto: Tanja Dorendorf

Phädra, Tragodie von Racine, Phädra, Sunnyi Melles macht ihr Liebesheständnis vor Hippolytos, Philipp Hauß
Phädra, Tragodie von Racine
Phädra, Sunnyi Melles - Hippolytos, Philipp Hauß
Salzburger Festspiele
2010,
Foto: Tanja Dorendorf

Phädra, Tragodie von Racine, Phädra, Sunnyi Melles, verzweifelt knied sie am Boden
Phädra, Tragodie von Racine
Phädra, Sunnyi Melles
Salzburger Festspiele
2010,
Foto: Tanja Dorendorf

Vorwort
Armin H. Eilenberg

Die Vorlage dieses Dramas beruht auf die Tragödie »Hippolytos« von Euripides, 428 v. Chr. .
Racine variierte die antike Tragödie, dem 17.Jh. n.Chr. angepasst. Phädra stellte er in den Vordergrund und Oenone, ihre Amme und Vertraute fügte er hinzu, somit erscheint Phädra nicht ganz so hassenswert, als in der antiken Vorlage. Racine wollte Phädra – nach seiner eigenen Aussage – weder ganz schuldig noch ganz unschuldig darstellen.
Bei Euripides erhält der Streit der Göttinnen, Aphrodite und Artemis (Schwester von Apoll, Göttin der Jagt, der Natur, Frauen und Kinder) viel Aufmerksamkeit. Die Göttin der Liebe zürnt Hippolytos, weil er keusch leben will. Bei Racine liebt er Aricia.
Racine betont das überzogene Verhalten Phädras durch eine zügellose Hingabe zur Liebe und Eifersucht.

Jean Baptiste Racine
verlor im Alter von 2 Jahren seine Mutter und mit 3 Jahren seinen Vater. Er wurde bei seinen Großeltern erzogen. Als der Großvater 1649 starb, siedelte die Großmutter in das jansenistisch orientierte Kloster Port-Royal. In der kleinen Schule des Klosters erhielt er eine ausgeprägte humanistische Bildung. Später, als großer Dramaturg im 17. Jh., spielen viele seiner, von Liebe und Leidenschaft betonten Tragödien auf den Schauplätzen der Antike, Rom und Griechenland.


Phädra, Tragodie von Racine
Oenono, Therese Affolter - Phädra, Sunnyi Melles
Salzburger Festspiele
2010,
Foto: Tanja Dorendorf

Phädra, Tragodie von Racine, Phädra, Sunnyi Melles, wir von König Theseus bedauert
Phädra, Tragodie von Racine
Phädra, Sunnyi Melles - Theseus, Paulus Manker
Salzburger Festspiele
2010,
Foto: Tanja Dorendorf

Phädra

Personen :

Theseus, König von Athen
Phädra, seine Gemahlin
Hippolyt, Sohn des Theseus, aus erster Ehe
Aricia, aus dem königlichen Geschlecht
Oenone, Amme und Vertraute von Phädra
Theramen, Erzieher des Hippolyt


Ort und Zeit:
Peloponnes, große Halle im königlichen Palast,
griechische Antike, v.Chr.

 

Phädra
Phädra, die Ehefrau von Königs Theseus, vertraut ihrer Amme, Oenone an, dass sie ihren Stiefsohn Hippolytos
heimlich, aber leidenschaftlich liebt und ihre Träume, ihr den Schlaf rauben.

Phädra, Tragodie von Racine, Phädra, Sunnyi Melles
Phädra, Tragodie von Racine
Phädra, Sunnyi Melles - Salzburger Festspiele 2010, Foto: Tanja Dorendorf

Hippolytos, der Sohn des Theseus und der Amazonenkönigin Antiope, will Troezene verlassen, um seinen Vater im Krieg aufzusuchen und gleichzeitig vor seiner Liebe, zu Aricia, der Gefangenen seines Vaters, zu fliehen.
Phädra will am liebsten sterben, die heißen Nächte, die sie im Traum durchlebt, schwächen sie. Ihr Gemahl, der König Theseus von Athen, kämpft im Krieg und die unglückliche Phädra verdammt ihre bedrückenden Träume und wartet seit sechs Monaten auf die Rückkehr ihres Mannes. Erschrocken erfährt sie, bei Anbruch des Tages, von einem heimkehrenden Schiff, Theseus ist im Kampf gefallen,
Eine dramatische Veränderung ihres Wesens löst die Nachricht von Theseus' Tod aus, als Witwe fallen ihre Hemmschwellen.
Oenone wird zur Kupplerin und überredet die Königin, ohne Scham ihre Träume zu verwirklichen und ihre Liebe und heißes Verlangen zu Hippolytos zu gestehen.
Phädra ermutigt offenbart sich Hippolytos, der zuerst schockiert und weist Phädra entrüstet von sich . Hippolytos will mit Aricia fliehen, denn sie ist, nach dem Tod seines Vaters, frei.

Die Heimkehr des Theseus, der nur durch ein Gerücht totgesagt war, treibt die Handlung zur Katastrophe. Phädra unterstützt die heimtückische Oenone, die Theseus, von dem angeblichen Verbrechen seines Sohnes Hippolytos berichtet, wie er versucht hat, sich ihre Herrin zu nähern, um die schuldige Phädra zu schonen.
In einer längst vergangenen Zeit, in der die Ehre des Menschen, mit an erster Stelle des Lebens stand, raste Theseus vor Wut und verbannt Hippolytos, mit einem Fluch vor Poseidon, des Landes.
Der Sohn, edel und menschlich aufgewachsen (428 v.Chr.), schweigt.
Phädras Psyche stürzt tief, was hat sie angerichtet und von zusätzlichen Qualen gepeinigt, erkennt sie die feste Liebe Hippolytos zu Aricia.
Theseus ist fassungslos, glaubte seinen Sohn zu kennen und es erfüllt sich sein Fluch, den er auf den unschuldigen Hippolytos vor Poseidon beschworen hat.
Theramen, (Hippolyts Erzieher) berichtet dem König von dem furchtbaren Ende des unglücklichen, aufrechten Sohnes Hippolytos, der ihn kurz vor seinem Tod die Wahrheit verkündete. Ein Meeresungeheuer hat ihn getötet.
Phädra sieht als einzige Sühne für ihre Schuld, den Tod und vor dem Gifttrank gesteht sie ihren Mann, Theseus die Wahrheit.
Als Phädra stirbt, regt sich kein Mitleid bei dem König und er gesteht sich selbst ein, dass kein Tod seinen Sohn und dessen Ehre wieder zum Leben erwecken können.
Ihre Amme und Vertraute Oenone tötete sich bereits, durch einen Sprung vom Felsen ins Meer.
König Theseus ist allein und tief erschüttert. Er wendet er sich voller Liebe zu Aricia, nimmt sie, als seiner Tochter statt an, schließt sie in seine Arme, sein Reich und erfüllt den geäußerten Wunsch, seines im Sterben liegenden Sohnes Hippolytos, wie Theramen berichtete.

»Die geringsten Verfehlungen werden hier streng bestraft, der bloße Gedanke an Verbrechen wird mit dem gleichen Abscheu betrachtet wie das Verbrechen selbst; Schwächen der Liebe erscheinen als wirkliche Schwächen.«
(Aus dem Vorwort von Racine)

Viele Subjekte im 21. Jh. haben ihre Ehre, damit das Leben verloren.


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Phädra
Theater Tragödie

Ehre, Vertrauen
Liebe, Leidenschaft, Eifersucht, Neid, Verbrechen, Tod


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