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Oper in 3 Akten. Text vom Komponisten, Alban Berg (*1885
†1935)
nach dem Drama Woyzeck von Georg Büchner (1837).
Uraufführung am 14. Dezember 1925 in Staatsoper Unter den Linden
Berlin, und im April 2011 in Berlin, Staatsoper
Unter den Linden,
Schillertheater
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PERSONEN:
Wozzeck (Bariton)
Tambourmajor (Tenor)
Andres (Tenor)
Hauptmann (Tenor)
Doktor (Baß)
1. Handwerksbursche (Baß)
Der Narr (Tenor)
Marie (Sopran)
Margret (Alt)
Maries Knabe (Sopran).
ORT UND ZEIT:
Eine deutsche Kleinstadt, um 1820.
1 . Akt.
Der Soldat Wozzeck rasiert seinen Hauptmann um sein Sold aufzubessern.
Wozzeck macht sich indessen seine eigenen Gedanken, vor allem über
das Schicksal der Armen in der Welt. Als ihm der Hauptmann das uneheliche
Kind mit Maria vorwirft, meint dieser: »Wir arme Leute! Da setz einmal
einer seinesgleichen auf die moralische Art in die Welt! Man hat auch sein
Fleisch und Blut."
Am Fenster ihrer Stube sitzt Marie. Mit klingendem Tönen zieht die
Militärkapelle vorbei, der Tambourmajor grüßt herein. Marie
nickt freundlich zurück.
Um sein Sold Marie geben zu können, lässt Wozzeck sich vom Doktor
zu wissenschaftlichen Experimenten missbrauchen.
Gegen Abendd begegnet Marie, auf der Straße, dem Tambourmajor. Mit
bewundernden Blicken misst sie seine stramme Statur. Mit dem Ausruf "Meinetwegen,
es ist alles eins" verschwindet sie mit ihm in der offenen Hausflur.
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2. Akt.
Im Spiegel beschaut Marie das ein Paar Ohrringe, ein Geschenk des Tambourmajors.
Als der unversehens hinzutretende Wozzeck nach der Quelle des Schmuckes fragt,
gibt sie vor, ihn gefunden zu haben. Seinem Zweifel begegnet sie mit der Frage:
"Bin ich ein schlecht Mensch?" Beschwichtigend reicht er ihr seine
Löhnung und geht. "Ich bin doch ein schlecht Mensch!" stöhnt
Marie.
Bei einem Treffen zwischen den Hauptmann und dem Doktor, als Wozzeck vorübergeht,
plaudern beide in Anspielungen über Marie und den Tambourmajor. Kreidebleich
stürzt Wozzeck davon.
In einem Wirtsgarten
sind Burschen, Soldaten und Mägde zum Tanz versammelt. Marie wiegt sich
im Walzer mit dem Tambourmajor. Wozzeck hört Maries ausgelassenes Lachen
und setzt sich in dumpfem Brüten nieder.
In der Nacht kommt
der Tambourmajor in den Schlafsaal, demütigt Wozzeck und schlägt
ihn nieder.
3. Akt.
Marie, sitzt zu Hause, von Wozzeck seit zwei Tagen gemieden, und liest bei
Kerzenschein die Geschichte von Jesus und der Ehebrecherin. Das schlafende
Kind erwacht, sie zieht es an sich heran und sucht es durch ein Märchen
wieder zum Einschlummern zu bringen.
Wozzeck und Marie gehen
in der Dämmerung über den Waldweg zum Teich. Der der Mond am Waldrand
auf. Marie will fliehen, aber Wozzeck stößt ihr sein Messer in
den Hals.
In einer Keinpe trinkt und tanzt Wozzeck, vom Wein glühend, ruft Margret
zu sich, diese bemerkt Blut an seiner Hand. Verlegen stammelt er, er habe
sich geschnitten. Angstgehetzt ist Wozzeck zur Mordstelle zurückgekehrt,
sucht am Boden das Messer und wirft es in den Teich. Da er argwöhnt,
es ist nicht tief genug, watet er ins Wasser und versinkt.
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