Kultur Fibel Magazin
Gesellschaftsmagazin

Die Wirtin im Weissen Rößl - Operette

Im Weissen Rößl
Operette

Singspiel in drei Akten von Ralph Benatzky
Libretto von Hans Müller und Erik Charell, Gesangstexte von Robert Gilbert.
Uraufführung, 1930 im Großen Schauspielhaus, Berlin,
Leitung Erik Charell
Im Weißen Rößl - Operette - Max Hopp Leopold Brandmeyer Zahlkellner - Chorsolisten - Komische Oper - Berlin - Foto: Iko Freese


Im Weissen Rößl - Operette - Dagmar Manzel Josepha Vogelhuber Chorsolisten - Komische Oper - Berlin - Foto: Iko Freese

Im Weissen Rößl - Operette - Julia Gibel Klärchen - Peter Renz
Sigismund Sülzheimer - Komische Oper - Berlin - Foto: Iko Freese

"Im Weißen Rößl"
am Wolfgangsee

Besetzung
Dagmar Manzel (Josepha Vogelhuber), Max Hopp (Leopold Brandmeyer, Zahlkellner), Dieter Montag (Wilhelm Giesecke, Fabrikant), Kathrin Angerer (Ottilie, seine Tochter), Christoph Späth (Dr. Erich Siedler, Rechtsanwalt), Thorsten Merten (Prof. Dr. Hinzelmann, Lehrer), Peter Renz (Sigismund Sülzheimer, Fabrikant), Julia Giebel (Klärchen, seine Tochter), Miguel Abrantes Ostrowski (Der Piccolo), Irm Hermann (Der Kaiser), Mirka Wagner (Briefträgerin Kathi) sowie die Chorsolisten und das Orchester der Komischen Oper Berlin

Entstehung.
Die Revue-Operette Im Weißen Rößl, 1930 im Großen Schauspielhaus Berlin unter Erik Charell uraufgeführt, war einer der größten Theatererfolge der Weimarer Republik — und einer der kostenintensivsten wohl auch. »Siebenhundert Menschen haben ihr täglich Futter, dreitausend die Illusion, glücklich zu sein«, schrieb das Berliner Tagblatt. Charell, ehemaliger Tänzer und von Max Reinhardt mit der Leitung des Schauspielhauses betraut, hatte während eines New-York-Gastspiels am Broadway gelernt, wie die Amerikaner Revuen produzierten und dieses Prinzip zum ersten Mal mit An Alle! (1924) sehr erfolgreich für Berlin adaptiert. Dabei war er nicht der einzige, der mit dieser Form des Unterhaltungstheaters das Berliner Publikum begeisterte: James Klein an der Komischen Oper an der Weidendammer Brücke und H Hermann Haller im Admiralspalast spielten ebenfalls Revuen. Die traditionelle Ausstattungsrevue erweiterte Charell ab 1926 um modernisierte Operettenklassiker wie Der Mikado oder Die lustige Witwe. Dabei brach er mit deren Aufführungstradition und machte aus den Vorlagen so genannte Revue-Operetten. Die Stücke wurden musikalisch bearbeitet, zum Teil ihrer Handlungslogik beraubt und in die Passgrößen der Revue eingefügt. Mit Casanova (1928), Die drei Musketiere (1929) und vor allem mit Im Weißen Rößl fand dieses neue Genre schließlich seinen Höhepunkt.
Der Entstehungsprozess des Weißen Rößl zeichnet sich — stärker noch als die Operette und fast den Produktionsbedingungen Hollywoods ähnelnd — durch eine große Arbeitsteiligkeit aus: Erik Charell und Hans Müller adaptierten das 1897 uraufgeführte Volksstück von Oscar Blumenthal und Gustav Kadelburg und schrieben die Dialoge. Robert Gilben zeichnete für die Gesangstexte verantwortlich. Und obwohl Ralph Benatzky als Komponist des Rößl geführt wird, stammen vier Nummern von Robert Stolz bzw. Robert Gilbert und Bruno Granichstaedten — etwa »Was kann der Sigismund dafür« oder »Die ganze Welt ist himmelblau«. Eduard Künneke übernahm die Orchestrierung.
Die Handlung wurde im Vergleich zum Volksstück etwas konzentriert, mit großen Ensembleszenen und Tanznummern erweitert und um den Auftritt des Kaisers bereichert. Geblieben sind die typischen Verwirrungen und Liebesgeschichten.

Handlung
1. Akt.
Der Kellner Leopold vom »Weißen Rößl« muß den Ansturm der Reisenden zu bewältigen. Nicht die Arbeit bringt ihn aus der Ruhe bringt, sondern die große Liebe zu seiner Chefin, der Wirtin Josepha Vogelhuber. »Es muß was Wunderbares sein, von dir geliebt zu werden«, schwärmt er, doch leider will die kesse Frau nichts von ihn wissen. Ihre heimliche Neigung und Hoffnung gilt einem sympathischen Stammgast, dem Rechtsanwalt Dr. Siedler. Er wird heute erwartet, doch kommt der komisch-cholerische Berliner Strickwarenfabrikant Giesecke mit seiner Tochter Ottilie an. Gleich findet der unermüdlich Grantige Anlaß zum Ärger: das Balkonzimmer, das er haben möchte, ist für Dr. Siedler reserviert ausgerechnet für diesen Rechtsvertreter seines Konkurrenten Sülzheimer! Leopold hört nicht ungern von der Abneigung Gieseckes gegen Siedler, denn seinem Nebenbuhler wünscht er viel Mieserfolg. Als Dr. Siedler erscheint, dringt Josepha natürlich darauf, daß der sehnlich erwartete Gast sein vorbestelltes Zimmer auch

Im Weissen Rößl - Operette - Chorsolisten - Komische Oper - Berlin - Foto: Iko Freese

Im Weissen Rößl - Operette - Dieter Montag Wilhelm Giesecke Fabrikant
Dagmar Manzel
Josepha Vogelhuber
- Komische Oper - Berlin - Foto: Iko Freese

bekommt. So muß Giesecke in die Dependance ziehen. Ottilie kommt mit Leopold ins Gespräch und rät ihr, den Dr. Siedler verliebt zu machen, dann werde er wohl ihrem Vater beim Prozeß mit Sülzheimer weniger hart als bisher gegenübertreten. Dr Siedler hat ein Auge auf Ottilie geworfen und ein neuer Lebensabschnitt beginnt.

2. Akt.
Josepha glaubt noch immer, Dr. Siedler interessiere sich für sie. Zornig entläßt sie den eifersüchtigen Leopold, der unglücklich seufzt: »Zuschaun kann i net!«
Doch als Rößlwirtin ist es wichtiger, den ewig verdrossenen Giesecke wieder in Schwung zu bringen. Mit ihrem Lied „Im Salzkammergut, da kann ma gut lustig sein“ trägt sie dazu bei. Ein Brief von Sülzheimer, macht den Vorschlag, durch eine Ehe seines Sohns Sigismund mit Gieseckes Tochter die leidigen Unstimmigkeiten zu Ende zu bringen.
Inzwischen traf auch Sigismund ein. Für Gieseckes Tochter interessiert er sich nicht, sondern nur für das etwas lispelnde, aber sonst herzige Klärchen, die Tochter des Prof. Hinzelmann. Der unglücklich verliebte Leopold sieht einen neuen Hoffnungsschimmer. Bei der Stadtratsitzung, in der man über die bevorstehende Ankunft des Kaisers berät, erreicht er die Zustimmung, daß der hohe Gast im »Weißen Rößl« Quartier nehmen soll. Die aufgeregte Josepha bittet ganz demütig um seine Unterstützung während des kaiserlichen Besuchs. Die Begrüßungsansprache, die er vor dem Kaiser halten will, verpatzt er, und zu alledem sieht er plötzlich Josepha neben Dr. Siedler stehen. Da verliert er die Nerven und fängt zu weinen an.

3. Akt
Jetzt gibt dem Leopold, als er mit dem Koffer in der Hand um ein Zeugnis bittet, zwar den Abschied als Kellner, engagiert ihn aber zugleich neu als — Ehemann. Erstaunt sehen Giesecke und Prof. Hinzelmann neben diesen endlich Vereinten noch zwei andere glückliche Paare als Verlobte vor sich erscheinen: Ottilie mit Dr. Siedler und Klärchen mit Sigismund.

Im Weissen Rößl - Operette - Dagmar Manzel Josepha Vogelhuber - Peter Renz Wilhelm Giesecke Fabrikant - Thorsten Merten Prof. Dr. Hinzelmann Lehrer
Julia Gibel Klärchen - Komische Oper - Berlin - Foto: Iko Freese


Im Weissen Rößl - Operette - Christoph Späth Dr. Erich Siedler - Rechtsanwalt
Kathrin Angerer - Ottilie
- Komische Oper - Berlin - Foto: Iko Freese


Im Weissen Rößl - Operette - Kathrin Angerer - Ottilie
Christoph Späth Dr. Erich Siedler - Rechtsanwalt - Komische Oper - Berlin
Foto: Iko Freese



Im Weissen Rößl
- Operette - Max Hopp Leopold Brandmeyer - Zahlkellner
Dagmar Manzel
Josepha Vogelhuber - Wirtin - Komische Oper - Berlin - Foto: Iko Freese


Im Weissen Rößl - Operette -Mirka Wagner Briefträgerin Kathi
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